15 erstaunliche Anwendungen für die Birke

Die Birke ist einer der markantesten Bäume, mit ihrem weiß-schwarzen Stamm erkennt sie jeder schon aus der Ferne. Über die Vielzahl an fliegenden Samen und Blütenstaub ärgern wir uns, doch ihren traditionellen Nutzen haben wir verlernt zu schätzen. Mit ihren Inhaltsstoffen wie Flavonoiden, Salicylsäure-Verbindungen, Gerbstoffen, Betulin und reichlich Vitamin C zählt die Birke nicht umsonst zu den Heilpflanzen. Sie ist zum Beispiel bei vielen Hautproblemen und schmerzhaften Erkrankungen, aber auch als Reinigungsmittel, kostenloses Nahrungsmittel und für weitere Zwecke verwendbar.

Die Erntesaison beginnt schon früh im März mit den Birkenknospen, gefolgt vom Zapfen des Birkensafts von März bis Mai. Die zarten, jungen und noch etwas klebrigen Birkenblätter kannst du einfach von den Ästen abstreifen, sie wachsen schnell wieder nach, aber auch kräftigere Blätter kannst du bis Juni ernten und verwenden. Um die Vorzüge der Knospen und Blätter das ganze Jahr über zu nutzen, bietet sich eine Bevorratung durch Trocknen an. Da Birkenrinde ganzjährig zur Verfügung steht, solltest du nie mehr mitnehmen, als gerade benötigt wird.

Wie und wofür du all diese Pflanzenteile verwenden kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

1. Birke als Nahrungsmittel

Als Zutat für Speisen eignen sich Birkenknospen und Birkenblätter, die mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt, aber auch mit ihren entwässernden Eigenschaften zum Wohlbefinden beitragen. Viele Birken-Rezepte für Gemüse, Salat, Reis, Nudeln und Smoothies aber auch für Nachtisch oder Birkensoße findest du hier.

Die jungen Blätter der Birke und ihre Knospen sind vitalstoffreich und können deinen Speiseplan im Frühling hervorragend ergänzen. Hier die besten Rezepte.
links von Martin Roell [CC-BY-SA-2.0]

2. Birkengewürz als Salzersatz

Birkenblätter eignen sich, wie viele andere Gewürze auch, um die Verwendung von Salz zu reduzieren. Dafür werden die getrockneten Blätter entweder mit den Händen oder in einem Mörser fein gerieben und wie Salz sparsam zu den Speisen hinzugegeben.

3. Birkenzucker (Xylit, Xylitol oder Xucker)

Zur Herstellung von Birkenzucker dient das Holz der Birke und Buche, aber auch Maiskolbenreste und der Hefepilz Candida tropicalis werden als Ausgangsmaterial verwendet. Ob es sich um das Naturprodukt aus der Birke, oder um die preiswertere, synthetische Variante handelt, ist den Produkten leider oft nicht anzusehen. Aus dem Holz einer Birke erhält man durch Zerkleinern, Wässern, Spalten und Eindicken nur 25 Kilogramm Birkenzucker in kristalliner Form. Kein Wunder also, dass Birkenzucker ein teures Ersatzprodukt zum Haushaltszucker darstellt, wenn auch ein gesünderes.

Meist wird allerdings synthetisch hergestelltes Xylitol im Handel angeboten. Die beste Qualität mit gesundheitlichem Wert bietet der echte Birkenzucker (in manchen Bioläden sowie online erhältlich), weshalb man dem Kleingedruckten zum Ursprung Beachtung schenken sollte. Leider fehlt hier meist jeglicher Hinweis.

Im Vergleich zum normalen Haushaltszucker bietet Birkenzucker einige Vorteile:

  • enthält 40 Prozent weniger Kalorien
  • ist zur Kariesvorsorge verwendbar, weil er im Gegensatz zu Saccharose von kariesverursachenden Bakterien nicht verstoffwechselt werden kann
  • für Diabetiker geeignet und
  • macht weniger zuckersüchtig

Weitere Informationen zu Zuckeralternativen findest du hier.

4. Birkensaft

Früher galt der Birkensaft bei den Germanen als Schönheitstrunk und Potenzmittel. Auch heute ist er noch in Reformhäusern und Apotheken wegen seiner entschlackenden und entwässernden Wirkung zu bekommen. Das Wasser aus dem Stamm enthält unter anderem Invertzucker, Säuren, Salze und Eiweiß. Ab März kannst du den reichlich emporsteigenden, bekömmlichen Saft der Hängebirke (Betula pendula) genauso wie Ahornsaft zapfen.

