Weg mit dem Müll: So organisierst du selbst ein Clean-Up!

Mit einem Clean-up werden Umweltschutz, soziale Aktivität und Spaß miteinander vereint. So einfach kannst du deine eigene Aufräumaktion auf die Beine stellen.

Selbst an den schönsten Orten der Natur und an den entlegensten Küsten der Erde begegnet uns immer häufiger Müll. Die Spuren der Zivilisation und unseres Konsumverhaltens sind mittlerweile fast überall anzutreffen und belasten Mensch und Tier. Um die Umwelt aktiv vor der Müllflut zu schützen, kann man versuchen, den eigenen Verbrauch von Plastik zu reduzieren. Aber auch der schon vorhandene Müll soll weniger werden – darum lohnt es sich, bei sogenannten Clean-ups mitzumachen – gemeinsame Aktionen zum Müll-Aufsammeln im öffentlichen Raum.

Wenn es noch keine Clean-ups in deiner Umgebung gibt, kannst du leicht selbst eine Reinigungsaktion ins Leben rufen. Ein Clean-up lässt sich sehr einfach umsetzen, führt Menschen zusammen und verbindet Spaß mit sozialem Engagement. In diesem Beitrag findest du praktische Tipps und Anlaufstellen, die dir dabei helfen.

Ein Clean-up selbst organisieren

Bei einem Clean-up finden sich Menschen zusammen, um einen Ort gezielt von Müll zu befreien. Das kann zum Beispiel ein Abschnitt an einem Strand, im Wald oder Park sein.

Eine Clean-up-Aktion selbst zu organisieren, ist nicht kompliziert. Du kannst allein aktiv sein, oder du suchst nach Gleichgesinnten. Gemeinsam in einer Gruppe Müll zu sammeln, bringt mehr Spaß an der Sache und erzielt einen noch größeren Effekt.

Um Müll aufzusammeln, brauchst du nur wenige Utensilien:

  • Behältnis zum Müllsammeln, z.B. einen Eimer oder einen Beutel
  • Handschuhe oder Müllgreifer (optional)
  • Bequeme Kleidung und festes Schuhwerk (optional)

So organisierst du einen Clean-up in der Gruppe:

  1. Einen Ort festlegen, an dem Müll aufgesammelt wird.
  2. Gleichgesinnte finden, die an dem Clean-up teilnehmen möchten. Bei einem Clean-up im Ausland empfiehlt es sich, Einwohner anzusprechen, die mit wichtigen Tipps helfen können.
  3. Mit den Teilnehmenden eine Verabredung treffen und einen Treffpunkt ausmachen. Eventuell über soziale Netzwerke wie Facebook in regionalen Gruppen Oder in der smarticular-Facebook-Gruppe auf die Aktion aufmerksam machen.
  4. Teilnehmende darüber informieren, welche Utensilien sie für die Clean-up-Aktion brauchen.

Schon könnt ihr loslegen!

Mit einem Clean-up werden Umweltschutz, soziale Aktivität und Spaß miteinander vereint. So einfach kannst du deine eigene Aufräumaktion auf die Beine stellen.

Beachte, dass es nach dem Clean-up Möglichkeiten braucht, um den Müll richtig zu entsorgen. Dafür kommen öffentliche Mülltonnen, Wertstoffhöfe oder private Mülltonnen der Teilnehmenden infrage.

Wenn du keine Clean-up-Aktion organisieren, aber trotzdem deine Umwelt von Müll befreien möchtest, gibt es noch andere Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Täglich fünf Müllteile aufsammeln

Abfall begegnet uns zur Genüge auf unseren alltäglichen Wegen. Zusätzlich zur örtlichen Müllabfuhr kannst du einen enormen Beitrag leisten, wenn du Abfall an Wegrändern oder in Parkanlagen regelmäßig entsorgst.

Auf diese Weise erzielst du einen sichtbaren Effekt: Jeden Tag fünf Teile Müll aufsammeln, zum Beispiel auf dem Heimweg, nach einem Besuch im Park oder auf einem Spielplatz.

Auch während sportlicher Aktivitäten kannst du die Umwelt von Müll und Plastikteilen befreien, wie etwa beim Plogging.

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Tipp: Mit einigen Fundstücke lässt sich noch mehr Gutes tun, in dem du die Dinge sammelst und an eine Organisation spendest, die sie verwertet und den Erlös für soziale und ökologische Projekte einsetzt.

Plogging: Beim Joggen aufräumen

Während des Joggens gezielt Müll aufzusammeln, ist ein Prinzip aus Schweden, das sich Plogging nennt (der Begriff setzt sich zusammen aus dem schwedischen Wort „plocka“ für “aufheben”, “pflücken” und “Jogging”).

Diese Form des Clean-ups vereint gesunde sportliche Betätigung mit einem großen Beitrag für die Umwelt und sozialem Engagement. In der Gruppe kann es natürlich auch sehr gut durchgeführt werden. Plogging bringt Spaß und sorgt zusätzlich für ein abwechslungsreiches Training, da durch das Aufheben, Aufrichten und Weiterlaufen unterschiedliche Muskelgruppen aktiviert werden.

Mit einem Clean-up werden Umweltschutz, soziale Aktivität und Spaß miteinander vereint. So einfach kannst du deine eigene Aufräumaktion auf die Beine stellen.

Als Vorbereitung reichen ein Eimer oder ein Beutel und eventuell Handschuhe, um den Müll gut aufsammeln zu können. Falls kein Behältnis dabei ist, kann der Müll gleich in die nächste Mülltonne geworfen werden.

