Perfekter Zuckerguss mit Eiweiß – auch als Resteverwertung
Hast du nach dem Backen von Mürbeteig oder Vanillekipferln mal wieder Eiweiß übrig und weißt nicht, was du damit anfangen sollst? Bevor es im schlechtesten Fall im Abfall landet, haben wir die perfekte Lösung für dich: Ein Zuckerguss mit Eiweiß (in der Backwelt auch als Royal Icing bekannt) ist eine einfache und leckere Resteverwertung für übrig gebliebenes Eiweiß!
Mit nur drei simplen Zutaten zauberst du im Handumdrehen einen professionellen Guss, mit dem du Kuchen, Plätzchen, Kekse und Co. wunderschön verzieren kannst.
Vorteile eines Zuckerguss mit Eiweiß
Klassischer Zuckerguss wird oft nur mit Puderzucker und Wasser oder Zitronensaft angerührt. Wenn du stattdessen die Variante mit Eiweiß wählst, profitierst du von ein paar Vorteilen, die deine Backwerke nicht nur optisch aufwerten:
- Strahlendes Weiß: Durch das aufgeschlagene Eiweiß bekommt der Guss eine intensiv weiße, deckende Farbe, die auf dunkleren Keksen oder Lebkuchen besonders schön zur Geltung kommt.
- Feine Verzierungen: Da die Masse eine stabile, cremige Konsistenz hat, verläuft sie nicht. Deshalb eignet sie sich auch für filigrane Muster, feine Linien und Zuckerschrift.
- Perfekte Festigkeit: Der Guss härtet beim Trocken intensiver aus als die klassische Variante und ist entsprechend stabiler.
- Ideale Resteverwertung: Es ist eine simple Methode, um übrig gebliebenes Eiweiß sinnvoll und lecker zu verwerten.
Zuckerguss mit Eiweiß herstellen
Schwierigkeit: Einfach1
Portionen420
kcal5
MinutenDie Zubereitung ist kinderleicht und dauert nur wenige Minuten. Passe die Menge einfach an – je nachdem, wie viel Eiweiß du übrig hast oder wie viel Gebäck du verzieren möchtest. Zur Orientierung: Das Eiweiß eines einzelnen Eies ergibt zusammen mit Puderzucker und Zitronensaft bereits genügend Guss, um etwa 1 bis 2 Backbleche Plätzchen (je nachdem, ob du sie komplett bestreichst oder nur feine Linien ziehst) oder einen Kuchen zu glasieren.
Zutaten
1 frisches Eiweiß
100 g gesiebter Puderzucker
2 EL Zitronensaft
Zubereitung
- Eiweiß in eine saubere, fettfreie Schüssel geben und mit einem Rührgerät (Handmixer oder Küchenmaschine) steifschlagen.
- Sobald das Eiweiß fest wird, den Puderzucker langsam und unter ständigem Rühren in die Schüssel rieseln lassen.
- Den Zitronensaft teelöffelweise hinzufügen. Rühre die Masse so lange weiter, bis eine zähe, glänzende und feste Creme entsteht.
Tipp
- Wenn der Guss zu flüssig ist, gib noch etwas Puderzucker hinzu. Ist er zu fest, hilft ein weiterer Tropfen Zitronensaft.
- Hier findest du viele Tipps, wie du übrig gebliebenes Eigelb verwerten kannst.
Wichtiger Hinweis: Da das Eiweiß für den Guss nicht erhitzt wird, sollten aus Sicherheitsgründen (Salmonellengefahr) nur absolut frische Eier verwendet werden. Schwangere, Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten auf Varianten mit pasteurisiertem Eiweiß oder Trockeneiweißpulver zurückgreifen.
Gebäck mit Royal Icing verzieren
Sobald dein Zuckerguss mit Eiweiß die perfekte Konsistenz erreicht hat, kann der kreative Teil beginnen! Trage den Zuckerguss großflächig mit einem Backpinsel auf, wenn du einen kompletten Keks oder Kuchen glasieren möchtest.
Für feine Linien, Punkte, Ränder oder Schriften füllst du die Masse am besten in einen (selbst gemachten) Spritzbeutel mit einer sehr kleinen Lochtülle.
Mehrfarbig glasieren: Möchtest du bunte Muster kreieren? Teile den fertigen Guss einfach in verschiedene Schälchen auf und färbe ihn mit etwas Lebensmittelfarbe ein. Mit mehreren Spritztüten in verschiedenen Farben kannst du so tolle Effekte zaubern.

Lass den Guss bei Zimmertemperatur vollständig aushärten. Danach erstrahlen deine Kekse und Kuchen in einem appetitlichen Look und sind bereit zum Vernaschen oder Verschenken. Viel Spaß beim Ausprobieren und Verzieren!
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Bei welchen Backrezepten schwörst du auf einen Zuckerguss mit Eiweiß? Wir freuen uns auf deine Tipps und Erfahrungen in einem Kommentar!
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