Babymütze nähen mit Nackenschutz: Aus einer alten Mütze wird ein neuer Sommerhut

Einen Sonnenhut mit Nackenschutz kannst du leicht aus einer Babymütze nähen! Mit dieser einfachen Anleitung, ganz ohne Schnittmuster.

Wie schön wäre es, die Lieblingsmütze des Babys auch im Sommer weiter nutzen zu können! Mit dieser Anleitung gelingt die Verwandlung ganz leicht und du kannst einen Sonnenhut mit Nackenschutz aus einer Babymütze nähen – ohne Schnittmuster und nur mit ein paar Stoffresten und einer einfachen Schablone aus einem A4-Blatt.

Nicht jede Sommermütze für Kinder hat einen Nackenschutz. Dabei ist dieser beim Aufenthalt im Freien sehr praktisch, um auch im Schulter- und Nackenbereich die zarte Babyhaut vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen – denn auch im Schatten benötigt Babyhaut zusätzlichen Schutz vor der Sonne. Aus Stoffresten lässt sich ein Nackenschutz leicht nachträglich annähen. Hier erfährst du, wie das geht!

Tipp: Achte bei der Stoffwahl unbedingt auf den UV-Schutz! Verwende sehr dicht gewebte Stoffe (je dichter und dunkler, desto höher der UV-Schutz) oder Stoffreste von alter UV-Schutzkleidung. Dünne Webware, die nicht dehnbar ist, eignet sich besonders und ist und auch für Nähanfänger empfehlenswert.

Babymütze nähen mit Nackenschutz 

Für einen selbst genähten Nackenschutz benötigst du zwei Stoffreste zu je etwa 30 x 40 Zentimetern. Dabei ist egal, ob darin eine Knopfleiste, ein Abnäher oder sonstige Nähte vorhanden sind. Die werden mit vernäht, was am Ende einen besonders individuell aussehenden Nackenschutz ergibt. Statt Kleidung zu spenden, lässt sie sich also auch sinnvoll weiterverwerten – in diesem Fall, um eine Mütze mit Nackenschutz zu nähen.

Für einen Baby-Sonnenhut benötigst du:

  • 2 Stoffreste à 30 x 40 cm
  • 7-8 cm Gummiband
  • eine vorhandene Babymütze
  • A4-Blatt
Einen Sonnenhut mit Nackenschutz kannst du leicht aus einer Babymütze nähen! Mit dieser einfachen Anleitung, ganz ohne Schnittmuster.

Benötigte Zeit: 20 Minuten

So gelingt es leicht, den Nackenschutz anzunähen:

  1. Schablone zeichnen

    Zuerst einen Kreisausschnitt in die linke untere Ecke des A4-Blattes zeichen. Dafür einen Zirkel oder einen an eine Schnur gebundenen Stift zu Hilfe nehmen. Der Radius des neuen Kreisausschnitts entspricht in etwa der eineinhalbfachen Länge des zum Kopfumfang (Hutgröße der vorhandenen Babymütze) gehörenden Radiusses. In der Tabelle weiter unten lassen sich die Maße entsprechend des Hut- bzw. Kopfumfangs verschiedener Kindergrößen nachlesen. Bei der im Nähbeispiel verwendeten Hutgröße von 53 Zentimetern wird ein Kreisausschnitt mit einem Radius von 12,5 Zentimetern aufgezeichnet.

    Im Abstand von etwa zwei Zentimetern wie abgebildet eine zweite Linie bis zur anderen Kante des Blattes zeichnen, sodass sich eine einigermaßen gleichmäßige Rundung ergibt.Einen Sonnenhut mit Nackenschutz kannst du leicht aus einer Babymütze nähen! Mit dieser einfachen Anleitung, ganz ohne Schnittmuster.

