Essigessenz gegen Unkraut – und die sanften Alternativen
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Mit Essigessenz lässt sich unliebsames Beikraut mit wenig Aufwand bekämpfen. Die Methode hat aber auch Nachteile - hier erfährst du, was zu beachten ist und welche sanften Methoden genauso effizient wirken.

Auch wenn die Bezeichnung “Unkraut” mehr und mehr vom wertfreien, viel passenderen Begriff “Beikraut” abgelöst wird – für viele bleibt es eine lästige Pflicht, Beete, Wege und Co. immer wieder von unerwünschtem Grünzeug befreien zu müssen. Damit das schnell und einfach geht, greift so mancher Hobbygärtner zum Unkrautvernichtungsmittel aus dem Gartencenter und schadet dabei mitunter nichtsahnend der Tier- und Pflanzenwelt.

Auf der Suche nach sanften Alternativen zur Chemiekeule gegen Unkraut bin ich auf das traditionelle Hausmittel Essigessenz gestoßen. Im Haushalt greife ich schon lange auf Essigessenz als umweltfreundlichen Helfer zum Reinigen, Entkalken und für vieles mehr zurück. Auch im Garten kann das saure Würzmittel nützlich sein und bei der Unkrautbekämpfung helfen. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten, Essig bzw. Essigessenz sind keineswegs immer die beste Wahl, und es gibt einige Alternativen, die oft besser passen.

Abgesehen vom höheren Säuregehalt entspricht Essigessenz in ihrer Zusammensetzung weitestgehend herkömmlichem Haushaltsessig, mit dem du ebenfalls zahlreiche Haushalts- und Pflegeprodukte ersetzen kannst. Mit einem Anteil von 15-25 Prozent enthält Essigessenz die drei- bis vierfache Menge Essigsäure verglichen mit Tafelessig. Aus diesem Grund kommt sie auch in aller Regel in stark verdünnter Form zum Einsatz.

Unkrautbekämpfung mit Essigessenz – so geht´s

Zur Bekämpfung von Unkraut im Garten kannst du eine Mischung aus einem Teil Essigessenz auf 15 Teile Wasser herstellen und auf die unerwünschten Pflänzchen aufsprühen. Die Methode ist zwar effektiv, kann aber auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, denn die auf diese Weise ausgebrachte Säure zerstört nicht nur das Unkraut, sondern schädigt unter Umständen auch Nutzpflanzen, den Boden und darin lebende Mikroorganismen. Wende sie deshalb – wenn überhaupt – nur in Maßen und mit ausreichendem Abstand zu anderen Pflanzen an.

Mit Essigessenz lässt sich unliebsames Beikraut mit wenig Aufwand bekämpfen. Die Methode hat aber auch Nachteile - hier erfährst du, was zu beachten ist und welche sanften Methoden genauso effizient wirken.

Wenn du in deinem Haushalt keine Essigessenz hast, kannst du alternativ auch zu Essig (im Mischungsverhältnis 1:3 mit Wasser verdünnt) greifen. Eine ähnlich wirksames, dafür aber weniger problematisches Mittel zur Umkrautbekämpfung ist Natron, wie im folgenden Abschnitt beschrieben.

Alternativen zu Essigessenz im Garten

Falls du auf Essigessenz verzichten möchtest, gibt es einige nachhaltige Alternativen.

Natron als universeller Gartenhelfer – auch für die Unkrautbekämpfung

Ähnlich wie Essigessenz ist auch Natron ein altbewährtes Hausmittel, das sich in Haushalt und Garten auf vielfältige Weise nutzen lässt. Zur Unkrautbekämpfung löse einen Esslöffel Natron in einem Liter kochenden Wasser auf und lass die Mischung abkühlen. Abschließend kannst du damit unerwünschte Beikräuter besprühen. Auch hierbei empfiehlt es sich, genau wie bei der Essigessenz einen gewissen Mindestabstand zu Nutzpflanzen einzuhalten und das Mittel nur in geringen Mengen anzuwenden, um Bodenqualität und Kleinstlebewesen nicht zu beeinträchtigen.

Tipp: In diesem Beitrag findest du eine ausführliche Erläuterung und viele weitere Tipps zum richtigen Einsatz von Natron im Garten.

Natron ist eine vielseitige Allzweckwaffe im Haushalt und für die Gesundheit. Aber auch im Garten kann das weiße Pulver gute Dienste erweisen!

