11 Fehler aus dem letzten Jahrtausend, die wir leider immer noch machen

Viele kleine und große Umweltsünden halten sich hartnäckig. Welche dieser Dinge hast du noch, welche hast du mit nachhaltigere Alternativen ersetzt?

Viele kleine und große Umweltsünden halten sich hartnäckig. Den meisten Menschen ist noch nicht einmal bewusst, dass ihr Verhalten für die Umwelt und oft sogar für die Gesundheit schädlich ist. Immer wieder sehen wir im Alltag die folgenden Dinge und fragen uns: Warum muss es sie heute immer noch geben, wo doch schon vor 20 Jahren allen hätte klar sein müssen, dass diese Dinge ein für allemal abgeschafft werden können?

Die Liste ließe sich sicher endlos fortsetzen – welche der folgenden Dinge hast du noch im Einsatz, oder hast sie ganz bewusst durch nachhaltigere Alternativen ersetzt?

1. Alufolie

Zu meiner Schulzeit war es ganz selbstverständlich, das Pausenbrot in Alufolie zu wickeln. Doch nicht nur das, Apfelstücke, Gurke und viel mehr wurden alle fein säuberlich in die silbern glänzende Folie gewickelt. Nach dem Auspacken landete sie ohne Umwege im Müll.

Zwar ist es relativ beständig gegen viele Säuren und Laugen, zum einmaligen Gebrauch ist das unter hohem Energieaufwand gewonnene Metall jedoch viel zu schade. Bei sehr saurem (oder basischem) Inhalt entstehen zudem schädliche Aluminiumverbindungen, die im Verdacht stehen, Nervenerkrankungen wie Parkinson, Demenz und Alzheimer auszulösen.

Doch auch heute noch wickeln erstaunlich viele Leute ihr Essen in Alufolie. Die Alternativen sind simpel und verbreitet: Butterbrotpapier, wiederverwendbare Wachstücher oder noch besser Lunchboxen aus korrosionsbeständigem Edelstahl.

Viele kleine und große Umweltsünden halten sich hartnäckig. Welche dieser Dinge hast du noch, welche hast du mit nachhaltigere Alternativen ersetzt?

2. Plastik-Besteck und -Geschirr

Immer noch trifft man auf privaten Partys Wegwerf-Besteck und Geschirr aus Plastik an, das wenig kostet und den lästigen Abwasch spart. Aber auch auf öffentlichen Veranstaltungen wird nach wie vor darauf gesetzt. Die Folge sind unnötige Ressourcenverschwendung und Berge von Müll.

Wenn konventionelles Geschirr und Abwaschen nicht in Frage kommen, dann ist vielleicht bald das in Indien erfundene, “essbare Besteck” eine Option!

Eine weitere, unkonventionelle und extrem praktische Alternative für Partys: Bitte jeden Gast, sein eigenes Gefäß und eigenes Besteck mitzubringen!

3. Mehr Verpackung als Inhalt

Einige Firmen meinen es wirklich zu gut mit dem Verpacken ihrer Waren. Es mag verständlich sein, dass manche Lebensmittel aus hygienischen Gründen in Plastikfolie verschweißt werden. Wem nutzt es aber, wenn die Ware gleich doppelt oder dreifach eingeschweißt ist, so dass am Ende mehr Verpackungsmüll als Inhalt zusammen kommt?

“Hario-Goldbären” sind so ein Fall, ebenso “Ritter Sport Minis” und die mehrfach eingeschweißten, extra-kleinen Schoko-Riegel bekannter Marken.

4. Trinkpäckchen – Capri Sonne

Fruchtsaftgetränk für Kinder mit wenigen Prozent Fruchtsaft, dafür jede Menge Zucker und eine Hülle aus Plastik und Aluminium – die Rede ist von “Capri Sonne”! Auch heute noch verspricht die Werbung einen gesunden Fruchtgenuss und verschweigt, dass jeder Orangensaft gesünder ist, mehr Frucht und weniger Zucker enthält. Außerdem ist Saft fast immer preiswerter ist und kommt ohne die umweltschädliche Verpackung aus, die unterwegs nur selten getrennt entsorgt und so dem Recycling zugeführt werden kann.

