Tigerschnegel im Garten: dieser fleißige Nützling hilft bei der Gartenarbeit

Tigerschnegel machen sich nützlich im Garten und helfen sogar gegen gefräßige Nacktschnecken. Hier findest du alle wichtigen Informationen und Bezugsquellen.

Tigerschnegel (lat. Limax Maximus), auch unter den Namen Egelschnecke und Leopardenschnecke bekannt, werden häufig mit der Gemeinen Wegschnecke, der bekanntesten unter den Nacktschnecken, verwechselt und deshalb bekämpft. Dabei sind die meist auffällig gemusterten Tigerschnecken im Gegensatz zu ihren gefräßigen Verwandten ausgesprochen nützlich.

Denn die getigerten Schnecken sind äußerst fleißige Gartenhelfer und fressen mit Vorliebe welkes Grünzeug, überreifes Obst, Pilze, Flechten, Aas und Kot. Sie helfen so, den Garten in Ordnung zu halten. Weil sie aber auch vor anderen Schnecken und deren Eiern nicht Halt machen, tragen sie außerdem dazu bei, die Population hungriger Nacktschnecken in Schach zu halten, die sich besonders gern an angebautem Obst und Gemüse vergreifen.

Tigerschnegel im Garten

Als ausschließlich nachtaktive Tiere verstecken sich Tigerschnegel tagsüber gern beim Komposthaufen, unter Holzstapeln oder Steinhaufen. Um sie im eigenen Garten anzusiedeln, empfiehlt es sich deshalb, ein paar solcher dunklen, feuchten Plätzchen einzurichten, an denen sie sich besonders wohlfühlen.

Tipp: Ganz allgemein hilft ein Naturgarten mit einigen unaufgeräumten Ecken, Nützlinge zu unterstützen und einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.

Tigerschnecken ernähren sich vor allem von abgestorbenen Pflanzenteilen und anderen Überresten und fördern so die natürlichen Kreisläufe im Garten. Um ihren Eiweißbedarf zu decken, fressen Tigerschnegel aber auch gern die Gelege und Schnecken anderer Arten.

Als alleiniger Helfer gegen einen massiven Schneckenbefall eignen sich die nützlichen Tiere entgegen anderslautender Gerüchte allerdings nicht. Denn sie vermehren sich langsamer als andere Schneckenarten und ernähren sich überwiegend pflanzlich.

Alternativer Schutz vor Schnecken

Wenn Tigerschnecken allein nicht ausreichen, um einen Nacktschneckenbefall im Garten einnzudämmen, musst du dennoch nicht zu giftigem Schneckenkorn greifen. Denn neben den getigerten Nützlingen gibt es einige weitere natürliche Methoden, um gefräßige Schnecken vom Gemüsebeet fernzuhalten.

Ebenerdige Beete lassen sich beispielsweise mit einem Schneckenzaun schützen. Natürliche Materialien wie Kaffeesatz, Muschelmulch oder Schafwolle sind ebenfalls hilfreich, damit die gefräßigen Kriechtiere an das begehrte Gemüse und Obst nicht herankommen bzw. abgeschreckt werden.

Um Schnecken zu bekämpfen, die das Gemüse im Garten anfressen, ist kein Gift notwendig. Schnecken lassen sich mit Mitteln wie Kaffeesatz, Schneckenzäunen oder natürlichen Feinden vertreiben.

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Tigerschnegel kaufen

Zwar sind Tigerschnegel weit verbreitet und deshalb in vielen Gärten bereits vorhanden, auch wenn man sie tagsüber fast nie zu Gesicht bekommt. Wer sie bisher nicht gesichtet hat und gern bei sich ansiedeln möchte, kann die Tiere über schnegelfarm.de, Tigerschnegelshop oder über Kleinanzeigen-Portale beziehen.

Tipp: Auch diese Nützlinge helfen, Schädlinge im Garten natürlich zu bekämpfen.

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Hast du den Tigerschnegel bereits im Garten oder kennst du andere natürliche Methoden, um gefräßige Schnecken in Schach zu halten? Dann freuen wir uns auf deine Erfahrungen in einem Kommentar!

Mehr nützliche und inspirierende Beiträge gibt es hier:

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5 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Mir hat eine Idee aus der Permakultur immer die besten Ergebnisse beschert.
    Ein 20cm breiter und 10cm tiefer Graben mit Einfassung (Schieferplatten, Dachziegeln
    oder Schalbrettern, usw, usw.) mit grauem (Rhein-)sand gefüllt. Die Schnecken schaffen es nicht-selbst bei Regen-über den scharfkantigen Sand zu kommen. Nach der anfänglichen Investition muß man nur noch das Einwachsen verhindern und hat dann immerdar Ruhe.

    Antworten
  2. Ich habe auch Tigerschnegel im Garten und habe sie geschützt, solange bis sie mir 2 Zucchinipflanzen ratzekal abgefressen haben. Sonst war keine einzige Schnecke in meinem Hochbeet, nur eine ganze Familie der Tigerschnegel.

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    • Hallo Dagmar, das ist natürlich blöd. Ganz sicher kann man nicht sein, dass die Tigerschnegel die Nutzpflanzen nicht anrühren. Aber eigentlich bevorzugen sie abgestorbene Pflanzenteile. Liebe Grüße Sylvia

  3. Amaliaandfriends
    Amaliaandfriends

    Das schicke ich gleich an meine Oma weiter, die würde die sonst zerschneiden…. – nein spaß, super rezept!
    💚

    Antworten
  4. Wer Schnecken im Garten hat, sollte das Gießen in die Morgenstunde verlegen. Dann kann der Garten den Tag über abtrocknen und ist in der Nacht nicht so feucht und die Schneckenpopulation hält sich in Grenzen. Ich praktiziere diese Methode seit ein paar Jahren mit beachtenswertem Erfolg.

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