10 wirksame Tricks, mit denen du jedes Etikett restlos entfernst

Wenn du Saftflaschen oder Gurkengläser von ihren Etiketten befreien willst gibt es einige clevere Methoden. Die wirkungsvollsten haben wir für dich getestet

Ist dir schon aufgefallen, dass manche Glasbehälter gut wiederzuverwenden sind? Manchmal sind es die Größen und ein anderes Mal die Formen, die einfach zu schade sind um den Weg zum Glascontainer anzutreten. Wenn da nur nicht die lästigen Etiketten wären!

Leider lösen sich nicht alle so einfach mit Einweichen im Wasser ab. Auch das Spülmittel versagt bei hartnäckigen Etikettenklebern. Ich habe insgesamt 10 verschiedene Methoden ausprobiert. Sie alle besitzen besondere Vorteile, finde heraus, welcher Trick für dein Gefäß am besten funktioniert.

1. Kokosöl

Mit Hilfe von Kokosöl lassen sich die meisten Etiketten verblüffend einfach ablösen. Weitere Informationen dazu findest du im Beitrag für erstaunliche Anwendungen für Kokosöl. Eigentlich ist Kokosöl aber viel zu schade, um damit zu putzen!

2. Margarine oder Speiseöl

Auch andere Fettsorten als Kokosöl funktionieren recht gut. Dazu gibst du Speiseöl oder Margarine (falls vorhanden altes Ausbacköl) auf einen Lappen und verteilst es großzügig auf der Klebestelle. Lass es dort etwa 10 Minuten einwirken und reibe mehrfach darüber. Dabei wirst du feststellen, dass die starke, fast schon Sekundenkleber-artige, Klebefähigkeit verschwunden ist.

Der Kleber löst sich auf und kann mit den Fingern, dem Messer oder einem Küchentuch entfernt werden. Wiederhole diese Prozedur bei Bedarf, bis der letzte Rest entfernt ist.

3. Methode mit heißem Öl

Die zu entfernende Fläche bestreichst du mit heißem Öl und wischt die bereits ablösenden Klebstoffe mit einem Lappen ab. Eine detaillierte Beschreibung findest du im Beitrag Etiketten lassen sich nicht ablösen? Dieser Trick schafft sie alle!

Möchtest du Gurkengläser, Saftflaschen oder andere Glascontainer wiederverwenden, störst dich aber an den Etiketten? Mit diesem Trick löst du sie alle!

4. Natron-Öl-Mischung

Ebenfalls sehr gut funktioniert eine Natron-Öl-Mischung. Verarbeite die gleiche Menge Natron (Backpulver funktioniert auch) und Pflanzenöl zu einem Brei. Ein bis zwei Teelöffel reichen für ein großes Etikett aus. Danach verteilst du diese Masse auf der zu behandelnden Fläche. Zirka 30 Minuten einwirken lassen und dann das Etikett abziehen.

Sollten noch Klebstoffreste am Glas übrig sein, kann das Natron-Öl-Gemisch als gute Schmirgelmasse mit dem Finger verrieben werden. Die Schicht sollte sich nun zügig auflösen.

Weitere tolle Anwendungen für das Wundermittel Natron findest du hier. Hier findest du auch ein paar Tipps zum Kaufen von Natron und zum Bestellen von Natron online

5. Föhn

Auch der Föhn kann gute Dienste leisten, doch er wird die harten Fälle nicht gerade energiesparend entfernen. Richte dazu den heißen Föhn auf das Etikett und warte, bis sich der Klebstoff unter Hitzeeinwirkung löst. Das Etikett abziehen, oder den Kleber mit einem Messer oder Lappen entfernen.

6. Ceranfeld-Schaber

Eine weitere Möglichkeit bietet ein Ceranfeld-Schaber. Du kannst ihn trocken oder in Kombination mit den oben genannten ölhaltigen Möglichkeiten verwenden.

Dieses Hilfsmittel ist gut geeignet für viereckige Glasbehälter, die glatte Flächen besitzen. Bei runden Oberflächen und zusätzlich sehr zähem Kleber wird er allerdings mehr zum Gefahrenrisiko für Verletzungen, als dass er die Behälter zügig reinigt.