Wer diesen Unsinn nicht mehr mitmachen möchte, kann seinem Kind eine BPA-freie, bruchfeste Trinkflasche geben, oder noch besser eine Flasche aus Edelstahl. Gesunde Tees, Säfte, Saftschorlen oder auch Wasser lassen sich darin bequem und ohne Abfall transportieren.

5. Eiswürfel-Gefrierbeutel

Wer schon einmal Eiswürfel-Beutel aus Plastikfolie benutzt hat, der weiß: Das ist die wohl mühsamste Methode, um an Eiswürfel zu gelangen, ganz abgesehen davon, dass die Folie nach einmaligem Gebrauch reif für die Mülltonne ist. Seltsam nur, dass die Beutel auch heute noch in fast allen Supermärkten zu finden sind, wo doch wiederverwendbare Eiswürfelformen, am besten aus Edelstahl, nicht nur umweltfreundlicher und auf Dauer preiswerter, sondern auch viel einfacher in der Handhabung sind!

Wenn du auf Kunststoff weitestgehend verzichten oder Abfall vermeiden möchtest, gibt es ein paar clevere Alternativen für die Herstellung von Eiswürfeln.

Weitere clevere Methoden zur Herstellung von Eiswürfeln ohne Plastik findest du hier.

6. Billigfleisch

Die Entscheidung, ob man viel, wenig oder gar kein Fleisch isst, ist eine sehr persönliche, und die individuellen Beweggründe sind sehr unterschiedlich. Wer aber glaubt, bei einem Preis von 1,99 Euro pro Kilogramm Hackfleisch noch irgendeine Art von gesunder Qualität auf dem Teller zu haben, der irrt leider. Meine persönliche Meinung: Wenn schon Fleisch- und Wurstwaren zur Ernährung dazu gehören sollen, dann aber bitte Qualität!

Statt im Discounter die billigste Massenware aus riesigen Mastbetrieben zu erhalten, in denen die Tiere ihr zumeist kurzes Leben ausschließlich drinnen und auf wenigen Quadratmetern verbringen, sollte man besser zu Bio-Ware von kleinen, regionalen Produzenten greifen. Oft ist es in solchen Geschäften sogar möglich, mehr über die Halte- und Produktionsbedingungen zu erfahren, zum Beispiel über den Einsatz von Silagefutter, Kraftfutter, Hormonpräparaten, vorbeugender Medikamentengabe und vielem mehr.

7. Pflegeprodukte mit Mikroplastik

Polyacrylate (PA), Polyethylen (PE), Polyurethan (PUR), Nylon-xx und Acrylates Copolymer (AC) – wenn du diese und weitere Abkürzungen auf Zahnpasta, Duschgel, Peeling-Gel und Co. findest, dann weißt du: Hier werden nicht nur kosmetische Wirkstoffe, sondern auch Mikroplastik mit dem Abwasser fortgespült. Nicht selten sind die Partikel so klein oder liegen sogar in gelöster Form vor, so dass die meisten Kläranlagen sie nur unzureichend filtern können.

Viele kleine und große Umweltsünden halten sich hartnäckig. Welche dieser Dinge hast du noch, welche hast du mit nachhaltigere Alternativen ersetzt?

In der Folge gelangt immer mehr Plastik mit dem Abwasser zurück in die Umwelt, wo es über Jahrhunderte verbleibt. Über die Nahrungskette kommt es schließlich wieder zurück auf unsere Teller und schädigt unsere Gesundheit gleich doppelt.

Darum lohnt es sich, auf Bio-Produkte ohne Mikroplastik oder noch besser auf selbst gemachte Pflegeprodukte und hausgemachte Naturkosmetik zurückzugreifen – garantiert ohne ungesunde, umweltschädliche Zutaten.

8. Knopfzellen (sowie Geräte, die damit betrieben werden)

Kaum jemand denkt beim Kauf einer Küchenwaage, Wetterstation oder Funkfernbedienung darüber nach, womit das Gerät eigentlich versorgt wird. Spätestens beim ersten Batteriewechsel ist die Überraschung groß, weil die winzigen Lithium-Knopfzellen außerordentlich teuer sind!

Viele kleine und große Umweltsünden halten sich hartnäckig. Welche dieser Dinge hast du noch, welche hast du mit nachhaltigere Alternativen ersetzt?