Bis zu 50 Liter dieses gesunden Getränks können im Frühjahr aus einem gesunden Baum geerntet werden, ohne ihm dauerhaft zu schaden. Frisch gezapft ist der Saft gleich vor Ort genießbar oder noch etwa drei Tage im Kühlschrank haltbar. Er eignet sich auch zur Herstellung von Birkensirup und Birkenlimonade.

Um aus dem Saft einen süßen Birkensirup zu erhalten, kannst du ihn auf die Hälfte einkochen und in einem Wasserbad weiter reduzieren, bis nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Volumens übrig sind. Mit Zugabe von Zucker kann er dann haltbar in Flaschen abgefüllt werden. Verwende ihn zum Beispiel, um Pfannkuchen und andere Süßspeisen zu verfeinern.

Hier findest du noch einige Ideen zu selbstgemachtem Frucht- und Beerensirup.

5. Birkenwein, Birkenmet und Birkenlikör

Den gezapften Birkensaft kannst du auch zu Wein, Met und Likör weiterverarbeiten. Eine Anleitung für Birkenwein, aber auch Birkenmet und Birkenlikör erhältst du hier.

Hier findest du auch eine Anleitung zum Selbermachen von Honigwein.

6. Heilsame Birkentees aus Blättern und Knospen

So wie viele Heilpflanzen dient auch die Birke mit ihren Knospen und Blättern zur Bereitung heilsamer Tees. Ihre entschlackende und entwässernde Wirkung ist besonders im Frühjahr als Muntermacher willkommen. Birkentee kurbelt die Ausscheidung über die Nieren an und entlastet die Haut als Ausscheidungsorgan, wodurch Hautprobleme wie Akne, Schuppenflechte und schlecht heilende Wunden reduziert werden.

Birkenblätter-Auszüge können zusätzlich als Umschlag und Vollbad bei Rheuma, Gicht und Cellulitis zum Einsatz kommen. Die vielseitigen Anleitungen zur Verwendung von Birkentee findest du hier.

Hellgrüne, zarte Birkenblätter und Knospen sind schon im März zu finden und ein wahrer Segen für unsere Gesundheit. Finde heraus, wie sie dir helfen können.

7. Birke als Badezusatz

Birkenblätter und Birkenrinde eignen sich auch, um heilende Auszüge für Bäder herzustellen. Abhängig von der Zutat und der Zubereitungsart können diese entschlackend, hautstraffend und schmerzlindernd wirken.

Bei Gliederschmerzen hilft zum Beispiel ein Birkenrindenbad, für das 250 g Birkenrinde in einem Liter Wasser aufgekocht und 10 Minuten weiter geköchelt werden. Den abgesiebten Sud gibst du zum maximal 38 °C warmen Badewasser hinzu. Ein Birkenrinden-Bad sollte nicht länger als 20 Minuten andauern, um den Kreislauf nicht zu stark zu belasten.

Wünscht du noch etwas mehr Pflege, dann ergänze dein Badewassser doch mit weiteren Zutaten ganz individuell.

Der perfekte Badezusatz ist individuell auf deine Bedürfnisse abgestimmt. Erfahre hier alles über verschiedene Zutaten und wie du sie optimal kombinierst.

8. Shampoo, Spülung und Haarwasser

Für eine natürliche Haarpflege sind Birkenblätter ebenfalls geeignet, denn sie können in Kombination mit einer eher basischen Ernährung helfen, Haarausfall zu reduzieren. Shampoo, Haarwasser und Spülung aus Birkenblättern sorgen für eine natürliche Reinigung und auch für eine gut durchblutete, schuppenfreie und von überschüssigem Talg befreite Kopfhaut, die den Haarwurzeln bei der Mineralstoffaufnahme zu Gute kommt.

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9. Birkentinktur

In einer Tinktur mit Knospen oder Blättern werden die heilsamen Inhaltstoffe der Birke gelöst, die in konzentrierter Form lange haltbar sind. Eine Tinktur mit Knospen kann innerlich angewendet Husten lindern und Fieber senken. Mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnt eignet sie sich bestens zur Reinigung von Wunden, aber auch äußerlich aufgetragen zur Wundheilung.

