Weiße Wäsche ohne Grauschleier – so geht’s mit natürlichen Mitteln

Für weiße Wäsche ohne Grauschleier brauchst du keine künstlichen optischen Aufheller und keine aggressiven Bleichmittel. Natürliche Hausmittel aus deiner Küche helfen genauso gut!

Die weiße Bluse strahlt nach einigen Wäschen einfach nicht mehr, obwohl sie fleckenlos sauber ist, und die Bettwäsche wirkt nicht mehr so einladend frisch, sondern hat einen Grauschleier. Gerade wenn du deine Wäsche auf möglichst umweltschonende Weise wäschst, zum Beispiel mit Waschmittel aus Kastanien oder Efeu, kommt das vor.

Aber statt für wirklich weiße Wäsche (wieder) zu Waschmitteln mit fragwürdigen optischen Aufhellern zu greifen oder zu aggressiver Bleiche, gibt es auch für dieses Problem umweltfreundliche und preiswerte Mittel, die du bestimmt sowieso in deiner Küche hast.

Rückstände aus der Wäsche waschen

Besonders bei weißer Wäsche fällt es auf, wenn sie nach mehrmaligem Waschen vergraut. Meist entsteht ein Grauschleier durch Seifenrückstände aus dem Waschmittel. Sie lassen sich mit einfachen Hausmitteln entfernen, sodass Kleidung, Gardinen und Bettwäsche wieder wie neu aussehen.

Essig einwirken lassen für ungetrübtes Weiß

Der vielseitige Haushaltsessig besitzt unter anderem eine kalklösende Wirkung. Er hilft auch gegen die Kalkseifenrückstände in deiner Wäsche. Eine Tasse weißer Essig im Weichspülfach (bei sehr hartem Wasser auch mehr) lässt die Wäsche wieder strahlen. Keine Sorge – der Essiggeruch verfliegt spätestens beim Trocknen der Wäsche. Du kannst Essig sogar bei jeder Wäsche anstelle von Weichspüler verwenden, in diesem Fall reicht ein Schuss Essig im Weichspüler-Fach, um das Ergrauen zu verhindern.

Salz schleift die Wäsche sauber

In deiner Küche findest du sicher Salz, das beim Waschen durch eine feine Schleifwirkung hartnäckige Seifenrückstände aus weißer und auch farbiger Wäsche löst. Gib etwa 100 Gramm Salz direkt zur Wäsche in die Waschtrommel. So erhält die Wäsche ihre Strahlkraft zurück.

Schwarzer Pfeffer entfernt Kalkseifenrückstände

Direkt neben dem Salz steht bestimmt auch gemahlener schwarzer Pfeffer, von dem du etwa einen Teelöffel mit in die Waschtrommel geben kannst. Die einzelnen Pfefferpartikel erfüllen beim Waschen einen ähnlichen Zweck, um Seifenrückstände aus den Fasern zu lösen.

Für weiße Wäsche ohne Grauschleier brauchst du keine künstlichen optischen Aufheller und keine aggressiven Bleichmittel. Natürliche Hausmittel aus deiner Küche helfen genauso gut!

Verfärbungen auf der Wäsche entfernen

Ein Grauschleier auf der Wäsche kann auch durch Abfärben anderer Textilien entstehen. Achte daher darauf, weiße Wäsche immer separat von farbiger zu waschen. Verfärbungen lassen sich ebenfalls mit Hausmitteln beseitigen.

Mit Natron strahlt die Wäsche wieder

Damit Hemden und Blusen wieder reinweiß werden, kannst du einfach ein Päckchen Backpulver aus dem Küchenschrank oder einen bis zwei Teelöffel des vielseitigen Hausmittels Natron mit zum Waschmittel geben. Bei starker Vergrauung werden einzelne Wäschestücke einige Stunden in etwas Wasser mit einem Teelöffel Natron eingeweicht. Auch dieses selbst gemachte Bio-Waschmittel wirkt leicht bleichend, wenn du pro Waschgang einen bis zwei ein bis zwei Teelöffel Natron hinzufügst.

