Nagelbettentzündung: Diese Hausmittel helfen

Eine akute Nagelbettentzündung kann effektiv mit natürlichen Hausmitteln behandelt werden. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfährst du in diesem Beitrag.

Eine akute Nagelbettentzündung ist nicht gerade schön anzusehen und tut mitunter auch weh. Sie kann entstehen, wenn sich winzige Hautverletzungen am Rand des Finger- oder Zehennagels durch das Eindringen von Pilzen oder Bakterien entzünden. In der Regel heilt sie aber nach einer konsequenten Behandlung vollständig ab. Wie du die Nagelbettentzündung mit Hausmitteln heilen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Wie erkenne ich eine Nagelbettentzündung, und wann muss ich damit zum Arzt?

Wenn sich das Gewebe um den Nagel herum rötet und anfängt zu jucken, kann das ein Anzeichen für eine beginnende Nagelbettentzündung sein. Jetzt ist es sinnvoll, zügig Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, damit die Entzündung schnell wieder verschwindet.

Wenn das Hautgewebe am Rand des Nagels schon deutlich rot anschwillt, wenn sich die Entzündung unter dem Nagel befindet oder sich gar schon Eiter gebildet hat, sollte man vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen und auf keinen Fall versuchen, die Eiterbeule selbst aufzuschneiden.

Damit es gar nicht so weit kommt, kannst du mit den folgenden Tipps im Frühstadium der Entzündung vorbeugen.

Eine akute Nagelbettentzündung kann effektiv mit natürlichen Hausmitteln behandelt werden. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfährst du in diesem Beitrag.

Nagelbettentzündung kurieren mit Schmierseife

Schmierseife wirkt desinfizierend, deshalb eignet sie sich gut, um leichte Entzündungen zu behandeln. Einen Esslöffel Schmierseife in einer Tasse lauwarmem Wasser auflösen und den betroffenen Zeh oder Finger zehn Minuten lang darin baden. Das Bad bis zu dreimal am Tag wiederholen.

Tipp: Diese Methode funktioniert auch mit Kernseifeflocken.

Optional kannst du dieses Schmierseifenbad mit der heilenden Wirkung der Ringelblume kombinieren. Dazu eine Tasse Wasser mit zwei Handvoll Ringelblumenblüten und einem Esslöffel Schmierseife aufkochen und drei bis vier Minuten köcheln lassen. Abseihen und bis zu dreimal täglich den Finger oder den Zeh für circa zehn Minuten darin baden.

Salzbad gegen entzündete Nagelbetten

Auch Salz wirkt desinfizierend und zusätzlich leicht antibiotisch. Für ein Salzbad 15 Gramm Meersalz in 250 Milliliter warmem Wasser auflösen und den entzündeten Nagel für 15 Minuten darin baden. Mehrmals täglich wiederholen.

Hand- oder Fußbad mit Kamille

Die heilsame Kamille wirkt ebenfalls gegen Entzündungen und Bakterien und ist leicht wundheilend. Für ein Kamillenbad einen Esslöffel Kamille mit 250 Millilitern kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Zeh oder Nagel zehn Minuten lang darin baden. Bis zu zweimal am Tag wiederholen.

Eine akute Nagelbettentzündung kann effektiv mit natürlichen Hausmitteln behandelt werden. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfährst du in diesem Beitrag.

Teebaumöl gegen Entzündungen am Nagelbett

Das vielseitig einsetzbare Teebaumöl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Für ein Hand- oder Fußbad in einen Liter lauwarmes Wasser 15 Tropfen Teebaumöl geben und den Nagel darin baden.

Du kannst das Öl auch mit Honig mischen und die entzündungshemmende Wirkung beider Bestandteile kombinieren: Fünf Tropfen Teebaumöl mit einem Teelöffel Honig verrühren. Sehr wenig Wasser zugeben, sodass der Nagel darin gebadet werden kann. Zweimal täglich anwenden.

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Rosmarinbad gegen Pilze und Bakterien

Ein Rosmarinbad tötet Pilze ab und wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Dazu einen Teelöffel getrockneten oder einen halben Teelöffel frischen Rosmarin mit 200 Milliliter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Den entzündeten Finger oder Zeh zweimal täglich für etwa zehn Minuten darin baden.

Antibakterielle Paste aus Meerrettich und Honig

Die Senföle im Meerrettich wirken antibakteriell; Honig verhindert Entzündungen und Eiterbildung. Für eine heilsame Paste einen Teil Honig mit neun Teilen geriebenem Meerrettich (frisch oder aus dem Glas) verrühren und auf das entzündete Nagelbett streichen. Maximal zehn Minuten einwirken lassen, dann abspülen und mit einer heilenden Salbe, zum Beispiel Ringelblumensalbe, eincremen.

Heilsame Kompresse mit Arnikatee

Arnika unterstützt ebenfalls die schnelle Wundheilung. Zu diesem Zweck ist eine Arnika-Kompresse einfach hergestellt: Einen Esslöffel Arnikablüten mit 200 Milliliter kochendem Wasser übergießen und für zehn Minuten ziehen lassen. Eine Kompresse oder ein Kosmetikpad mit dem Tee tränken und den entzündeten Finger oder Zeh damit umwickeln. Etwa 30 Minuten einwirken lassen und dann abspülen.

Eine akute Nagelbettentzündung kann effektiv mit natürlichen Hausmitteln behandelt werden. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfährst du in diesem Beitrag.

Tipps: Nagelbettentzündungen vorbeugen

Bevor du zu Gummihandschuhen greifst, die selbst in ihrer nachhaltigen Variante schlicht Müll produzieren, versuche es doch mal mit folgenden Maßnahmen, um einer Nagelbettentzündung vorzubeugen:

  • Verwende nur eine scharfe Nagelschere, um die Nägel zu schneiden, aber keinen Nagel-Clipper, denn dieser hinterlässt oft unsichtbare Risse in den Nägeln. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Schnittkanten mit einer Nagelfeile zu glätten.
  • Wenn du deine Hände und Füße regelmäßig eincremst und die Nägel mit einem Nagelöl pflegst, entstehen weniger kleine Hautrisse, in die Keime eindringen können.
  • Bei der Maniküre achte am besten darauf, die Nagelhaut nur zurückzuschieben, statt sie zu schneiden.
  • Zehennägel regelmäßig zu schneiden, beugt eingewachsenen Nägeln vor, die oft Ursache von Nagelbettentzündungen sind.

Tipp: Wer Diabetes hat und wiederholt an Nagelbettentzündungen leidet, sollte sich ärztlichen Rat holen.

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Hast du noch weitere Tipps, wie sich Nagelbettentzündungen und andere entzündliche Hautprobleme mit natürlichen Mitteln behandeln lassen? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar!

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6 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich hatte vor Jahren einen schon ganz angeschwollenen Finger, tat höllisch weh. Der Arzt wollte ihn aufschneiden. Die Mutter meiner Freundin gab mir den Tipp mit Zinnkraut Tee: Tee machen und Finger möglichst warm so oft wie möglich darin baden.
    Ich hab´s versucht – hat super geholfen! In einer knappen Woche war alles vorbei.

    Antworten
    • Hallo Jutta,
      danke für die tolle Ergänzung!
      Lieben Gruß
      Heike

  2. Wir haben gute Erfahrungen mit Wasserstoffperoxid 3%, ein altes Heilmittel!

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  3. Hilfreich ist auch ätherisches Salbei-Öl

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