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Lorbeer: Wirkung, Anwendung und Rezepte

Lorbeer würzt nicht nur Suppen und Eintöpfe, sondern ist auch als traditionelle Heilpflanze beliebt. Erfahre, wie du echten Lorbeer in Küche, Hausmitteln und zur Vorratshaltung nutzen kannst.
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Lorbeer verfeinert nicht nur Suppen, Eintöpfe und Marinaden, sondern wird seit Langem auch als traditionelle Heilpflanze geschätzt. Hier erfährst du, wie du echten Lorbeer in der Küche, für Hausmittel und zur Vorratshaltung nutzen kannst.

Wichtig ist dabei vor allem eines: Verwendet wird nur der Echte Lorbeer (Laurus nobilis). Andere ähnlich aussehende Pflanzen wie Kirschlorbeer sind nicht zum Verzehr geeignet.

Lorbeer in der Küche: klein, aber wirkungsvoll

Lorbeer ist ein klassisches Gewürz für Gerichte, die lange kochen und durchziehen dürfen. Besonders gut passt er zu:

  • Linsen- und Bohnengerichten
  • Rotkohl, Sauerkraut und anderen Kohlgerichten
  • Fleisch- und Gemüsebrühen
  • Tomatensoßen und Ragouts
  • Schmorgerichten
  • eingelegtem Gemüse
  • Fischmarinaden

Sein würzig-herbes Aroma verleiht vielen Speisen mehr Tiefe und macht vor allem kräftige Gerichte oft runder im Geschmack. Viele kennen das aus Omas Küche: Ein oder zwei Lorbeerblätter im Eintopf machen oft genau den Unterschied, den man nicht sofort benennen kann, aber deutlich schmeckt.

Am besten gibst du ganze Lorbeerblätter beim Kochen mit in den Topf und entfernst sie vor dem Servieren wieder. Da sie auch nach dem Garen sehr fest bleiben, werden sie normalerweise nicht mitgegessen.

Lorbeer als traditionelles Hausmittel

Lorbeer wurde früher nicht nur in der Küche verwendet. In vielen Familien gehörte er auch zu den Hausmitteln, die bei Erkältung, Husten oder allgemeinem Unwohlsein zum Einsatz kamen. Beliebt waren zum Beispiel Lorbeertee, Inhalationen mit Lorbeer oder wohltuende Einreibungen mit Lorbeeröl.

Lorbeer bei Erkältung und Husten

Traditionell wird Lorbeer gern bei Husten, Heiserkeit und verstopfter Nase genutzt. Dafür werden Lorbeerblätter mit heißem Wasser übergossen, sodass die aufsteigenden Dämpfe inhaliert werden können.

Auch ein warmer Tee mit Lorbeer wird in manchen Regionen seit Generationen zubereitet.

Dafür brauchst du:

  • 1-2 TL Zucker
  • 10 Lorbeerblätter
  • ½ l Wasser

Gib zunächst den Zucker in einen kleinen Topf und erhitze ihn vorsichtig, bis er schmilzt und eine hellbraune Farbe annimmt. Achte darauf, dass er nicht zu dunkel wird, da er sonst bitter schmecken kann. Sobald der Zucker karamellisiert ist, gießt du ihn vorsichtig mit etwa einem halben Liter Wasser auf. Nun gibst du etwa zehn Lorbeerblätter hinzu und lässt den Tee für zehn bis fünfzehn Minuten sanft köcheln oder ziehen.

Anschließend den Tee abseihen und möglichst warm genießen. Der Geschmack ist würzig, leicht herb und durch den karamellisierten Zucker angenehm rund.

Tipp: Auch Omas Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden wie Inhalationen, Kräutertees, warme Wickel oder Hustensirup aus Zwiebeln sind bei Erkältungen sehr wohltuend.

Viele weitere heilende Rezepte und Anwendungen findest du in unseren Büchern:

Lorbeeröl: wohltuend, aber sparsam verwenden

Aus Lorbeer lassen sich auch Ölauszüge herstellen, und ätherisches Lorbeeröl ist im Handel erhältlich. Es wird traditionell für Massagen, Einreibungen und Duftanwendungen verwendet. Dabei gilt wie bei allen ätherischen Ölen: Weniger ist mehr.

Ätherische Öle sind hochkonzentriert und sollten nicht unverdünnt verwendet werden. Für den Hausgebrauch ist ein milder Kräuterölauszug oft die sanftere und alltagstauglichere Wahl. Damit lässt sich die Pflanze nutzen, ohne gleich zu stark dosierte Produkte einzusetzen.

Lorbeer würzt nicht nur Suppen und Eintöpfe, sondern ist auch als traditionelle Heilpflanze beliebt. Erfahre, wie du echten Lorbeer in Küche, Hausmitteln und zur Vorratshaltung nutzen kannst.

Lorbeer für Vorräte und aromatische Küchenhelfer

Lorbeer eignet sich nicht nur für frisch gekochte Gerichte, sondern auch für Vorräte und haltbar Gemachtes. Besonders gut passt er zu:

  • Essig- und Gemüsemarinaden
  • eingelegten Gurken oder Paprika
  • Tomatensoßen zum Einkochen
  • selbst gemachten Würzölen
  • Kräutersalz und Gewürzmischungen

Auch getrocknete Früchte oder andere Vorräte können mit einigen Lorbeerblättern zusammen aufbewahrt werden, um ihnen eine feine Würze zu verleihen.

