Menstruationstasse statt Tampon: Antworten auf alle wichtigen Fragen

Menstruationstassen können unzählige Tampons ersetzen. Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um die nachhaltige Monatshygiene findest du hier!

Eine Menstruationstasse, auch Periodentasse genannt, spart nicht nur große Mengen Müll in Form von Tampons und Co. ein. Viele Anwenderinnen berichten nach der Umstellung auch, dass sie sich mit der Tasse viel wohler fühlen und bedauern, dass sie die nachhaltige Alternative nicht schon früher kennengelernt haben. Doch für wen eignet sich die “Tasse” überhaupt, und was ist bei der Benutzung zu beachten?

Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, auf das Mehrwegprodukt umzusteigen, aber noch unsicher bist, oder wenn sich während der Anwendung Probleme ergeben, findest du in diesem Beitrag alle Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Menstruationstasse. Falls deine Frage noch nicht beantwortet ist, ergänze sie einfach unten in den Kommentaren!

Wie finde ich eine Menstruationstasse, die zu mir passt?

Die innere Anatomie einer Frau ist so individuell wie ihre Nase oder Lippen, deshalb müssen manche Frauen etwas länger nach der “perfekten” Tasse suchen. Oft reichen aber die Angaben der Hersteller bereits aus. Sie bieten in der Regel Periodentassen in zwei Größen an, eine kleine Variante für junge Frauen und eine größere für reifere Frauen und solche, die schon einmal vaginal entbunden haben. Auch die Stärke der Periode, die Position der Gebärmutter und die Beschaffenheit des Beckenbodens spielen bei der Auswahl der richtigen Tasse eine Rolle.

Tipp: Kompetente Beratung findest du zum Beispiel in auf Monatshygiene spezialisierten Shops oder in einschlägigen Gruppen auf Facebook.

Wie wird die Menstruationstasse richtig eingesetzt?

Bevor du die Menstruationstasse zum ersten Mal benutzt, muss sie gemäß Herstellerangaben gereinigt werden. Auch solltest du vor der Nutzung immer deine Hände gründlich waschen. Das anschließende Einführen ist zwar etwas komplizierter als bei Tampons, dafür bietet eine richtig sitzende Tasse sicheren Schutz für viele Stunden.

Um die Menstruationstasse einführen zu können, wird sie zunächst gefaltet. Dafür gibt es verschiedene Falttechniken, die mit etwas Übung leicht gelingen. Während manche Frauen mit der C-Faltung, wie sie auf dem Bild unten zu sehen ist, am besten zurechtkommen, bevorzugen andere die S-Faltung oder entwickeln ihre ganz eigene Technik.

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Ähnlich wie bei Tampons klappt das Einführen bei einigen Frauen im Sitzen oder Hocken besser, andere stehen dabei lieber. Wichtig ist, dass die Tasse sich nach dem Einführen an der richtigen Stelle entfaltet – nämlich am oder kurz unter dem Muttermund. Erst dann landet das Menstruationsblut zuverlässig in der Tasse, ohne dass etwas daran vorbei läuft.

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Wie lange darf die Menstruationstasse im Körper bleiben?

Das Fassungsvermögen einer Menstruationstasse ist größer als das eines Tampons. Deshalb kann sie bis zu 12 Stunden im Körper verbleiben, was vor allem nachts praktisch ist. Wie oft die Tasse tagsüber geleert werden muss, hängt von der Stärke der Blutung ab und davon, wie du dich am wohlsten fühlst.

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Wie kann ich sicherstellen, dass nichts ausläuft oder daneben geht?

Wenn die Menstruationstasse richtig sitzt, bildet sie unterhalb des Gebärmutterhalses ein Vakuum, wodurch kein Blut an der Tasse vorbeifließen kann. Sobald die Tasse voll ist, kann es allerdings genau wie bei Tampons passieren, dass eine geringe Menge Menstruationsblut ausfließt. Ähnlich wie bei herkömmlichen Hygieneprodukten stellt sich aber in der Regel schnell ein Gefühl dafür an, in welchen Abständen die Tasse geleert werden muss.

