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Die 5 wichtigsten Tipps zum Sparen von Strom und Wasser beim Wäschewaschen
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Waschmaschinen und Trockner gehören in vielen Haushalten zu den größten Stromfressern. Mit ein paar Tricks sparst du Strom, Wasser und Geld beim Waschen!

Einem Singlehaushalt fällt es vermutlich nicht auf. Doch spätestens, wenn eine Familie Nachwuchs bekommt, steigt der Stromverbrauch rasant an. Das liegt mitunter an der Maschinenwäsche, immerhin ist mit kleinen Kindern immer Schmutzwäsche vorhanden. Wir haben uns mit dem Thema einmal genauer beschäftigt und nach Tipps gesucht, mit denen Strom und Wasser beim Wäschewaschen gespart werden kann.
Sowohl der Geldbeutel als auch die Umwelt werden es danken!

1. Nicht zu heiß waschen

Während beispielsweise in Amerika die Waschmaschine mit Heißwasser gespeist wird, ziehen die Geräte in Deutschland fast immer Wasser aus der Kaltwasserleitung. In der Maschine wird das Wasser nun erhitzt – und da spielt es eine große Rolle, ob es auf 40 Grad, 60 Grad oder auch 95 Grad erwärmt werden muss. Wer Strom sparen will, sollte möglichst immer zu einer niedrigen Temperatur tendieren. Programme mit 60 Grad verursachen gegenüber der Kochwäsche beispielsweise nur einen Bruchteil der Energiekosten. Programme mit einer Temperatur von 40 Grad sparen gegenüber den 60-Grad-Programmen nochmals 40 Prozent des Stromverbrauchs ein.

Oftmals genügt es, die Wäsche kälter zu waschen, denn die heutigen Waschmittel entfernen Flecken auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig. Notfalls hilft es, der Wäsche Fleckenentferner hinzuzugeben oder gezielt mit Hausmitteln wie Natron, Essig oder Kernseife vorzubehandeln.

Vorsicht: In der Waschmaschine lagern sich Bakterien ab, die nur durch hohe Temperaturen oder spezielle Reiniger beseitigt werden. Mit diesem Trick kannst du deine Waschmaschine regelmäßig reinigen und pflegen.

2. Waschmaschine mit guter Energieeffizienz

Der Stromverbrauch kann bereits beim Kauf des Gerätes in einem gewissen Sinne festgelegt werden. Haushalte, die ohnehin vor der Neuanschaffung einer Waschmaschine stehen, sollten unbedingt schon beim Vergleich von verschiedenen Waschmaschinen auf eine gute Energieeffizienzklasse achten. In Deutschland dürfen Haushaltsgeräte nur noch verkauft werden, wenn der Energieverbrauch ausgewiesen ist.

Die Auszeichnung erfolgt auf einem ganz einfachen Weg. Das Emblem besteht aus mehreren eingefärbten Balken. Ein dunkles Grün steht für einen sehr niedrigen Energieverbrauch, Rot weist auf eine schlechte Energiebilanz hin. Zusätzlich kommen Buchstaben zum Einsatz, Geräte mit einem extrem niedrigen Verbrauch werden mit der Klasse A+++ ausgewiesen.

Meist ist es jedoch nicht wirtschaftlich, ein funktionierendes altes Gerät durch ein neues mit besserer Energiebilanz zu ersetzen. Es ist ratsam, die alte Waschmaschine noch zu nutzen, solange sie funktioniert.

3. Trocknen statt trocknen

Zum Waschen der Wäsche gehört natürlich auch das Trocknen. Viele Haushalte nutzen gezielt einen Wäschetrockner, der eine rasche Trocknungszeit und weniger Arbeit verspricht. Allerdings verbraucht der Trockner ein Vielfaches der Energie, die beim reinen Waschgang benötigt wird. Eilt es nicht, die Wäsche sogleich wieder nutzen zu können, sollte der altbewährte Wäscheständer Verwendung finden. Gerade in den Sommermonaten wird die Wäsche hier oft schneller trocken als im Wäschetrockner. Außerdem sorgt der Sauerstoff im Freien für eine besonders frische Wäsche, Weißes wird in direktem UV-Licht wieder besonders strahlend. Während der Wintermonate eignet sich ein Trockenraum, um zügig zum Erfolg zu kommen.