Zudem stellt der Einmalgebrauch der enthaltenen Elemente und seltenen Erden eine enorme Ressourcenverschwendung dar. Die Alternative – ein wiederaufladbarer Akku – enthält zwar ebenfalls verschiedene Elemente, deren Entsorgung problematisch ist. Anders als Einweg-Batterien lassen sich Akkumulatoren jedoch sehr oft wiederverwenden und ersetzen so gleich einen ganzen Stapel herkömmlicher Batterien, was sie zu einer wesentlich umweltfreundlicheren Alternative macht.

Deshalb lohnt es sich, schon beim Kauf von schnurloser Technik auch gleich auf die verwendete Stromquelle zu achten. Fast alle Gerätetypen sind auch mit Schächten für wiederaufladbare Standard-Zellen (Mignon, Micro usw.) anstatt für Knopfzellen erhältlich.

Tipp: Gerade für Geräte mit geringem Stromverbrauch wie Personenwaagen, Küchenwaagen, Wetterstationen, Rauchmelder und Wanduhren sind sogenannte “LSD”-Akkus (Low Self Discharge, geringe Selbstentladung) von Vorteil, weil sie einen sehr viel längeren Betrieb der Geräte über viele Monate oder sogar Jahre ermöglichen.

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9. Fastfood in Alu, Plastik und Styropor

Suppe zum Mitnehmen, Pfannengerichte für unterwegs und Coffee-to-Go sind heute selbstverständlich, leider auch der damit verbundene Müll durch Aluminium-Schalen, Plastikbecher und Wegwerf-Behälter aus Styropor.

Wenn du auf die kulinarische Abwechslung unterwegs nicht verzichten möchtest, dann probiere es doch mal mit einem Edelstahl-Lunchcontainer und dem Kaffeebecher aus Keramik für unterwegs! Immer mehr Cafés und Schnell-Restaurants haben sich darauf eingestellt und erlauben das Abfüllen in selbst mitgebrachte Gefäße.

Viele kleine und große Umweltsünden halten sich hartnäckig. Welche dieser Dinge hast du noch, welche hast du mit nachhaltigere Alternativen ersetzt?

10. Wasserenthärter-Tabs

Seit vielen Jahren verspricht die Werbung, dass Waschmaschinen mit “Calgon” länger leben. Dabei wird verschwiegen, dass sie ohne Calgon fast immer genauso lange leben, mit dem Unterschied der viel geringeren Umweltbelastung! Nach einer Auswertung der Verbraucherzentrale Hamburg sind Wasserenthärter sehr häufig überdosiert oder sogar völlig nutzlos, zum Beispiel in Regionen mit weichem Wasser.

Zudem sind zusätzliche Wasserenthärter bei richtiger Waschmittel-Dosierung grundsätzlich überflüssig, weil Waschmittel den notwendigen Enthärter für eine optimale Waschwirkung und Schonung der Maschine bereits enthalten.

11. Kaffeekapseln

Sogar der Erfinder der Kaffeekapseln, John Sylvan, bereut mittlerweile seine Idee, weil die damit verbundene Verschwendung und Umweltverschmutzung in keiner Weise zu vertreten ist. Und wenn du nicht gern bis zu 80 Euro für ein Kilogramm Kaffee zahlst, dann lohnt es sich umso mehr, auf sinnvollere Alternativen zurückzugreifen.

Welche Sünden aus dem letzten Jahrtausend sollten außerdem dringend abgestellt werden? Teile deine Anmerkungen und Ergänzungen mit anderen Lesern in den Kommentaren!

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21 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Sandra Bergmann

    Ich wohne in einer Mietwohnung in der Stadt und habe einen Hund und eine Katze. Ich bin jetzt schon von Plastiktüten umgestiegen auf Zewa Sparblatt, um die Hundehaufen weg zu machen. Für das Katzenklo sammeln wir die Obst- und Gemüsetüten vom Einkaufen, aber optimal finde ich das Ganze noch nicht. Einen Eimer möchte ich nicht nehmen für das Katzenklo. A weiß ich nicht wohin damit danach und B ist das nicht sehr hygienisch.
    Habt ihr Tipps für mich wie man das noch anders machen kann?

