Nachhaltiger Weihnachtsbaum: Diese Möglichkeiten gibt es!

Nein danke zu Pestiziden im Wohnzimmer! Mit diesen Tipps findest du den nachhaltigen Weihnachtsbaum, der am besten zu dir passt.

Mehr als 29 Millionen Weihnachtsbäume werden hierzulande pro Jahr verkauft. Die meisten stammen aus riesigen Monokulturen und enthalten nicht selten Rückstände von Pestiziden, die wir uns zusammen mit dem geschmückten Baum ins Wohnzimmer holen. Zum Glück gibt es immer mehr Alternativen, die dir zu einem nachhaltigen Weihnachtsbaum verhelfen – ohne Nebenwirkungen für dich oder die Umwelt.

Weihnachtsbaum aus ökologischer Waldwirtschaft

Wer einen nachhaltigen Weihnachtsbaum kaufen möchte, prüft am besten, ob er pestizidfrei und möglichst regional produziert wurde. Denn auch lange Transportwege belasten die Umwelt unnötig.

Wenn du deinen Baum bisher regelmäßig bei einem bestimmten Händler gekauft hast, frage doch einfach mal nach, wo und wie die Bäume in seinem Sortiment wachsen. Auf Nummer sicher gehen kannst du mit dem Kauf eines Baumes aus ökologischer Waldwirtschaft (erkennbar an den Siegeln Naturland und FSC) oder aus einer anerkannten ökologischen Weihnachtsbaumkultur (erkennbar an den bekannten Siegeln für ökologische Landwirtschaft wie beispielsweise demeter, Bioland, Bio nach EG-Öko-Verordnung oder Naturland).

Ausführliche Informationen zum Anbau und zum Kauf von umweltfreundlichen Weihnachtsbäumen und eine jährlich aktualisierte Liste mit zertifizierten Betrieben sowie den entsprechenden Verkaufsstellen findest du auf den Seiten von Robin Wood.

Tipp: Nach Weihnachten ist dein ökologisch erzeugtes Bäumchen viel zu schade für den Müll. Entdecke hier zahlreiche Tipps, wie du den Weihnachtsbaum upcyceln und sogar den Christbaum essen kannst.

Weihnachtsbaum mit Wurzel im Topf

Selbst bei einem Exemplar aus ökologischem Anbau erscheint es nicht besonders nachhaltig, einen Baum zu fällen, um ihn sich für einen kurzen Zeitraum ins Wohnzimmer zu stellen. Die naheliegendste Alternative ist der Kauf eines Weihnachtsbaums im Topf. Er lässt sich im besten Fall nach den Festtagen in den eigenen Garten oder an einen geeigneten Platz in der Natur pflanzen. Hierfür eignen sich besonders gut:

  • Nordmann-Tannen
  • Serbische Fichten
  • Blautannen oder
  • Zuckerhutfichten.

Sie sollten natürlich ebenfalls aus ökologischem Anbau stammen. Wenn du dich für einen Baum im Topf entscheidest, empfiehlt es sich, ein nicht zu großes Exemplar (maximal einen Meter) zu kaufen, das bereits im Topf gewachsen ist (erkennbar am stark verwachsenen, mit Moos u.ä. bedeckten Erdballen).

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Wichtiger Hinweis: Viele der im Topf verkauften Bäumchen wachsen wie ihre später gefällten Brüder auf einer Tannenbaumfarm. Dort werden sie erst kurz vor dem Verkauf ausgegraben und in die Töpfe verpflanzt. Beschädigungen am Wurzelwerk lassen sich dabei kaum vermeiden, was ein späteres Wieder-Anwachsen der Bäume erschwert.

Der Baum sollte zudem nicht zu lange in der Wärme stehen, immer ausreichend Wasser erhalten und bis zum Aussetzen im Frühjahr an einem kühlen, hellen, aber frostfreien Ort zwischengelagert werden.

Tipp: In diesem Beitrag findest du eine detaillierte Kauf- und Pflegeanleitung für den Weihnachtsbaum im Topf.

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Weihnachtsbaum mieten

Wer keine Möglichkeit hat, ein gekauftes Bäumchen im Topf nach dem Weihnachtsfest auszupflanzen, kann stattdessen einen Weihnachtsbaum mieten, zum Beispiel bei diesen Anbietern:

Tipp: Auf der Seite Baumeria findest du regionale Anbieter, über die du einen Miet-Weihnachtsbaum beziehen kannst.

