Wasserfarben selbst gemacht – ungiftiger Malspaß für Kinder

Diese selbst gemachten Wasserfarben dürfen auch mal im Kindermund statt auf dem Papier landen, denn sie bestehen aus nur vier ungiftigen Zutaten.

Fast jedes Kind besitzt einen Tuschkasten, um der Kreativität auch mit Wasser und Pinsel freien Lauf lassen zu können. Erfahrungsgemäß landet dabei meist nur die Hälfte der Farbe tatsächlich auf dem Papier. Der Rest kleckst auf Hände, Arme, Kleidung und nicht zuletzt auch in den Mund. Was so lecker aussieht muss schließlich auch mal probiert werden! ;-)

Doch leider sind nur die wenigsten Malkästen aus dem Handel auch wirklich lebensmittelecht und frei von unbedenklichen Inhaltsstoffen. Giftiges Blei oder Formaldehyd, das im Verdacht steht, Krebs auszulösen, sind da nur zwei von vielen problematischen Stoffen, die in handelsüblichen Malkästen gefunden wurden. Diese Wasserfarben zum Selbermachen enthalten dagegen nur Zutaten, die du wahrscheinlich sowieso schon in der Küche vorrätig hast. Und das kommt nicht nur der Kindergesundheit zugute, sondern auch deinem Geldbeutel.

Zutaten für selbst gemachte Wasserfarben

Für eine ganze Palette (Eiswürfelform) verschiedener Wasserfarben brauchst du:

Tipp: Wenn du keine fertigen Lebensmittelfarben kaufen möchtest, kannst du auch natürliche Farben aus verschiedenen Gewürzen, Fruchtpulvern und Pflanzenextrakten selbst herstellen.

DIY Wasserfarben herstellen und damit malen

Selbst gemachte Wasserfarben sind in wenigen Schritten angerührt. Und so geht’s:

1. Natron und Essig in einem großen Gefäß vorsichtig zusammengeben und rühren, bis die Mischung aufhört zu sprudeln.

Diese selbst gemachten Wasserfarben dürfen auch mal im Kindermund statt auf dem Papier landen, denn sie bestehen aus nur vier ungiftigen Zutaten.

2. Speisestärke löffelweise hinzugeben und verrühren. Bei Bedarf etwas mehr Stärke als angegeben verwenden, bis eine zuckergussähnliche Konsistenz entsteht.

Diese selbst gemachten Wasserfarben dürfen auch mal im Kindermund statt auf dem Papier landen, denn sie bestehen aus nur vier ungiftigen Zutaten.

2. Leere Förmchen etwa zur Hälfte mit der Mischung befüllen. Jedes Segment mit einer Messerspitze Lebensmittelfarbe versehen und mit einem sauberen Spatel oder der Rückseite eines Löffels vermischen. Welche Farben du dafür auswählst oder auch miteinander mischst, um neue Farben entstehen zu lassen, ist ganz dir überlassen. Bedenke, dass die Farben getrocknet und auf dem Papier etwas blasser erscheinen als frisch angemischt.

Diese selbst gemachten Wasserfarben dürfen auch mal im Kindermund statt auf dem Papier landen, denn sie bestehen aus nur vier ungiftigen Zutaten.

4. Farbpalette an einem warmen, trockenen Ort fest werden lassen. Das kann je nach Umgebung bis zu einem Tag dauern.

Diese selbst gemachten Wasserfarben dürfen auch mal im Kindermund statt auf dem Papier landen, denn sie bestehen aus nur vier ungiftigen Zutaten.

Nach dem Trocknen sind deine Wasserfarben auch schon einsatzbereit, und du kannst dir ein Blatt Papier, Pinsel, Wasserglas, eine Unterlage (zum Beispiel ein altes Tischtuch), Schürze und Kind schnappen und loslegen: Einfach den Pinsel ins Wasserglas tauchen und wie gewohnt auf der Farbtablette reiben, bevor du ihn künstlerisch über das Papier gleiten lässt. Viel Spaß!

