So wirst du Fliegen los: Tierfreundliche Lebendfalle statt Klebefalle

Statt Fliegenklatsche und toten Tieren an der Wand: Mit dieser Lebendfalle fängst du Stubenfliegen kinderleicht ein und kannst sie in die Freiheit entlassen.

Besonders im Sommer sind sie ein lästiges Problem: Stubenfliegen! Sie summen und brummen nicht nur äußerst nervig durch die Wohnung, sondern übertragen von ihren bevorzugten Nahrungsmitteln Aas, Kot und verwesendem Pflanzenmaterial Krankheitserreger überall dorthin, wo sie sich niederlassen. Anstatt sie zu erschlagen oder mit Klebefallen qualvoll zu töten, kannst du mit einfachsten Mitteln eine Lebendfalle für Stubenfliegen herstellen, um sie später draußen in die Freiheit zu entlassen.

Stubenfliegen lebend fangen

Um dem Stubenfliegenproblem vorzubeugen, hilft es, einige Tipps zu beherzigen. Denn wenn sie gar nicht erst in die Wohnung kommen, entfällt das Fliegenproblem. Falls sie es dennoch hinein geschafft haben, kannst du aus einfachen Dingen eine Lebendfalle bauen. Das Prinzip funktioniert wie bei Wespen oder Obstfliegen. Entscheidender Unterschied ist jedoch der Lockstoff, denn Stubenfliegen “fliegen” auf andere Lebensmittel als andere Insekten. Besonders geeignet sind Fleisch- und Fischreste, denn Fliegen suchen gezielt proteinreiche Nahrungsmittel und Aas für die Eiablage auf.

Du brauchst:

  • eine Falle aus einer Einweg-Plastikflasche – nach dem gleichen Prinzip wie bei der Wespenfalle
  • einen proteinreichen Lockstoff, zum Beispiel Hähnchenknochen mit Fleischresten oder Fischhaut

Wespen sind nützliche Tiere, deshalb bitte nicht töten! Halte sie lieber mit einigen Vorsichtsmaßnahmen und dieser Lebendfalle von Kuchen und Limonade fern.

So nutzt du sie am besten:

  1. Flaschenunterteil mit dem Lockstoff befüllen.
  2. Den Trichter überstülpen und darauf achten, dass er dicht mit dem Flaschenrand abschließt.
  3. Dort aufstellen, wo sich die Fliegen am liebsten tummeln.

Du benötigst keinen ganzen Fisch, um Fliegen anzulocken. Die Haut von einem kleinen Stück Lachs aus dem Supermarkt ist ausreichend. Wenn du Haustiere zu Hause hast, funktioniert auch ein wenig Katzen- oder Hundefutter. Oder frage einen Metzger in deiner Nähe nach ein paar Knochenresten.

Wenn du eine oder mehrere Fliegen gefangen hast, kannst du sie ins Freie entlassen. Achte dabei darauf, alle Fenster und Türen zu schließen, damit sie nicht wieder hineinfliegen. Räume am besten auch alle Essensreste und benutztes Geschirr immer gleich weg, damit die Fliegen möglichst nicht wiederkommen.

Noch ein paar Tipps zum Schluss:

Stubenfliegen mögen keinen Wind! Stelle dafür Durchzug in den Räumen her, indem du zwei gegenüberliegende Fenster weit öffnest und blockierst – binnen Minuten sind sämtliche Fliegen im Freien.
Auch die Anschaffung eines Fliegengitters für die Balkon- oder Terrassentür und häufig geöffnete Fenster hilft, Stubenfliegen fernzuhalten.

Wie fängst du Stubenfliegen oder verhinderst, dass sie in die Wohnung kommen? Über einen Kommentar von dir freuen wir uns!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Stubenfliegen pendeln zwischen Eiablage und Wohnung hin und her. Wenn ich sie also nach dem Einfangen vor der Tür wieder freilasse, sind sie ruckzuck wieder zurück.
    Wer die Viecher wirklich loswerden will, muss sie also entweder töten oder kilometerweit wegbringen, damit sie nicht zurückfinden. Vielleicht nicht ganz so weit, wenn der Nachbar gerade ein Picknick veranstaltet.

    Antworten
    • smarticular.net

      Oder an den häufig geöffneten Fenstern Fliegengitter verwenden, so bleiben auch alle anderen Insekten davor bewahrt, sich in die Wohnung zu verirren :-) Liebe Grüße!

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