Mundschutz-FAQ: richtig tragen, waschen, aufbewahren

Ein gekaufter oder selbst genähter Mundschutz kann nur schützen, wenn er richtig angewendet wird. Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen!
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Auch wenn über die Wirksamkeit von Atemschutzmasken weiterhin diskutiert wird, greifen immer mehr Menschen zu diesem einfachen Hilfsmittel, um sich und andere zu schützen. Vielerorts gibt es in bestimmten Einrichtungen mittlerweile sogar eine Maskenpflicht. Täglich erreichen uns Fragen rund um das Thema “Mundschutz richtig tragen”, die wir hier gesammelt beantworten.

Was bringen solche Masken überhaupt, wann ist es sinnvoll, sie zu tragen, und was ist sonst noch zu beachten? Wenn du eine Frage hast, die hier noch nicht beantwortet wird, schreib sie in einen Kommentar unter diesen Beitrag, und wir versuchen, zeitnah eine Antwort zu geben.

Was bringt ein Mundschutz?

Das Tragen einer Atemschutzmaske dient vor allem dem Schutz anderer, indem beim Husten, Niesen oder Sprechen die Übertragung von Tröpfchen verhindert oder zumindest stark reduziert wird. Denn die Tröpfcheninfektion ist der Hauptübertragungsweg des Corona-Virus. Ein relevanter Schutz für den Träger der einfachen OP-Maske oder Behelfsmaske konnte bislang wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Dafür wären professionelle Masken mit definiertem Rückhaltevermögen (z.B. FFP3) erforderlich.

Neben dem Tragen von (Behelfs-)Masken sind die Einhaltung des empfohlenen Abstands zu anderen Personen von 1,5-2 Metern und andere Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen mindestens genauso wichtig.

Mehr Informationen dazu, wann ein Mundschutz sinnvoll ist, findest du in einem weiteren unserer Beiträge.

Was bedeutet FFP1, FFP2, FFP3?

Professionelle Atemschutzmasken aus dem medizinischen Bereich werden nach ihrer Rückhaltewirkung eingeteilt – also danach, wie effektiv sie kleinste Partikel sowie Tröpfchen oder auch Viren zurückhalten. Die Norm EN 140 regelt die Anforderungen an partikelfiltrierende Halbmasken (“filtering face piece”) gegen Aerosole, Feinstaub und andere Partikel einschließlich Viren.

Zum Eigenschutz gegen das Corona-Virus (COVID-19) sind mindestens Masken mit der Filterwirkung FFP2 oder besser FFP3 erforderlich. Solche Masken sind aber für Privatpersonen im Alltag unnötig. Darüber hinaus ist die Versorgung mit solchen Masken zeitweise eingeschränkt, sodass man sie besser dem medizinischen Personal oder Pflegepersonal überlassen sollte, die sie dringend benötigen.

Wann ist es sinnvoll, einen Mundschutz zu tragen?

Eine Atemschutzmaske zu tragen, ist vor allem dann sinnvoll, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen und die durchgängige Einhaltung des empfohlenen Mindestabstands von 1,5 bis 2 Metern schwierig ist – zum Beispiel im Aufzug, im Supermarkt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wenn man dagegen im Freien spazieren geht, allein oder mit Personen aus dem Haushalt mit dem Auto fährt und sich auch sonst nicht fremden Personen nähert, dann bringt eine Maske keinen zusätzlichen Schutz. Vor allem im Freien sterben Viren an der Luft sehr schnell ab.

Helfen selbst gemachte Atemschutzmasken auch?

Waschbare Atemschutzmasken aus Stoff, auch als Mund-Nasen-Bedeckungen bezeichnet, helfen andere Menschen zu schützen, in dem sie als einfache Barriere die Verbreitung potenziell infektiöser Tröpfchen vermindern.

Einen Mundschutz selber machen zum Schutz für andere: Das geht einfach, und er kann durch Nasenbügel und Filter an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Als Vorsorgemaßnahme für den privaten Gebrauch sind diese Masken völlig ausreichend und ohne großen Aufwand selbst herzustellen. Für eine einfache Maske, die sich in zwei Minuten aus einem T-Shirt schneidern lässt, muss man noch nicht einmal nähen können. Wenn keine Maske zur Verfügung steht, kann auch ein Schal oder ein Rollkragen als Behelfs-Mundschutz dienen.

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Wie wird der Mundschutz richtig getragen?

Ein Mund- und Nasenschutz hilft nur dann, wenn er auch richtig sitzt, Mund und Nase vollkommen bedeckt und rundum eng anliegt. So wird verhindert, dass Luft am Stoff vorbei zur Seite oder nach oben ausgeatmet werden kann. Dafür ist ein biegsamer Nasenbügel im Stoff zweckmäßig, der sich an die Gesichtskontur anpassen lässt.

