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Herbstlaub sinnvoll weiternutzen: Goldene Deko und wertvoller Gartenhelfer
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Wohin mit dem ganzen Laub? Die besten Anwendungen und Tricks für Bastler und Gärtner!

Sobald die Bäume sich bunt färben, weiß der Hobbygärtner, dass es nicht mehr lange dauert, bis das Laub in seinem Garten landet. Die heruntergefallenen Blätter werden oft als lästiges Übel empfunden. Das muss aber nicht sein, denn es gibt selbst für kleine Gärten viele Möglichkeiten, die Blätter ökologisch sinnvoll weiterzuverwenden. Darüber hinaus eignen sich bunte Herbstblätter ganz ausgezeichnet für eine stimmungsvolle Herbst-Dekoration!

Laub sollte grundsätzlich nur dort entfernt werden, wo es im Weg ist oder schadet. Haben sich in einer Ecke, unter Bäumen oder Sträuchern Laubhaufen angesammelt, können die Blätter liegen bleiben. Igel und andere Kleintiere sind für diesen gemütlichen Unterschlupf zum Überwintern dankbar. Auf Beeten sorgt das Laub für zusätzliche Nährstoffe und begünstigt im nächsten Jahr das Pflanzenwachstum.

Außerdem bildet eine Schicht aus Blättern einen perfekten Frostschutz für Kräuter und andere Pflanzen. Auch Himbeeren und Erdbeeren mögen eine Mulchschicht aus Blättern, welche ihren natürlichen Lebensbedingungen im Wald entspricht. Bleibt Laub jedoch auf dem Rasen liegen, wird das Gras über den Winter gelb. Deshalb sollten alle Blätter in diesem Bereich beseitigt werden.

Herbstliche Dekoration mit bunten Blättern

Statt überschüssige Blätter nur in Laubsäcke oder auf den Kompost zu verfrachten, kannst du aus dem bunten Herbstlaub auch tolle Dekorationen für dein Zuhause basteln.

Eine Blättergirlande kannst du in wenigen Minuten mit deinen Kindern basteln. Dafür werden schöne, große, trockene Blätter sowie ein einfacher Bindfaden benötigt.

Wohin mit dem ganzen Laub? Die besten Anwendungen und Tricks für Bastler und Gärtner!

Um ein Stück vom bunten Herbst ins Haus zu holen, kannst du auch einfach eine große, flache Schale mit trockenen Blättern füllen und als raschelnde Tisch-Deko verwenden.

Auch ein mit Blättern verziertes Windlicht sorgt in der dunklen Jahreszeit für eine gemütliche Stimmung.

Wohin mit dem ganzen Laub? Die besten Anwendungen und Tricks für Bastler und Gärtner!

Im Internet finden sich viele weitere Bastel-Ideen mit Laub. Kinder lieben die Eule aus Herbstlaub, etwas anspruchsvoller sind selbstgemachte Schüsseln aus Blättern:

Laub weiterverwenden: Tipps und Tricks für den Herbst

Wenn bereits alle Beete abgedeckt sind, kannst du verbleibendes Laub auch zum Schutz frostempfindliche Pflanzen nutzen. Auf den Kauf von Vlies oder Kokosmatten als Frostschutz kann somit verzichtet werden. Besorge dir stattdessen einige Meter gerollten Maschendraht (bzw. “Kaninchengitter”) im Baumarkt. Daraus kannst du günstige Drahtkörbe als zusätzliche Laubspeicher selber bauen, sie werden über frostempfindliche Pflanzen gestülpt und mit reichlich Herbstlaub aufgefüllt.

Frisches Eichenlaub eignet sich als Mulch für Rhododendren. Die beim Verrotten freigesetzte Säure senkt den pH-Wert des Bodens, was dem Strauch ideale Bedingungen für das Wachstum und die nächste Blüte im nächsten Jahr verschafft.

Laub entfernen: So geht’s effektiv

Am besten wird das Laub mit einem Rechen zusammengeharkt. Soll auch die Terrasse von Laub befreit werden, schont eine Harke oder ein Besen aus Gummi den Bodenbelag.

Aus Rücksicht auf die kleinen Gartenbewohner sollte möglichst auf Laubsauger und -bläser verzichtet werden. Diese Geräte bedeuten zwar weniger Arbeit, sind aber eine Gefahr für Tiere. Durch das Gebläse werden sie verletzt, außerdem sind in Laubsaugern meist Häcksler integriert, die definitiv das Ende der nützlichen Lebewesen bedeuten. Sieh zur Sicherheit vor dem Entfernen großer Laub-Ansammlungen nach, ob dort schon jemand sein Winterquartier bezogen hat.

Bei Gartenteichen mit Fischen ist es besonders wichtig, das Laub mit einem Kescher herauszuholen. Die Blätter entziehen den schuppigen Bewohnern sonst Sauerstoff. Wird zeitig im Herbst ein Netz über den Teich gelegt, hast du mit Laub in diesem Bereich weniger Arbeit.

Wohin mit dem ganzen Laub? Die besten Anwendungen und Tricks für Bastler und Gärtner!
von gisela gerson lohman-braun (CC-BY-SA-2.0)

Laub kompostieren: Die Mischung macht’s

Damit die Blätter schneller kompostieren, kannst du deinen Rasenmäher einsetzen und einige Male zum Zerkleinern über das Laub fahren. Der Rasenschnitt samt Laub kann mit ein paar Ausnahmen auf dem Kompost entsorgt werden. Blätter von Obstbäumen, Eschen, Ebereschen, Ahornbäumen, Linden oder Hainbuchen verrotten schnell, der entstehende Humus ist bereits im nächsten Frühjahr verwendbar. Dagegen kann es bis zu drei Jahre dauern, bis aus den Blättern von Pappeln, Buchen, Eichen und Platanen nutzbare Erde wird.

Auf dem Laub von Kastanien sitzen oft die Larven der Miniermotte. Nachdem das Laub fällt, ziehen sie sich schnell in den Boden zurück und überwintern. Im Kompost haben sie es sogar noch gemütlicher. Damit der Schädling deine Bäume im nächsten Jahr nicht befällt, sollte das Laub schnellstmöglich gesammelt an eine professionelle Kompostieranlage übergeben werden.

Walnussblätter können in größeren Mengen übrigens giftig sein. Aus diesem Grund sind sie auch nicht zum Kompostieren geeignet.

Der Kompost sollte aus maximal 20 Prozent Laub bestehen, da die abgefallenen Blätter nur noch wenig Nährstoffe enthalten. Um den Kompost als Dünger zu verwenden, ist eine gute Mischung aus Rasenschnitt, Küchen- und sonstigen Gartenabfällen wichtig.

Wohin mit dem ganzen Laub? Die besten Anwendungen und Tricks für Bastler und Gärtner!

Hast du noch mehr Ideen für Herbst-Basteleien oder hast weitere Möglichkeiten gefunden, Laub sinnvoll einzusetzen? Dann freuen wir uns auf deine Tipps in den Kommentaren!

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