Thripse bekämpfen: effektiv und ohne Chemie

Sie gehören zu den lästigsten Zimmerpflanzen-Schädlingen: Thripse. Wie du Thripse bekämpfen kannst, ohne die Chemiekeule zu schwingen, erfährst du hier.

Silbrig-weiße Saugspuren, Wachstumsstörungen und welke Blätter deiner Zimmerpflanzen sind Hinweise auf einen Befall mit Thripsen. Die saugenden Insekten kommen vor allem bei trockener Heizungsluft vor. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Thripse bekämpfen kannst – und das ohne Chemiekeule.

Gewittertierchen, Blasenfuß, Fransenflügler … Thripse (wissenschaftlich als Thysanoptera bezeichnet) tragen viele Namen. Über 5000 Arten existieren Weltweit. Bereits die 200 bei uns heimischen Arten reichen aus, um deinen „Urban Jungle“ ganz schön aufzumischen. Denn die ein bis drei Millimeter großen Insekten ernähren sich vom Zellsaft der Pflanzen.

Erste Hilfe: Abduschen und separieren

Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei einem Befall mit Thripsen hilft es, die betroffene Pflanze von anderen Grünpflanzen zu separieren und in der Dusche abzubrausen.

Versuche dabei darauf zu achten, dass das Wasser nicht in die Erde gelangt. Du kannst zum Beispiel eine Plastiktüte über den Topf ziehen und so verhindern, dass die Thripse im Substrat landen.

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Mit Blautafeln Thripse fangen

Es ist möglich, Thripse ebenso wie Trauermücken mit klebenden Insektenfallen zu bekämpfen. Blautafeln sind dabei das Mittel der Wahl, denn Thripse fühlen sich von der Farbe Blau geradezu magisch angezogen. Du kannst Blautafeln nach dem gleichen Prinzip wie wiederverwendbare Gelbtafeln selber machen und dabei Müll einsparen.

Tipp: Verwende Leimtafeln bitte nicht im Freien, denn dort besteht die Gefahr, dass sich Vögel und andere Nützlinge in ihnen verfangen.

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Sprühkuren gegen Thripse: Olivenöl, Knoblauchsud und Neemöl

Ein Sud aus Zwiebeln oder Knoblauch hilft gegen viele Schädlinge und Pflanzenkrankheiten: Einfach drei fein gehackte Zehen Knoblauch bzw. eine halbe Zwiebel mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und das Ganze über Nacht abgedeckt ziehen lassen. Die befallenen Pflanzen mit dem gesiebten Sud besprühen und wässern.

Wie auch andere Schädlinge, reagieren Thripse besonders sensibel auf Öl. Mit einer Mischung aus zwei Esslöffeln Speiseöl, einem Tropfen Bio-Handspülmittel und einem Liter Wasser lassen sich robuste, großblättrige Pflanzen (z.B. Monstera, Palmen und Efeututen) besprühen.

Tipp: Das Öl des Niembaumes (sogenanntes Niem- oder Neemöl) ist für seine insektizide Wirkung bekannt. Es verhindert, dass sich die Larven zu ausgewachsenen Insekten weiterentwickeln können. Du kannst wie mit Speiseöl eine Emulsion daraus herstellen und die Pflanzen damit besprühen.

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Nützlinge gegen Thripse: Raubmilben und Florfliegen

Im Innenbereich sind natürliche Feinde der Thripse eine gute Möglichkeit, die Plagegeister in den Griff zu bekommen. Von Fachgeschäften, Gartencentern und Onlineshops kannst du Raubmilben, Florfliegenlarven und Nematoden beziehen, die dann nach Anweisung des Händlers in der Pflanze oder im Substrat ausgebracht werden. Nach zwei bis drei Wochen sollte sich die Thrips-Plage erledigt haben.

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Thripsen vorbeugen

Damit es erst gar nicht zu einem Befall mit Thripsen kommt, gibt es einige Dinge, die du im Umfeld deiner Zimmerpflanzen beachten kannst, denn schöne, kräftige Zimmerpflanzen wachsen auch ohne chemische Helfer.

Pflanzen besprühen

Thripse fühlen sich in Trockenheit wohl. Besprühe deine Pflanzen daher regelmäßig mit kalkfreiem (Regen-)Wasser. Auf diese Weise erzeugst du ein feuchtes Milieu. Auch regelmäßiges Abduschen der Pflanzen wirkt Thripsen und anderen Schädlingen sowie Hausstaubablagerungen entgegen.

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Luftfeuchtigkeit erhöhen

Thripse gedeihen vor allem in warmem, trockenem Klima. Gerade in den kalten Monaten hilft es daher, auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zu achten. Ist die Heizungsluft zu trocken, empfiehlt sich das Aufstellen von wassergefüllten Schalen auf den Heizkörpern.

Staunässe vermeiden

Staunässe führt zu extremem Stress bei Pflanzen und schwächt infolgedessen auch die allgemeinen Abwehrkräfte. Achte daher darauf, behutsam und artgerecht zu wässern.

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  1. Ich habe bei meiner Calanthea einen Befall von (wahrscheinlich) Thripsen festgestellt. Ich habe die einiges ausprobiert. Nichts hat geholfen bzw. irgendwann war es mir einfach zu viel Arbeit damit. Dann habe ich Vogelsand genommen, diesen großzügig in den Untersetzter und auf die Erde gekippt, sodass man von der Erde nichts mehr sehen konnte. Den Topf habe ich noch etwas in den Untersetzer reingedrückt, damit keine Erde offen zugänglich ist.
    Das Ganze ist jetzt ca. eine Woche her. Die frischen Blätter der Pflanze sehen super aus und haben auch keine Spur von Befall (alle alten Blätter hatte ich zuvor entfernt). Ich muss jetzt nur noch beim Gießen den Sand wieder ein wenig verteilen, damit alles bedeckt bleibt.
    Das ist vielleicht für den einen oder anderen auch eine Idee. Ich kann in paar Wochen nochmal berichten, ob es auch auf Dauer funktioniert.

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