Rosenöl Anwendungen: Kostbare Pflege für Haut und Seele

Rosenöl ist das Juwel der Naturheilkunde. Lerne hier über Wirkung, die richtige Anwendung und wie du Rosenöl einfach selber machst.

Wenn wir in die faszinierende Welt der Aromatherapie eintauchen, gibt es kaum einen Duft, der so unmittelbar Entzücken und Bewunderung auslöst wie das Rosenöl. Schon ein einziger Tropfen dieses flüssigen Goldes vermag es, unsere Sinne zu verzaubern und uns gedanklich in blühende Gärten oder die märchenhaften Erzählungen aus Tausendundeine Nacht zu entführen.

Die Rose begleitet die Menschheitsgeschichte seit Jahrtausenden nicht nur als Zierpflanze, sondern auch als hochgeschätztes Heil- und Pflegemittel. Von Kleopatra, die ihre Gemächer mit zentimeterhohen Schichten aus Rosenblättern bedeckt haben soll, bis hin zu den königlichen Bädern des Mittelalters – die Rose war stets das Symbol für Luxus, Weiblichkeit und ganzheitliches Wohlbefinden. Doch hinter dem betörenden Aroma steckt weit mehr als nur ein angenehmer Duft: Rosenöl ist ein wahres Kraftpaket für die Hautpflege und ein sanfter Helfer für die Psyche.

Warum echtes Rosenöl so wertvoll ist

Die Kostbarkeit von echtem ätherischem Rosenöl lässt sich leicht an den nackten Zahlen ablesen. Um lediglich einen einzigen Liter des reinen Öls durch Wasserdampfdestillation zu gewinnen, werden bis zu fünf Tonnen handgepflückte Rosenblüten benötigt. Diese enorme Menge erklärt den stolzen Preis eines kleinen Fläschchens.

Besonders hochwertig ist das Öl der Damaszenerrose, die vor allem in Bulgarien, aber auch in der Türkei, Frankreich und Marokko angebaut wird. Beim Kauf ist jedoch Vorsicht geboten: Da die Herstellung so aufwendig ist, finden sich oft synthetische Nachbildungen oder Mischungen mit preiswerteren Ölen wie Geranie im Regal.

Ein Qualitätsmerkmal von reinem Rosenöl ist übrigens seine physikalische Eigenschaft, bei kühlen Temperaturen unter 20 Grad fest zu werden und auszukristallisieren. Sollte dein Öl also im Winter fest sein, ist das kein Zeichen für Verderb, sondern für Reinheit. Es genügt völlig, das Fläschchen kurz in der Hand zu erwärmen, um es wieder flüssig und tropfbar zu machen.

Anwendungen für Rosenöl

In der Naturheilkunde wird Rosenöl für seine vielfältigen therapeutischen Eigenschaften geschätzt. Seine Inhaltsstoffe sollen entspannend auf das Nervensystem wirken1, was es zu einem idealen Begleiter in stressigen Lebensphasen macht oder unterstützend bei depressiven Verstimmungen wirkt. Es öffnet sprichwörtlich das Herz und schenkt Geborgenheit.

Auf körperlicher Ebene punktet das Öl durch antiseptische und entzündungshemmende Merkmale2. Besonders für die Hautpflege ist es ein Allround-Talent: Es kann die Hautregeneration unterstützen, spendet Feuchtigkeit und wirkt beruhigend auf Rötungen oder Irritationen.3

Da ätherisches Rosenöl extrem konzentriert ist, sollte es auf der Haut niemals unverdünnt angewendet werden. Bereits eine geringe Dosierung in einem hochwertigen Basisöl wie Mandel- oder Jojobaöl entfaltet die volle regenerative Kraft und macht die Haut fühlbar zart.

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Gesichtsmaske aus Rosenöl und Süßkartoffeln

Eine ungewöhnliche, aber sanfte Methode, um müde Winterhaut oder strapazierte Gesichtspartien zu regenerieren, ist die Kombination aus Rose und Süßkartoffel in einer selbst gemachten Gesichtsmaske.

