Teflon (PTFE): Hier versteckt es sich und so lässt es sich vermeiden

Teflon (PTFE) ist nicht nur in antihaftbeschichteten Pfannen, sondern auch in vielen anderen Alltagsgegenständen enthalten. Hier findest du Alternativen.

Der Kunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE) ist vielen unter dem Markennamen Teflon ein Begriff und insbesondere für seine kratzfeste und schmutzabweisende Oberfläche bekannt. Seine Stabilität und Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen macht das Material besonders attraktiv, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass es kaum biologisch abbaubar ist.

Teflon wird nicht nur als Antihaft-Beschichtung von Pfannen und Töpfen verwendet, es ist auch in Textilien und zahlreichen anderen Alltagsgegenständen enthalten. Nicht immer finden sich gleichwertige Alternativen – und doch gibt es Möglichkeiten, das umstrittene Material zu vermeiden.

Woraus besteht Teflon (PTFE)?

Polytetrafluorethylen (PTFE) ist einer der meistgenutzten Kunststoffe aus der Gruppe der Fluorpolymere und setzt sich molekular aus Kohlenstoff und Fluor zusammen.

Welche Eigenschaften hat Teflon (PTFE)?

Seine wasserabweisenden Eigenschaften, die Antihaftwirkung und die damit verbundene hohe Gleitfähigkeit machen PTFE zu einem vielseitig einsetzbaren Material. Teflon ist in einem weiten Bereich temperaturbeständig, witterungs- und alterungsbeständig sowie unempfindlich gegenüber zahlreichen Chemikalien.

Der teilkristalline Kunststoff wird deshalb in vielen Alltagsprodukten sowie unter anderem in der Medizin-, Elektro- und Fahrzeugtechnik sowie in der Lebensmittelindustrie verwendet.

Wo wird Teflon (PTFE) eingesetzt?

Polytetrafluorethylen wird unter anderem bei Antihaftbeschichtungen von Pfannen, als Beschichtung für wind- und wasserabweisende Outdoor-Textilien, als Schmierstoff, in Imprägniersprays, bei den Gleitfüßen von Computermäusen sowie als Gleitbeschichtung für Rasierklingen und Zahnseide verwendet.

Ist Teflon (PTFE) giftig oder unbedenklich?

Zwar ist Teflon in einem Temperaturbereich zwischen -200 und +260 °C temperaturbeständig. Bei höheren Temperaturen, die beispielsweise eine Pfanne ohne Inhalt auf dem heißen Herd schnell erreichen kann, werden jedoch giftige Dämpfe freigesetzt. Sie können das sogenannte “Teflonfieber” auslösen, das sich durch grippeähnliche Symptome bemerkbar macht.

Abgelöste (nicht überhitzte) Bruchstücke der Antihaftbeschichtung gelten allgemein als unbedenklich, wenn sie mit der Nahrung aufgenommen werden, da sie die Verdauungswege unverändert passieren.

Jedoch werden bei der Herstellung von Polytetrafluorethylen häufig sogenannte PFC (Per- und polyfluorierte Chemikalien) als Hilfsmittel eingesetzt, die während des Gebrauchs und bei der Entsorgung der Produkte in die Umwelt freigesetzt werden können. Sie sind nicht biologisch abbaubar, reichern sich in der Natur sowie im menschlichen Körper an und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Welche Alternativen gibt es zu Teflon (PTFE)?

Nicht immer ist es leicht zu erkennen, in welchen Alltagsprodukten PTFE bzw. PFC enthalten ist. Dennoch gibt es in einigen der Haupteinsatzgebiete wie beim Kochgeschirr oder in der Textilindustrie immer mehr Alternativen, die kein Teflon enthalten.

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Alternativen zu Teflonpfannen

Teflonpfannen sind komfortabel und leicht zu reinigen, können aber das bereits beschriebene Teflonfieber auslösen und biologisch nicht abbaubare, gesundheitlich bedenkliche Substanzen freisetzen.

Wer darauf lieber verzichten möchte, findet zahlreiche, zum Teil altbewährte Alternativen zur Pfanne mit Teflonbeschichtung. Insbesondere Eisenpfannen empfehlen sich, richtig eingebrannt, durch einen gesundheitlich unbedenklichen und langlebigen Antihaft-Effekt.

Welche Pfanne ist die richtige, wenn du auf Teflon verzichten willst? Verschiedene Materialien im Vergleich.

Alternativen zu Gore-Tex und Co.

