Erfrischendes Ahorn-Deodorant als Spray und Roll-on selber machen

Ahorn-Blätter sind nicht nur essbar, sie eignen sich auch hervorragend als Grundlage für ein natürliches Deo. So stellst du dein gesundes Deo selbst her!

Der Sommer kommt, die Temperaturen steigen und es wird mitunter auch wieder schwül. Abkühlung verschafft man sich mit erfrischenden Getränken, einem Sprung in den Pool oder auch heißem Tee. Schön wäre es, wenn das Deodorant bei dieser Hitze nicht schlapp macht und nicht nur den Schweißgeruch verhindert, sondern auch noch erfrischend wirkt. Der Griff zum Antitranspirant mit dem Wirkstoff Aluminium verschließt die Poren und verringert die Schweißmenge auf der Haut um zirka 50 Prozent. Da Aluminium jedoch unter Verdacht steht, Alzheimer, Krebs und Demenz zu verursachen, sind natürliche Alternativen gefragt.

Als kühlende und adstringierende Pflanze ist der Ahorn bei Insektenstichen beliebt, weshalb er sich auch optimal als Zusatz in einem selbstgemachten Deodorant eignet. Seine Wirkstoffe ziehen die Poren zusammen und verringern dadurch große, ungeliebte Schweißflecken auf der Kleidung. In Kombination mit Alkohol oder Natron wird außerdem der Entstehung unangenehmer Gerüche effektiv vorgebeugt.

Egal ob als Deospray oder Deoroller, auf Basis von Alkohol oder mit Natron, eine der drei vorgestellten Anleitungen wird dir sicher zusagen. Die Grundlage bildet bei den folgenden Rezepten immer ein Pflanzenauszug aus Ahorn, in dem die Wirkstoffe konzentriert und für die Verwendung im Deo nutzbar gemacht werden.

Herstellung des Ahorn-Auszugs

Du brauchst nicht lange zu suchen, der nächste Spitzahorn ist sicher nicht weit und aus nur sechs Blättern wird im Nu ein erfrischendes Sommerdeo.

Du benötigst:

Und so gehst du vor:

  1. Ahornblätter in zentimeterbreite Streifen schneiden.
  2. Wasser im Topf zum Kochen bringen.
  3. Blätter hinzugeben, umrühren und den Topf vom Herd nehmen.
  4. Mit Deckel abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen.
  5. Danach in eine Schüssel absieben, Ahornblätter ausdrücken und die Flüssigkeit zur weiteren Verarbeitung auf Körpertemperatur abkühlen lassen.

Weitere Zutaten für dein Deo

Zum selbstgemachten Ahorndeo bieten sich die Zusätze Natron oder Alkohol an. Bei der alkoholischen Variante ist die geringere Mengenangabe des Ahorn-Auszugs zu beachten.

Für alle Varianten benötigst du:

zusätzlich für das alkoholische Spray:

  • 50 ml Alkohol (mind. 47 % Vol., z.B. Doppelkorn oder Wodka)

Zusätzlich für das Natron-Spray:

zusätzlich für den Deo-Roller:

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Sommer-Deodorants herstellen

So werden die einzelnen Deo-Varianten zubereitet:

Alkoholisches Deodorant in der Sprayflasche

  1. 50 ml des Ahornwassers erkalten lassen, 50 ml Alkohol hinzugeben, optional ätherische Öle gut unterrühren und mit einem Trichter in Sprayflaschen abfüllen.
  2. Gut verschließen, jetzt ist das Spray auch schon einsatzfähig.

Natrondeo in der Sprayflasche

  1. Natron in ca. 100 ml des noch lauwarmen Ahorn-Wassers einrühren und unter Rühren vollständig auflösen.
  2. Gegenebenfalls ätherische Öle untermischen, mit einem Trichter in Sprayflaschen abfüllen und verschließen.

Ahorn-Blätter sind nicht nur essbar, sie eignen sich auch hervorragend als Grundlage für ein natürliches Deo. So stellst du dein gesundes Deo selbst her!

Natrondeo im Deoroller

  1. Speisestärke in einen Topf geben, ca. 100 ml des erkalteten Ahorn-Auszugs hinzugießen und gut vermengen.
  2. Die Mischung unter Rühren bei mittlerer Wärmezufuhr so lange köcheln, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht.
  3. Den Topf vom Herd nehmen und auf Körpertemperatur abkühlen lassen.
  4. Natron unterrühren und gegebenenfalls um ätherische Öle ergänzen.
  5. In einen Deoroller abfüllen und verschließen.

Fertig ist dein erfrischendes und für hochsommerliche Temperaturen geeignetes Ahorn-Deo.

Ahorn-Blätter sind nicht nur essbar, sie eignen sich auch hervorragend als Grundlage für ein natürliches Deo. So stellst du dein gesundes Deo selbst her!

