Rosenblütengelee: Köstlicher Aufstrich aus Rosenblüten
Die Rose ist das Symbol der Liebe. Aber leider blüht sie in unseren Breiten nur im Sommer. Statt die Königin der Blumen aus fernen Ländern einfliegen zu lassen, kannst du aus den Blütenblättern ein feines Rosengelee herstellen, das den Duft und das Aroma der Rose das ganze Jahr über auf deinen Teller bringt – ganz nach dem Motto “Mit Liebe gemacht”.
In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie du aus frischen Blütenblättern, die im Sommer in Hülle und Fülle zu finden sind, ein köstliches Rosenblütengelee zubereiten kannst.
Rezept für Rosenblütengelee
Schwierigkeit: Einfach42
Portionen66
kcal1
Stunde10
MinutenRosenblütengelee ist optisch und geschmacklich einfach verführerisch, besonders dann, wenn es aus duftenden Rosenblüten in intensiven Farben zubereitet wird. Das zartrosa bis kräftig rote, transparente Gelee kann außerdem durch Hinzufügen von Rosenblüten(blättern) und Gewürzen wie Vanille oder Sternanis noch romantischer gestaltet werden.
Neben den Zutaten benötigst du einen Topf, eine Schüssel, ein Sieb, ein Mulltuch und mehrere Marmeladengläser mit Schraubdeckeln oder Bügelverschluss.
Zutaten
Blüten von etwa 8–10 Rosen
200 ml Traubensaft (je nach Rosenfarbe und gewünschter Farbe des Gelees weißer oder roter Traubensaft)
300 ml Wasser
650 g Gelierzucker 1:1
1 EL Zitronensaft
Zubereitung
- Rosenblüten waschen und von eventuell bitteren Blattansätzen befreien.
- In einen Topf geben, mit Traubensaft und Wasser übergießen und aufkochen.
- Mit einem Deckel verschließen und für etwa 20 Minuten ziehen lassen.
- Rosenblüten durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb in eine Schüssel abseihen. Das Mulltuch gut auswringen, um den Rosenblüten möglichst viele Aromastoffe zu entlocken.
- Den Rosensud zurück in den Topf füllen und auskühlen lassen. Währenddessen Marmeladengläser vorbereiten und mit dekorativen Blütenblättern oder Gewürzen befüllen.
- Anschließend Gelierzucker (nach Packungsangabe) und Zitronensaft zum Rosensud hinzufügen, unter Rühren zum Kochen bringen und vier Minuten lang sprudelnd kochen lassen.
- Gelierprobe machen: Dafür ein paar Tropfen der Flüssigkeit auf einen kalten Teller geben. Wird sie nach kurzem Abkühlen fest, ist das Gelee fertig. Bleibt das Gelee flüssig, etwa eine Minute lang weiter kochen und die Gelierprobe wiederholen.
Tipp
- Verwende einen Teil deines Rosenblütengelees, um köstliche Linzer Plätzchen zuzubereiten.
Anschließend kannst du das Rosengelee bis zum Rand in die Marmeladengläschen füllen, eventuelle Deko im noch flüssigen Gelee mit einem Schaschlikspieß arrangieren und die Gläser verschließen.
Tipp: Alternativ probiere, ein Gelee ohne Gelierzucker zuzubereiten (zum Beispiel mit Quitten), welches ohne Konservierungsstoffe und Zusätze wie Palmöl auskommt.
Hast du schon einmal Gelee aus Rosen oder anderen duftenden Sommerblüten gemacht? Wir freuen uns über kreative Vorschläge in den Kommentaren!
Viele weitere Rezepte für Rosen findest du hier und in unserem Buchtipp:
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Mir ist die Zuckermenge etwas suspekt. 🤔 Müsste man bei 500 ml Flüssigkeit nicht eher 500 g Gelierzucker 1:1 nehmen, damit es nicht zu süß wird und der Rosenduft noch eine Chance hat? Vielleicht wäre ja sogar 2:1 Zucker eine gute Alternative. 🌹
Liebe Miri,
bei uns funktioniert es mit den angegebenen Mengen ideal. Es spricht aber auch nichts dagegen, zunächst etwas weniger Zucker zu verwenden und nur bei Bedarf mehr zu verwenden, falls sich bei der Gelierprobe (einen Klecks auf einem kalten Teller abkühlen lassen) zeigt, dass das Gelee noch nicht die gewünschte Konsistenz erreicht.
Liebe Grüße
Das Rezept ist schon für die kommende Rosensaison gespeichert.
Ich mache das Gelee sehr ähnlich, gebe aber für eine intensivere Farbe gerne noch eine Handvoll Himbeeren oder etwas Hibiskusblütentee mit in den Sud. Das gibt dem Ganzen eine wunderschöne, leuchtend rote Farbe, ohne den Rosengeschmack zu überdecken.
