Waschmaschine entkalken: Günstig mit Hausmitteln
Eine gut gepflegte Waschmaschine wäscht sauberer, verbraucht weniger Energie und lebt deutlich länger. Wer seine Waschmaschine entkalken möchte oder Problemen vorbeugen will, greift oft schnell zu teuren Spezialprodukten aus der Drogerie. Doch das ist gar nicht nötig! Mit einfachen und umweltfreundlichen Hausmitteln lässt sich die Waschmaschine effektiv entkalken. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel.
Waschmaschine reinigen oder entkalken?
Oft werden das Entkalken und Reinigen der Waschmaschine gleichgesetzt, doch genau genommen handelt sich um zwei unterschiedliche Pflegeabläufe.
| Waschmaschine reinigen | Waschmaschine entkalken | |
|---|---|---|
| Ziel | Entfernen von Fett, Bakterien und Waschmittelrückständen | Auflösen von mineralischen Kalkablagerungen |
| Was | Gummimanschette, Flusensieb, Einspülkammer, Trommeloberfläche. | Heizstab, Schläuche, Ventile und unzugängliches Maschineninneres. |
| Womit | Natron, Sauerstoffbleiche | Zitronensäure |
Bei der Reinigung liegt der Fokus auf der Entferngung organischer Ablagerungen, die meist für unangenehme Gerüche verantwortlich sind. Beim Entkalken geht es vor allem um mineralische Ablagerungen. Eine verkrustete Heizspirale benötigt deutlich mehr Strom, um das Wasser zu erwärmen, da der Kalk wie eine Dämmschicht wirkt. Das verlängert die Waschzeit und treibt den Stromverbrauch in die Höhe.
Warum Zitronensäure das beste Hausmittel zum Entkalken ist
Viele greifen bei Kalkablagerungen automatisch zu Essig oder Essigessenz. Essig löst Kalk zwar effektiv, birgt in der Waschmaschine jedoch Risiken: Die aggressive Essigsäure kann auf Dauer empfindliche Dichtungen, Gummischläuche und Kunststoffteile angreifen. Viele Waschmaschinenhersteller empfehlen deshalb eher Zitronensäure als Essig, weil sie Kalk wirksam entfernt und im Vergleich zu Essig meist materialschonender ist.1
Zum Entkalken der Waschmaschine ist Zitronensäure eine gute Alternative zu Spezialprodukten. Sie wirkt kraftvoll gegen mineralische Beläge, duftet angenehm frisch und ist preiswert in Pulverform in Drogerien und Supermärkten erhältlich.

So entkalkst du deine Waschmaschine – Schritt für Schritt
Der Vorgang erfordert kaum Vorbereitungszeit und lässt sich problemlos nebenbei erledigen.
Benötigte Zeit: 2 Stunden
Für eine besonders intensive Entkalkung empfiehlt es sich, die Zitronensäure etwas länger einwirken zu lassen. Dazu wird einfach das Waschprogramm pausiert.
- Zitronensäure in Wasser auflösen
Verrühre 5 bis 8 Esslöffel (ca. 100 bis 150 Gramm) kristalline Zitronensäure in einem halben Liter lauwarmem Wasser, bis keine Kristalle mehr sichtbar sind. Das vollständige Auflösen verhindert, dass sich ungelöstes Pulver in den Schlauchverbindungen absetzt.
- Zitronensäurelösung einfüllen
Gieße die flüssige Zitronensäure-Mischung direkt in die leere Waschtrommel. So gelangt der Wirkstoff ohne Umwege dorthin, wo die stärksten Kalkablagerungen sitzen.
- Waschgang starten
Wähle ein Kurz- oder Buntwaschprogramm ohne Vorwäsche bei 30 °C bis maximal 40 °C. Wichtig: Verwende keinesfalls Kochwaschprogramme! Wird das Wasser zu stark erhitzt, verbindet sich Zitronensäure mit Kalk zu einer klebrigen, schwer löslichen Masse (Calciumcitrat). Da der Heizstab im Inneren deutlich heißer wird als die eingestellte Wassertemperatur, solltest du nicht heißer als 40 °C waschen.
- Einwirkphase nutzen (optional)
Für eine intensivere Wirkung kannst du die Maschine nach dem Aufheizen für etwa 20 bis 30 Minuten pausieren (Achtung: Manche modernen Geräte pumpen bei zu langer Pause automatisch ab).
- Programm beenden
Lass den Waschgang inklusive Spülen und Abpumpen vollständig durchlaufen. Danach ist das Innenleben deiner Maschine wieder kalkfrei und einsatzbereit.
Wie oft solltest du die Waschmaschine entkalken?
Wie häufig die Entkalkung nötig ist, hängt vor allem vom Härtegrad deines Leitungswassers und deiner Waschfrequenz ab. Je höher die Temperatur und je härter das Wasser, desto schneller fällt Kalk aus.
- Weiches bis mittleres Wasser (unter 14 °dH): Bei geringerem Kalkgehalt reicht eine gründliche Entkalkung ein- bis zweimal pro Jahr vollkommen aus.
- Hartes Wasser (über 14 °dH): Läuft die Maschine mehrmals wöchentlich bei hohem Wasserhärtegrad, bildet sich die Isolierschicht am Heizstab rasch. Hier empfiehlt sich eine Entkalkung alle drei bis vier Monate.
Tipp: Den genauen Härtegrad deines Trinkwassers findest du kostenlos auf der Website deines örtlichen Wasserversorgers oder über einfache Teststreifen aus der Apotheke. Anzeichen für eine Verkalkung sind unter anderem rau wirkende Wäsche oder ungewöhnlich lange Aufheizphasen.
Kalkablagerungen langfristig vorbeugen
Mit ein paar einfachen Alltagskniffen kannst du der Entstehung von Kalk gezielt entgegenwirken:
- Bei niedrigeren Temperaturen waschen: Nutze wann immer möglich die Kaltwäsche. Das spart nicht nur Energie und schont die Stoffe. Mit steigender Waschtemperatur nimmt auch die Kalkausfällung deutlich zu (ab etwa 60 °C).
- Waschmittel bedarfsgerecht dosieren: Moderne Waschmittel enthalten bereits Wasserenthärter. Dosiere das Waschpulver nach der Packungsanweisung für deine lokale Wasserhärte.
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Auf welches Hausmittel schwörst du, wenn du deine Waschmaschine entkalken möchtest? Verrate es uns in einem Kommentar!
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