Teelichtofen selber bauen, ohne Bohren: Die Miniheizung für kalte Tage

Der Winter ist die Zeit des Heizens. Das sorgt über Monate hinweg nicht nur für trockene Wohnraumluft, sondern auch für hohe Energiekosten. Wer die Heizung runterdrehen und auf ein paar Grad verzichten kann, der kann seinen mit Kerzen betriebenen Teelichtofen selber bauen. Dieser bringt nicht nur eine gemütliche Wärme in die Stube oder den Wintergarten, sondern ist auch im Handumdrehen aufgestellt.

Teelichtofen selber bauen – so geht’s! 

Die meisten Materialien für deine Kerzen betriebene Teelicht-Heizung findest du auf dem Balkon oder im Gartenschuppen. Was sich nicht sowieso schon im Werkzeugkasten findet, bekommst du ohne weiteres im Baumarkt um die Ecke. 

Benötigte Materialien:

  • 2 Terrakotta-Töpfe in unterschiedlichen Größen (z. B. 20 und 15 cm Durchmesser)
  • 1 lange Sechskant-Bauschraube oder eine Gewindestange (etwa 10 cm)
  • 4 Muttern
  • 1 Flügelmutter
  • 4 Kotflügelscheiben 
  • 3 Pflanztopf-Füßchen (ebenfalls aus Terracotta)  
  • feuerfeste Unterlage (z.B. ein großer Pizzateller oder ein Blumenuntersetzer) 
  • Teelichter  

Wer Heizkosten sparen möchte, der kann sich einen Teelichtofen selber bauen – ohne Bohren! Dieser Miniofen strahlt Wärme aus und kostet kaum etwas.

Tipp: Du kannst die Unterkonstruktion statt aus Pflanztopf-Füßchen auch aus kleinen Espressotassen oder Ähnlichem bauen. Wichtig ist nur, dass die Materialien feuerfest bzw. hitzebeständig sind.

Benötigte Zeit: 5 Minuten.

Und so baust du deinen eigenen Teelichtofen aus Blumentöpfen:

  1. Oberstes Pflanztopfloch verschließen

    Mit einer passenden Kotflügelscheibe das Loch im größten, umgedrehten Pflanztopf verschließen. Eine passende Bauschraube oder Gewindestange hindurchstecken und den Topf drehen.Wer Heizkosten sparen möchte, der kann sich einen Teelichtofen selber bauen – ohne Bohren! Dieser Miniofen strahlt Wärme aus und kostet kaum etwas.

  2. Gewindestange fixieren

    Eine weitere Kotflügelscheibe und eine passende Mutter von der Innenseite gegenschrauben und das Gewinde auf diese Weise fixieren.Wer Heizkosten sparen möchte, der kann sich einen Teelichtofen selber bauen – ohne Bohren! Dieser Miniofen strahlt Wärme aus und kostet kaum etwas.

  3. Abstandhalter einbauen

    Eine weitere Kotflügelscheibe zwischen zwei Muttern in einem Abstand von etwa drei Zentimetern zum großen Topf auf der Gewindeschraube anbringen. Dieser Abstand ist wichtig, damit die warme Luft später zwischen den Töpfen zirkulieren kann.Wer Heizkosten sparen möchte, der kann sich einen Teelichtofen selber bauen – ohne Bohren! Dieser Miniofen strahlt Wärme aus und kostet kaum etwas.

  4. Zweiten Topf fixieren

    Einen zweiten Terrakotta-Topf auf der Gewindestange mittels Kotflügelscheibe und Mutter fixieren. Zur abschließenden Befestigung eignet sich auch eine Flügelmutter.Wer Heizkosten sparen möchte, der kann sich einen Teelichtofen selber bauen – ohne Bohren! Dieser Miniofen strahlt Wärme aus und kostet kaum etwas.

  5. Teelichtofen in Betrieb nehmen

    Teelichter (je nach Durchmesser des kleinen Topfes, drei bis fünf Stück) auf einer feuerfesten Unterlage platzieren und die Füßchen so aufstellen, dass der äußere Topf mit der Öffnung nach unten sicher auf ihnen ruhen. Teelichter anzünden, fertig!

