Geschenkschachtel aus Papier in 15 Minuten: Einfach falten aus Zeitschriften & Resten
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Ein Geschenk braucht nicht mit Geschenkpapier und Folie verpackt und mit Plastikband verziert zu werden, um hübsch auszusehen. Viel preiswerter und umweltfreundlicher ist es, aus schönem Papier eine Schachtel zu falten, die auch noch wiederverwendbar ist!
Dafür eignen sich nicht nur Reste von Schreib- und Bastelpapier – auch aus bunten Zeitschriften und Prospekten aus der Altpapiertonne oder einem alten Stadtplan lässt sich eine Geschenkbox basteln – ganz ohne Kleben. Hier erfährst du, wie’s geht.
Schachtel falten aus Papier ohne Kleben
Um eine würfelförmige Geschenkschachtel mit Deckel mit einer Kantenlänge von fünf Zentimetern zu basteln, wird Folgendes benötigt:
- ein Blatt, 20 x 20 cm
- ein Blatt, 21 x 21 cm
- Hilfsmittel: Ein Lineal oder Falzbein (optional, erleichtert scharfe Kanten)
Auch aus relativ dünnem Papier lässt sich ein stabiles Ergebnis herstellen, denn die Wände der fertigen Schachtel bestehen aus mehreren Papierlagen.

Benötigte Zeit: 15 Minuten
So wird die Geschenkschachtel gefaltet:
- Mittelpunkt markieren (Kreuzfalz)
Lege das kleinere Blatt mit der späteren Außenseite nach unten auf den Tisch. Falte die untere Kante bündig auf die obere Kante, ziehe den Knick mit dem Daumennagel glatt und klappe das Blatt wieder auf. Falte die rechte Kante bündig auf die linke Kante, glattstreichen und wieder auffalten. Du siehst nun ein klares Faltkreuz in der Mitte des Blattes. (Bild 1)
- Ecken einmitten
Falte alle vier Außenecken exakt an den Schnittpunkt des Faltkreuzes in die Mitte. Streiche alle vier Kanten scharf nach. Du hast nun ein kleineres Quadrat vor dir, dessen Oberseite aus vier zusammenlaufenden Dreiecken besteht. (Bild 2)
- Das 3×3-Raster falten (Dritteln)
Falte die rechte Kante um ein Drittel nach links. Falte die linke Kante um ein Drittel nach rechts darüber. Streiche die Kanten fest nach und klappe beide Seiten wieder auf. Drehe das Quadrat um 90 Grad und wiederhole den Schritt: Rechte und linke Kante jeweils um ein Drittel einklappen, glätten und wieder aufklappen. Du hast nun ein sichtbares Gitter aus 9 gleich großen Quadraten vor dir. (Bild 3)
- Linke und rechte Spitze nach außen klappen
Öffne die linke und die rechte Dreiecksspitze wieder komplett nach außen. Die Spitzen zeigen jetzt waagerecht nach links und rechts. Die obere und die untere Dreiecksspitze bleiben weiterhin fest zur Mitte hin eingeklappt. (Bild 4)
- Vorder- und Rückwand aufrichten
Stelle die obere und untere Kante an den vorhandenen Rasterlinien im 90-Grad-Winkel auf. Das sind die beiden ersten Seitenwände der Box. (Bild 5)
- Seitenwände aufrichten
Schau auf die offene linke Seite: Die obere und untere Seitenwand stehen senkrecht, die linke Spitze liegt flach auf dem Tisch. An den Enden der stehenden Seitenwände siehst du diagonale Knicke. Drücke diese Diagonalen mit Daumen und Zeigefinger sanft nach innen in den Schachtelraum. Dadurch stellen sich die Ecken diagonal auf und die linke Papierlasche richtet sich automatisch schräg nach oben auf. (Bild 6)
- Ecken nach innen formen
Führe die aufgerichtete linke Spitze nun komplett über die nach innen geklappten Ecken hinweg nach innen. Drücke die Spitze fest an die Innenwand und glatt auf den Boden der Schachtel. Die Spitze trifft genau in der Mitte des Bodens auf und fixiert die Konstruktion von selbst – ganz ohne Klebstoff. (Bild 7)
- Verschließen
Wiederhole Schritt 5 identisch auf der rechten Seite. Das Schachtelunterteil steht stabil. Falte das größere Blatt (21 × 21 cm) nach exakt denselben Schritten – daraus entsteht der passende Deckel, der sich leicht über den Boden stülpen lässt. (Bild 8)

Passend zur umweltfreundlichen Schachtel lassen sich auch Bänder, Schleifen und Anhänger aus (Stoff-)Resten herstellen und immer wieder verwenden. Wenn die Schachtel transportiert werden soll, ist außerdem eine selbst gemachte Geschenktüte aus Papier praktisch und hübsch.