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    • smarticular.net

      Hallo Sandra! Was das Katzenklo angeht, damit meinst du wahrscheinlich die ausgesiebten Klumpen und Katzen-Häufchen? Es gibt kompostierbare Katzenstreu, zum Beispiel aus Tonerde. Die verwenden wir auch, klappt sehr gut und lässt sich im Kompost oder in der Biotonne entsorgen. Dafür bräuchtest du dann zwar ggfs. auch einen kleinen Eimer, aber das lässt sich trotzdem recht hygienisch gestalten. Eine Möglichkeit wäre, die „Überbleibsel“ in einem Eimer mit Deckel zu sammeln und jedes Mal noch eine kleine Schaufel unbenutztes Tonstreu oben drauf zu geben, damit auch wirklich alles bedeckt ist und Feuchtigkeit aufgesaugt wird. Am besten auf dem Balkon, aber drinnen müsste es eigentlich auch gehen. So sollte es möglich sein, den Inhalt einmal pro Woche (oder so) in der Biotonne zu entsorgen, ohne Gefahr von Keimen und Gestank. Vielleicht hilft es ja – liebe Grüße!

    • Sandra Bergmann

      Danke für den Tipp. Ich werde mal gucken, ob mit dem Vorschlag alle im Haushalt klar kommen.

  2. iknowiknowiknow

    Umweltfreundliches Einwegbesteck gibt es aus Holz schon ewig, da muss niemand darauf warten, bis es in Indien erfunden wird.
    Genauso kompostierbare Teller aus Stärke, Palmblättern, Bambus, Zuckerrohr etc.
    Ist halt teurer, aber wie oft braucht man das privat wirklich? Bei der Grillparty, beim Picknick, und …?

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  3. Daniel Gehriger

    Bio sagt leider nichts über die Haltung von Tieren aus!!!Aber ganz klar Händeweg, von diesen billigprodukten!!

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  4. Anja

    Seit einiger Zeit warnen das Bundesamt für Risikobewertung zusammen mit den Verbraucherzentralen vor der Verwendung von Aluminium. Besonders zusammen mit Säuren und/oder Salz reagiert Alu und gerät ins Essen. Das Bundesamt rät dazu Alu nicht zu verwenden und auch beim Arzt nach aluminiumfreien Medikamenten zu fragen. Leider ist es immernoch in vielem enthalten. Schlemmerfilets u.ä. werden mittlerweile auch gar nicht mehr in Aluschalen verkauft, aber jedes Jahr liegen diese Alu-Grillschalen in den Supermärkten. Was gart man darin? Fleisch/Gemüse mit Salz – und schon hat man die gefährliche Kombi. Es gibt so viele Alternativen zu Aluminium, die auf lange Sicht sogar günstiger sind. Warum sollte man etwas benutzen, dass potentiell gefährlich ist?

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  5. Novacella71006

    Wir für unseren Teil haben aus unserem Haus die Zewa-Rolle so gut wie verbannt. Mit zwei kleinen Kindern fällt beim Essen doch häufiger mal was daneben oder die Kinder schmieren sich das ganze Gesicht voll. Schnell war das Zewa zur Hand und der Dreck entfernt. Nachdem mir aber auffiel wieviele Zewas wir so mit der Zeit verbrauchen (in der Küche kamen sie auf ähnliche Weise zum Einsatz), sprich wieviele Bäume wir für „einen Klecks hier oder da“ verbraucht hatten und natürlich auch wieviel Geld das überhaupt kostet, habe ich einfach die alten Spuckwindeln der Kids im Eßzimmer als Servietten hergenommen und in der Küche wird nur noch mit dem feuchten Läppchen gewischt. Ich freue mich jedes Mal wieder wenn ich dran denke wieviel Bäume ich NICHT verbraucht habe und wieviel Geld wir gespart haben!! :-)

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  6. Britta Domig

    Hut ab vor diesem Blog!

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  7. Brigitte

    Ich besitze zwar keine dieser Kapselmaschinen, aber ich finde die Erfindung eines Schweizer Uhrmacher geradezu genial: er hat eine wiederbefüllbare Kapsel entwickelt https://www.biber.de/artikel/1/505398/wiederbefuellbare-kaffeekapsel-edelstahl/

    Mein Geschmacksfavorit ist allerdings immer noch der Kaffee aus der auf dem Herd erhitzbaren Espressokanne aus Edelstahl.
    Ich finde es ziemlich traurig, wie viel geschmackssensorisches Empfinden bei uns verloren gegangen ist. Man kann schmecken, wie etwas gelagert, zubereitet oder abgedeckt wurde. Allein das könnte neben jeder ökologischen und ökonomischen Überlegung den Ausschlag geben. Aber viele merken auch das leider nicht mehr.

