Anzuchterde selber machen aus 3 Zutaten – ohne Torf und Plastik

Wer auf torfhaltige Produkte im Plastiksack lieber verzichten möchte, kann Anzuchterde selber machen - aus Dingen, die meist ohnehin vorhanden sind.

Spezielle Aussaaterde enthält nicht selten Torf und ist in Plastik verpackt. Wer darauf lieber verzichten möchte, kann Anzuchterde selber machen. Alles, was dafür gebraucht wird, ist in vielen Gärten ohnehin bereits vorhanden.

Anzuchterde selber machen

An Anzuchterde werden andere Ansprüche gestellt als an herkömmliche Pflanzerde (die sich ebenfalls selber machen lässt). Sie soll besonders locker und eher nährstoffarm sowie möglichst keimfrei sein, um die Wurzelbildung zu fördern und die jungen Pflänzchen vor einem frühen Schädlingsbefall zu bewahren.

Um Anzuchterde selber zu machen, werden die folgenden drei Bestandteile zu gleichen Teilen benötigt:

  • Reifer Gartenkompost, Laubkompost oder Kompost aus der Wurmkiste
  • Gartenerde (möglichst samen- und wurzelfrei, am besten aus einer fünf bis zehn Zentimeter unter der Oberfläche liegenden Erdschicht)
  • Mittelkörniger Sand (z.B. Vogelsand oder Spielsand, der bereits in kleinen Mengen erhältlich ist oder im Buddelkasten um die Ecke besorgt werden kann)

Tipp: Besonders gut eignet sich die Erde von Maulwurfshügeln, weil sie feinkrümelig ist und aus tieferen Schichten stammt, die weniger Wurzeln enthalten.

Im ersten Schritt werden die drei Komponenten gründlich miteinander vermischt. Um sicherzugehen, dass die Anzuchterde wenig krankmachende Keime oder Eier von Schädlingen wie Trauermücken und Co. enthält, wird sie im zweiten Schritt mit etwas Wasser angefeuchtet, auf einem Backblech ausgebreitet und bei mindestens 180 °C für etwa 30 Minuten erhitzt. Fertig ist die DIY-Anzuchterde!

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Tipp: Erfahre hier, wie du typische Probleme bei der Anzucht (Anzuchterde schimmelt, Pflanzen vergeilen usw.) vermeiden kannst.

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Welche Gartenprodukte stellst du lieber selbst her? Wir freuen uns auf Ideen und Erfahrungen in den Kommentaren!

Wer auf torfhaltige Produkte im Plastiksack lieber verzichten möchte, kann Anzuchterde selber machen - aus Dingen, die meist ohnehin vorhanden sind.

5 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Da ich Spielsand leider nur in Gebindegrößen ab 25kg gefunden habe, dachte ich zunächst auch, daß Vogelsand eine gute Alternative sei. Beim Öfnen der Packung stieg mir zuerst der Duft in die Nase und dann sah ich die vielen Kalkplättchen. Das ist bestimmt gut für Vögel im Käfig… aber für meine Jungpflanzen? Nicht alle Pflänzchen vertragen so viel Kalk.
    Ich habe für mich beschlossen, Raiffeisen- und Baumärkte ect. abzufahren um nach defekten Spielsandsäcken zu fragen, von denen man mir einen Eimer voll verkaufen kann.

    Antworten
    • Hallo Gabi, ja das stimmt, die Mengen sind für den Zweck etwas viel. Aber ich brauche im Garten auch immer mal wieder für andere Projekte Sand und lagere den einfach bei der Blumenerde. Viel Erfolg weiterhin und liebe Grüße Sylvia

  2. Der Buddelkasten um die Ecke ist keine empfehlenswerte Quelle für Sand. Nur weil er öffentlich zugänglich ist, ist er nicht herrenlos. Er gehört der Gemeinde, die diesen Spielplatz pfegt.

    Antworten
    • Der Buddelkasten kann auch der eigene oder vom Nachbarn sein. Muss ja nicht der öffentliche Spielplatz mit gemeint sein ;)

    • Ich verstehe den Einwand. Trotzdem fallen mir gleich ein paar “uralte” Buddelkästen in meiner Nachbarschaft ein, die in den letzten Jahrzehnten vollständig sich selbst überlassen wurden. Da ersetzt keiner die zerbrochene Steinplatteneinfassung, geschweige denn vermisst eine Handvoll Sand. Außerdem gibt die Anleitung mit Vogelsand doch auch eine Alternative an.

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