Für weiße Wäsche ohne Grauschleier brauchst du keine künstlichen optischen Aufheller und keine aggressiven Bleichmittel. Natürliche Hausmittel aus deiner Küche helfen genauso gut!

UV-Licht und Sauerstoff sorgen für weiße Wäsche

Wenn du weiße Wäsche in der Sonne aufhängst, statt den Trockner zu benutzen, sparst du nicht nur Energie, sondern sorgst für eine zusätzliche, schonende Aufhellung – ganz ohne weitere Hilfsmittel. UV-Licht und Luftsauerstoff besitzen einen leichten Bleicheffekt, der die Wirkung der anderen Hausmittel noch verstärkt.

Für weiße Wäsche ohne Grauschleier brauchst du keine künstlichen optischen Aufheller und keine aggressiven Bleichmittel. Natürliche Hausmittel aus deiner Küche helfen genauso gut!

Optisch aufhellen mit Kastanienzweigen

Etwas ungewöhnlicher, aber mindestens genauso wirksam, ist die Verwendung von Zweigen der Rosskastanie. Sie können ebenso für strahlendere Wäsche sorgen, da das vor allem in der Rinde enthaltene Glykosid Aesculin fluoresziert und wie die optischen Aufheller in herkömmlichem Waschmittel wirkt! Wenn du sowieso gerade Kastanienwaschmittel ansetzt, gib einen Kastanienzweig, den du in etwa zwei Zentimeter lange Stücke geschnittenen hast, mit in die Waschtrommel. Damit du die Holzstückchen nachher nicht aus der Wäsche sammeln musst, steckst du sie dafür am besten in ein Wäschesäckchen. Mindestens bis zur nächsten Wäsche ist der Effekt sichtbar.

Für weiße Wäsche ohne Grauschleier brauchst du keine künstlichen optischen Aufheller und keine aggressiven Bleichmittel. Natürliche Hausmittel aus deiner Küche helfen genauso gut!

Hinweis: Jedes der genannten Hilfsmittel reagiert unterschiedlich auf deine Wäsche. Bevor du dein empfindliches Lieblingsstück zum Beispiel mit Essig oder Natron behandelst und Flecken oder Schäden riskierst, ist es empfehlenswert, die Wirkung an einem alten T-Shirt oder einer Stoffprobe zu testen.

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Welche Tricks kennst du, um deine Wäsche auf natürliche Weise aufzuhellen? Teile sie mit uns in einem Kommentar!

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10 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Angelika Strauß

    Hallo, danke für Ihre informative Seite. Gibt es einen Tip gelbe Flecken von DEOs auf weißen T Shirts unter dem Arm wegzubekommen? Habe schon alles ausprobiert. Sonne, Backpulver, Natron, Zitrone….Danke für eine Antwort