Besonders bei helleren Rosensorten macht sich das gut.
Danke für die schöne Anregung!
Ich habe im Sommer ganz viele Duftrosenblüten aus dem Garten getrocknet und frage mich jetzt, ob das Gelee damit auch klappen würde. Wahrscheinlich wird die Farbe dann nicht mehr so leuchtend, aber das wäre ja nicht so schlimm. Müsste man die getrockneten Blätter vielleicht einfach länger oder über Nacht im Sud ziehen lassen? Das wäre nämlich eine wunderbare Idee für kleine Mitbringsel in der Vorweihnachtszeit, um ein bisschen Sommer zu verschenken.
Liebe Mara,
ja das könnte klappen, eventuell etwas mehr davon nehmen. Einweichen sollte nicht nötig sein, die Ziehzeit im Rezept reicht eigentlich aus.
Liebe Grüße
Das Gelee hab ich letztes Jahr ausprobiert und es ist wirklich ein Traum geworden! So ein leckerer und duftender Gruß vom Sommer, den man sich auch jetzt noch so gerne aufs Brötchen schmiert. Ich überlege, ob ich es nächstes Jahr mal mit etwas weniger Zucker probiere, aber das Grundrezepz ist super!
Liebe Grüße an dich, Annette!
Hier ist dass Rezept- gutes Gelingen !
Rezept für Wildrosengelee
Für ca. 1kg Gelee , und 300 g Rosenblüten
Zutaten :
300 g Wildrosenblätter ( gesammelt morgens , ca. zwischen 7.00-8.00 Uhr, wenn der Morgentau gerade abtrocknet und die Hummeln zu fliegen beginnen)
1l Wasser
Gelierzucker 3:1 oder 2:1 oder gemischt-Menge für Flüssigkeit- + etwas Gelfix dazu ( zur Sicherheit ), ca. 6 – 8 g für 1 L
Zubereitung:
1 L Wasser aufkochen , in großem Topf oder Schüssel 100 g Rosenblüten hineingeben und ca. 1 h ziehen lassen
danach die Rosenblätter herausnehmen, nicht ausdrücken ( wird sonst bitter ), meist etwas Wasser wieder dazu, um auf 1 L zu kommen
Rosenblätter verwerfen
das GLEICHE Wasser wieder erwärmen kurz vor dem Siedepunkt, dann die nächsten 100g Rosenblätter hineingeben und wieder 1 h ziehen lassen,
Rosenblätter abgießen
und dann die letzte Runde mit wieder dieser erwärmten Flüssigkeit und den 100 g Rosenblättern, 1 h ca. ziehen lassen.
Dann wieder die Rosenblätter entnehmen und die Flüssigkeit mit der entsprechenden Menge Gelierzucker und darin vorher verteilten Menge Gelfix aufkochen und in kleine Gläschen abfüllen
Das Rezept kann natürlich beliebig erweitert werden.
GUTES GELINGEN !
Danke für die schöne Variante, die wir ebenfalls gern testen.
Liebe Grüße
Hallo, das ist für mich nicht das geeignete Rezept, um Rosengelee herzustellen, das nach Rosen riecht und schmeckt.
Ich mache seit Jahren im Juni Rosengelee aus den Blüten und später dann Marmelade aus den Früchten- Hagebutten.
Für 300 g Rosenblüten brauche ich 1l Wasser- ein etwas aufwendiges Rezept, dass aber Geschmack und Geruch schont. 300 g Rosenblätter sind eine ganze Menge- gesammelt morgens , wenn der Tau trocknet und bevor die Hummel kommen.
Hallo, dürfen es auch verblühte Rosenblätter sein?
Rosige Grüße
Sabine🐝
Ja, wenn sie nicht vertrocknet und Duftrosen sind.
Hallo, ich würde das Rosengelee gern für meine Mutti zum Muttertag machen. Ich habe noch getrocknete Rosenblätter vorrätig. Kann ich diese dafür auch verwenden und ändert sich dann etwas an der Menge?
Vielen Dank und viele Grüße
Franzi
Hallo Franzi,
das müsste ebenfalls funktionieren mit den gleichen Mengen, haben wir allerdings noch nicht ausprobiert.
Liebe Grüße, Annette
Hallo Betty,
ja, das geht auch. Achte am besten darauf, dass die Rose unbehandelt ist und nicht durch Luftschadstoffe, zum Beispiel von einer Straße, belastet ist.
Liebe Grüße, Annette
Hallo, kann man für das Rosengelee auch Blätter einer wilden Rose nehmen?
Klar doch, wenn sie am Feldrain stehen oder unbelastet von Sprtzmitteln sind. Meiner Meinung sind sie noch besser als die “gezüchteten” Sorten.
Ich ernte die Hagebutten auch von Wildpflanzen lieber, da ich die verblühten “Zuchtrosen-Hagebutten” entferne.