Nachhaltiger Weihnachtsbaum aus Holz

Du magst keinen gefällten Weihnachtsbaum, hast aber auch keine Möglichkeit, einen Baum mit Wurzel nach dem Weihnachtsfest auszupflanzen oder der Aufwand dafür ist dir einfach zu hoch? Dann könnte ein “unechter” Weihnachtsbaum aus umweltfreundlichen Materialien eine passende Alternative für dich sein.

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In lokalen Geschäften oder auch online gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Weihnachtsbäumen aus Holz in verschiedenen Größen, die sich sehr schön schmücken und nach dem Fest platzsparend verstauen lassen. Eine ganz besondere Variante ist der Keinachtsbaum, ein langlebiges Gestell aus Massivholz, das jedes Jahr mit frischen Zweigen bestückt wird. Handwerklich Begabte können sich ihren Weihnachtsbaum für die Ewigkeit auch ganz einfach selbst herstellen.

Noch mehr Ideen, die die Umwelt schonen, findest du in unseren Büchern:

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Was tust du, um dein Weihnachtsfest umweltfreundlich zu gestalten? Wir freuen uns auf weitere Tipps und Anregungen!

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24 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo,
    für jeden, der einen kleinen Garten hat:
    kleine Fichte selber ampflanzen. Man kann sich, nach Absprache mit dem Waldbesitzer, kleine, wild gewachsene Schösslinge im Wald holen (natürlich nicht aus einer Anfpflanzung…) zwei, drei Jahre im Garten, dann sind sie schon fast groß genug für den Topf.
    Mit großzügigem Wurzelballen reinholen, gießen nicht vergessen, nach Weihnachten an einem frostfreien Tag wieder rauspflanzen, am besten in das alte Pflanzloch. Wir holen unsere jetzt das 3. Jahr rein, hat sie immer wunderbar überstanden. Die nächste wächst schon im Gerten heran, denn diese wird bald zu groß sein. Ökologischer gehts nicht!

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    • Hallo, das ist ja toll, dass das so gut funktioniert. Danke für den Erfahrungsbericht. Liebe Grüße Sylvia

  2. Wir verzichten normalerweise auf einen Weihnachtsbaum, weil wir die Feiertage über viel unterwegs sind. Dieses Jahr bekommen wir aber Besuch und haben uns vorgenommen, einen Baum dort zu schmücken, wo er wächst. Ich werde (wenn das Wetter mitspielt) einen kleinen Baum, den ich mir vorab schon ausgesucht habe, mit Kugeln, Strohsternen und einer batteriebetriebenen Lichterkette schmücken und wir werden unsere Outdoor-Weihnachtsfeier direkt im Wald mit mitgebrachten Glühwein und Keksen feiern, bevor wir wieder nach Hause spazieren.

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  3. Hildegard

    Wir haben seit ein paar Jahren keinen Baum mehr . Dafür schneiden wir vom krausen Haselnussstrauch ein paar Äste ab . Mit einer Schnur zusammengebunden -an einem Wandhaken aufgehängt – mit einer Lichterkette , Kugeln , Holzsterne und Engelshaar geschmückt – sieht sehr schön aus – und es schmückt unser Wohnzimmer weit ins neue Jahr hinaus !

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  4. Wir hängen jetzt bereits seit mehreren Jahren unseren Stockbaum auf. Schöne Äste verschiedener Länge ahmen dabei die Silhouette eines Weihnachtsbaumes nach. Den Dekorationsideen sind keine Grenzen gesetzt 😉

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    • Hallo Andrea, der ist ja auch richtig schön! Vielen Dank fürs Teilen, liebe Grüße Sylvia

  5. Elisabetha
    Elisabetha

    Ich behänge dieses Jahr einfach meine zwei größten Zimmerpflanzen, eine Monstera und eine Palme, mit Schmuck.

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  6. Wir haben dieses Jahr einen Keinachtsbaum. Ein Holzgestell, dass man mit Schnittgrün bestücken kann. Dann sieht es aus wie ein echter Baum. Die Größe kann adaptiert werden.
    Das Grün bekommen wir von einem Biohof, der die Tanne nicht dafür fällt.
    Wir freuen uns sehr und können nur jedem empfehlen, sich das Projekt mal anzusehen und auch auf einen Keinachtsbaum umzusteigen!