Hergestellt wird eine Birkenknospentinktur aus zirka 20 g Birkenknospen und 100 ml 40-prozentigem Alkohol wie z.B. Wodka oder Doppelkorn, die in einem dicht schließenden Schraubglas für einen Monat bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Tägliches Schütteln erleichtert das Herauslösen der Inhaltsstoffe. Abgesiebt und in ein dicht schließendes, dunkles Glas gefüllt (gegebenenfalls mit einer verwaisten Socke abdunkeln) ist die Birkentinktur auch schon einsatzfähig.

Eine Tinktur mit Birkenblättern wird auf gleiche Weise hergestellt und fördert durch Einreiben die Durchblutung.

Mehr zu Herstellen von Kräuter-Tinkturen findest du hier.

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10. Birkenöl

Genau wie die Tinktur bietet auch ein Ölauszug die Möglichkeit, die positiven Wirkstoffe der Birken zu konservieren. Ein solches Mazerat kann dir bei Schmerzen von Rheuma und Gicht sowie zur Hautpflege bei trockener und spröder Haut hilfreich sein.

Birkenöl kannst du sehr einfach selbst herstellen, indem du eine Handvoll frischer Birkenknospen mit 100 ml Mandelöl oder kaltgepresstem Olivenöl in einem Schraubglas ansetzt. Während der Ziehzeit von vier Wochen können die Knospen bei Raumtemperatur und täglichem Schütteln durchziehen. Danach werden die Pflanzenteile abgesiebt und das Öl in ein sauberes, dunkles Glas abgefüllt. Eine schnellere, warme Herstellungsmethode für einen Ölauszug ist hier beschrieben.

11. Birkensalbe mit Birkenöl

Salben, die mit Auszügen aus Birkenrinde oder -knospen angerührt werden, heilen mit dem enthaltenen Wirkstoff Betulin chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte. Wenn du die Salbe nicht selbst herstellen möchtest, kannst du auch auf im Handel erhältliche Präparate mit sehr hohem Betulin-Gehalt zurückgreifen, wie die hier.

Für das Herstellen deiner Salbe kannst du ähnlich vorgehen, wie beim Rühren einer Kamillensalbe oder dieser Ringelblumensalbe.

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12. Birkenbesen binden

Eine nachhaltige Alternative zu Besen mit Plastikborsten stellen Reisigbesen dar. Sie kehren nicht schlechter, sondern sind aus unerfindlichen Gründen einfach aus der Mode gekommen. Naturbesen finden sich eher selten im Sortiment der Geschäfte, aber auch bei Korbflechtern wirst du nur noch selten fündig. Zum Glück kannst du leicht aus dünnen, biegsamen Birkenzweigen einen Naturbesen selber machen. Dazu werden Bündel aus Reisigzweigen zusammengebunden und diese dann an einem Holzstab fixiert.

13. Birkenrinde als Anzünder und Fackel

Die Rinde der Birke ist als hervorragendes Anzündmaterial zum Feuermachen bekannt. Der auf altem Birkenholz sitzende Schwamm lässt sich sogar im feuchten Zustand noch leicht entflammen, deshalb findet die Birkenrinde bei Lagerfeuern in der Wildnis gern Verwendung. Für eine kleine Fackel oder Anzündhilfe wird die gesammelte frische Rinde möglichst eng zusammengerollt und mit einem Naturgarn fixiert- fertig ist eine perfekte Alternative zu chemischen Anzündhilfen.

Die Knospen und Blätter der Birke sprießen früh sie können verblüffend vielseitig und nützlich verwendet werden. Diese Anwendungen sind einfach genial.

Aber auch beim Grillen oder dem Entfachen von Feuer im Kachelofen haben sich solche natürlichen Anzünder bewährt. Sie sind frei von irgendwelchen ungesunden Zusätzen, die sich nachher in der Nahrung oder in der Asche wiederfinden.

Für schadstoffarme Asche gibt es übrigens auch eine ganze Menge Verwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Düngen, Reinigen und sogar Zähneputzen.

Asche muss nicht zwangsläufig entsorgt werden. Die richtige Holzasche kannst du sinnvoll im Haushalt weiter verwenden und so manches Problem mit ihr lösen.

14. Birkenjauche gegen Schorf an Obstbäumen

Schorf ist eine Erkrankung die Kernobstbäume wie z.B. Apfel, Birne, Quitte, Pfirsich und Aprikose betrifft. Im ersten Jahr nach der Blüte sind nur die Blätter mit kreisrunden, olivfarbenen bzw. fast durchsichtig wirkenden Flecken befallen. Später werden diese Flecken braun, ein Pilz zeigt sich auf der Blattunterseite und die Blätter fallen frühzeitig zu Boden. Die Auswirkungen des Schorfs sind verminderte Blüte und damit einhergehender Fruchtausfall, allerdings erst im darauffolgenden Jahr. Als natürliches Spritzmittel ist Birkenjauche eine schnelle und vorbeugende Hilfe, die bei feuchtem und warmem Wetter verdünnt mit einem Teil Jauche und fünf Teilen Wasser ausgebracht wird.

