Pfand ist nicht gleich Mehrweg: So erkennst du echte Mehrweg-Pfandflaschen

Flaschen mit Einwegpfand lassen sich oft kaum von echten Mehrwegflaschen unterscheiden. Mit diesen Tipps sorgst du dafür, dass Pfandflaschen wirklich mehrmals verwendet werden.

Leere Mehrwegflaschen und Flaschen mit Einwegpfand werden zwar über die selben Pfandautomaten zurückgegeben. Was viele nicht wissen: Je nach Flaschentyp unterscheidet sich der weitere Weg des Leerguts ganz erheblich voneinander. Darum ist es hilfreich, echte Mehrwegflaschen zu erkennen und zu bevorzugen.

Denn Pfand bedeutet – anders als man vermuten könnte – nicht automatisch, dass eine Flasche mehrmals verwendet wird. Während Mehrwegflaschen gesäubert und neu befüllt werden, landen Einwegflaschen im Recyclingsystem und werden im besten Fall zu neuen Kunststoffprodukten verarbeitet – oder enden in der Müllverbrennung. Mit der Folge, dass für Mineralwasser, Cola und Co. wieder neue Einwegflaschen hergestellt werden müssen. Ein unnötiger Ressourcen- und Energieverbrauch, den man mit dem Griff zum Mehrwegprodukt leicht vermeiden kann.

Mit diesen Tipps lassen sich Mehrweg-Pfandflaschen sicher von Einwegflaschen unterscheiden.

Mehrwegflaschen und Einwegpfandflaschen unterscheiden

Wer Einweg- von Mehrwegflaschen unterscheiden möchte, muss schon genauer hinsehen. Zwar bedeutet besonders dünnes, weiches Material bei Flaschen aus Polyethylenterephthalat (kurz PET) in der Regel, dass es sich um Einwegflaschen handelt. Umgekehrt können aber auch massive, dickwandige Flaschen nach nur einer Füllung im Recycling-System landen, statt neu befüllt zu werden. Ob Flaschen lose oder im Mehrwegkasten angeboten werden, sagt ebenfalls noch nichts darüber aus, ob es sich dabei um Ein- oder Mehrweg-Behältnisse handelt.

Flaschen mit Einwegpfand lassen sich oft kaum von echten Mehrwegflaschen unterscheiden. Mit diesen Tipps sorgst du dafür, dass Pfandflaschen wirklich mehrmals verwendet werden.

Höheres Pfand für Einwegflaschen

Nicht unbedingt logisch, aber vom Gesetzgeber so festgelegt, wird auf Einwegflaschen und -dosen in aller Regel ein höheres Pfand erhoben als auf die Mehrweg-Alternativen. Deshalb zahlt man für Mehrwegflaschen aus Glas oder PET meist 8 oder 15 Cent Pfand.

Auf Einwegflaschen und Getränkedosen wird dagegen eine Pfandgebühr von 25 Cent erhoben. Das macht es attraktiver, die Einwegverpackungen im Geschäft zurückzugeben, statt sie beispielsweise über den Restmüll oder irgendwo in der Landschaft zu entsorgen. Allerdings ändert es nichts daran, dass die Flaschen nach einmaliger Nutzung zu Verpackungsmüll werden.

Einwegpfand-Symbol gesetzlich vorgeschrieben

Während Mehrwegflaschen nicht einheitlich gekennzeichnet werden müssen, ist für Einwegflaschen ein von der Deutsche Pfandsystem GmbH (DPG) vergebenes Einweg-Symbol vorgeschrieben. Wenn sich auf einem Flaschenetikett das unten abgebildete Symbol befindet, kannst du also sicher sein, dass es sich um eine Einwegflasche handelt.

Flaschen mit Einwegpfand lassen sich oft kaum von echten Mehrwegflaschen unterscheiden. Mit diesen Tipps sorgst du dafür, dass Pfandflaschen wirklich mehrmals verwendet werden.