Wenn dagegen Luft nach oben entweicht, sitzt die Maske nicht richtig, bemerkbar an unangenehmem Luftzug an den Augen oder daran, dass eine Brille beschlägt.

Wie lange darf man einen Atemschutz am Stück tragen?

Wie oft ein Mundschutz gewechselt werden muss, lässt sich nicht in Stunden angeben. Eine gängige Empfehlung lautet dass die Atemschutzmaske gewechselt wird, sobald sie durchfeuchtet oder schmutzig geworden ist. Andererseits kamen Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass feuchte Masken (z.B. durch den Atem) nicht weniger wirksam sind als trockene.

Allerdings wird das Tragen unangenehmer und das Atmen erschwert, wenn die Maske feucht ist. Deshalb empfiehlt es sich, sie nach ein paar Stunden zu wechseln bzw. abzunehmen. Zudem könnten sich in einer feuchten Maske Viren länger halten, weshalb insbesondere im medizinischen Bereich feuchte Masken in der Regel sofort gewechselt werden.

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Sind getragene Atemschutzmasken “Keimschleudern”?

Wenn der Träger selbst infiziert ist, womöglich ohne es zu wissen, können sich auf seinem Mundschutz Viren sammeln, die für andere potenziell ansteckend sind. Deshalb macht das vorsorgliche Tragen einer Atemschutzmaske nur dann Sinn, wenn sie regelmäßig gründlich gereinigt bzw. desinfiziert wird.

Wenn eine getragene Atemschutzmaske zeitnah gewechselt (etwa sobald sie durchfeuchtet ist) und getrocknet bzw. gereinigt wird, lässt sich die Gefahr vermindern. Gründliches Händewaschen vor dem Anziehen und nach dem Absetzen der Maske verhindert, dass keine Keime von den Händen auf die Maske oder umgekehrt übertragen werden.

Wie wasche und desinfiziere ich einen Mundschutz richtig?

Um eine Atemschutzmaske zu desinfizieren, ist kein Spezialmittel notwendig. Ein herkömmlicher Vollwaschgang bei mindestens 60 °C reicht aus, um getragene Atemschutzmasken angemessen zu reinigen. Wer sicher gehen möchte, kann zusätzlich eine umweltfreundliche Alternative zu Hygienereinigern verwenden.

Damit Atemschutzmasken nicht selbst zur Keimschleuder werden, ist es sinnvoll, den Mundschutz richtig zu waschen und zu desinfizieren, sodass er seine Funktion behält.

Wie werden getragene Masken bis zur Reinigung am besten aufbewahrt?

Getragene Atemschutzmasken werden am besten möglichst zeitnah gewaschen. Unterwegs können sie in einem luftdicht verschließbaren Beutel aufbewahrt werden.

Zu Hause empfiehlt es sich, getragene Masken bis zur Reinigung an der Luft zu trocknen, am besten im Freien, um Schimmelbildung und die Vermehrung von Keimen im feuchten Milieu zu verhindern.

Im Prinzip würde es sogar ausreichen, die Masken für einige Tage an der frischen Luft trocken und luftig aufzubewahren, denn spätestens innerhalb von zwei bis drei Tagen sind Untersuchungen zufolge auf Oberflächen keine Viren mehr nachweisbar.

Welche Materialien eignen sich für eine DIY-Atemschutzmaske?

Selbst gemachte Atemschutzmasken dienen wie weiter oben beschrieben vor allem als mechanische Barriere, um Tröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen zurückzuhalten. Ein einfacher, dicht gewebter Baumwollstoff wie etwa von einem T-Shirt, Küchenhandtuch o.ä. reicht für diesen Zweck vollkommen aus.

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Haben wir deine Frage zum richtigen Umgang mit Atemschutzmasken noch nicht beantwortet? Dann stelle sie uns in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

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6 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo, ich habe zwar eine Maske zum Wechseln, aber weiß dennoch nicht recht, wie ich die Zwischenlagerung bis zur Wäsche handhaben soll. Ich ziehe die Maske nach dem Einkauf ab und lagere sie dann an einem Haken im Kofferraum. Kann sie hier ausreichend lüften oder müsste ich sie “in den Wind hängen”? Kann der Kofferraum dadurch kontaminiert werden und die Viren sich dann auf im Kofferraum transportiere Einkäufe übertragen? Könnte ich dieselbe Maske noch für einen zweiten Supermarktbesuch am selben Tag nutzen oder sollte bei jedem Einkauf eine neue Maske aufgesetzt werden?