7. Messerrücken und Gabelzinken

Mit diesen Hilfsmitteln kannst du das vorher eingeweichte Etikett meist recht einfach abkratzen. Bei schwierigen Fällen ist das Öl mit längerer Einweichzeit zu bevorzugen.

8. Kupfer- oder Edelstahlschwamm

Zum Herunterschaben eignet sich ebenfalls sehr gut ein Schwamm aus Kupfer oder Edelstahl, wie er zum Reinigen von Töpfen verwendet wird. Hierbei liegt der Vorteil in der flächendeckenden Bearbeitung der klebenden Stelle. Dagegen steht aber der Aufwand der Endreinigung, die mit den verklebten Etikettenfusseln ausufern kann.

9. Schleifvlies oder grobe Teppichreste

Mit Schleifvlies oder einem sehr groben Teppichrest kannst du das Öl oder die Margarine auch fester einmassieren und nebenbei gleich leichter abkratzen.

10. Spülmaschine

Wenn du die Gläser mit Etiketten zur Reinigung in die Spülmaschine gibst, wird diese die Etiketten in vielen Fällen problemlos ablösen. Die Etiketten sammeln sich im Abflusssieb, oft in Form kleiner Schnipsel.

Diese Methode solltest du jedoch nicht für große Mengen an Flaschen und Gläsern und auch nicht zu oft anwenden, da sich Klebstoffreste und Papier unter Umständen in deiner Spülmaschine sammeln und diese beeinträchtigen können. Auch ist unklar, welche Auswirkungen klebstoffhaltiges Spülwasser auf das restliche Geschirr hat.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Der umweltfreundlichen Wiederverwendung von Obst-, Gemüse- oder Marmeladengläsern, Wein- , Öl- und Bügelverschlussflaschen steht nun nichts mehr im Wege! Verwende sie zum Beispiel für die folgenden Tricks:
Zur Aufbewahrung des selbst gemachten Waschpulvers, Spülmaschinenpulvers oder dem Spülmittel aus Nudelwasser. Flaschen eignen sich für deinen eigenen Obstsaft, Honigwein oder Milchkefir.

Oder für einen unserer zahlreichen anderen Tricks, für die umweltfreundliche Einmachgläser oder Bügelverschlussflaschen benötigt werden.

Welchen dieser Tricks hast du schon angewandt? Wie waren deine Ergebnisse und Erfahrungen? Wir freuen uns auf deine Kommentare und Anregungen!

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15 Kommentare Kommentar verfassen

  1. crema

    Mit einweichen in Wasser & Spüli und was dann nicht abgeht, mit Öl/Natron-Brei abrubbeln – der Tipp ist sensationell! Damit habe ich wirklich hartnäckige Etikettenreste abbekommen und kann viele Gläser weiterverwenden, die sonst im Altglas gelandet wären…

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    • Janina

      Hallo, ich habe diesen Trick auch probiert, aber man muss schon ganz schön schrubbeln und das kann eine ganze Weile dauern. Ich habe es dann irgendwann mit Isopropanol probiert und das geht viel schneller 😉 und ist nicht so eine schmierige Angelegenheit.

  2. Sedy Na

    Mit Nagellackentferner habe ich bisher alle Kleberreste wegbekommen. Herzlichen Dank für alle anderen Tipps.
    Liebe Grüße Hildegard

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  3. Marion Wick

    ich habe die heißes Fett-Variante, die mir schon einige Gläser zum zerspringen gebracht hat, in soweit abgewandelt dass ich kochendes Wasser mit einer gewissen Menge Fett versehe und die Gläser darin für ein paar Minuten koche, anschließend gehen Etiketten samt Klebe super ab.

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  4. Christina Gutermuth

    Wasch-, Reinigungs- oder Feuerzeugbenzin wirken gut und Orangenöl. Könnte mir vorstellen, dass der selbstgemachte Orangenreiniger es auch schaffen könnte, habe ihn aber noch nicht ausprobiert. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit.

