Plastiksparen mit dem Plastiktagebuch

Plastik begegnet uns praktisch überall - um dir das Plastiksparen zu erleichtern, lohnt sich eine Bestandsaufnahme in Form eines Plastiktagebuchs.

Über acht Milliarden Tonnen Plastik wurden seit der Erfindung der Kunststoffe bis heute weltweit hergestellt und in Umlauf gebracht – und die Plastikberge wachsen täglich. Ein nicht unerheblicher Teil davon gelangt in die Umwelt und reichert sich in den Böden und den Weltmeeren an. Über die Nahrungskette und andere natürliche Kreisläufe landet das Material in Form von Mikroplastik auf unseren Tellern und in unserem Trinkwasser.

Höchste Zeit, etwas gegen die Plastikflut zu unternehmen! Aber wo fängt man am besten an, und mit welchen Veränderungen lässt sich möglichst viel bewirken? Damit das Problem lösbar wird und nicht übermächtig erscheint, empfiehlt es sich, eine Bestandsaufnahme zu machen. So lässt sich herausfinden, wo man besonders viel Kunststoff verwendet, wie sich der Plastikverbrauch auf die eigene Gesundheit und die Umwelt auswirkt und wo es am leichtesten fällt, den Plastik-Konsum zu reduzieren.

Mit einem Plastiktagebuch kommst du dem vermeidbaren Plastik in deinem Leben auf die Spur, sodass es dir leichter fällt, mehr und mehr darauf zu verzichten. Es ist Teil unseres Plastiksparbuchs, das die besten smarticular-Ideen zum Plastiksparen auf 288 Seiten zusammenfasst.

Plastiktagebuch: Wo verbrauche ich Plastik, und wie kann ich es vermeiden?

Bewusst oder unbewusst – viele Hunderte Male täglich verwendet jeder von uns Plastik. Die Idee hinter dem Plastiktagebuch besteht darin, den individuellen Plastikverbrauch im Alltag sichtbar zu machen und die Quellen zu identifizieren, über die das Plastik in unser Leben gelangt. Anhand der Ergebnisse kann im zweiten Schritt überlegt werden, welche Plastikarten besonders schädlich sind, wie schwer oder leicht der jeweilige Kunststoff vermeidbar ist und welche konkreten Lösungsansätze denkbar sind.

Plastik begegnet uns praktisch überall - um dir das Plastiksparen zu erleichtern, lohnt sich eine Bestandsaufnahme in Form eines Plastiktagebuchs.

Hier findest du die Vorlage für das Plastiktagebuch zum Download.

Um einen guten Überblick zu bekommen, ist es sinnvoll, das Plastiktagebuch über zwei Wochen hinweg zu führen und anschließend auszuwerten. Schreibe am besten so viele “Plastikbegegnungen” wie möglich auf: Zahnbürste, Zahnputzbecher, Zahnpastatube & Co. am Morgen, der Wasserkocher für den Morgentee, aber auch Verpackungen, Kugelschreiber, Kleidung (die höchstwahrscheinlich Plastik enthält), das Smartphone … Wahrscheinlich wirst du erst einmal ziemlich erschlagen sein von der Menge an Kunststoffen, die sich durch deinen Alltag ziehen, und dir die Frage stellen: Wo fange ich denn jetzt am besten mit dem Plastiksparen an?

Plastik begegnet uns praktisch überall - um dir das Plastiksparen zu erleichtern, lohnt sich eine Bestandsaufnahme in Form eines Plastiktagebuchs.

An diesem Punkt kann unsere Plastikmatrix helfen, Struktur in die tägliche Plastikflut zu bringen und die effektivsten Ansätze fürs Plastiksparen zu identifizieren.

Plastikmatrix: Wo ist Plastikverzicht für dich am sinnvollsten?

Mit der Plastikmatrix lassen sich die Gegenstände anhand des Schadpotenzials vergleichen, das von ihnen ausgeht. Zudem kannst du abschätzen und in der Matrix eintragen, wie leicht sich ein Gegenstand durch eine umweltfreundliche Alternative ersetzen lässt. Zwar sind beide Kriterien ziemlich weich, und es gibt keine verlässliche Auskunft darüber, wie genau ein Gegenstand zu beurteilen ist. Dein Bauchgefühl wird dir aber wahrscheinlich ausreichend Hilfe bieten. Wenn du mehr erfahren möchtest, dann bietet die sehr ausführliche Einleitung unseres Plastiksparbuchs viele nützliche Informationen rund um Schadpotenzial und Ersetzbarkeit der zahlreichen Plastikvarianten.

Das Schadpotenzial umfasst die Gefahren für Umwelt und Gesundheit, die von einem Gegenstand ausgehen, bezieht aber auch die Gebrauchsdauer und den Nutzwert mit ein. Im Gegensatz zu einer Einwegtüte aus Plastik haben beispielsweise die Isolation eines Stromkabels, die Hülle eines Smartphones oder das Gehäuse eines Staubsaugers einen viel höheren Nutzwert und sind in aller Regel lange in Gebrauch, während die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Plastitktüte lediglich 25 Minuten beträgt. Je höher das Schadpotenzial bei gleichzeitig geringer Nutzungsdauer ist, desto mehr lohnt es sich, auf plastikfreie Alternativen umzusteigen.

