Unverpackt-Verband vernetzt Unverpackt-Läden und unterstützt Gründer

Seit 2018 vernetzen sich Unverpackt-Läden über den Unverpackt-Verband. Das geteilte Know-how erleichtert Neugründungen und stärkt die oft kleinen Ladengeschäfte im Markt.

Was vor wenigen Jahren mit der Eröffnung erster kleiner Ladengeschäfte mit loser Ware begann, hat sich zu einer großen Bewegung entwickelt: Unverpackt-Läden boomen, etablierte Läden eröffnen weitere Filialen, und selbst in kleineren Städten ist der Trend angekommen, Verpackungsmüll schon in den Geschäften zu vermeiden.

Höchste Zeit, dass sich Inhaber und Gründer vernetzen, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam mehr zu erreichen. In diesem Sinne wurde 2018 der Unverpackt e.V. – Verband der Unverpackt-­Läden gegründet.

Hintergrund: Immer mehr Unverpackt-Läden

Allein in Deutschland gibt es inzwischen über 120 Unverpackt-Läden, und über 80 weitere Läden befinden sich in der Planungsphase. Damit nicht alle bei Null anfangen müssen, bündelt der Unverpackt-Verband die Erfahrungen seiner Mitglieder und unterstützt sie mit dem gesammelten Know-How. 

Seit 2018 vernetzen sich Unverpackt-Läden über den Unverpackt-Verband. Das geteilte Know-how erleichtert Neugründungen und stärkt die oft kleinen Ladengeschäfte im Markt.

Organisation des Unverpackt-Verbands

Während des ersten Jahres seit Gründung haben sich bereits über 100 Unverpackt-Läden dem Verband angeschlossen. Den Vollmitgliedern steht ein interner Bereich mit zahlreichen Antworten auf wichtige Fragen (in Form eines Wikis und eines Downloadbereichs und ein internes Forum) zur Verfügung. Der Verband kümmert sich um gemeinsames Marketing, berät Läden in Planung oder Läden in Schwierigkeiten, sammelt durch verbandsinterne Umfragen statistische Werte zum Betriebsalltag und stellt die aufbereiteten Ergebnisse allen Mitgliedern im internen Bereich zur Verfügung, gibt materialkundige Laborprüfungen in Auftrag, um zu erfahren, ob beispielsweise die Zahnseide aus Mais tatsächlich keine fossilen Kohlenstoffe enthält, führt Gespräche mit Produzenten, Lieferanten und anderen Institutionen, um die Ziele des Verbands umzusetzen, und vieles mehr.

Ziele des Unverpackt-Verbands

Zu den Zielen des Unverpackt-Verbands gehört eine bessere Vernetzung der einzelnen meist inhabergeführten Geschäfte ebenso wie die Entwicklung nachhaltiger Produkte und Verpackungen. Auch auf die Politik möchte die Interessengemeinschaft im Sinne des gemeinsamen Ziels der Müllvermeidung und des Schutzes der natürlichen Lebensgrundlagen Einfluss nehmen. 

Austausch und Unterstützung von Gründern

Neugründer unterstützt der Unverpackt-Verband mit Sortiments- und Lieferantenlisten, greift bei der Erstellung eines Business-Plans unter die Arme und sorgt dafür, dass bei der Neueröffnung eines Unverpackt-Ladens typische Fehler vermieden werden. 

Auch bereits etablierte Geschäfte stehen über die Interessensgemeinschaft in regem Austausch zu Neuerungen und Problemen. Mehrmals im Jahr findet ein von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde organisierter Workshop statt, bei dem aktuelle Themen diskutiert und analysiert werden. Die Ergebnisse fließen in die Verbandsarbeit ein.

Seit 2018 vernetzen sich Unverpackt-Läden über den Unverpackt-Verband. Das geteilte Know-how erleichtert Neugründungen und stärkt die oft kleinen Ladengeschäfte im Markt.

Entwicklung nachhaltiger Produktlösungen

Während einzelne Unverpackt-Läden häufig Schwierigkeiten haben, Großhändler oder Produzenten zu finden, die bereit sind, ihre Waren lose bzw. nachhaltig verpackt zu liefern, konnte der Unverpackt-Verband bereits erste Erfolge erzielen. Vereinsmitglieder können beispielsweise Pasta inzwischen im großen Papiersack beziehen. Tomatenpassata und Kokosöl gibt es bereits im Pfandglas, andere Produkte wie zum Beispiel eine nachhaltige Alternative zu Nutella sollen folgen.

Seit 2018 vernetzen sich Unverpackt-Läden über den Unverpackt-Verband. Das geteilte Know-how erleichtert Neugründungen und stärkt die oft kleinen Ladengeschäfte im Markt.

Politische Ziele: Ökologische Steuerreform

Nicht nur innerhalb der Zero-Waste-Szene möchte der Unverpackt-Verband wirken, auch politisch soll gemeinsam etwas erreicht werden. Unter anderem setzt er sich für eine ökologische Steuerreform ein, durch die verpackungsarme Produkte steuerlich bessergestellt werden als solche, deren Verpackung der Umwelt schaden. So sollte aus Sicht des Unverpackt e.V. die niedrigere Besteuerung von to-go-Produkten mit 7 % MwSt. im Vergleich zu im Geschäft gekauften oder verzehrten Waren mit 19 % abgeschafft oder sogar umgekehrt werden. 

Mehr Informationen zur Arbeit des Unverpackt-Verbandes findest du auf der Webseite, Instagram und Facebook.

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3 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Angela Siemon

    Hallo
    Könnt ihr mir sagen wo ich Zubehör für ein Unverpackt Laden bekommen kann.
    LG Angela

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Liebe Angela,
      wende dich am besten mal an den Unverpackt-Verband, der hier im Beitrag vorgestellt wird. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Gründung!
      Liebe Grüße

  2. Philippe Bernard

    wir , bei Trade Fixtures Europe , arbeiten schon lange mit den Verband und Ihre Mitglieder . Gute Erfahrung haben wir gerade wenn es um Beratung geht . Ein neue Unverpackt Laden ist dadurch kein Einzelkämpfer mehr, sondern kann profitieren von Erfahrungen anderen .. Wir begrüßen diese Initiative und fördern es in dem neue Gründer informieren über dieser Verband .

    Antworten

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