Diese selbst gemachten Wasserfarben dürfen auch mal im Kindermund statt auf dem Papier landen, denn sie bestehen aus nur vier ungiftigen Zutaten.

Welche Farbtöne sind in deinem selbst gemachten Tuschkasten gelandet? Schreibe deine Erfahrungen unten in die Kommentare!

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11 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo smarticular, an sich eine nette Idee. Müllfrei wohl eher nicht, denn die lebensmittelfarben sind ja auch ordentlich verpackt, zu dem habe ich mal gelesen das diese auch nicht so gesund sein sollen.

    Antworten
  2. Eine tolle Idee. Ich habe mir auch schon meine Gedanken über die unterschiedlichen Gifte in Malfarben gemacht, die mir die ganze Malerei vergrault haben. Ich bevorzuge zum Malen jedoch Acryl oder Ölfarben um eine dickere Struktur hervorzuheben. Habt Ihr dafür auch Ideen zur Selbstherstellung?

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    • smarticular.net

      Hallo Gabi! Dafür könntest du Kaseinfarbe verwenden, die mit Magerquark, Sumpfkalk, etwas Öl sowie farbigen Pigmenten (z.B. Kreide, Ton, eventuell wie hier mit Lebensmittelfarbe gefärbt) hergestellt werden kann (am besten mal googeln, unsere Experimente haben wir noch nicht als Beitrag dokumentiert). Liebe Grüße!

    • Danke, werde ich bald einmal ausprobieren, würde mich aber auch über Erfahrungen der Experimente interessieren.
      Liebe Grüße

    • Bruno Pappadia

      Hallo Gabi, mit Lehmfarben geht das auch. Es gibt sogar Lehmabtönfarben bei Tante Guugel. Aus denen kannst Du alle Naturtöne mischen, die Du brauchst. Es gibt da schöne kräftige Töne. Feuerwehrrot und so bekommt man damit allerdings nicht hin. Dann könntest Du eventuell formaldehydfreies Acryl vom Kunstbedarf bestellen und dazu Minarelpigmente (ist dann zwar auch Chemie, aber eben moderat). Für große Bilder sind Pflanzen- und Lebensmittelfarben leider nur bedingt geeignet, da diese nicht so dauerhaft lichtecht sind. Die Kaseingeschichte wie von Moderator beschrieben geht auch, erfordert aber viel Übung, da Kasein sehr spannungsreich auftrocknet. Die wiederrum könntest Du auch mit Hirschhornsalz oder Borax statt Kalk und Öl anrühren. Das macht die Farben klarer. Allerdings sind sie dann nicht mehr Wasserfest………… Blaundblubber Liebe Grüße!.

    • Hallo Bruno,
      vielen Dank für Deine Infos. Mit den Lehmfarben hast Du mich auch auf ganz neue Ideen gebracht. Wenn ich mal wieder mehr Zeit habe, wird nicht mehr nur auf Leinwand sondern die Wände in der Wohnung bemahlt,-)

    • Bruno Pappadia

      Noch ein klitzekleiner Nachtrag: Die Farben halten (je nach Hersteller) auch auf Holz. Habe schon mal ein Bett aus Altholzbohlenstücken gebaut und dieses mit Lehmfarbe lasiert. Sieht suppi aus und für längere Haltbarkeit habe ich es mit Streichwachs (SW1 heißt das Zeugs) nochmals überzogen. Das passt zwar beinah nicht mehr zum Thema, aber nun doch wieder: Streichwachse kann man auch als Pigmentbinder nutzen und ähnlich einer Acrylfarbe verarbeiten. Wünsche Dir viel Spass denn, beim Wände bemahlen.

    • Danke Bruno, für die weiteren tollen Ideen. Zwar verfüge ich nicht über das handwerkliche Geschick, ein eigenes Bett zu bauen, aber Holzbretter zu bemahlen klingt ja auch interessant. Bevor es an die erste Wand geht, wären einige Probebilder sicher hilfreich und da bietet sich Dein Tip mit Streichwachs und Pigmenten an, um zu sehen wie sich das Motiv später auf der Wand macht.

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