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  5. Harald Herter

    Hotmeltklebstoffe: Einige Firmen verwenden für das Ankleben Ihrer Etiketten sogenannten Holtmelt-Kleber. Hotmelt-Kleber sind Kunststoffe, die vor dem Anbringen der Etiketten auf 85 bis 140 °C erhitzt werden, Heiße Düsen besprühen mit zwei bis vier Punkte das Gefäß´auf dem das Etikett im Anschluß von der Etikettiermaschiene angeklebt. Der Heißkleber hält dann im erkalteten Zustand die Papier- oder Kunststoffetketten (Styroporetiketten) an dem Gefäß. Um diese Heißkleber wieder leicht von dem Glas wieder zu entfernen zu können ist eine heiße Glaswand von Vorteil. Ich verwende zusätzlich zur Hitze noch die Orangenterpene der Orangenreiniger. Unterstütztend reibe ich den Rest der Etiketten mit einer Edelstahlwolle ab.

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  6. Allgaier Mädle

    Tolle Ideen. Ich nehme einen Orangenreiniger. Der hat bis jetzt alle Etiketten entfernt (entfernt sogar Teerflecken oder Kaugummi). Der ist umweltbewußt und sehr ergiebig. Auf das Etikett ein paar Tropfen geben und kurz einwirken lassen, danach mit Wasser abspülen.

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  7. maira

    ich verwende Oranex…wird aus Orangenschalen hergestellt da gehts ganz leicht weg…außerdem kann man alles damit putzen…

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  8. Grungie

    Ich lege die Gläser immer in am besten heißes Wasser mit etwas Spüli ein (voll, weil sie untergehen). Viele Wapperl gehen so schon gut ab, den Rest mit einem Messerrücken oder Löffel abschaben. Was wirklich nicht weggeht, wasche ich mit Waschbenzin ab (etwas davon auf ein Tuch und etwas rubbeln) – das beste, was ich je gefunden habe! :o) (Ein einmal extra gekaufter ‚Kleberesteentferner‘ brachte gar nix!).
    Eure Tipps oben habe ich aber noch nicht getestet. Kokosöl ist definitiv zu schade und teuer dafür; auf den Föhn wär ich nie gekommen (funktioniert das denn?), dauert wohl auch zu lange und verbraucht Strom; heißes Öl ist mir zu aufwändig (wohin mit dem Rest? Und braucht auch Herdstrom); einen Metallschwamm brauchen wir meistens nicht, und ne Spülmaschine haben wir auch nicht…

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    • Mark

      Die Heißwasser-Technik habe ich kürzlich bei ein paar Flaschen auch erfolgreich angewendet. Leider funktioniert das nicht bei jedem Etikett. Die Heiß-Öl-Meethode hat bisher alle geschafft

  9. Anke Rabener

    Ein sehr guter Etiketten-Löser ist Feuerzeugbenzin. Durch seine flüssige Konsistenz kriecht er zudem sehr gut unter das gesamte Etikett, so dass man es nach kurzer Einwirkzeit komplett und Rückstandsfrei ablösen kann. Im Gegensatz zum Öl hinterlässt es keine Rückstände und auch der Geruch ist nach wenigen Minuten verflogen.

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  10. Cl Lu

    „…Etikettierung von Flaschen
    Das Etikettieren von Flaschen ist heute ein vollautomatischer Prozess, der bei hohen Geschwindigkeiten bis zu 80.000 Flaschen/Stunde abläuft. Der Klebstoffauftrag geschieht mittels Segmenten, die den Klebstoff von einer Walze abnehmen. Bei den hohen Geschwindigkeiten ist es wichtig, dass die Klebstoffe eine hohe Anfangsfestigkeit des Etikettensitzes gewährleisten, da die Flaschen nach der Etikettiermaschine weitertransportiert werden und beim Transport die Etiketten nicht verrutschen dürfen. Die rheologischen Eigenschaften müssen so eingestellt sein, dass die Klebstoffe nicht zum Spritzen neigen, d. h. dass ein sauberer Maschinenlauf gewährleistet ist.

