Keinachtsbaum: Weniger Müll und trotzdem frisches Grün

Wenn du keine Lust mehr hast, dass jedes Jahr ein Baum für dein Weihnachtsfest gefällt wird, ist der Keinachtsbaum eine mögliche Alternative für dich.Bild: Simon Pohlmann

Viele Millionen Tannen und Fichten werden jedes Jahr im Dezember gefällt, um für wenige Wochen die heimischen Wohnzimmer zu schmücken. Wer sich dabei nicht mehr so recht wohl fühlt, aber auf das frische Waldgrün nicht verzichten möchte, findet im Keinachtsbaum eine wunderbare Alternative.

Keinachtsbaum: Astgrün statt gefällte Bäume

Auf den ersten Blick sieht der festlich geschmückte Keinachtsbaum genauso aus wie ein herkömmlicher Weihnachtsbaum. Erst beim genauen Hinsehen lässt sich entdecken, dass er aus einem wiederverwendbaren Holzgestell und zahlreichen frischen Tannen- oder Fichtenzweigen besteht.

Inspiriert zum Keinachtsbaum wurde der Gründer des gleichnamigen Unternehmens Nico Stisser von einem Kinderbuch. Einige Jahre später zeigt sich, dass phantastische Ideen auch in der Realität funktionieren können. Das Ergebnis ist ein modularer Ständer aus Eschenholz, der in wenigen Minuten zusammengeschraubt und mit frischem Tannengrün bestückt wird. Nach dem Fest kann er einfach und platzsparend wieder verstaut werden.

Die alle Jahre wieder benötigten Zweige liefert das Unternehmen gleich mit und auf Wunsch jedes Jahr aufs Neue. Sie stammen von Bäumen, bei denen lediglich etwas Grün geerntet wird. Auch wird Ausschuss einiger Weihnachtsbaumplantagen verwendet, der sonst ungenutzt im Abfall landen würde. Das zeichnet den Keinachtsbaum noch einmal mehr als besonders nachhaltigen Weihnachtsbaum aus.

Tipp: Statt mit Plastikkugeln und Lametta erstrahlt dein Weihnachtsbaum mit selbst gebasteltem Christbaumschmuck ebenso schön. Essbarer Baumschmuck kann nach dem Fest gemeinsam vernascht werden.

Mit unseren Ideen für nachhaltige Weihnachtsgeschenke und den dazu passenden umweltfreundlichen Geschenkverpackungen wird dein Weihnachtsfest noch ein bisschen grüner.

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Wie findest du den Keinachtsbaum? Wir freuen uns auf dein Feedback unter dem Beitrag!

Viele weitere nachhaltige Ideen (nicht nur) für Weihnachten:

10 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich habe seit Jahrzehnten keinen Weihnachtsbaum mehr.Ich nehme einfach 1 bis 3 gr. Äste in großer Vase und schmücke sie und nach Weihnachten kommen sie über die Balkonkistln und Freiland -Topfpflanzen als Frostschutz.

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  2. Anneliese

    Liebes Smarticular Team,mich interessiert der Keinachtsbaum sehr. Gibt es den auch in Österreich, Wien?
    Lg Anneliese

    Antworten
  3. Wir haben einen Keinnachtsbaum und sind sehr, sehr zufrieden. Klar, beim Äste stutzen und reinstecken ist es hilfreich, schon mal ein Taschenmesser in der Hand gehabt zu haben, aber der Baum lässt sich super an Wände, Ecken etc. anpassen und sieht fast noch prächtiger aus als seine “echten” Verwandten, da man ihn natürlich so dicht stecken kann, wie man möchte. Klare Kaufempfehlung!!

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  4. Chrissie und FrauElch kann ich nur zustimmen. Tolle Idee!
    Der Umstand, einen Baum für ein paar Tage Festlichkeit zu töten hat mir schon immer missfallen. Die eingepflanzten Bäume, die man kaufen kann, sind sehr klein, man braucht Platz, um sie wieder auszupflanzen, und zumindest bei uns sind sie immer gleich eingegangen. Abgesehen davon ist es eine Quälerei für den Baum, denke ich.
    Also haben wir seit Jahren einen “Baum”, den wir uns aus großen und kleinen Zweigen, die im Garten eh immer anfallen, zusammenbinden. Schaut genauso festlich aus, ist perfekt an den Platz anpassbar und außerdem noch umsonst.
    Es kann nicht nachhaltig sein, jedes Jahr für die paar Tage Millionen von Bäumen zu züchten (in Monokultur), abzuholzen, meilenweit rum zu karren und dann auch wieder rum zu karren, um sie zu entsorgen.
    Deswegen drücke ich die Daumen, dass sich diese Idee weit verbreitet!
    Und wem der Keinachtsbaum zu teuer ist, kann unsere Idee gern nachmachen oder vielleicht selbst so ein Gestell anfertigen.

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  5. Ich würde sagen, dass er die Idee von Petterson und Findus hat :) Dachte auch schon oft, dass sowas etabliert werden sollte. Super, vor allem mit den Überbleibseln vom Tannenverkauf!

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    • Ja hat er, das gibt er auch offen zu :) Liebe Grüße Sylvia

  6. Hallo,
    jedes Jahr auf´s Neue, tun mir die ausrangierten Weihnachtsbäume leid. Das ganze Jahr nicht wirklich wahrgenommen, dann für ein paar Tage zum Symbol hochstilisiert und typisch für uns Menschen: Danach einfach weggeschmissen. Wie schade. Letztendlich stellt man sich ja eine “Leiche” ins Wohnzimmer….
    Das wollten wir nicht mehr und haben deshalb ganz auf einen Baum verzichtet. Auch schade…
    Aber DA (!) ein Silberstreif am Horizont! Der “Keinachtsbaum”!
    Ich halte Ihre Idee für bahnbrechend und freue mich, im nächsten Jahr so ein “Tännschen” bei Ihnen zu erwerben.
    Könnte mir auch sehr gut vorstellen, ähnlich wie Adventskränze, verschiedene Arten von Nadelgrün zu verwenden, in helleren und dunkleren Grüntönen. Ach ja, über die Gewinnung des Grüns für die Bäume wüsste ich gern mehr z.B. was passiert mit den Bäumen, wo das abgeschnitten wird? Leben die weiter?
    Beste Weihnachtsgrüße und -wünsche aus dem nasskalten Ruhrgebiet, von
    Chrissie

    Antworten
    • Hallo Chrissie, die Keinachtsbäume kannst du direkt über den Hersteller keinachtsbaum.de beziehen. Die Äste stammen vom Ausschuss herkömmlicher Christbaumplantagen, der normalerweise entsorgt würde und wird von größeren Bäumen geerntet, die weiterwachsen dürfen. Du kannst aber auch selbst Äste besorgen und den Baum individuell gestalten. Liebe Grüße und fröhliche Weihnachten Sylvia

    • “Das ganze Jahr nicht wirklich wahrgenommen, dann für ein paar Tage zum Symbol hochstilisiert und typisch für uns Menschen: Danach einfach weggeschmissen.”

      @Chrissie, das hast Du gut auf den Punkt gebracht!
      Sehe ich genauso.
      Wie sich Menschen derart von der Natur entfernen können, dass so ein wertvolles Lebewesen wie ein Baum nur als Einweg-Abfallprodukt angesehen wird…
      Das Fest der Nächstenliebe sollte mal tatsächlich gelebt werden!

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