Wie wird die Menstruationstasse entfernt?

Bevor die Menstruationstasse entfernt wird, sollten genau wie vor dem Einsetzen die Hände gründlich gereinigt werden. Dann kann durch leichtes Zusammendrücken am unteren Ende der Tasse das Vakuum gelöst werden. Anschließend lässt sich die Periodentasse ganz einfach am Stiel fassen und herausziehen.

Besonders anschaulich wird das Einsetzen und Entfernen der Menstruationstasse in diesem Video gezeigt:

Was tue ich, wenn die Menstruationstasse festsitzt?

Erst einmal: Ruhig bleiben. Denn das kommt öfter vor, als man es sich als Neuanwenderin vielleicht denkt. Durch Entspannen, In-die-Hocke-Gehen und Pressen sowie mithilfe der Finger lässt sich auch eine festsitzende Tasse in aller Regel lösen. In dieser Situation kann eine Community mit erfahrenen Nutzerinnen auf Facebook und Co. ebenfalls hilfreich sein.

Wie wird die Tasse richtig (hygienisch sauber) gereinigt?

Bevor eine neue Menstruationstasse zum ersten Mal genutzt werden kann, muss sie erst einmal gründlich gereinigt werden, auch um etwaige Produktionsrückstände zu entfernen. Zu diesem Zweck wird sie abgebürstet (zum Beispiel mit einer alten Zahnbürste), mit einer milden, pH-neutralen Waschlotion und für circa 20 Minuten in kochendes Wasser gelegt. Damit die Tasse auch bei einer geringen Wassermenge im Topf nicht den heißen Topfboden berührt und ausreichend mit Wasser bedeckt ist, kann beispielsweise ein klassischer Schneebesen hilfreich sein, in den die Tasse vor dem Abkochen gesteckt wird.

Wichtig: Beachte auch die Nutzungshinweise des Herstellers, wenn du eine neue Tasse gekauft hast.

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Wenn die Periodentasse zwischendurch geleert und wieder eingesetzt wird, reicht es normalerweise aus, sie mit klarem Wasser auszuspülen. Sind die kleinen Luftlöcher am oberen Rand verstopft, kannst du die Tasse mit Wasser befüllen, mit der Hand abdecken, umdrehen und das Wasser durch die Löcher herausdrücken. Wenn das nicht reicht, kannst du die Menstruationstasse zusätzlich mit einer parfumfreien, pH-neutralen Seife, zum Beispiel Dr. Bronner’s 18-in-1 Naturseife Baby-Mild), auswaschen und bei Bedarf eine kleine Bürste zu Hilfe nehmen, um hartnäckige Rückstände zu entfernen. Eine herkömmliche, parfümierte Handseife ist hingegen nicht zu empfehlen.

Am Ende deiner Periode, bevor du die Tasse für einige Wochen nicht mehr benötigst, sollte sie noch einmal gründlich gereinigt und vor dem nächsten Einsatz wieder für einige Minuten in kochendem Wasser desinfiziert werden.

Wie reinige ich die Menstruationstasse am besten unterwegs?

Unterwegs ist die Reinigung einer Menstruationstasse zwar etwas kniffliger, aber ebenfalls machbar. In der Regel reicht es, sie auszuleeren und mit klarem Wasser abzuspülen. Wenn du vorher schon weißt, dass kein Leitungswasser zur Verfügung stehen wird, empfiehlt es sich, eine Flasche mit sauberem Wasser dabeizuhaben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf spezielle Baumwolltücher mit desinfizierender Wirkung auf Alkoholbasis zurückgreifen. Zur Not und ohne Wasser ist der eigene Urin ebenfalls eine unbedenkliche, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftige Möglichkeit zum Ausspülen.