    Antworten
  2. Also, was ich hier lese ist chemisch absoluter Quark.
    1) “ein Schuss Essig im Weichspüler-Fach, um das Ergrauen zu verhindern” – die Kalkseifen sind schwerlöslich (das möge man bitte im Schulbuch nachlesen), da braucht man VIEL Essig, nicht nur einen Schuss, um die wieder abzulösen (um den pH-Wert so weit zu erniedrigen, dass das auch klappt).
    2) “Salz schleift die Wäsche sauber”
    Wie soll das denn gehen? “Schleifen” impliziert eine mechanische Wirkung. 100 g Salz (NaCl) lösen sich in der Waschflotte aber komplett auf, daher ist keinerlei mechanische Wirkung mehr gegeben. Was passieren kann, ist das dieser massive Salzüberschuss dazu führt, dass sich keine Calcium-Fettsäuresalze mehr bilden (die wie oben gesagt schwerlöslich sind) sondern Natrium-Salze, die leichtlöslich sind. Ob man der Umwelt mit 100g Salz pro Waschladung noch einen Gefallen tut, lasse ich mal dahingestellt.
    3) “Schwarzer Pfeffer entfernt Kalkseifenrückstände”
    Hier wären zwar Partikel vorhanden, aber leider ist die Abrasivleistung von Pfeffer nicht gerade hoch (Partikel sind weich). Eher haften die Pfefferstückchen an den Fasern und machen alles noch schlimmer.
    5) Vielleicht hat hier noch niemand daran gedacht, aber ein großer Teil des Grauschleiers auf der Wäsche kommt vom Schmutz (Erde, Staub, Hautfett,…) der sich in der Waschlauge löst und sich dann wieder auf der Wäsche absetzt, wenn die Tensidmenge (=’Seifen’menge) nicht der Schmutzmenge entspricht (wenn das Schmutztragevermögen der Flotte aufgebraucht ist). Dieser partikuläre oder fettige Schmutz reagiert NICHT auf die oben genannten Versuche, ihn wieder abzulösen. Dies ist insbesondere bei einer Kombination von Staub und Hautfett, das sich wiederholt auf der Faser angelagert hat auch fast gar nicht wieder abzulösen.
    Ich finde es massiv unökologisch auf diese Weise zu waschen, unter hohem CO2-Aufwand hergestellte Kleidung so stiefmütterlich zu behandeln und dann schnell wieder ersetzen zu müssen. Vielleicht stört es viele Leute nicht, ihre Garderobe alle 1-2 Jahre auszuwechseln, weil sie müffelt/vergraut und nicht mehr gut anzusehen ist, aber in meiner Welt ist das sparsame(!) Verwenden eines normalen Waschmittels besser, als auf die oben beschriebene Weise zur “Fast Fashion” beizutragen.

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    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Mia,
      versuchen wir es mal sachlich:
      – Essig statt Weichspüler löst nicht nur Kalkseife, sondern vor allem Kalkrückstände an den Fasern, die für ein Ergrauen mit verantwortlich sind. Daneben erfüllt der Essig noch andere Funktionen, lässt die Farben wieder leuchten, löst Waschmittelrückstände (u.a. auch vom Soda) und macht die Fasern weicher.
      – Salz löst sich nicht augenblicklich, sondern braucht dafür einige Zeit. Natürlich funktioniert es am besten mit grobem Salz. Während dieser Zeit wirkt es dem Grauschleier entgegen.
      – Gleiches gilt für den Pfeffer – wobei das nicht unbedingt die erste Wahl ist, da sind andere Methoden preiswerter und umweltfreundlicher.
      – Mit der Schmutzmenge hat das nur bedingt zu tun, denn nicht alle Schmutzarten benötigen überhaupt Tenside, um gebunden zu werden. Das gilt im wesentlichen nur für Fettschmutz. Der Großteil der Reinigungswirkung entsteht durch Bewegung, Wasser und Wärme, deshalb wird die Wäsche oft auch ganz ohne Waschmittel ausreichend sauber. Darüber hinaus hilft viel aber auch nicht unbedingt viel – auch mit viel (selbst gemachtem) Waschmittel lässt sich ein Ergrauen nicht immer verhindern, weshalb zusätzliche Herangehensweisen dennoch sinnvoll sind. Was selbst gemachtem Waschmittel in der Regel fehlt, sind optische Aufheller und bleichende Zusätze, die Tenside tragen dazu herzlich wenig bei.
      Ansonsten gilt wie bei allen Beiträgen: Am besten einfach mal ausprobieren und sich dann selbst eine Meinung darüber bilden, welche Herangehensweise für die persönliche Situation am besten geeignet ist :-) Die eine perfekte Standardlösung für alle gibt es nicht. Was natürliche Alternativen zu synthetischen Waschmitteln, Bleichmitteln, Weichspüler & Co. mit der Beschleunigung von Fast-Fashion zu tun haben sollen – entschuldige, hier hast du uns komplett abgehängt, der Zusammenhang erschließt sich uns nicht.
      Liebe Grüße

    • Ich kann Mia da durchaus folgen, was die Beschleunigung von Fast Fashion damit zu tun hat.

      Auch wir hatten – ohne chemische Fachkenntnisse – für geraume Zeit DIY-Waschpulver ausprobiert, strikt nach eurer Anleitung und, weil das mittelfristig nicht gut funzte, in x Variationen.