Muss dennoch auf den Trockner zurückgegriffen werden, sollte die Wäsche gezielt sortiert werden. Die gemeinsam zu trocknenden Wäschestücke sollten dieselbe Stärke und Dicke besitzen, damit rasch trocknende Teile nicht unnötig weitergetrocknet werden. Wäsche aus schnell trocknenden Materialien kann ohnehin besser auf dem Wäscheständer getrocknet werden.

Übrigens kann jeder auf den Stromverbrauch beim Trockner eingehen, indem einige Punkte beachtet werden:

  • Das richtige Programm auswählen – bügelfeucht oder schranktrocken reichen oft aus
  • Trockner pflegen – ein schmutziges Flusensieb erhöht den Stromverbrauch
  • Kurzprogramme wählen – die Wäsche kommt leicht feucht aus dem Trockner, wird aber über Nacht trocken

4. Die Waschmaschine korrekt befüllen

Der Lieblingspullover ist schmutzig, es ist aber nicht genügend Wäsche da, um die Maschine vollständig zu befüllen? Dieses Problem kennt fast jeder Haushalt. Ein massiver Anteil des Strom- und Wasserverbrauchs beim Wäschewaschen entfällt auf schlichtweg zu kleine Maschinenladungen. Die Trommel sollte immer gemäß der Herstellerangaben befüllt werden. Als Merkregel dient, dass noch eine Handbreit Platz zwischen trockener Wäsche und Trommel vorhanden sein sollte. Wird die Maschine hingegen überfüllt, sinkt die Waschleistung.

5. Das Schleudern beachten

Die Zahl der Umdrehungen während des Schleuderns lässt sich bei den meisten Maschinen variieren. Hier können Haushalte wieder sparen, immerhin verbraucht die Waschmaschine während des Schleuderns besonders viel Strom. Dabei gilt Folgendes:

  • Die Wäsche wird luftgetrocknet: Die Umdrehungen verringern
  • Die Wäsche wird maschinengetrocknet: Die Umdrehungen erhöhen

Zwar wird im letzten Fall beim Schleudern mehr Strom verbraucht, doch kommt die Wäsche gleich mit geringerem Restwasseranteil in den Wäschetrockner, wodurch sich die Energiebilanz wieder ausgleicht.

Weitere Strom- und Wasserspartipps:

  • Waschen ohne Vorwäsche – die Vorwäsche verbraucht unnötig Strom und Wasser. Wer Flecken vorbehandelt, erhält auch bei einfachen Waschgängen saubere Wäsche.
  • Flecken vorab behandeln – werden hartnäckige Flecken zuvor mit Gallseife oder Fleckenmittel behandelt, genügt eine niedrigere Waschtemperatur. Hier findest du ein kleines Fleckenlexikon mit den richtigen Lösungsansätzen für viele hartnäckige Flecken.
  • Waschmaschine zügig ausschalten – die Zeitvorwahl ist ein nützliches Hilfsmittel bei modernen Waschmaschinen. Allerdings sollten die Programme so gestartet werden, dass die Maschine nicht lange Zeit im Stand-by läuft. Nach dem Waschen sollte die Maschine immer rasch ausgeschaltet werden.

Der Verbrauch lässt sich einschränken

Wer die Waschgänge plant, die Füllgröße der Maschine ausreizt und mit Bedacht die Waschprogramme und Temperaturen wählt, kann beim Wäschewaschen eine Menge Strom und Wasser sparen. Übrigens ist es auch möglich, die Waschmaschine an ein Hauswasserwerk anzuschließen und mit Brunnen- oder Regenwasser zu speisen. Dies gelingt natürlich nur in einem Eigenheim, doch wird auf diese Weise kein teures Leitungswasser verbraucht. Übrigens ist diese Regelung auch möglich, wenn das Brunnenwasser nicht der Trinkwasserqualität genügt.

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Hast du noch andere Tipps, wie man Strom, Wasser und Geld beim Wäschewaschen sparen kann? Hinterlasse uns einen Kommentar!