    Hinweis: Teelichter dürfen nie zu dicht nebeneinander stehen, weil sich das Paraffin bei zu hohen Temperaturen entzünden kann. Beachte daher unbedingt einen Mindestabstand von drei Zentimeter, verwende stets eine feuerfeste Unterlage und lasse deinen Teelichtofen nicht unbeaufsichtigt.

Und so funktioniert der Teelichtofen

Nach den Gesetzen der Thermodynamik strömt die durch die Teelichter erhitzte Luft nach oben in den kleinen Topf. Weil das Loch in diesem jedoch verschlossen ist, kann sie nicht weiter entweichen, sammelt sich und erwärmt die Topfwände. Ist der erste Topf “voll”, drückt sich der Überschuss an warmer Luft unter den Rändern hinaus und strömt wiederum in den größeren Topf. 

Die ineinander verschraubten Töpfe fungieren damit als Wärmespeicher. Das Material Terrakotta heizt sich schnell auf und gibt die Wärme langsam und gleichmäßig ab – selbst, wenn die Kerzen nicht mehr brennen. Der innere Topf erreicht eine Temperatur von nahezu 100 Grad Celsius, wohingegen der äußere Topf deutlich weniger heiß wird und Sicherheit bietet. So kannst du dir über ihm sogar die Hände wärmen, ohne dich zu verbrennen.

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Achte in jedem Fall darauf, dass deine Teelicht-Heizung vor Kindern und Haustieren geschützt steht. Die Terrakotta-Füßchen oder andere Abstandshalter gewährleisten, dass von unten immer genug Sauerstoff nachziehen kann, damit die Kerzenflammen unter den Töpfen nicht ersticken.

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In welchem Raum würde dein gemütlicher Teelichtofen platziert werden und hast du vielleicht schon einmal einen gebaut oder gekauft? Verrat es uns in deinem Kommentar!

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15 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Nachdem ich mich kürzlich theoretisch zur Blumentopfheizung gemeldet habe, habe ich nun das praktische Experiment durchgeführt. Um es gleich vorwegzunehmen, das Ergebnis hat sich mit meiner theoretischen Vorhersage bestätigt. Es ist eine nette Spielerei, die in meinem Alltag keinen Einzug finden wird.
    Nun aber zu meiner praktischen Durchführung. Nach Vorgabe 2 Tontöpfe ineinandergesteckt und mittels Schraube fixiert. 3 Teelichte für die Wärmeerzeugung platziert, angezündet und die Blumentöpfe darüber ausgerichtet. Anfangs gingen die Flammen ständig wegen Sauerstoffmangel aus, bis ich den Abstand der Töpfe zum Boden vergrößerte, dass genügend Sauerstoff nun die Flammen am „laufen“ hielten.
    Der äußere Blumentopf wird schon schön warm, kann die Oberfläche aber noch mit den Fingern berühren. In einer Entfernung von 10 cm zur „Heizung“ ist dann die Wärmestrahlung soweit verringert, dass ich sie kaum noch wahrnehmen konnte. Das digitale Thermometer in etwa 1 m hat sich von meinem Experiment in kleinster Weise beeindrucken lassen.
    Fazit: Wenn ich meine Hände wärmen möchte, muss ich schon 2-3 cm an die Blumentopfheizung herangehen. Ein heisser Tee oben auf den Blumentopf gestellt, wird sicher auch warm gehalten. Mehr positive Erkenntnisse hat dieses Experiment leider nicht hervorgebracht.

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    Antworten
  2. Schade, dass hier nur negative Kommentare geschrieben werden.
    Ich bin mir sicher, niemand hat die Blumentopfwärme ausprobiert :)
    Ich benutze in meinem Wohnzimmer, in 3 JeanerGlas Gratinschalen, je einen Tontopf mit 2 Kerzen. Ich stelle die Töpfe nebeneinander damit ich auf jedem Wasser erwärmen kann, z.B. für Tee, eine Wärmflasche, Gemüsebrühe oä. Das Wasser ist knapp vor dem Sieden. Die Töpfe sind im oberen Drittel nicht mehr mit der puren Hand anzufassen. Zu heiß.