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  8. Astrid

    Hallo, seit ich in meinem damaligen veg. Restaurant einen frisch gebackenen Pflaumenkuchen mit Alufolie abdeckte, diesen Kuchen am Nachmittag servieren wollte und dann sah, dass die Folie sich auf dem Kuchen bzw. den Pflaumen in alle Ritzen verteilt hatte und ich den Kuchen wegwerfen musste begann ich über Alufolie nachzudenken. Als ich dann noch sah, welcher Umweltschaden bei der Herstellung UND beim Entsorgen entsteht, verbannte ich die Folie – bis heute – aus meinem Haushalt bzw. Restaurant. Und – oh Wunder – ich habe sie nie vermisst. So geht es mit ganz vielen Gebrauchsgegenständen – und – natürlich bin ICH diejenige, die etwas ändert, wenn es mir auffällt oder ich darauf „gestoßen werde“. Glühbirne? Was hat der Staat dann verordnet – die Quecksilberbirne – ohne Worte, oder?
    Ich bin dieser Seite, die ich auf Umwegen vor Monaten entdeckte, sehr dankbar, bzw. den Machern dieser Seite. Und ich entdecke immer mehr Menschen, z.B. auf Facebook, die diese Seite zitieren. Es mögen noch wenige sein, es werden aber immer mehr – SO muß es laufen.

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    • Maximilian Knap

      Hallo Astrid, danke für deine wunderschöne Rückmeldung und die Bestätigung :-) Wir freuen uns auch sehr, dass immer mehr Menschen für sich selbst bessere Alternativen entdecken, anstatt auf Änderungen und Vorgaben „von oben“ zu warten. Und wenn man dann noch sieht, dass es ohne Alufolie & Co. sogar noch besser geht als mit, und dass viele dem Beispiel folgen – umso besser :-) Ganz liebe Grüße!

  9. Jojo

    bei allem bin ich der gleichen Meinung, nur das billig-fleisch passt ja thematisch gar nicht in die liste…

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  10. EL

    @Sandra: Dieser Blog beschäftigt sich mit einer umweltfreundlichen Lebensweise: Der erste Schritt ist ein Nachdenken über die eigenen, eingefahrenen Handlungen und deren Umweltauswirkungen – ganz von selbst kommt dann die Änderung! Im Angesichts des einen Planeten, den wir zur Verfügung haben, sollten wir uns alle sofort mit Umweltschutz beschäftigen – und nicht (faul) darauf warten, dass die Regierung etwas gesetzlich vorschreibt.
    Wenn Sie einen „Shitstorm“ haben wollen, suchen Sie sich doch bitte einen anderen Blog.

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  11. Sandra

    Naja ich benutze fast alles davon. Wie bei der Glühbirne bin ich der Meinung, nicht zuerst der Verbraucher, der in die Pflicht genommen werden sollte, sondern der Vertrieb muss eingestellt werden! Solange es billigfleisch gibt und die Löhne schlecht sind, werden die Leute Billigfleisch kaufen. Und so gilt es bei allem. Anstatt uns ein schlechtes Gewissen zu machen, sollte der Verkauf gesetzlich verboten werden. Mit der Glühbirne ging es doch auch! Erst dann greift man zu den anderen Alternativen. Aber das will wahrscheinlich niemand hören. Bin gespannt auf den shitstorm auf meinen Beitrag.