Und so entsteht eine Jauche aus Birkenblättern:

  1. Ein Kilo frische Birkenblätter mit zehn Litern Wasser in einem Eimer ansetzen und an einem schattigen Platz für einige Tage stehen lassen
  2. Zwischen Deckel und Eimer einen Stab einklemmen, der einen Luftaustausch ermöglicht
  3. Einmal am Tag sollte die angesetzte Jauche umgerührt werden

Wenn sich Schaum bildet, ist das natürliche Spritzmittel gegen Schorf einsatzbereit.

15. Stoffe färben mit der Birke

Die frisch gepflückten Blätter der Birke zählen zu den natürlichen Mitteln, die du zum Färben von Naturstoffen nutzen kannst. Um eine gelbe Färbung mit Hilfe von Birkenblättern zu erhalten, muss der Stoff jedoch vorher mit Alaun gebeizt werden.

Zur Herstellung der Beize werden zunächst je 50 g Stoff ein TL Alaun (bei Wolle und Seide) bis zwei gehäufte TL Alaun (bei Jute, Baumwolle und Leinen) in anderthalb Litern heißem Wasser aufgelöst und der Soff bei 90 °C darin eingeweicht. Unter gelegentlichem Umrühren wird die Temperatur eine Stunde lang gehalten. Über Nacht sollte der Stoff in der Flüssigkeit abkühlen und erst kurz vor dem Färben leicht ausgewrungen und sofort ins kalte Färbebad gegeben werden.

Für den eigentlichen Färbesud benötigst du je 50 g zu färbenden Stoff 100 g grob geschnittene Birkenblätter, die zirka 12 Stunden in 800 ml Wasser durchziehen. Danach eine Stunden kochen, den Färbesud absieben und abkühlen lassen.

Zum Färben wird der vom Beizen noch feuchte Stoff in das kühle Farbwasser gegeben, langsam erwärmt und bleibt bei zirka 70 °C für eine Stunde im Färbesud, der zwischenzeitlich umgerührt werden sollte. Anschließend kannst du den gefärbten Stoff aus der Färbeflüssigkeit herausnehmen, so lange ausspülen, bis keine Farbe mehr entweicht und zum Trocknen aufhängen.

Beachte, dass beim Beizen mit Alaun Kontakt mit Augen und Haut vermieden werden sollte. Ziehe außerdem immer Handschuhe an und verwende nur Gegenstände die nicht wieder für Lebensmitttel genutzt werden.

Hinweise zur Verwendung der Birke

  • Sammle niemals zu viele Pflanzenteile von einem Baum, um ihn nicht zu sehr in seinem Wachstum zu behindern.
  • Wer auf Birkenpollen allergisch reagiert oder unter Herz- oder Nierenfunktionsstörungen leidet, die in Zusammenhang mit Wassereinlagerungen stehen, sollte Birkenblätter meiden.
  • Bei Schwangerschaft ist ebenso von der Birkenblätternutzung abzuraten.

Kennst du noch weitere ungewöhnliche Verwendungsmöglichkeiten, dann ergänze diese doch in der Kommentarfunktion.

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13 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo Marla,
    vielen Dank für den tollen Artikel, hier sind noch ein paar überlegungen zur verwendung und herstellung des Birkenpeches oder „Tar“.
    Birkenpech wird im sogenannten Zweitopfverfahren gewonnen und hat unzählige Anwendungsgebiete. Hier ist ein Link falls es dich interessiert -https://www.outdoornet.de/survival/birkenpech-herstellen/-
    Aus Birkenpech lässt sich wasserdichter Kleber herstellen. Aber auch Mückenmittel! Außerdem kann es auf Wunden aufgetragen werden, und hat dann antiseptische wundheilende Eigenschaften. In Verbindung mit Kaltgepresstem Öl, Baumharz und Bienenwachs kannst du auch selbst eine Heilsalbe herstellen, die ich auf meinen Waldtouren oder Trails immer dabeihabe, da sie nicht nur äußerliche Wunden heilt sondern auch Muskelschmerzen und Zerzerrungen behandelt. Wahres wunderzeug also. Die innerliche anwendung zur bekämpfnug von geschwüren und einige andere Heilgebiete werden dem Birkenteer von den Russen zugeschrieben, das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert und bedarf einiger Recherche.