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Aus welchem Material bestehen Menstruationstassen?

Qualitativ hochwertige Menstruationstassen bestehen aus Latex, medizinischem Silikon oder Thermoplastischen Elastomeren (TPE) und sind medizinisch geprüft.

Besteht mit der Menstruationstasse ein erhöhtes Risiko, am Toxischen Schocksyndrom (TSS) zu erkranken?

Das Toxische Schocksyndrom (TSS) wird insbesondere mit der Verwendung von Tampons in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um eine gefährliche bakterielle Infektion, die nicht nur während der Menstruation, sondern auch durch Verletzungen und bei Operationen auftreten kann. Über einen Zusammenhang zwischen TSS und der Nutzung von Menstruationstassen ist bisher wenig bekannt, allerdings kann auch in diesem Fall das Risiko nie vollständig ausgeschlossen werden. Auch deshalb ist es wichtig, die Tasse regelmäßig zu reinigen und sie nur mit sauberen Händen einzuführen und zu entfernen.

Besteht mit der Tasse ein erhöhtes Risiko für Pilzinfektionen?

Nein, denn im Gegensatz zu Tampons trocknet eine Menstruationstasse die Scheidenschleimhaut nicht aus, wodurch der natürliche Schutz gegen Pilzinfektionen bestehen bleibt. Immer wieder berichten Frauen, die häufiger mit Pilzinfektionen zu kämpfen hatten, dass diese durch den Umstieg auf die Tasse sogar seltener oder gar nicht mehr auftreten.

Kann die Menstruationstasse Schmerzen verursachen oder Menstruationsbeschwerden verstärken?

Eine passende Menstruationstasse sollte keine Schmerzen verursachen. Wenn dennoch Schmerzen auftreten oder sich das Tragen der Tasse unangenehm anfühlt, sitzt sie wahrscheinlich nicht richtig oder hat nicht die passende Größe. Manche Anwenderinnen stört der Tassengriff am unteren Ende. Dieser Stiel kann aber gekürzt oder ganz abgeschnitten werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Tasse auf links zu drehen, sodass sich der Griff im Inneren befindet (klappt nicht mit allen Modellen).

Kann ich eine Menstruationstasse benutzen, wenn ich eine Spirale trage?

Dadurch, dass das Rückholbändchen der Spirale in die Scheide hineinragt, und durch den von der Tasse verursachten Unterdruck besteht tatsächlich ein gewisses Risiko, das du aber durch etwas Achtsamkeit leicht minimieren kannst. Falls du eine Spirale trägst und eine Tasse nutzen möchtest, ist es besonders wichtig, immer erst den Unterdruck zu lösen, bevor du an der Tasse ziehst, um sie zu entfernen. Außerdem kannst du deine Gynäkologin oder deinen Gynäkologen bitten, das Rückholbändchen zu kürzen.

Eignet sich die Tasse schon für Mädchen in jüngerem Alter?

Theoretisch spricht nichts dagegen, dass junge Mädchen eine Menstruationstasse in kleiner Größe verwenden. Durch das Jungfernhäutchen kann das Einführen der Tasse allerdings etwas schwieriger sein. Auch bei jungen Frauen ist die Anatomie sehr unterschiedlich, weshalb es es auf diese Frage keine einheitliche Antwort gibt. Am besten einfach mal ausprobieren!

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Kann man Menstruationstassen beim Sport tragen?

Im Vergleich zu Tampons und Binden ist die Menstruationstasse nicht nur gleichwertig, sie bietet darüber hinaus sogar Vorteile beim Sport. Denn es stört kein Bändchen und keine Binde, die in engen Sporthosen unangenehm aufträgt. Zudem kann sie in der Regel länger im Körper verbleiben, weshalb du sie während des Sports viel seltener wechseln musst als einen Tampon. Beim Wassersport ist die Auslaufsicherheit ebenfalls deutlich höher als bei der Verwendung von Tampons. Nach dem Schwimmen sollte die Tasse geleert und ausgespült werden.