    Antworten
    • Liebe Sabine, sicherlich wird die Maske im Kofferraum nicht so gut durchlüftet, wie auf der Wäscheleine in der Sonne. Auch das UV-Licht im Freien trägt dazu bei, dass die Viren schneller absterben. Erste Studien deuten darauf hin, dass direkte Sonneneinstrahlung besonders effektiv ist https://www.n-tv.de/wissen/Sonnenlicht-soll-Coronavirus-schnell-toeten-article21737566.html Deshalb wäre ein anderer Ort im Auto eventuell besser geeignet. Grundsätzlich überleben die Viren auf Oberflächen aber nur eine begrenzte Zeit und vermehren sich dort auch nicht. COVID-19 ist ein behüllter Virus und überlebt deshalb maximal zwei Tage (dazu gibt es hier einen guten Überblick: https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/so-lange-ueberleben-keime-auf-oberflaechen/). Grundsätzlich kommt es am Ende darauf an, ob deine Maske überhaupt mit den Viren verunreinigt ist. Wenn du selbst gesund bist und dich an die empfohlenen Mindestabstände und Hygieneregeln hälst, ist das Risiko, dass von deiner Maske eine Gefahr ausgeht, sehr gering. Ich hoffe, das hilft dir weiter. Klare und eindeutige Antworten sind in dieser ungewissen Zeit schwierig. Liebe Grüße und bleib gesund! Sylvia

  2. Inge Janssen

    Habe bei eurem letzten Post schon gefragt, aber in den kommentaren leider von euch nichts gehört. Viele von uns fragen sich, warum man gesagt hat dass diese Vieren z. B. bei Händewaschen für 30 Sekunden ihre Lipidhülle zerstört wird, aber Masken mit mindestens 60 Grad gewaschen werden müssen. Da kamen Antworten von Usern, dass es am Material liegt, aberr leider keine genaue Information warum, sondern eher aAntworten, dass wir es wohl nicht verstehen würden. Kann man das mal für Alle verständlich erklären?
    Lipidhülle (Fetthülle) durch Seife zerstört…. (Hände)
    Lipidhülle (Fetthülle) durch Seife NICHT Zerstört… (Maske)
    Ich verstehe es so, wenn die Seife die Lipidhülle zerstört tut sie es doch überall…oder wo stehe ich da auf dem Schlauch?????
    Man kann etwas besseer nachvollziehen wenn man genau erfährt warum und nicht nur hört dass es auf den Untergrund ankommt, aber nicht weiß wieso. Dann traut man sich ja nicht mal mehr zu fragen…

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Liebe Inge,
      die Seife wirkt natürlich genauso auf einer Gesichtsmaske. Der Unterschied besteht darin, dass Hände eine vergleichsweise “glatte”, leicht zu reinigende Oberfläche haben. Unter den Fingernägeln ist das schon schwieriger, und eigentlich müsste man dafür immer eine Nagelbürste benutzen. Beim Stoff ist das anders, das Gewebe ist oft mehrlagig, und es ist nicht so einfach sicherzustellen, dass innerhalb von 30 Sekunden “Einseifen” angemessen viele Keime entfernt werden. In der Waschmaschine ist es dagegen kein Problem, darin wird die Wäsche ausreichend lange durchgeknetet und durchgespült. Natürlich könnte man das gleiche Ergebnis mit einer Handwäsche erreichen, wenn man nur lange genug gründlich “knetet” und/oder den Stoff mit einer Bürste bearbeitet. Viele Wege führen zum Ziel – allgemein empfehlenswert sind aber vor allem die oben beschriebenen, bei denen man fast nichts falsch machen kann.
      Liebe Grüße

  3. Wie soll die Maske aufbewahrt werden, wenn man sie z.B. zum Essen oder Trinken abnimmt und anschließend diese Maske wieder benutzt. Welche Empfehlung gibt es hier für unterwegs?

    Antworten
    • Hallo, eine eindeutige Empfehlung haben wir dazu bisher nicht gefunden ist. An verschiedenen Stellen wird empfohlen bereits getragene Masken unterwegs möglichst luftdicht, zum Beispiel in einem Beutel, aufzubewahren und dann zeitnah zu waschen. Wenn er erneut getragen werden soll, sollte der Mundschutz trocken sein. Überhaupt ist die Durchfeuchtung ein Hauptproblem, denn in dem dann entstehenden feucht-warmen Milieu können sich die Viren länger halten. Auch ist es wichtig, auf die Handhygiene zu achten, wenn die Maske auf und abgesetzt wird – davor und danach die Hände gründlich waschen. Sobald wir präzisiere Empfehlungen dazu finden, werden sie ergänzt. Liebe Grüße Sylvia

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