  2. Stoff zuschneiden

    Die beiden Stoffstücke jeweils mittig falten und mit der Faltkante aufeinanderlegen, sodass insgesamt vier Lagen Stoff übereinander liegen. Bei einem Hemd oder einer Bluse gelingt das, indem die ohnehin schon aufeinanderliegende Vorder- und Rückseite des Hemdes einmal mittig (entlang der Knopfleiste) gefaltet wird.

    Die Schablone mit der unteren Kante an den Stoffbruch (die Faltkante) legen, fixieren und die Stoffteile ausschneiden. Es entstehen zwei halbmondähnlich geformte Stoffteile.Einen Sonnenhut mit Nackenschutz kannst du leicht aus einer Babymütze nähen! Mit dieser einfachen Anleitung, ganz ohne Schnittmuster.

  3. Stoffteile zusammennähen

    Die Halbmonde mit den schönen Seiten nach innen aufeinanderlegen und am äußeren Rand mit etwa einem halben Zentimeter Abstand zum Rand zusammennähen. Am Anfang und am Ende nicht vergessen, die Naht zu verriegeln, indem ein paar Stiche weit vor- und zurückgenäht wird. Das Nähstück wenden und die vernähte Kante glattbügeln.Einen Sonnenhut mit Nackenschutz kannst du leicht aus einer Babymütze nähen! Mit dieser einfachen Anleitung, ganz ohne Schnittmuster.

  4. Nackenschutz an der Mütze festnähen

    Die Mütze wenden, sodass die schöne Seite innen liegt, und die offene Kante der Halbmonde am Rand der Mütze fixieren. Dafür die hintere Mitte der Mütze und die Mitte des Nackenschutzes aufeinanderlegen und die Stelle mit einer Stecknadel markieren.
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    Von der Mitte aus beginnen, den Nackenschutz in beide Richtungen mit einem geraden Stich an der Mütze festzunähen. Falls bereits ein Gummizug in der vorhandenen Mütze eingezogen ist, diesen beim Nähen straff ziehen. Falls bereits an der Vorderseite der Mütze ein Schirm vorhanden ist, die Spitzen des Nackenschutzteils so festnähen, dass sie innen verlaufen.
    Einen Sonnenhut mit Nackenschutz kannst du leicht aus einer Babymütze nähen! Mit dieser einfachen Anleitung, ganz ohne Schnittmuster.

  5. Gummiband einnähen (optional)

    Damit der Hut gut sitzt, wird bei Bedarf hinten auf der Innenseite am Rand ein Gummiband eingenäht. Dafür die hintere Mitte des Mützenrandes und die Mitte des Gummibands mit einer Stecknadel fixieren, das Gummiband langziehen und an der Stelle beginnen zu nähen, wo das langgezogene Ende des Bandes hinreicht. Beim Nähen das Gummiband möglichst straff ziehen, so rafft sich der Stoff am Ende mit zusammen. Fertig!
    Einen Sonnenhut mit Nackenschutz kannst du leicht aus einer Babymütze nähen! Mit dieser einfachen Anleitung, ganz ohne Schnittmuster.

Schablonenmaße für verschiedene Hutgrößen

Um die passende Schablone für den selbst genähten Nackenschutz aus einem A4-Blatt ausschneiden zu können, benötigst du je nach Hutgröße folgende Maße:

Hutgröße/Kopfumfang

Alter des Kindes

Kreisausschnitt Schablone (Radius)

35-40

0-4 Monate

9 cm

42-46

5-12 Monate

10 cm

46-48

12-18 Monate

11 cm

48-50

18-24 Monate

11,5 cm

50-54

2-3 Jahre

12,5 cm

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Über mich

Lisa hat als studierte Germanistin viel Erfahrung im Umgang mit Quellen. Vor allem wissenschaftliche Studien zum Thema bedarfsdeckende rein pflanzliche Ernährung sind ihr täglich Brot. Sie liebt es zu basteln, Kosmetik- und diverse andere Haushaltsprodukte selber zu machen und hat deswegen immer mehr Ideen, als sie in nur einem Leben umsetzen könnte.

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