Eine Schachtel wie diese ist nicht nur für nachhaltige Geschenke, zum Beispiel zum Geburtstag oder zum Muttertag, eine tolle Idee, sondern lässt sich auch zur Aufbewahrung von Kleinigkeiten in der Küche oder auf dem Schreibtisch verwenden. Ein selbst gemachter Adventskalender aus 24 Würfeln sieht ebenfalls toll aus und kann jedes Jahr für neue Advents-Geschenkchen verwendet werden. Dafür lassen sich weitere Schachteln in beliebigen Größen falten.
Hinweis: Wenn du selbst gemachte Kekse oder Pralinen verschenkst, lege die Schachtel vorher mit etwas ungefärbtem Pergament- oder Butterbrotpapier aus. So kommen die Leckereien nicht direkt mit den Druckfarben des Altpapiers in Kontakt.
Tipp: Wenn du eine flachere Aufbewahrung benötigst, ist vielleicht diese Origami-Box geeignet, die ebenfalls aus (Alt-)Papier gefaltet wird. Auch aus Tüchern lassen sich wunderschöne Verpackungen herstellen.
Mehr nachhaltige Geschenkideen und hübsche, umweltfreundliche Verpackungsmöglichkeiten gibt es in unserem Buch:
In unserem Buch findest du weitere Anregungen, wie du Plastik und Müll vermeiden kannst:
Wie sparst du Müll beim Verpacken von Geschenken? Teile deine Ideen mit uns in einem Kommentar!
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9 Kommentare
Super Idee!
Mann kam mit alten Autobahnatlaten von der Garage (diese wurde entrümpelt :) )
Jetzt werden diese Seite für Seite zu Geschenkeschachteln verarbeitet und dann mit Inhalt (z.B. selbstgemachte Seife, Tankgutschein, Geld für die Reisekasse,…) weiterverschenkt.
Vielen Dank für die guten Tipps.
Gisela Lienhardt
Ich habe ein Geschenk auch schonmal in ein hübsches Küchentrockentuch verpackt,kam super an.100%Baumwolle und man kann es noch ewig weiter verwenden.
Ich nehme manchmal Waschlappen. Gerade für Kinder mit niedlichen Bildern eine schöne Verpackung.
Der schwierigste Teil wurde nicht gezeigt. Wie wird das letzte Teil hineingefädelt? Was ist oben, unten, zwischen? Haare rauf! Für stabilere Schachtel muss man einfach kräftigeres Papier nehmen.
Hallo Casy,
du hast recht, das ist tatsächlich der schwierigste Schritt! Meist wird es aber beim Zusammenstecken von selber klar, was wohin gehört. Es wäre allerdings eine Überlegung, die Anleitung nochmal mit einem kleinen Video zu ergänzen.
Liebe Grüße, Annette
Sind die Schachteln auch stabil genug, um z.B. schwerer Sachen darin aufzubewahren, wie z.B. Akkus?
Zum Aufbewahren sollten sie stabil genug sein, sie stehen dann ja nur „rum“. Wenn du es zum Verschenken nehmen möchtest und du denkst es könnte zu schwer für die Verpackung sein, kannst du auch eine kleine Schachtel in eine Größere legen, um sie zu verstärken. Liebe Grüße!
Gestern brachte mein Mann nach dem Autoausräumen zahllose in Googlemaps Zeiten nutzlose Landkarten… die werden nun zu „alten“ neuen Schachteln! DANKE für den Tip und die Anleitung