Lorbeer würzt nicht nur Suppen und Eintöpfe, sondern ist auch als traditionelle Heilpflanze beliebt. Erfahre, wie du echten Lorbeer in Küche, Hausmitteln und zur Vorratshaltung nutzen kannst.

Mit Lorbeer räuchern

Wenn du müde oder gestresst bist, nutze den Lorbeer als Räucherwerk. Zünde einfach zwei bis drei trockene Lorbeerblätter auf einem Teller an. Die aufsteigenden Düfte sollen nach traditionellem Wissen anregend und aufmunternd wirken.

Marinierter Fisch mit Lorbeer

Lorbeer gehört in vielen Regionen selbstverständlich zu Fischmarinaden. Dieses Rezept ist schlicht, aromatisch und lässt sich gut vorbereiten.

Makrele mariniert mit Lorbeer

Wichtig: Nur echten Lorbeer verwenden

Wer Lorbeer im Garten hat oder selbst trocknen möchte, sollte ganz sicher sein, dass es sich um Echten Lorbeer handelt. Immer wieder wird er mit Kirschlorbeer verwechselt, der nicht in die Küche gehört.

Echter Lorbeer (Laurus nobilis) ist das aromatische Küchenkraut, das du zum Würzen von Suppen, Eintöpfen und Marinaden verwenden kannst.

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) sieht ihm zwar ähnlich, ist aber nicht essbar und sogar giftig. Seine Blätter enthalten Stoffe, die im Körper Blausäure freisetzen können.

So unterscheidest du sie:

  • Echter Lorbeer: schmalere, eher matte Blätter mit würzigem Duft
  • Kirschlorbeer: größere, dicke, glänzende Blätter, oft als Hecke gepflanzt
  • Beim Zerreiben: Echter Lorbeer riecht angenehm aromatisch, Kirschlorbeer eher bitter-mandelartig

👉 Im Zweifel gilt: Nur verwenden, was du eindeutig bestimmen kannst!

Lorbeer würzt nicht nur Suppen und Eintöpfe, sondern ist auch als traditionelle Heilpflanze beliebt. Erfahre, wie du echten Lorbeer in Küche, Hausmitteln und zur Vorratshaltung nutzen kannst.

Fazit: Lorbeer ist mehr als ein Suppengewürz

Lorbeer ist ein wunderbares Alltagskraut: aromatisch, traditionsreich, vielseitig und in der Küche oft genau das kleine Extra, das aus einem einfachen Gericht etwas Rundes und Wohltuendes macht.

Was machst du alles mit Lorbeerblättern und -ölen? Wir sind gespannt auf deine Ideen, Anwendungen oder Tipps rund um die Pflanze. Teile sie mit uns in den Kommentaren!

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Lorbeer würzt nicht nur Suppen und Eintöpfe, sondern ist auch als traditionelle Heilpflanze beliebt. Erfahre, wie du echten Lorbeer in Küche, Hausmitteln und zur Vorratshaltung nutzen kannst.

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8 Kommentare

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  1. Janet

    Vielen Dank für diese tollen Infos. LG Janet

    Antworten
  2. Tanja

    Hallo, kann ich die Lorbeerblätter auch in den Zwiebel-Hustensaft geben oder besser nicht?

    Antworten
  3. Birgit

    Ich bin mal wieder begeistert von eurer Seite. Eben hat mein Mann gesagt, ich soll mal bei Smarticular schauen, ob was über Gewürzlorbeer drin steht, und schon gefunden.
    Unser Busch ist inzwischen 3,5 Meter hoch. Fachwort ihn stutzen möchten, kam die Frage nach der Verwendung auf. Vieles wußte ich gar nicht über unseren tollen Strauch. Nachher gibt es Tee. Ich danke euch von Herzen.

    Antworten
    1. Sylvia

      Danke für das schöne Feedback! Liebe Grüße Sylvia

  4. Claudia T.

    Ich habe einen Lorbeerbaum im Garten, nur ob der Lobeer eßbar ist, weiß ich nicht. Wo könnte ich nachfragen?

    Antworten
    1. Marla

      Hallo Claudia, du könntest ein Foto von der Pflanze machen, um den Wuchs zu zeigen sowie ein paar Blätter mitnehmen und im Fachhandel wie Gartencentern vorzeigen, die sich damit auskennen sollten. Liebe Grüße!

  5. Stefanie

    Faszinierend! Kann man Lorbeeröl auch selbst machen?

    Antworten
    1. smarticular.net

      Ja das geht auch, probiert haben wir es aber noch nicht. Entweder als Direktauszug (https://www.smarticular.net/oel-mazerate-ansetzen-und-anwenden-rezepte/) oder zuerst mit Alkohol aufgießen und im zweiten Schritt mit Öl, das dann im Heißverfahren bei 60-70 Grad die Wirkstoffe aufnimmt. So werden noch mehr Stoffe gelöst als nur mit Öl, der Alkohol verflüchtigt sich dabei größtenteils wieder.

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