Die Verfügbarkeit von Alternativen hat einen ganz entscheidenden Einfluss darauf, wie schnell und umfassend bedenkliches Plastik aus unserem Alltag verschwinden kann. Im Gegensatz zum Schadpotenzial lässt sich hierbei häufig keine allgemeingültige Antwort finden.

Plastik begegnet uns praktisch überall - um dir das Plastiksparen zu erleichtern, lohnt sich eine Bestandsaufnahme in Form eines Plastiktagebuchs.

Wer einen Unverpackt-Laden um die Ecke hat, kann zum Beispiel leicht auf zahlreiche Plastikverpackungen verzichten. Wer in seiner Umgebung nur herkömmliche Supermärkte vorfindet, hat es ungleich schwerer, kann aber dennoch viel unnötigen Verpackungsmüll einsparen.

Hier findest du die Vorlage für die Plastikmatrix zum Download.

Versuche, für möglichst viele Plastikprodukte, die du im Plastiktagebuch notiert hast, die ungefähre Position in der Matrix zu bestimmen. Dabei fällt die Analyse der Verfügbarkeit von Alternativen meist sehr viel subjektiver aus als die Bestimmung des Schadpotenzial, das sich in der Regel an objektiven Kriterien festmachen lässt. Eine Alternative kann zum Beispiel darin bestehen, in Zukunft einfach komplett auf den Gegenstand zu verzichten.

Plastik begegnet uns praktisch überall - um dir das Plastiksparen zu erleichtern, lohnt sich eine Bestandsaufnahme in Form eines Plastiktagebuchs.

Wenn deine persönliche Plastikmatrix fertig ist, kannst du mit dem Plastiksparen loslegen. Am einfachsten funktioniert das wahrscheinlich mit Dingen, die sich im oberen Bereich befinden, die du also als besonders leicht ersetzbar eingestuft hast. Die größte Wirkung kannst du mit dem Verzicht auf Gegenstände mit großem Schadpotenzial erzielen. Dementsprechend lohnt es sich besonders und ist gleichzeitig am einfachsten, wenn du dich zu Beginn auf den Bereich rechts oben in der Matrix konzentrierst.

Die besten Tipps kostenlos per Mail

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Hilfreiche Tipps und Anlaufstellen für die Plastikvermeidung

In unseren Beiträgen findest du zahlreiche Ideen und Tipps, die das Plastiksparen in verschiedenen Lebensbereichen unterstützen – zum Beispiel:

Wenn du das Plastiksparen am liebsten spielerisch und gemeinsam mit anderen angehen möchtest, versuche es doch mal mit Plastikfasten oder einer Plastikspar-Challenge! Darüber hinaus würden wir uns freuen, wenn du deine großen und kleinen Erfolge beim Plastiksparen in den Sozialen Netzwerken teilst, zusammen mit dem Hashtag #plastiksparen.

Tipp: Beim Plastiksparen kann man sich schnell wie David gegen Goliath fühlen, schließlich gibt es praktisch keinen Lebensbereich mehr, in denen keine Kunststoffe zum Einsatz kommen. Der Einkauf von Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs ist ohne Plastikverpackungen oft nur mit erheblichem Mehraufwand möglich. Mit der Replace-Plastic-App kannst du deinen Unmut darüber direkt an die Hersteller deiner Lieblingsprodukte senden und sie auffordern, auf umweltfreundliche Verpackungen umzusteigen.

Unser Buch zum Thema umfasst mehr als 300 nachhaltige Alternativen und Tipps, die dabei helfen, Plastik im Alltag zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden:

Plastiksparbuch: Mehr als 300 nachhaltige Alternativen und Ideen, mit denen wir der Plastikflut entkommen

Plastiksparbuch

smarticular Verlag

Plastiksparbuch: Mehr als 300 nachhaltige Alternativen und Ideen, mit denen wir der Plastikflut entkommen Mehr Details zum Buch

Mehr Infos: smarticular Shopkindletolino

Wie senkst du deinen Plastikverbrauch im Alltag? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen in einem Kommentar!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Marion Schädlich

    Zunächst: Eure Seite ist echt spitze! Und ich habe mir auch gleich das Plastik-Sparbuch zugelegt.
    Wenn man erstmal angefangen hat zu überlegen, kommt man auf immer mehr Ideen. Für mich ist mittlerweile die wichtigste Frage als erstes: „Wie hat das meine Oma früher gemacht?“ Und dann gibt es auch die eine oder andere Lösung. Denn die hatten früher auch nicht für jedes „Zipperlein“ ein „Pülverchen“ oder „Tütchen“. Ich glaube, man hat sich früher einfach keine Gedanken darum gemacht. Und mittlerweile weiß man auch um die Gefährlichkeit.
    Man kann viel mehr machen – auch als einzelner – als man anfangs denkt. Und durch die Vernetzung kann man auch gegenseitig voneinander profitieren. Auch, wenn es nicht viel ist, aber jedes Stück eingesparte(r) Müll/Plastik etc. hilft.

    Antworten
    • smarticular.net

      Vielen Dank für deinen schönen Kommentar! Wenn wir es schaffen, alle nur ein kleines bisschen bewusster zu leben und mehr auf unseren schönen Planeten achtzugeben, ist schon viel gewonnen. Das meiste muss auch gar nicht neu erfunden werden – das, was wir wirklich zum Leben und Glücklichsein brauchen, ist alles schon da.
      Ganz liebe Grüße!

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