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Algen aufs Brot: Aufstrich mit dem gesunden Meeresgemüse
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Algen stehen bisher noch nicht besonders weit oben auf deinem Speiseplan? Das wird sich nach diesem Rezept für einen leckeren Wakame-Brotaufstrich ganz sicher schnell ändern!

Wenn du auf den würzig-herzhaften Geschmack stehst, den man gewöhnlich mit Fleisch, Käse oder Pilzen verbindet, könnten Algen und insbesondere die Wakame-Braunalgen eine hervorragende Neuentdeckung für dich sein. “Umami” nennt man den fünften Geschmackssinn, der vor allem in der asiatischen Küche eine besondere Beachtung erhält. Doch nicht nur geschmacklich haben Algen jede Menge zu bieten, sondern auch im Hinblick auf ihren Nährstoffgehalt. Algen sind regelrechte Superlebensmittel und liefern zahlreiche Vitaminkomplexe, die in der Kombination sonst nur schwer über andere einzelne Lebensmittel aufgenommen werden können. Wakame zum Beispiel enthält zahlreiche B-Vitamine, außerdem Vitamin A und Mineralien wie Calcium, Eisen, Magnesium und Natrium.

Noch dazu birgt der Algenanbau umwelttechnisch einige Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Landwirtschaft. Algen kommen ohne die bei über sieben Milliarden Menschen rar gewordene Ackerfläche aus und sie müssen auch nicht bewässert werden. Algen wachsen sogar deutlich schneller als Landpflanzen und sind mit ihrer Photosynthese eine hervorragende Sauerstoffquelle und Möglichkeit, Kohlenstoffdioxid zu binden. Es gibt zahlreiche Gründe, Algen in deinen Speiseplan einzubauen. Wie du das – am Beispiel der Wakame-Braunalge – ganz leicht tun kannst, erfährst du hier.

Wakame als Salzersatz

Mit Wakame-Braunalgen kannst du hervorragend deinen Salzkonsum reduzieren, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen. Denn anders als Jodsalz enthalten Algen – besonders die Wakame – natürlich vorkommendes Jod, welches der Körper besser verstoffwechseln kann. Ohne dieses essentielle Spurenelement kann es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen, die im Zusammenhang mit Symptomen wie Müdigkeit, Antriebsschwäche und Konzentrationsstörungen steht.

Trotzdem sind gerade Algen – was das Jodvorkommen betrifft – mit Vorsicht zu genießen. Erwachsene sollten nicht mehr als 0,2 mg Jod täglich zu sich nehmen. Die in diesem Brotaufstrich verwendeten 30 g Wakame enthalten pur bereits 30-mal so viel Jod. Sie werden deswegen gewässert und gespült, was den Jodgehalt erheblich senkt und bei einem täglichen Genuss von ein bis zwei Scheiben Brot mit selbst gemachtem Wakame-Aufstrich zu einer empfehlenswerten Jodaufnahme führt.

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Wenn du ganz auf Jodsalz verzichten möchtest, kann eine Messerspitze getrockneter und zerriebener Wakame in deinen täglichen Gerichten deinen Jodbedarf hervorragend decken. Wakame lässt sich ähnlich wie Birkenblätter für eine salzreduzierte Ernährung verwenden.

Rezept für Wakame-Brotaufstrich

Als besondere Abwandlung des Grundrezepts für einen Brotaufstrich auf Sonnenblumkernbasis findest du hier eine Variante mit der nährstoffreichen Wakame-Braunalge. Für zwei Gläser benötigst du:

Zur Vorbereitung solltest du die Sonnenblumenkerne über Nacht in Wasser einweichen. Dann sind die Kerne auch schön weich und du brauchst zum Mixen des Brotaufstriches nur wenige Minuten. Und so gehst du vor:

1. Die eingeweichten Sonnenblumenkerne nochmal spülen und das Einweichwasser wegschütten.

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2. Zwiebel und Champignons in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit einem Esslöffel Öl drei bis vier Minuten anbraten.

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3. Wakame für 10 bis 15 Minuten in Wasser einweichen und danach nochmal abspülen.

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4. Sonnenblumenkerne, angebratene Champignons und Zwiebel, vier Esslöffel Sonnenblumenöl, Knoblauch und die eingeweichte Wakame in den Mixer geben und mixen, bis eine grobe Paste entsteht. Mit frisch gehacktem Rosmarin oder Thymian, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

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Der frisch gemixte Aufstrich kann zusammen mit einer Scheibe Brot sofort genossen werden. In ein Schraubglas gefüllt hält er sich aber auch gut eine Woche im Kühlschrank.

Tipp: Obwohl Algen ursprünglich aus Japan, Korea und China kommen, gibt es inzwischen auch zahlreiche Anbaugebiete in Europa. Gerade Frankreich und Spanien stechen da hervor und sogar in der Nordsee werden essbare Algen abgebaut. Wenn du lange Transportwege vermeiden willst, lohnt sich beim Algenkauf auf jeden Fall ein Blick auf das Herkunftsland.

Wenn du mehr über Algen als Lebensmittel erfahren willst, kannst du auch in unserem Buchtipp schmökern:

Wie kommt der Wakame-Brotaufstrich bei dir an? Bist du auch auf den (Algen-)Geschmack gekommen? Schreib deine Erfahrungen unten in die Kommentare!

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