Natürliche Unkrautbekämpfung – ganz ohne unerwünschte Nebenwirkungen

Auch wenn Essigsäure und Natron gut biologisch abbaubar sind und die Umwelt weit weniger belasten als Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat, kannst du alternativ auf natürliche Methoden zur Unkrautbekämpfung zurückgreifen, die weder Pflanzen noch Tierwelt beeinträchtigen. Einige davon bedeuten nicht nur weniger Arbeit, sondern bringen auch noch den einen oder anderen positiven Nebeneffekt mit sich.

Ich verabrede mich zum Beispiel gern mit einer Freundin zum klassischen Unkraut-Zupfen. Während wir das Beet nach und nach von allem unwillkommenen Grün befreien, verbringen wir viel Zeit an der frischen Luft, können uns dabei ausgiebig unterhalten und erfreuen uns im Anschluss gemeinsam an der getanen Arbeit. Auf diese Weise fühlt sich das Jäten fast schon wie Spaß anstelle einer lästigen Pflicht an. Bei regelmäßiger Pflege reduziert sich der Aufwand mit der Zeit auf wenige Minuten.

Mit Essigessenz lässt sich unliebsames Beikraut mit wenig Aufwand bekämpfen. Die Methode hat aber auch Nachteile - hier erfährst du, was zu beachten ist und welche sanften Methoden genauso effizient wirken.

Essbare Bodendecker statt Unkraut

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst du sprichwörtlich mit dem Einsatz sogenannter Bodendecker. Zu Beginn des Jahres, wenn die Beete für die neue Gartensaison vorbereitet werden, sind die Böden meist unkrautfrei. Das ist der beste Zeitpunkt, um essbare Bodendecker als natürliche und noch dazu leckere Gegenspieler für alle im Beet nicht erwünschten Pflanzen zu setzen. Sie überwuchern den Boden, nehmen den Unkräutern so das zum Wachsen benötigte Licht und dämmen den Wildwuchs auf natürliche Weise ein.

Wo kein Licht, da auch kein Unkraut. Diese Pflanzen wachsen schneller als die meisten Beikräuter, sparen dir das Jäten und bescheren dir sogar reiche Ernte 

Unkraut nicht bekämpfen, sondern aufessen!

Egal, ob man sie nun Unkräuter, Beikräuter oder Wildkräuter nennt – in zahlreichen in unseren Breiten wild vorkommenden Pflanzen stecken besonders viele gesunde Inhaltsstoffe, nicht selten erheblich mehr als in so mancher Kulturpflanze. Auch geschmacklich haben Brennnessel, Giersch und Co. einiges zu bieten. Was liegt also näher, als die vitalstoffreichen Kräuter einfach aufzuessen, statt sie mit viel Arbeitsaufwand zu bekämpfen?

Auf smarticular.net, in Büchern und im Internet findest du jede Menge Rezepte mit Wildkräutern, die dir dabei helfen, das “Unkrautproblem” auf gesunde und kulinarische Art in den Griff zu bekommen.

Mit Essigessenz lässt sich unliebsames Beikraut mit wenig Aufwand bekämpfen. Die Methode hat aber auch Nachteile - hier erfährst du, was zu beachten ist und welche sanften Methoden genauso effizient wirken.

Tipp: Nicht nur für dich selbst, auch für vierbeinige Familienmitglieder kannst du vitalstoffreiche Beikräuter nutzen – zum Beispiel für selbst gemachte Hundekekse mit Brennnesseln, Löwenzahn und Gänseblümchen.

Wichtiger Hinweis zum Schluss: Egal ob aus dem Handel oder mit Hausmitteln selbst gemacht – nach den Vorschriften des Pflanzenschutzgesetzes ist eine Anwendung von Unkrautvernichtungsmitteln nur auf Flächen zulässig, die landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden. Eine Anwendung auf Gehweg-Fugen und anderen versiegelten Flächen ist deshalb nicht zulässig. Wenn du nicht sicher bist, ob, wo und wie genau du eine Substanz im Garten anwenden darfst, erkundige dich am besten bei der in deiner Region zuständigen Behörde.

Mit Essigessenz lässt sich unliebsames Beikraut mit wenig Aufwand bekämpfen. Die Methode hat aber auch Nachteile - hier erfährst du, was zu beachten ist und welche sanften Methoden genauso effizient wirken.

Viel Nützliches und Wissenswertes über die am weitesten verbreiteten Unkräuter findest du in unserem Buchtipp:

Das Unkraut-Buch: Erkennen Nutzen Entfernen

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