Darum sind Mehrwegflaschen die bessere Alternative

Einwegflaschen werden nach einmaliger Nutzung geschreddert und im besten Fall, aber nicht immer recycelt. Mehrwegflaschen aus Kunststoff (PET) können hingegen bis zu 25 Mal und Pfandflaschen aus Glas sogar bis zu 50 Mal neu befüllt werden. Das spart jede Menge Rohstoffe und Energie ein, weshalb auch das Umweltbundesamt dazu rät, Mehrwegflaschen den Vorzug zu geben.

Flaschen mit Einwegpfand lassen sich oft kaum von echten Mehrwegflaschen unterscheiden. Mit diesen Tipps sorgst du dafür, dass Pfandflaschen wirklich mehrmals verwendet werden.

Tipp: Mehrweg-Glasflaschen sind nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch der Gesundheit zuträglicher. Im Gegensatz zu Verpackungen aus Kunststoff, die schädliche Stoffe an den Inhalt abgeben können, besteht bei Glas dieses Risiko nicht.

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Noch besser als Mehrweg ist Mehrweg aus der Region! Denn wenn Pfandflaschen kurze Strecken zurücklegen, um gesäubert und neu befüllt zu werden, fällt die Energiebilanz besonders positiv aus. Deshalb empfiehlt sich im Zweifel ein Blick aufs Kleingedruckte auf dem Flaschenetikett oder eine Nachfrage beim Händler, um den Abfüllort des Getränkes zu erfahren.

Ökologische Alternative zu Einweg und Mehrweg: Selber machen statt kaufen

Mineralwasser gehört zu den am meisten gekauften Getränken – noch vor Säften und Softgetränken. Wer den damit verbundenen Müll und sogar noch viel Geld sparen möchte, kann auf das Wasser in Flaschen auch ganz verzichten und stattdessen Leitungswasser trinken. Das spart nicht nur jede Menge Flaschen ein, sondern ist auch noch mindestens genauso gesund wie viele zum Teil hochpreisige Mineralwasser.

Auch auf Sprudel muss man bei einem Umstieg nicht verzichten, denn dank Wassersprudlern (die es mittlerweile auch mit Glasflaschen statt Plastik gibt) kann man sein Mineralwasser ganz einfach zu Hause selbst herstellen, statt es im Supermarkt zu kaufen. Die dafür benötigten CO2-Kartuschen sind ebenfalls ein Mehrwegprodukt, das man zurückgeben kann, damit es neu befüllt wird.

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Flaschen mit Einwegpfand lassen sich oft kaum von echten Mehrwegflaschen unterscheiden. Mit diesen Tipps sorgst du dafür, dass Pfandflaschen wirklich mehrmals verwendet werden.

6 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Kasselplastikfrei

    Regionale Mehrweglösungen aus Glas ist die beste Lösung. Aus diesem Grund will die Initiative Kasselplastikfrei eine Mehrweglösung aus Glas für die Gastronomie in 2020 auf den Weg bringen. mehr Infos unter kasselplastikfrei.de

    Antworten
    • Hallo, danke für den Hinweis. Vielleicht ist das für weitere LeserInnen aus der Region Kassel oder für Nachahmer interessant. Liebe Grüße Sylvia

  2. Zellophan statt Plastik. Ist sogar kompostierbar und damit umweltfreundlicher

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  3. Ich würde mir wünschen, das Gewürze nur in Papiertüten oder in Metallboxen angeboten würden.

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    • Die werden doch auch in Gläsern angeboten

    • Hallo Vanessa, wenn du dich näher mit der Sammelei von Kräutern und Gewürzen beschäftigst, wirst du immer wieder drauf stoßen, dass eisenhaltiges Metall nicht verwendet werden sollte, da es mit den Kräutern bzw. Pflanzenteilen reagiert und damit verändert. Metallboxen bzw. Dosen enthalten Eisen. Bevorzugt wird als Behälter Glas (dunkles noch mehr als helles). Zum Sammeln eignen sich am Besten Geräte aus Horn, Kupfer, Bronze oder Keramik. Papier lässt das Armona schnell verfliegen.
      Viele Gewürze werden in Glasabpackungen verkauft – ich nutze diese dann, wenn sie leer sind für meine eigenen gesammelten Wildkräuter weiter und stelle sie in einen Gewürzschrank, wo sie dunkel und kühl lagern.
      LG

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