    Heute probiere ich mit 3 Kerzen, mit einer dünnen Edelstahlservierschale mit Wasser, darauf rohe, feingeschnittene Kartoffeln zu garen, natürlich erstmal, wenige. Nur gut den Boden bedeckt und es hat eine Menge Zeit, bis es soweit ist. Es werden gekochte Kartoffeln daraus, ich gehe davon aus !
    Wenn tatsächlich ein Stromausfall geschehen sollte, weiß ich dann, mit was ich mich eindecke. Heute, später, lasse ich mich positiv überraschen :)
    Achja, auf dem offenen Lochboden oben, habe ich einen durchlässigen Stahluntersetzer, damit zwischen der Öffnung und der Kerzenwärme, wegen dem Sauerstoff, die Kerzen nicht erlöschen.
    Vielen lieben Dank, smarticular Anbieter. Habe schon viel bei und von Ihnen gelernt.
    Liebe Grüße von Malaika

    Antworten
  3. In der Winterzeit hat man wieder Muße zum Basteln, und so ein paar Blumentöpfe zusammenschrauben ist ja auch nicht der Hit.
    Im Artikel lese ich, nach den Gesetzen der Thermodynamik….. Gut und schön, nur haben wir in der Schule nicht auch was vom Energieerhaltungssatz gehört? Von was für einer Leistung sprechen wir hier eigentlich bei so einem Teelicht mit einer Brenndauer von ca. 4 Stunden? Es sind 30 bis 40 W. Bei 3 Teelichten sprechen wir günstigstenfalls von 120 W.
    Das ist übrigens die Wärmemenge, die bei einer Kühllastberechnung pro Mensch angesetzt wird, 120 W. (Berechnung für die Auslegung von Klimaanlagen)
    Um einen Raum von 20 qm und einer Raumhöhe von 2,5 m zu erwärmen, wird eine Heizleistung von ca. 1500 W benötigt. Bei der Blumentopfheizung stehen bestenfalls 120 W zur Verfügung.
    Nun zurück zum Energieerhaltungssatz. Die 3 Teelichter erzeugen die gleiche Wärmemenge, egal ob sie nun frei stehen oder unter dem Blumentopf. Der Tontopf wirkt hier nur als Wärmespeicher, erzeugt aber keine zusätzliche Wärmeenergie, ist ja kein Perpetuum mobile.
    Wenn man also Freude daran hat, sich seine Hände an der selbstgebastelten „Heizung“ zu erwärmen, soll man es halten wieder der Alte Fritz: Jeder nach seiner Facon. Er kann also auch ein Teelicht ins Stövchen stellen, so bleibt gleichzeitig sein Tee warm. Und ein warmer Tee in der kalten Jahreszeit erwärmt bekanntlich die Seele.
    Ich selber nehme die Blumentöpfe, drehe sie um, stecke Stroh hinein und hänge sie dann in meine Bäume als Unterkünfte für meine fleißigen Blattlausjäger, den Ohrenkneifern.
    Bleibt gesund und weiterhin viel Freude am Selbermachen.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Horst,
      der Ofen erzeugt natürlich nicht mehr Energie als die Kerzen, jedoch gibt er mehr Wärme in Form von Wärmestrahlung ab (statt überwiegend mittels Konvektion wie bei den Kerzen allein) – hier wird genauer erklärt, warum mehr Wärme bei der Person vorm Ofen ankommt: https://www.smarticular.net/teelichtofen-selber-bauen/#comment-373144
      Am besten ausprobieren!
      Liebe Grüße