Hinweise und Tipps

  • Manche Haut verträgt Natronmischungen unter den Achseln nicht und reagiert mit leichtem Brennen. Wähle dann lieber die alkoholische Alternative.
  • Sehr feines Natronpulver lässt sich leichter im Wasser auflösen als z.B. das etwas grobkörnigere Kaiser Natron. Bei Bedarf kannst du das Pulver zunächst mit einem Mörser fein mahlen.Alternativ kannst du aber auch diese Marke in gut sortierten Bioläden finden oder eine größere Menge Natron online bestellen.
  • Die resultierende Menge des Ahornauszugs reicht auch für zwei Deo-Sprays mit Alkohol aus. Dazu die Alkoholmenge verdoppeln.
  • Damit sich die ätherischen Öle gut verbinden, solltest du Sprays vor Gebrauch noch einmal schütteln.

Kennst du noch andere adstringierende Pflanzen, die für diese Deodorants geeignet wären? Sie sollten allerdings keinen dunklen Wasserauszug wie zum Beispiel Lindenblüten ergeben. Wir freuen uns über deine Ergänzung und Erfahrungen zu diesen Deo-Varianten in der Kommentarfunktion.

Weitere Ideen für selbstgemachte Deodorants findest du hier und in unserem Buchtipp:

Nach weiteren Rezepten für hausgemachte Naturkosmetik kannst du hier oder in unserem Buch stöbern:

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15 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo,
    wir sind sehr angetan von dem Ahorn-Deo mit Natron.Kann man das irgenwie länger konservieren ?
    Was wenn es keine grünen Blätter mehr gibt ?

    Antworten
    • Hallo Steffen, die Haltbarkeit des Deos lässt sich mit Alkohol verlängern. 12-15 % Weingeist bezogen auf die Gesamtmenge. Liebe Grüße Sylvia

  2. mein ahor auszug war auch erst hell grün/gelblich. bei der zubereitung des deos für den roller und einer deo creme hatte ich dann auch den farbwechsel. noch ist es zum glück nicht braun. nach zugabe von natron wurde das stärke ahorn gemisch dunkeler grün. das selbe ist mir jetzt bei dem spray passiert. ahorn ansatz hellgrün, nach zugabe von alkohol weiterhin hellgrün, natron dazu und 2 min später ist es dunkelgrün.

    ich tippe daher eher auf eine chemische reaktion aufgrund des veränderten ph wertes, nicht auf bakterielle besiedlung.

    Antworten
  3. Danke für dieses Rezept, ich möchte es gern ausprobieren. In einem anderen Artikel wird von Essig statt Alkohol fürs Deo gesprochen, könnte man das Ahorndeo auch mit (Kräuter?-)Essig machen? (möchte keinen Alkohol mehr unter den Armen, (außer einer Kleinstmenge, um das ätherische Öl zu mischen) und Natron hinterlässt meiner Erfahrung nach einen nicht besonders deoartigen Geruch, nach 1-2 Std).

    Erfahrungen?

    Viele Grüße, Velys

    Antworten
  4. Martin Bucher

    Ich mache ein Eichenblatt-Sommerdeo. Das schlägt meiner Meinung nach jedes gekaufte um Längen. Nach dem Auftragen erst mal einziehen lassen, damit es keine dunklen Flecken unter den Achseln bei weißen T-Shirts gibt.

    Rezept gibt es hier: https://hundertsand.wordpress.com/2017/06/13/bio-deo-natuerlich-selbstgemacht/

    Liebe Grüße, Martin

    Antworten
  5. Kann ich für das Ahorn – Deo auch die Blätter des Feld – oder Bergarhorns verwenden –

    Antworten
    • smarticular.net

      Sicher verwendbar ist der Spitzahorn, bei den anderen Sorten könnte es Probleme mit der Giftigkeit geben, vor allem bei empfindlichen Menschen. Generell giftig sind z.B. die samen und ganz jungen Blätter des Bergahorn, beim Feldahorn womöglich ebenfalls die Samen – das müssten wir aber selbst nachschlagen.

    • Vielen Dank für die prompte Antwort – also lass ich das mit dem Bergahorn lieber – Schade – den hätte ich nämlich direkt vor meiner Türe :-)

      Schönen Tag und liebe Grüße aus Wels

  6. Deo-Roller war erst leicht gelb, am nächsten Morgen schon braun. Wirkte zwar, hatte aber bräunliche Flecken auf den Sachen!!! Probiere jetzt den normalen Deo-Roller mit Natron. Hatte schon super Erfahrungen mit der Deo-Creme mit Kokosöl, Natron, Stärke.

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Das klingt nach einer Vermehrung unerwünschter Bakterien. Im Roller lässt sich dies am besten durch Zugabe ätherischer Öle verhindern oder auch durch etwas Alkohol. Ganz ohne ist das Roll-On leider nicht sehr lange haltbar, weil es aus unkonservierten, verderblichen Zutaten besteht.

  7. Interessanter Artikel, besonders das mit der adstringierenden Wirkung von Efeu klingt interessant. Sobald mein Deo leer ist, werde ich das mal ausprobieren!:)

    PS: Im 2. Absatz der Einleitung fehlt an einer delikaten Stelle das „w“… im Bezug auf die Flecken^^

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Oha danke für den Hinweis zum „w“ :-D dieser freudsche Verschreiber wird natürlich sofort korrigiert. Viel Spaß beim Ausprobieren!

    • du meintest Ahorn anstatt Efeu, oder?

    • ups, ja Ahorn^^

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