Wie lange hält eine Menstruationstasse?

Menstruationstassen bestehen aus Latex, Silikon oder Thermoplastischen Elastomeren (TPE) – sehr beständigen Materialien, weshalb sie je nach Modell über mehrere Monate bis hin zu vielen Jahren genutzt werden können. Damit deine Tasse möglichst lange hält, empfiehlt es sich, sie vor Sonneneinstrahlung zu schützen und sich bei der Reinigung an die Pflegehinweise des Herstellers zu halten.

Tipp: Abgesehen von Menstruationstassen gibt es viele weitere nachhaltige Alternativen zu Einweg-Hygieneprodukten für Frauen.

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Hast du schon einmal eine Menstruationstasse benutzt? Dann freuen wir uns auf deine Erfahrungen in einem Kommentar!

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23 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Also ich hab mittlerweile schon zwei verschiedene Tassen u musste leider wieder auf Müllproduktion umsteigen. Beide Tassen krieg ich einfach nicht „genug befestigt“, sodass nix vorbeiläuft. Somit brauch ich eben doch immer was im Slip drinnen für den Fall der Fälle u dann kann ich gleich drauf verzichten… Hat das Problem vl noch wer das er mehrere Tassen schon versucht hat u nicht erfolgreich war?

    Antworten
  2. Toll, dass Ihr darüber berichtet. Nutze ich auch.

    Menstruationsbecher, Cup, Tagefänger hört und liest sich viel schöner. Keiner erklärt, dass es eine kleine „Tasse“ ist.

    Hier wurde mal eine schöne Seite erstellt, es war mal ein Shop. Da sind viele tolle Infos drauf:

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    Antworten
  3. Ich nutze auch schon ein paar Jahre eine Menstruationstasse. Nach einer OP bekam ich sehr starke Menstruationsblutungen. Deshalb stieg ich auf ein recht großes (bis zu 38ml) aber dafür weiches Modell um. Das Einführen musste ich damit erst wieder üben. Aber ich fragte mich dann schon, weshalb ich so lange gezögert habe, auf eine andere Tasse umzusteigen. Selbst meine Tochter hat gewechselt auf das gleiche Modell. Sie trägt sich so angenehm, dass ich aufpassen muss, sie nicht zu vergessen. Tampons dagegen waren mir immer unangenehm. Ich hatte meistens das Gefühl von Fremdkörper in mir.
    Ich finde es zwar auch am angenehmsten, wenn ich in Reichweite fließendes Wasser habe zum Reinigen. Aber unterwegs habe ich auch einfach mit Urin gespült. Das geht genauso. Und abends zuhause wieder mit Wasser. Meistens ist es unterwegs aber gar nicht nötig. Es reicht in aller Regel einmal morgens und einmal abends auszuleeren und das trotz starker Blutung.

    Antworten
    • Darf ich fragen welche Marke das ist? Ich suche auch noch eine, die etwas größer ist.

  4. Hallo zusammen,

    erstmal Danke, dass Ihr auch dieses Thema ansprecht – super 👍
    Ich bin noch nicht so erfahren, habe die Tasse jetzt während 3 Zyklen benutzt.

    Habe eine Frage zum Punkt „Auslaufsicherheit“:
    Letzten Monat war an Tag 1 alles prima, an Tag 2 war dann leider einiges bis nach außen auf meine Jeans vorgedrungen 😕
    Ich meine, ich hätte an beiden Tagen alles ziemlich gleich gemacht. Hab auch versucht, den Rand nach dem Einsetzen zu umfahren..
    Gibt es denn etwas, was man noch zusätzlich zum überprüfen oder so machen kann, um die Tragesicherheit zu erhöhen?
    Liebe Grüße
    Marie

