Äpfel lagern: Tipps und Tricks, um die Ernte lange frisch zu halten
Bis zu einem Jahr lassen sich Äpfel lagern. Und dafür ist nicht zwangsläufig ein kühler und dunkler Keller notwendig. Die besten Lagertipps für deine Apfelernte findest du hier!
Äpfel lagern: Die wichtigsten Tipps
Gerade die späten Apfelsorten – also die, die im Herbst oder Winter reifen (zum Beispiel Braeburn, Gala, Boskoop, Elstar oder Jonagold) – können hervorragend über mehrere Monate hinweg gelagert werden. Kühle und dunkle Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit eignen sich dafür am besten.
Mit den folgenden Tipps bleiben Äpfel lange frisch:
- Vor der Lagerung die Äpfel mit Druckstellen, Wurmlöchern oder Apfelschorf (bräunliche Stellen auf der Schale) aussortieren, denn sie faulen schneller.
- Die Äpfel mit etwas Abstand zueinander in eine flache, trockene (Holz-)Stiege legen. Wenn du eine zweite Schicht Äpfel darauf lagern möchtest, hilft Zeitungspapier oder Wellpappe als Zwischenschicht.
- Die beste Lagertemperatur liegt zwischen 2 °C und 10 °C. Die kann zum Beispiel in einem frostfreier Keller, einer schattigen Garage oder einem lichtgeschützten Gartenhaus herrschen. Aber auch eine kühle Vorratskammer oder einfach der Kühlschrank bieten sich an. Ein (selbst gebauter) Erdkeller ist auch ein hervorragender Lagerplatz für Äpfel.
- Nur trockene Äpfel lagern! Diese aber nicht trocken reiben, damit die natürliche Wachsschicht erhalten bleibt.
- In Räumen mit niedriger Luftfeuchtigkeit, in denen die Äpfel womöglich schneller schrumpelig werden, helfen meist schon ein paar Schalen, die regelmäßig mit Wasser gefüllt und daneben gestellt werden.
- Da Äpfel das Reifegas Ethylen absondern, ist es wichtig, sie abseits von anderen Obstsorten zu lagern – es sei denn, du möchtest dir dieses Gas zunutze machen für schneller reife Avocados oder braune Bananen. Im Kühlschrank wäre der beste Ort deswegen ein separates Gemüsefach oder ein luftdichter Beutel, wie beispielsweise dieses selbst genähte Lunchbag, der regelmäßig kurz geöffnet wird, um Staunässe vorzubeugen.
- Die gelagerten Äpfel etwa einmal im Monat auf Schadstellen überprüfen und gegebenenfalls aussortieren. Angeschlagene Stellen können großzügig abgeschnitten werden, denn der Rest des Apfels ist noch bedenkenlos genießbar und nicht verdorben. Schrumpelig gewordene Exemplare kannst du noch zu einem köstlichen Bratapfel verarbeiten.
Tipp: Wenn du auch an anderen Stellen deinen Lebensmittelvorrat besser organisieren willst, dann helfen dir diese Einkauf- und Lagertipps für länger frische Obst- und Gemüsesorten, sowie nützliche Tipps für die optimale Kühlschranknutzung.
Wie sich neben Äpfeln auch anderes Obst und Gemüse lagern und haltbar machen lassen, erfährst du in unserem Buch:
Nützliches über den Garten und wie du ihn nutzen kannst, findest du in diesem Buch:
Wo werden deine Äpfel gelagert? Wir und die Community freuen sich über viele Erfahrungsberichte über die verschiedensten Lagerräume für Äpfel!



Ich habe von meinem Opa gelernt, jeden Apfel einzeln locker in Zeitungspapier zu wickeln. Das ist zwar ein bisschen Aufwand, aber es lohnt sich. Wenn einer mal eine schlechte Stelle bekommt, steckt er die Nachbarn nicht so schnell an. So komme ich mit meiner Ernte meist gut durch den Winter.
Hallo, ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Äpfel auch im offenen Lichtschacht lagern kann. Dort habe ich zur Überwachung ein Thermometer, dass mir bisher etwa neun grad bei einer aussenthemperatur von null grad auf der Terrasse anzeigt. Bei kälteren Außentemperaturen oder kellerschachttemperaturen könnte man ja einen Teppich oder Pappe auf das Gitter vom Schacht legen. Ich habe aber auch im letzten Jahr Äpfel bis April genießbar gelagert und im Jahr zuvor wesentlich mehr und früher viele ausgemustert. Es kommt halt auf das jahr an. Es lohnt sich schon, im Frühjahr mit dem Rad auf Ausflügen die wilden Obstbäume zu sichten und im Herbst zu ernten. Viel erfolg.