    Je nach Anforderungen kommen Klebstoffe auf Basis von Stärken oder Kaseinen zum Einsatz. Da die Flaschen häufig nach dem Verschließen noch abgeduscht werden, um Produktreste von der Oberfläche zu entfernen, liegt beim Etikettieren eine nasse Oberfläche vor. Dieses zusätzliche Wasser verdünnt den aufgetragenen Klebstoff und führt im Allgemeinen zu einer Verringerung der Anfangshaftung. Hier zeigen Kaseinklebstoffe, nach wie vor der Klassiker unter den Etikettierklebstoffen, ihre besondere Stärke. Sie werden vor dem Auftragen erwärmt und zeigen beim Abkühlen einen überproportionalen Viskositätsanstieg, der zu einem festen Sitz des Etiketts auf der Flasche führt. Diese Eigenschaft wird auch ausgenutzt, wenn Getränke (besonders kohlensäurehaltige Getränke) bei niedrigen Temperaturen abgefüllt werden, so dass sich Schwitzwasser auf den Flaschenoberflächen bilden kann.
    Ein weiterer Vorteil von Kaseinklebstoffen ist die relative Wasserfestigkeit solcher Verklebungen. Bei Mehrwegflaschen ist jedoch ein leichtes Ablösen der Etiketten im alkalischen Milieu der Waschanlage relativ leicht möglich. Im Bereich Etikettierung von Mehrwegflaschen dominieren daher Klebstoffe auf Basis von Kaseinen.

    Für selbstklebende Etiketten – sowohl für permanent klebende wie auch für wieder abziehbare Etiketten – werden neben Haftklebstoffe („Pressure-sensitive Adhesives“, PSA) auf Basis von synthetischem Kautschuk auch Haftklebstoffe auf Basis von Naturkautschuk verwendet. Diese Klebstoffe werden auf Trägermaterialien (Papier oder Kunststofffolie) in Schichtdicken um 20 µm aufgetragen und bis zur Applikation mit einem Schutzpapier….“

    Zitiert aus: abgedeckt.http://www.phaenomen-farbe.de/anwenden-kleben%2001.htm

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    • Cl Lu

      Ergänzt um: „…Haftklebstoffe
      Haftklebstoffe sind chemisch fertige Klebstoffe. Man könnte daher meinen, sie gehörten zu den physikalisch abbindenden Klebstoffe. Die Besonderheit der Haftklebstoffe liegt aber gerade darin, dass sie weder aushärten noch abbinden sondern zähflüssig bleiben. Verwendet werden sie zum Beschichten von Klebebändern und Etiketten, aber auch in der Medizin in Form von Heftpflasterbeschichtungen und ähnlichem.

      Beim Ablösen von zum Beispiel Etiketten werden nicht etwa die Adhäsionskräfte zwischen Klebstoff und Oberfläche überwunden, sondern die oberflächennahen Kohäsionskräfte des Klebstoffes. Das ist der Grund, warum in der Regel beim Ablösen von Etiketten immer Klebstoffreste zurückbleiben….“ zitiert aus: http://www.planet-schule.de/warum_chemie/kleben/themenseiten/t5/s4.html

    • Datch

      Wen interessiert dieser Roman?

  11. Maria Widerstand

    Ob ein Etikett sich ablösen lässt hängt sehr von der Art des Klebers ab. Einige sind wasserlöslich, da reicht das Wasser aus (diese Methode fehlt meiner Meinung nach oben in dem Beitrag!). Einige lassen sich durch Fett lösen, dann funktioniert die Methode mit dem Fett auch sehr gut. Mechanisch (schaben, Edelstahlschwamm…) fand ich sehr mühsam und nicht so prickelnd. Wenn alles nicht hilft, dann hilft Putzbenzin aus der Apotheke, damit habe ich alles geschafft, was mit den anderen Methoden nicht abzulösen war. Das ist zwar nicht so umweltfreundlich aber hilft dafür super gut um den restlichen Kleber zu entfernen, der durch alle anderen Methoden übrig blieb. lg, Maria

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