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    • Hannes

      Das mit der Glühbirne ist wohl eher eine traurige Geschichte von Korruption und Lobbyismus, welche zulasten des dummen Verbrauchers zu einer Verschlechterung des Ist-Zustandes mit erheblichen Mehrkosten geführt hat. Jetzt haben wir eine nicht handelbare Quecksilber-Entsorgungsproblematik dieser ach so tollen Energiesparlampen, welche bei der heutigen Politik dazu führt, dass der Mist auf irgend einer Deponie in Afrika oder Asien verrottet und somit schön ins Grundwasser gerät. Was einen irreparablen Schaden unseres Ökosystems mit sich bringt, den wir selbst in 1000 Jahren noch mit unserer Nahrung aufnehmen werden. Aber Hauptsache europaweit somit 0,4 % Energie gespaart, die man ja jetzt in neue CO2 Lizenzen fließen lassen kann. Bravo. So muss das! Wenn es einen signifikanten antropogenen Beitrag zum Treibhauseffekt gibt, warum wird dann nicht der Anbau von Reis oder die Massentierhaltung beschnitten? Bei beiden wird Unmengen Methan freigesetzt welches um den Faktor 36 stärker treibhausfördernd wirkt als das beinahe Infrarot inerte CO2. Tja, damit ließe sich halt leider kein Geld machen und nebenbei noch Entwicklungsländer ausbremsen. Es wäre wirklich verwunderlich wenn sich unsere Habgier durch so etwas belangloses wie eine Veränderung des Klimas, die sich ohnehin mit Latenzen von 50 bis 100 Jahren jeglicher Greifbarkeit und politisch-ökonomischer Verantwortung entzieht, in irgend einer Weise eindämmen ließe.

    • Maximilian Knap

      Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen, lange Zeit haben wir ja genauso gedacht – der Staat wird es schon richten! Mit smarticular.net verfolgen wir aber genau den umgekehrten Ansatz: Warum sollten wir auf irgendwelche Gesetze warten? Warum sollten wir warten, bis die Hersteller ihre Produkte „besser“ machen? Mag schon sein, dass das irgendwann passiert, aber jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse, die mit gleichartigen Vorgaben für alle doch unmöglich angemessen befriedigt werden können. Weil wir alle freie, selbsbestimmte Menschen sind, kann auch jeder selbst entscheiden, bestimmte Produkte oder Handlungsweisen nicht mehr unterstützen zu wollen. Damit halten wir es so wie Mahatma Gandhi schon sagte: „Willst Du die Welt verändern, so verändere Dich selbst – dann wird die Welt sich auch Dir gegenüber verändern.“

      Das bedeutet natürlich nicht, dass andere Herangehensweisen nicht auch sinnvoll sind! Auch die Politik, Wirtschaft usw. sind in der Pflicht, doch hier geht es vorrangig um solche Ideen, die jeder leicht für sich selbst umsetzen kann. Die zahllosen positiven Rückmeldungen der Fans von smarticular.net zeigen uns, dass auch dafür Platz ist und dass man mit kleinen Veränderungen tatsächlich viel bewegen kann :-) Ganz liebe Grüße!

    • DCR

      Gesetze… wenn ich dahin gucke, sehe ich CETA. Die Konzerne machen immer mehr die Gesetze, UND die Konzerne reagieren auf unser Konsumverhalten. Demokratie findet tatsächlich statt: Wahlen sind täglich beim Einkaufen.

      Ich habe keine Lust, meine Handlungsmacht abzugeben an irgendwelche Gesetzgeber. Ich richte mich nach meinen eigenen Gesetzen: ich möchte möglichst wenig zur Umweltverbrunzung beitragen. Und seit ich das mehr und mehr umsetze, spare ich auch noch Geld dabei.

    • Cl Lu

      tja die einstige uralte Glühbirne ist die die wir alle schon nicht mehr kennen. es gibt eine die mehr als 100 Jahre lang brannte. durch Absprachen der Glühbirnenhersteller, erfand man die haltbarkeit eienr Glühbirne zu senken um damit den Konsum weiterhin am laufen zu halten. das war der Beginn der eingebauten Obsoleszenz. Interessanter Film zum Thema hier: https://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA
      Kaufen für die Müllhalde: Geplante Obsoleszenz – auf arte vom 15.02.2011

    • tscharls

      Ja genau, lieber warten und die Verantwortung abschieben. Sollen doch die anderen…

    • TeeEi

      Ich stimme dir zu, dass es wenig zweckdienlich ist, nur den Verbrauchern schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie nicht im Geld schwimmen. Aber gerade diese Seite zeigt auch viele Möglichkeiten, ökologischer, nachhaltiger zu leben, ohne mehr Geld auszugeben. Es gibt somit nicht nur die zwei Alternativen „billig und schlecht für die Umwelt kaufen“ oder „mehr Geld ausgeben für besseres Gewissen“, sondern auch andere Wege.

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