Haargummis selber machen: Einfach stricken aus Wollresten

Haargummis kannst du ganz einfach selber machen: Stricke dir aus Wollresten deine eigenen, bunten Zopfhalter. Anleitung auch geeignet für Anfänger.

Vielleicht kennst du das auch: Die langen Haare wollen gebändigt werden, aber einfache Haargummis sind auf die Dauer langweilig und leiern schnell aus. Gleichzeitig quillt der Wollkorb über vor Wollresten in den schönsten Farben. Da liegt es nahe, eigene Haargummis einfach selber zu machen. Solch ein Zopfhalter lässt sich schnell und unkompliziert stricken und ist damit auch als Anfängerprojekt bestens geeignet.

Wie du ein Haargummi aus Wollresten strickst, erfährst du in diesem Beitrag.

Haargummis selber machen – so geht’s

Geeignet sind nahezu alle Garne. Baumwollgarn lässt sich zur Not auch bei höheren Temperaturen waschen, aber andere Wollreste eignen sich ebenso prima für den farbenfrohen Zopfschmuck. Die Haargummis aus dieser Anleitung werden so weit, dass man sie über die Hand streifen und am Unterarm tragen kann, wenn man sie nicht braucht.

Für einen Haargummi brauchst du:

  • Wollreste oder verschiedene Garnreste, die in der Dicke zusammenpassen
  • Stricknadeln in einer Stärke, die zum Garn passt
  • Gummiband, 6 mm breit
  • Stopfnadel

So strickst du den Bezug für das Haargummi:

  1. Für die Länge des Gummibandes abmessen, wie lang das Band sein muss, damit es sich über die Hand schieben lässt (zum Beispiel 21 Zentimeter).
  2. Für die Breite des Strickstücks zehn Zentimeter addieren (im Beispiel 31 Zentimeter), damit sich dekorative Falten bilden können.
  3. So viele Maschen anschlagen, wie für die Breite des Strickstücks nötig sind (im Beispiel 47 Maschen bei doppeltem Garn und Stricknadeln der Stärke fünf).
  4. Glatt rechts stricken, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Je höher das Strickstück wird, desto ausgeprägter sind die Deko-Falten später zu sehen (im Beispiel reichen 16 Reihen).
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  5. Strickstück abketten. Die Längsseiten mit einer Stopfnadel zusammennähen, dabei liegen die linken Maschen außen. Den Schlauch wenden (mehr dazu siehe weiter unten).
  6. Gummiband durch den Schlauch ziehen und die Enden verknoten oder vernähen.
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  7. Die offenen Enden des Strickschlauchs aneinandernähen. Am besten nimmst du dazu einfach den Rest-Faden, der ohnehin noch am Schlauch hängt.

Jetzt ist dein selbst gemachtes Haargummi fertig und sofort einsatzbereit!

Tipps für selbst gestrickte Haargummis

Hier noch ein paar weitere Tipps, die dir das Herstellen des Haargummis erleichtern:

  • Eine Anleitung, wie man für die Ermittlung der richtigen Maschenanzahl eine Maschenprobe strickt, findest du im Beitrag Stricken lernen für Anfänger.
  • Beim Abmessen des Gummibandes etwa vier Zentimeter mehr für den Knoten berechnen.
  • Wenn du den Anfangs- und den Endfaden des Strickstücks lang genug lässt, eignen sie sich bestens fürs Zusammennähen.
  • Wer Zeit und Geduld hat, kann die Wolle auch einfädig verstricken, dann werden die Haargummis ein wenig dünner und filigraner.

Wenn du mit einfarbiger Wolle strickst, kannst du für ein wenig Struktur auch Strickmuster aus rechten und linken Maschen stricken (zum Beispiel ein Perlmuster).

Haargummis kannst du ganz einfach selber machen: Stricke dir aus Wollresten deine eigenen, bunten Zopfhalter. Anleitung auch geeignet für Anfänger.

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Selbst gefertigte Stoffschläuche wenden – der Trick

Zusammengenähte Schläuche aus Stoff oder Gestricktem/Gehäkeltem zu wenden, kann schwierig werden, weil der Schlauch meistens sehr schmal ist. Der folgende Trick lässt sich nicht nur für die Haargummis, sondern für jede Art von selbst gefertigten Schläuchen anwenden, zum Beispiel auch für selbst genähte Gürtel oder Gurte für Tragetaschen. Du brauchst lediglich einen Kochlöffel als Hilfsmittel:

  1. Das eine Ende des Schlauchs mit einer Kontrastfarbe grob zunähen.
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  2. Das zugenähte Ende über den Kochlöffelstiel stülpen und den umliegenden Stoff Stück für Stück nach unten ziehen, sodass der Stiel letztendlich im Schlauch steckt.
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  3. Kochlöffel aus dem gewendeten Schlauch ziehen, Garn in Kontrastfarbe auftrennen und entfernen.
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  4. Nun ist der Schlauch gewendet, und du kannst ihn fertig verarbeiten.

Tipp: Eine weitere Möglichkeit, Wollreste zu verwerten, ist es, TaTüTas zu stricken oder wiederverwendbare Geschenkbänder daraus zu häkeln oder stricklieseln. Größere Wollreste sind in einer selbst gestrickten Patchwork-Babydecke gut aufgehoben.

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Hast du auch schon einmal Haargummis selber gestrickt oder hast du noch andere Ideen, wie man aus Wollresten schicke Accessoires stricken kann? Dann freuen wir uns auf einen Kommentar!

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5 Kommentare Kommentar verfassen

  1. da ich super vernähfaul bin, überlege ich das einfach in der runde zu stricken oder mit offenem anschlag und alles zusammen abzuketten…

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  2. Für jemand, der stricken nicht mag, das geht auch mit stoffresten.
    Hatte in meiner Schulzeit kaum andere haargummi als die selbst genähten.
    Für pannesamt braucht man lockige Haare, sonst rutscht das zu stark. Alle anderen Stoffe machen sich recht gut.

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  3. Echt gute Idee,und schonend für die Haare!

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  4. Wagner Constanze

    Super toll Haaregummi

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