Spritzbeutel selber machen: zum Verzieren ohne Plastik

Mit wenigen Handgriffen lässt sich ein wiederverwendbarer Spritzbeutel selber machen. Damit kannst du deine Plätzchen plastikfrei verzieren und sparst Geld.

Zum Verzieren von Torten, Cupcakes oder Weihnachtsplätzchen eignen sich Spritzbeutel besonders gut. Handelsübliche Einweg-Beutel sind aber oft aus Plastik und verhältnismäßig teuer. Viel preiswerter und mit weniger Müll lässt sich ein Spritzbeutel selber machen. Wie das geht, erfährst du hier.

Kleinen Spritzbeutel selber machen

Alles was du für deine selbst gemachte Spritztüte brauchst, ist ein Bienenwachstuch oder ein veganes Wachstuch mit einem Maß von etwa 25×25 Zentimetern. In wenigen Minuten ist der Spritzbeutel gefaltet und du kannst mit dem Verzieren deines Gebäcks beginnen. Nachdem das Wachstuch seine Arbeit als Spritzbeutel getan hat, kann es wie gewohnt in der Küche weiter genutzt werden.

Benötigte Zeit: 2 Minuten.

So lässt sich ein kleiner Spritzbeutel zum Verzieren von Gebäck selber falten:

  1. Wachstuch zu einer Tüte falten

    Eine Ecke des quadratischen Wachstuchs zur gegenüberliegenden Ecke schlagen und die Kante fest drücken, um ein Dreieck zu erhalten (Bild 2). Eine der äußeren Ecken zur Mitte falten und leicht andrücken (Bild 3). An der entstandenen Kante erneut nach Innen falten, leicht andrücken und diesen Schritt wiederholen, bis ein kleineres Dreieck entsteht. Dieses von Innen öffnen und eine spitze Tüte formen (Bild 4, 5 und 6).

  2. Spritzbeutel fertigstellen und verwenden

    Das am oberen Rand überstehende Tuch nach außen falten und fest drücken, damit die Tüte ihre Form behält (Bild 7). Nun die Spritzglasur hineinfüllen und mit dem Verzieren loslegen.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich ein wiederverwendbarer Spritzbeutel selber machen. Damit kannst du deine Plätzchen plastikfrei verzieren und sparst Geld.

Übrig gebliebene Spritzglasur lässt sich bis zum nächsten Tag in dem Wachstuch-Spritzbeutel aufbewahren, und das Verzieren später fortsetzen. Dafür die oben umgeschlagene Kante wieder öffnen und die Tüte damit verschließen. Die Spitze nach unten umschlagen und den Spritzbeutel im Kühlschrank verwahren.

Tipp: Wenn du kein Wachstuch zur Hand hast, kannst du auch auf Butterbrotpapier oder Backpapier, wie dieses kompostierbare Haushaltspapier, zurückgreifen, um einen Einweg-Spritzbeutel ohne Plastik zu falten.

Eine einfache Spritzglasur für Plätzchen lässt sich in wenigen Minuten zubereiten. Mische dafür 3 EL Aquafaba (oder ein Eiweiß) mit 250 Gramm Puderzucker und einem Spritzer Zitronensaft und rühre mit einem Handmixer bis eine zähe, dickflüssige Masse entsteht. Diese kann mit (selbst gemachten) Lebensmittelfarben ganz individuell eingefärbt werden.

Großen Spritzbeutel selber machen

Für eine große Portion Spritzmasse zum Verzieren von Cupcakes oder Torten ist ein großes Bienenwachs-Brottuch oder ein veganes Wachstuch besser geeignet.

So wird ein großer Spritzbeutel aus einem rechteckigen Wachstuch gefaltet:

1 Wachstuch zu einem Dreieck falten

Eine Ecke des Tuches umschlagen, bis ein Rand bündig auf dem anderen liegt, und leicht andrücken (Bild 2). Die überstehende Kante nach unten umschlagen, um ein Dreieck zu erhalten (Bild 3).

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2 Spritzbeutel falten

Eine der äußeren Ecken zur mittleren Ecke falten und leicht andrücken (Bild 3). Wenn eine Spritztülle zum Verzieren benötigt wird, diese auf die mittlere Ecke legen, sodass sie einen Zentimeter über das Tuch übersteht (Bild 5). An der entstandenen Kante erneut falten, leicht andrücken und diesen Schritt wiederholen, bis eine spitze Tüte entsteht (Bild 6 und 7). Die Kanten glatt und fest falten und gut andrücken. Bei Bedarf die Spritztülle mit dem Stiel eines Holzlöffels tiefer in die Tüte schieben.

3 Spritzbeutel fertigstellen und verwenden

Das am oberen Rand überstehende Tuch nach außen falten und fest drücken, damit die Tüte ihre Form behält (Bild 9). Nun die Spritzmasse hineinfüllen.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich ein wiederverwendbarer Spritzbeutel selber machen. Damit kannst du deine Plätzchen plastikfrei verzieren und sparst Geld.

Nach Gebrauch wird das Wachstuch gereinigt, am besten mit einem milden Handspülmittel, und kann weiter wie gewohnt verwendet werden.

Tipp: Mit wenig Aufwand lässt sich ein praktisches Wachstuch selber machen.

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Wie lautet dein Tipp, um in der Küche auf Plastik zu verzichten? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!

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3 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich verwende klassische Mehrweg-Spritzbeutel, die kann man auch gut reinigen und bei Bedarf auch mal richtig heiß auswaschen. Das halte ich für praktischer und dadurch, dass das Material auch nur einlagig ist, ist es sicher auch leichter bei der Anwendung. Wenn man aber nur sehr selten mit dem Spritzbeutel arbeitet, kann diese Variante eine Alternative sein. Für seltenen Gebrauch und kleine Mengen kann man auch gut Butterbrotpapier nehmen.

    Antworten
    • Ich seh die Hygiene bei Wachstüchern auch kritisch und benutze sie nicht mehr. Es wachsen Plizsporen im Gewebe. Meist benutze ich die „selbstgedrehten“ aus Backpapier, da kriege ich feinere Linien, sonst auch die wiederverwendbaren

  2. Hach, da muss man erstmal drauf kommen! Sowas von easy, wirklich toll! Ich bin zwar sehr einfallsreich aber ehrlich gesagt, ist mir die Idee noch nicht gekommen. 😳 Da ich keine Gefrierbeutel besitze, nehme ich immer die Dauerbackfolie, damit war es bisschen umständlich. Aber echt Klasse, muss ich mal testen, danke fürs Teilen! 😃

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