Müde Haut? Diese selbst gemachte Gesichtsmaske aus Rosenöl und Süßkartoffeln schenkt dir einen strahlenden Teint.

Seidige Haut durch ein duftendes Körperpeeling

Wer sich am ganzen Körper eine Haut wie Samt und Seide wünscht, kann mit wenigen Handgriffen ein luxuriöses Rosen-Sugar-Scrub herstellen. Hierbei kombinieren wir die mechanische Reinigung durch feinen Zucker mit der pflegenden Wirkung von Mandelöl und dem Duft der Rose.

Tipp: Mehr Rezepte für selbstgemachte Peelings findest du hier.

Körperpeeling selber machen: Mit Zucker, Mandelöl und Rosenöl zauberst du dir ein natürliches Sugar Scrub für samtweiche Haut.

Rosenöl-Auszug einfach selbst herstellen

Du musst kein teures ätherisches Öl kaufen, um von der Kraft der Rosen zu profitieren. Denn als wunderbare und kostengünstige Alternative kannst du mit wenigen Handgriffen ein Rosenöl selber machen.

Um ein hautpflegendes Rosenöl selber zu machen, benötigst du nur zwei Zutaten: Pflanzenöl und Rosenblüten - sowie ein wenig Geduld.

Dieser Auszug ist zwar weniger konzentriert als das destillierte ätherische Öl, lässt sich dafür aber großzügiger für Massagen oder als Basis für Salben verwenden. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich dein selbst gemachtes Rosenöl mehrere Monate und bewahrt die Erinnerung an den Sommer.

Eine weitere Möglichkeit, Rosen zu nutzen, ist das Herstellen eines Hydrolats aus Rosenblättern.

Hyrdolate selber herstellen

Hast du nach diesen Ideen Lust darauf bekommen, nach Rosen zu duften und deine Haut wie Kleopatra zu verwöhnen? Hast du vielleicht auch schon selbst etwas aus aromatischen Ölen hergestellt oder ausprobiert? Wie immer freuen wir uns auf deine Vorschläge!

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  1. Hongratanaworakit, T. (2009). Relaxing effect of rose oil on humans. Natural Product Communications. ↩︎
  2. Maruyama, N., et al. (2017). Antifungal activity of Rosa damascena essential oil. Medical Mycology Journal. ↩︎
  3. Boskabady, M. H., et al. (2011). Pharmacological effects of Rosa damascena. Iranian Journal of Basic Medical Sciences. ↩︎

5 Kommentare
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  1. Saskia Rose

    Das klingt alles so wunderbar! Ich liebäugle schon länger mit dem Peeling und frage mich, ob man dafür auch getrocknete Rosenblüten mörsern und dazugeben könnte, um den Duft noch zu verstärken.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Liebe Saskia,
      das kann man schon machen, aber den Duft des ätherischen Rosenöls werden getrocknete Blätter nicht übertreffen können ❤️
      Liebe Grüße

  2. Kann ich aus jeder Rose Rosenöl herstellen oder gibt es Rosen, die dafür nicht geeignet sind?

    Antworten
  3. Hallo, kann man aus solch einem Rosenöl auch Seife herstellen? LG

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Aus dem ätherischen Öl nicht, da Seife durch Verseifung von Fetten entsteht (ätherische Öle sind keine Fette). Aber aus dem selbst gemachten Rosenöl auf Basis von Pflanzenölen könnte man durchaus Seife herstellen bzw. das Öl zu einem Seifenrezept hinzufügen. Es sind dabei natürlich wie bei jedem Rezept die Mengenangaben und Verseifungszahlen der verwendeten Fette genau zu beachten. Siehe zum Beispiel hier: https://www.smarticular.net/naturseifen-selbst-herstellen-eine-einfuehrung/
      Liebe Grüße

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