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Moderne Outdoor-Textilien halten extremen Wetterbedingungen stand, um beim Skifahren, Bergsteigen und Co. für einen angenehmen Tragekomfort zu sorgen. Wer PTFE in Textilien lieber vermeiden möchte, kann auf wetterfeste Naturmaterialien wie Schurwolle, besonders dicht gewebte Baumwolle (zum Beispiel vom kleinen Nürnberger Modelabel Jeckybeng) oder gewachste Baumwolle (zum Beispiel von Barbour) zurückgreifen, die für den Alltag meist vollkommen ausreichen.

Umweltfreundliche Hausmittel wie essigsaure Tonerde oder Wachs lassen sich zum schadstofffreien Imprägnieren unterschiedlicher Textilien verwenden. Sie erreichen zwar nicht die wasserabweisende Wirkung eines Hightech-Materials wie Gore-Tex, sind dafür aber umweltfreundlicher und halten Füße und Körper bis zu einem gewissen Grad ebenfalls trocken.

Mit essigsaurer Tonerde lassen sich Kleidung und andere Textilien natürlich imprägnieren. In wenigen Schritten wird der Stoff wasserabweisend - ideal für Naturfasern.

Für alle, die auf Funktionskleidung aus Kunstfasern angewiesen sind oder nicht darauf verzichten möchten, lohnt sich ein Vergleich verschiedener Hersteller. Denn immer mehr Unternehmen arbeiten an alternativen Materialien oder haben wie VAUDE und Jack Wolfskin PTFE bzw. PFC aus vielen Produkten bereits vollständig verbannt.

Teflon (PTFE) ist nicht nur in antihaftbeschichteten Pfannen, sondern auch in vielen anderen Alltagsgegenständen enthalten. Hier findest du Alternativen.

Alternativen zu Rasierklingen mit Teflon-Beschichtung

Moderne Rasierklingen sind häufig mit einer Kunststoffbeschichtung versehen, damit sie besser über die Haut gleiten – unter anderem auf Basis von PTFE. Wer nach Alternativen sucht, schaut sich am besten das Kleingedruckte der Produkte genauer an.

Teflon (PTFE) ist nicht nur in antihaftbeschichteten Pfannen, sondern auch in vielen anderen Alltagsgegenständen enthalten. Hier findest du Alternativen.

Mit dem Edelmetall Platin statt Teflon beschichtet und noch dazu umweltfreundlich in Papier verpackt, sind beispielsweise ASTRA Rasierklingen Superior Platinum, die zusammen mit einem langlebigen Rasierhobel jede Menge Plastikmüll einsparen.

Alternativen zu Zahnseide mit PTFE-Beschichtung

Ein weiteres Einwegprodukt, das mit Teflon beschichtet sein kann, ist Zahnseide. Als kunststofffreie Alternative kommen Produkte aus natürlicher Seide, versehen mit einer Schicht aus Bienenwachs, in Frage. Wer nicht nur auf Plastik, sondern auch auf tierische Produkte verzichten möchte, kann Zahnseide aus Maisseide verwenden, die mit einem pflanzlichen Wachs beschichtet ist.

Teflon (PTFE) ist nicht nur in antihaftbeschichteten Pfannen, sondern auch in vielen anderen Alltagsgegenständen enthalten. Hier findest du Alternativen.

Alternativen zu Teflon-Füßen bei Computermäusen

Zugegeben stellen die kleinen Gleitfüße von Computermäusen kein riesiges Müllproblem dar. Dennoch gibt es auch hier Alternativen. Der kleine Hardwareproduzent Nager IT arbeitet seit vielen Jahren an fair und umweltfreundlich produzierten Computermäusen und ersetzt die Teflonfüße aktuell durch eine Variante aus biologisch abbaubarem Kunststoff.

Mehr Tipps, die helfen, problematische Kunststoffe im Alltag zu vermeiden, findest du in unserem Buch:

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Hast du Produkte mit Teflon bereits durch Alternativen ersetzt? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen in einem Kommentar!

Mehr Wissenswertes kannst du hier lesen:

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3 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo Heidi, meine Schwester in Holland schwört bei TVS Natura Pfannen, die total grün scheinen zu sein.

    Antworten
  2. Leider sind (guss-) eiserne Pfannen für Cerankochfelder nicht empfohlen, da sie diese durch das Gewicht leicht zerkratzen. Da ich beim Umzug ungern das Kochfeld ersetzen möchte suche ich noch eine andere Alternative. Gibt es da Vorschläge?

    Antworten
    • Hallo Heidi, es gibt auch beschichtete Pfannen ohne Teflon. Lass dich vielleicht am besten im Fachhandel beraten oder schaue in einem Online-Shop, der auf nachhaltige Produkte spezialisiert ist. Liebe Grüße Sylvia

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