      Resultate: Gerüche (Schweiß, natürliche Düfte (Parfum, Deo & Co) etc) gingen nicht komplett raus, Deoschatten ebenso wenig. Dazu kalkseifige wächserne Rückstände auf den Textilien, in denen stärker geschwitzt wurde, Ermatten von Farben, Ergrauen von Hellem.

      Einweichen in x Varianten, regelmäßiges Lüften, Reinigen & 90 Grad-Reinigungsgänge, nichts half – weder der Kleidung noch der immer mehr gammelnden Maschine, da konnte man irgendwann nicht mehr gegen anputzen. Mit fertigem Pulver aus dem Biohandel wurde es immerhin wieder etwas besser, die Waschmaschine aber war am Ende dahin.

      Das Gammeln wird nicht das DIY-Pulver alleine gewesen sein, da das Maschinenmodell laut div. Onlinebewertungen eh dazu neigte & viele moderne Maschinen die angeblichen Temperaturen überhaupt nicht mehr erreichen. Unsere aktuelle Maschine wird Gott sei Dank weit wärmer als alle vorherigen die letzten 2 Jahrzehnte.

      Jedoch war das schnellere Voranschreiten des Geräte-Gammelns seit Verwendung des DIY-Pulvers im Nachhinein betrachtet auffällig.

      Und Gott sei Dank ist bei uns über diese Zeit nicht viel an Kleidung entsorgt worden, da wir da verbissen waren. Das Meiste konnten wir nach dem Wechsel aufs Sonett-Pulver und dann auch des Geräts retten – Gerüche, Wachsiges (Kalkseife vmtl), Schatten, Ergrauen/Ermatten wichen wieder.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Anke,
      wir und zahlreiche andere Leser verwenden das diy Waschpulver schon lange ohne die von dir genannten Symptome. Schreib am besten mal, welche genauen Zutaten du verwendet hast und wie du vorgegangen bist, vielleicht findet sich dann der Fehler.
      Liebe Grüße

    • Auswendig weiß ich das mit ein paar Jährchen Abstand nicht mehr aufs Gramm genau. Die hier erwähnten Zutaten in versch. Mengen-Variationen, da keine klappen wollte.

      Vielleicht ist es wirklich ein Problem in Kombi mit nicht erreichter Zieltemperatur & DIY-Waschpulver – das könnte erklären, weshalb es bei manchen so gut klappt und bei manchen überhaupt nicht. Wie gesagt, so einige Geräte erreichen heute die angegebenen Temperaturen nicht mehr.

  3. Wolfgang Firsbach

    Hallo Freunde,
    nun hab´ ich Waschmittel für Bunt, Fein- und Weißwäsche selbst gemacht. Streng nach Anleitung. Dass es nicht schäumt in der Maschine hab´ ich ja schon mal geschrieben. Doch meine Frau hat nach mehreren Versuchen festgestellt, dass “mein” Waschmittel nicht richtig reinigt. Was hab´ ich falsch gemacht? Oder sind die industriellen Waschmittel doch besser?
    Was ist besser?: Flüssiges Waschmittel oder Waschpulver?
    Ich weiß: Fragen über Fragen. Aber ich brauch´ eine Antwort. Denn ich habe die ganzen Zutaten versehentlich 2x bestellt und mein Schrank ist voll davon.

    Herzliche Grüße
    Wolfgang Firsbach

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Wolfgang! Welche Art von Verunreinigung ist es, die dein Waschmittel nicht heraus bekommt? Nach unserer Erfahrung ist selbst gemachtes Waschmittel mit Soda und Kernseife völlig ausreichend für Alltagswäsche ohne besondere Flecken oder tief sitzenden Kragenschmutz und dergleichen. Echte Flecken müssen unter Umständen vorbehandelt werden. Das geht einfach durch Anfeuchten und Einreiben mit Kernseife oder Gallseife, oder auch indem man die stark verschmutzten Kleidungsstücke in Essigwasser oder auch in einer Sodalösung einweicht. Liebe Grüße

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