Einen Müllsammel-Ausflug machen

Das Schöne lässt sich mit dem Nützlichen verbinden, wenn Ausflüge ins Grüne dazu genutzt werden, um die Natur von Müll und Plastikteilen zu befreien.

Teilnehmende Kinder werden mit einer sinnvollen Aufgabe betraut, bei der sie lernen, wie wichtig Umweltschutz ist, und dass sie sich aktiv daran beteiligen können.

Ein schöne Möglichkeit, die Natur von Müll zu befreien, bietet der Berliner Bootsverleih Ahoi Ostkreuz. Hier kannst du ein Kayak für zwei Stunden kostenlos ausleihen, um Müll aus dem Wasser zu fischen. Vielleicht bietet sich eine ähnliche Gelegenheit auch in deiner Gegend, oder du schlägst die Idee einem nahe gelegenen Bootsverleih vor.

Mit einem Clean-up werden Umweltschutz, soziale Aktivität und Spaß miteinander vereint. So einfach kannst du deine eigene Aufräumaktion auf die Beine stellen.

Mit Clean-up-Initiativen vernetzen

Falls du Lust hast, eine größer angelegte Müllsammel-Aktion zu organisieren, gibt beispielsweise die Aktionsgruppe Let’s Clean Up Europe hilfreiche Tipps dazu.

Anstatt eine Clean-up-Aktion selbst zu organisieren, kannst du dich auch einer anschließen. Dafür gibt es mittlerweile zahlreiche Anlaufstellen und Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Zum Beispiel die Website CLEANUP NETWORK bietet eine gute deutschlandweite Übersicht über Initiativen, die gemeinsame Saubermach-Aktionen organisieren.

Eine Clean-up-Aktion ist nicht nur ein aktiver Beitrag, um die Umwelt von Müllverschmutzung zu befreien. Es schärft auch das Bewusstsein der Mitmenschen für die enorme Abfallmenge, die in der Natur und im öffentlichen Raum liegt, und dass es immer wichtiger wird, Müll von vornherein zu vermeiden.

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Hast du noch weitere Ideen, wie Müll in der Umgebung reduziert oder beseitigt werden kann? Wir freuen uns über einen Kommentar von dir!

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12 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Wir organisieren alle 1 – 2 Jahre von unserm Dorf aus eine sogenannte „Saubere Natur“ Aktion
    bei dieser so ca. 30 Personen — dran teilnehmen mit 4 Schlepper mit Ackerwagen.
    Der gesammelte Müll wird dann am nächsten Werktag von der STADT abgeholt.
    Vor einigen Jahren konnten wir durch diese Aktion ein Preisgeld vom Land Hessen bekommen.
    Ich finde diese Aktion super und hoffe, dass dies so beibehalten wird.
    Übrigens unser Dorf hat nur 280 Ew. Des Weiteren hoffe ich auch, dass die Müllverursacher
    noch weniger werden. In den ersten Jahren der Sammelaktion war es bedeutend mehr Müll.

    Antworten
    • Hallo Rainer,
      vielen Dank für deinen Bericht. Toll, dass das Müllsammeln offensichtlich auch dazu führt, dass die Verursacher verantwortungsbewusster werden!
      Liebe Grüße, Annette

  2. Toll, daß ihr da nicht wegschaut. Wir haben auch vor einigen Monaten unsere Stammrunde entmüllt. Es kamen etliche Beutel Müll dabei raus. Seit dem habe ich dort nichts mehr liegen sehen, das freut mich sehr.

    Antworten
    • Hallo Stefan, wir freuen uns auch sehr über die positive Resonanz und die vielen Geschichten! Liebe Grüße Sylvia

  3. Ich mache das schon seit geraumer Zeit so. Sei es auf dem Spielplatz, dem Weg zum Einkaufen oder bei einem Spaziergang – stets sammle ich einige Teile Müll auf. Trinkpäckchen, Plastikstrohhalme, Zigarettenpäckchen…wenn man mal anfängt darauf zu achten, stellt man fest, wieviel Müll doch einfach in der Umwelt verteilt wird.
    Das wichtigste ist einfach mit gutem Beispiel voranzugehen. Für meine kleinen Kinder ist es schon selbstverständlich, das wir es so machen.

    Antworten
    • Hallo Melia, vielen Dank für deinen Kommentar. Müll beseitigen und den Kindern ein gutes Vorbild sein, hat gleich mehrere positive Effekte. Und irgendwann ist im besten Fall das Aufsammeln nicht mehr nötig … Herzliche Grüße Sylvia

  4. Die Idee, jeden Tag fünf Teile Müll aufzusammeln finde ich wirklich gut. Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs, da kann ich diese Idee gut umsetzen. Ich habe mir schon einen Müllbeutel auf den Gepäckträger geklemmt.

    Antworten
    • Hallo Heike, danke für deinen Kommentar und den Tipp. Liebe Grüße Sylvia

  5. Ein Beutelchen dient mir beim Hundespaziergang immer zum Müll sammeln… Irgendwann war der Weg dann sauber – und siehe da, er verschmutzt viel weniger. Offenbar schmeißen Menschen dort eher etwas hin, wo schon was liegt…

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    • Ja so gehts mir auch…. beim Gassigehen Räum ich nach und nach alles weg;) und ich stelle auch fest das dort nichts mehr hingeworfen wird;)

    • Hallo Birgit und Nina, danke für eure motivierenden Kommentare. Liebe Grüße Sylvia

    • Das finde ich ja interessant! Ich mache das auch seit einiger Zeit auf meinen Hundespaziergängen, mit genau derselben Erfahrung: Der Müll nimmt ab.

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