    Antworten
  2. Florian Graf

    Birkenpech, ein natürlicher Klebstoff der von der Steinzeit bis über das Mittelalter Verwendung fand, sollte nicht unerwähnt bleiben. Er diente auch als historischer Kaugummi zur Zahnpflege.

    Antworten
    • Hallo Florian, vielen Dank für deine schöne Ergänzung! Das hört sich interessant an, wie mischt man dieses Birkenpech und was kann man damit alles kleben? kennst du ein Rezept für das Birken-Kaugummi? Liebe Grüße!

  3. Hallo, Marla, danke für die Antwort. Es handelt sich um ein reines ätherisches Öl der Birke, was ich habe. Das würde ich AUCH für die Duftlampe verwenden, insofern verstehe ich den Unterschied nicht. Alle Öle, die ich für meine Kosmetika verwende, sind von Primavera oder ähnlichen Herstellern, insofern hochwertig…

    Antworten
    • Hallo Astrid, das war kein Vorwurf, nur eine generelle Frage, da es bei ätherischen Ölen unterschiedliche Qualitäten gibt und ich nicht wusste, welches du hast. Dann steht deiner Salbenherstellung nicht mehr im Wege ;) Liebe Grüße!

    • So schnell kann Sprache anders wirken, als sie gemeint war – das 4-Ohren-Prinzip lässt grüßen. Keineswegs habe ich das als Vorwurf verstanden. Du kannst ja nicht wissen, welche Öle ich verwende, nicht wahr? Vielen Dank für die super schnelle Reaktion und auch immer wieder danke für die tolle Seite! Liebe Grüße von Astrid

  4. Frage: ich habe das ätherische Öl der Birke (es riecht wie das Wintergrün, etwas milder und – für mich – sehr angenehm). Kann ich dieses auch für eine Salbe verwenden?

    Antworten
    • Wenn du ein qualitativ hochwertiges Öl hast, kannst du daraus auch eine Salbe herstellen, die wundheilend, schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt. Du kannst ein paar Tropfen aber auch einem Trägeröl, wie Olivenöl hinzufügen und einmassieren. Wenn es ein Öl ist, die für Duftlampen sind, würde ich daraus keine Salbe herstellen. Viele Grüße!

  5. Dietmar Vogt

    Zum Birkenrindenöl ein kleiner Hinweis: Der Inhaltsstoff „Betulin“, ein Gemisch mehrerer pentazyklischer Triterpene hat in Öl eine max. Löslichkeit von ca. 0,2%. (In Wasser besteht praktisch vollkommene Unlöslichkeit). Wenn man also eine Birkenrindenöl macht, soll man nicht auf die Wirkung von Betulin hoffe, denn ein therapeutischer Effekt ist in dieser Konzentration ein 100% Placebo ;)

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Dietmar, danke für deinen Hinweis! Uns haben Erfahrungsberichte erreicht, nach denen bei regelmäßiger Anwendung die auf diese Weise erreichbare Betulin-Konzentration von 0,2-0,3 % bereits ausreicht, um leichte Hauterscheinungen deutlich zu lindern. Wie beschrieben kann man aber auch auf höher dosierte Präparate mit diesem Naturprodukt zurückgreifen. Ebenfalls möglich wäre die Herstellung einer höherdosierten Creme allein aus Wasser, Öl und Betulin. Da die äußere, weiße Schicht der Birkenrinde fast ausschließlich aus diesem Harz besteht, kann man sie dafür verwenden, das Betulin fungiert in dieser Mischung wie ein und sorgt dafür, dass sich Öl und Wasser vermischen. Gutes Gelingen!

    • hast du das Wort Emulgator in deiner Antwort verschluckt?

      Am 8. Februar 2017 um 13:53 schrieb Disqus :

  6. Niki Vogt

    Die Indianer in Kanada stellen traditionell aus Birkenrinde kleine Dosen her. Die frische, noch weiche Birkenrinde wird meist zweilagig wie Leder mit dickem Garn (In Kanada wird dazu „Süßgras“ verwendet, das eine ähnliche Zähigkeit wie Schilfgras hat). Man kann diese Dosen auch mit Naturmaterialien besticken. Die Micmacs nehmen dazu Stachelschweinstacheln. Sieht aber auch mit Vogelfedern schön aus.

    Antworten

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