    • Hallo smarticular,
      ich meinem Artikel habe ich doch erwähnt, dass jeder basteln kann was er möchte. Sicher erwärmen sich die Blumentöpfe und geben ihre Wärme im Bereich der Wärmequelle ab. Nur was will man von 120 W erwarten. Zimmer aufheizen geht nicht. Da bleibt nur die Erwärmung der Hände oder wenn man die Töpfe auf den Boden stellt, dann eben die Füße. Oder geht es hier nur um Experimente, wie im Physikunterricht?
      Den Verweis zur IR-Sauna sehe ich anders. Die Strahler in einer IR-Sauna arbeiten mit IR-A, IR-B und/oder IR-C Strahlen. Diese IR-Strahlen dringen, je nach verwendeter Strahlung, in die Haut ein, werden dort absorbiert und bringen die Moleküle in Schwingungen. Dadurch entsteht eine Wärme von innen nach außen. Über das Blut wird auch Wärme im ganzen Körper verteilt, sodass es zu einem Wohlgefühl im gesamten Körper kommt.
      In der IR-Sauna werde ich übrigens von 4 Seiten „angestrahlt“. Bei der Blumentopfheizung kommt die Wärmestrahlung von außen und wenn ich dann auch nur eine Topfeinrichung verwende, kommt die Wärme meist nun von vorne.
      Haltet durch, im Sommer wird es wieder wärmer.

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    • smarticular.net
      smarticular.net

      Beim Vergleich mit der Infrarotkabine geht es nur um die Verdeutlichung des Prinzips von Wärmestrahlung im Vergleich zu Konvektion bei der Kerze. Eine Saunatemperatur soll mit dem Teelichtofen nicht erreicht werden 💚🙂
      Liebe Grüße

  4. Hm, sieht nett aus. Ich frage mich aber, wo der Gewinn ist?
    Die Wärme, die die Teelichter produzieren, wird doch ohne den Topf auch an die Umgebung (Luft) abgegeben und erwärmt diese. Und damit, wenn auch kaum messbar den entsprechenden Raum….

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Martin,
      die abgegebene Energiemenge ist die gleiche, als würde man die Kerzen ohne “Aufsatz” betreiben. Jedoch erfolgt bei einer Kerze die Wärmeabgabe überwiegend durch Konvektion, d.h. die Luft wird erwärmt und steigt nach oben an die Raumdecke. Dagegen wird durch den Keramiktopf der Großteil der Wärme mittels Wärmestrahlung gleichmäßig in alle Richtungen abgegeben – also wesentlich mehr in der Horizontalen, wodurch mehr Wärme direkt bei einer daneben befindlichen Person ankommt –> es fühlt sich wärmer an und ist im Ergebnis auch wärmer.
      Man kann es auch in gewisser Weise vergleichen mit einer Ofensauna im Vergleich zu einer Infrarotkabine: Bei ersterer muss das gesamte Luftvolumen der Sauna erwärmt werden, bis es behaglich wird. Bei der Infrarotkabine wird dagegen mittels Wärmestrahlung unmittelbar die Haut erwärmt –> es wird sofort warm.
      Liebe Grüße

    • wie sieht es mit der verbrauchten luft aus wenn ich den camper damit erwärme

  5. Noch nachhaltiger wäre es, wenn wiederbefüllbare Teelichter verwendet werden und nicht die in den Alutöpfchen.

    Antworten
    • Ich habe die Alutöpfchen gesammelt und verwende diese seitdem immer wieder. Es gibt viele Teelichthalter, wo die Glasschälchen zu groß sind und nicht rein passen.

  6. Smart Daisy

    Vorsicht Brandgefahr! Teelichte soll man nicht so nah zusammenstellen – sie bilden brennbare Dämpfe.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Stimmt, deshalb gibt es im Beitrag einen entsprechenden Warnhinweis!
      Liebe Grüße

    • Als Antwort auf die Antwort: Ich möchte nicht meckern, aber Euer ‚Warnhinweis‘ ist eine Info am Artikelende und die Fotos zeigen das Gegenteil einer sicheren Aufstellung. Dies ist nicht die Maßnahme, die ich von einem „Stimmt, deshalb…“ erwarte ;)

    • Da freut sich der neue Funk-Brandmelder…

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