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  7. Wir haben seit ein paar Jahren die Weihnachtsbaumidee umgedreht: anstatt einen ausgewachsenen Baum zu fällen, bestellen wir in der Baumschule Sprösslinge (für jedes Familienmitglied einen), bauen eine riesige Krippenlandschaft auf, die Sprösslinge als kleine Tannenbäume integriert und pflanzen nach Weihnachten die Sprösslinge ein bzw. geben sie an den Förster, der sich wirklich darüber freut ( wir fragen vorher sogar nach, welche Nadelbäume zur Zeit besonders sinnvoll gepflanzt werden.) Es macht der ganzen Familie großen Spaß, keinen Baum zum Fest zu töten, sondern sogar Bäumen Leben zu schenken…

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  8. Wir haben aus einer Staffelei und Hasel Korkenzieher einen “Baum” gebastelt.
    Geschmückt mit Lichter, Kugeln und Watte als Schnee auf den Zweigen sieht er sehr toll aus.
    Anders aber wir finden ihn toll.

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  9. Ich habe einen selbstgemachten Baum aus zusammen gesammelten Ästen

    dav

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  10. In diesem Jahr habe ich Freunde und Bekannte mit den Vorzügen eines Biobaumes konfrontiert und das kam so: Blautanne auf einem Demeterhof gekauft und einfach keine Zeit gehabt ihn auszuladen, was bei den Temperaturen um 5 grad auch nicht zwingend notwendig war. Ich bat einfach Jeden kurz eine Schnupperprobe ins innere meines Autos zu vorzunehmen und alle waren von dem herrlichen Duft total begeistert. Tatsächlich haben sich die meisten meiner Bekannten nie Gedanken über die Herkunft ihrer Bäume gemacht. Bei der Frage, was denn so ein Biobaum koste, waren sie dann ebenso erstaunt. In meinem Fall waren es für einen 2,10 Meter hohen Baum 28 Euro. Fazit: Nächstes Jahr wollen Alle nur noch einen Biobaum kaufen

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    • Hallo Gabi, das ist ja schön, dass du so viele Leute anregen konntest, ökologische Bäumchen zu kaufen. Und das einfach nur, in dem man ein positives Beispiel zeigt. Genau das versuchen wir auch jeden Tag :-) Liebe Grüße Sylvia

  11. Wir schneiden seit Jahren die höchsten Äste einer Thuja ( ca 2,2m lang) aus unserem Garten, die sowieso zu hoch ist. So wird sie stückchenweise kleiner und wir haben einen üppigen „Baum“ . 3-5 große Äste plus mehrere Kleine kommen in einen Eimer mit Splitt ( zum Beschweren) und Wasser. Evtl. werden sie mit Draht untereinander verbunden. Der Baum duftet wunderbar und hält sich fast ohne zu Nadeln locker 2 Monate.

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    • Hallo Kathrin, das ist ja eine schöne Baum-Alternative. Danke fürs Teilen! Liebe Grüße Sylvia

  12. Marlene Luttenberger

    Habe mir soeben über http://www.greentree.at/ einen Weihnachtsbaum bestellt, dieser kann wenn man das möchte nach Weihnachten wieder abgeholt werden. bin gespannt wie der Baum ausschaut. In den Baumärkten habe ich nämlich nur Fichten gesehen und meine Mutter hatte letztes Jahr eine die musste sie dann im Feb umtauschen, wobei ich von Anfang an fand, dass das Wurzelwerk in einer Steinharten Erde (fast schon wie Beton) natürlich nicht überleben kann.

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  13. Sai Plagiarius

    Unsere Lösung ist recht einfach, wir haben eine Zimmertanne die das ganze Jahr in ihrem Topf steht und vor sich hin wächst. Sie wird eigentlich immer zu den passendsten und unpassendsten Momenten mit leichtem, zur Jahreszeit gehörenden Schmuck behangen. Klar sieht es nicht so aus wie eine klassische Tanne aber irgendwie erhält sie einen speziellen Stellenwert als Jahrestanne.
    Es ist immer extrem schön zu sehen wie sie ein wenig wächst.
    Abgesehen davon war meine Familie nie ein Fan von Tannen, sie waren uns einfach zu schade, auch wenn sie extra angebaut werden.

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  14. Wir haben uns vor drei Jahren einen Baum im Topf gekauft. Laut Gärtner darf er zur Weihnachtszeit zwei Wochen ins Haus und soll dann wieder in der Hof. Bisher hat er das immer gut verkraftet.:-) Im Frühjahr wird er umgetopft. Irgendwann können wir ihn dann halt nicht mehr tragen, aber dafür gibt’s dann auch eine Lösung. Wahrscheinlich verschenken wir ihn einfach. Geschmückt wird der Baum mit geerbtem Schmuck aus Holz und Glas, Kellerfunde bei den Omas. Und die Kinder freuen sich, dass der Baum jedes Jahr ein bisschen größer ist.

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