    Antworten
    • Hallo Marie, war die Tasse denn voll oder ist das Blut vorbeigelaufen. Es ist leider schwierig, da per Ferndiagnose etwas zu raten. Liebe Grüße Sylvia

    • Hallo Sylvia,
      Nein, voll war die Tasse noch nicht. Denke eher, es ist vorbei gelaufen. Wie das möglich war, dass sie falsch saß ohne es den halben Tag zu merken, keine Ahnung 🤔
      Heute habe ich sie dann passenderweise wieder benutzt, und mir besonders Zeit und Ruhe fürs Einsetzen genommen. Da war sie zuerst nicht aufgeploppt, sondern saß gefaltet zwischen Muttermund und Wand – aha..
      Also ganz so einfach wie ein Tampon ist sie nicht drin, aber vielleicht ist das auch ne Übungssache..
      Am besten nicht gleich aufgeben, wenn‘s nicht auf Anhieb klappt 😉
      Liebe Grüße Marie

    • Tragsicherheit/Auslaufschutz prüfen? … wie bei MARIE … Das wäre auch meine Frage.

  5. Was ich mir bei den Menstruationstassen nicht vorstellen kann: wie macht frau das, wenn sie den ganzen Tag im Büro oder unterwegs ist? Ich kann mir natürlich bevor ich auf die Toilette gehe die Hände waschen, aber in der Kabine ist kein Waschbecken und mehrfach raus und rein ist weder hygienisch noch wirklich machbar, andere wollen ja auch auf die Toilette, da kann es zu unangenehmen Begegnungen oder Verzögerungen kommen. In dem Zusammenhang finde ich auch den Hinweis auf Hilfe durch FB-Gruppen bei festsitzenden Menstruationstassen irgendwie strange – ich hab gerade im Büro mein Handy nicht immer bei mir. Und „ruhig bleiben“ ist da auch schwierig, auch hier der Hinweis: frau ist nicht allein.
    Ich für meinen Teil könnte mir das nur vorstellen, wenn ich eine Toilette mit Waschbecken ganz für mich hätte – und das hab ich nur daheim.
    Grundsätzlich finde ich die Idee gut, nur die Umsetzung kann ich mir in meinem Leben nicht vorstellen.

    Antworten
    • Hallo Marina,
      das Büro ist tatsächlich kein Problem, da man die Tasse bei passender Größe sehr lange tragen kann und gar nicht wechseln muss. Das ist einer der tollen Vorteile dieser Methode. Ansonsten kannst du dir wie bei Tampons vorab draußen die Hände waschen, leerst die Tasse nur aus und benutzt sie weiter. Mit Toilettenpapier die Finger säubern (muss man ja bei Tampons auch) und draußen wieder Hände waschen.

  6. Ich hab meine Tasse erst vor ca 3jahren entdeckt und seitdem meine Periode noch unkomplizierter erlebt,obwohl ich immer stark geblutet habe. Jetzt bin ich seit einigen Monaten in der Menopause und fast etwas enttäuscht, nicht länger auf die Tasse angewiesen zu sein 😊ich hoffe,dass ich meine Tochter demnächst dafür begeistern kann.
    Nie wieder tampons vergessen,keinen Müll produzieren und unabhängiger sein. Wenn ich in öffentlichen Toiletten war,hab ich die Tasse auch mal nur ausgeleert und wieder eingesetzt. Bei der nächsten Gelegenheit wieder gründlich gereinigt und ich hatte nid Probleme!

    Antworten
    • Ich glaube, meine Menstruationstasse wird bald volljährig. Mir macht sie viel weniger Probleme als alles andere früher. Zum Leeren gehe ich auch mal auf Behindertentoiletten, die haben ein eigenes Waschbecken. Ansonsten einfach auskippen und wieder rein damit. Ausgekocht habe ich sie nie, nur heiß ordentlich abgespült und fertig. Bei Nichtnutzung trocken aufbewahren, nicht in einer Plastikdose oder so.

  7. Vielen Dank für den Artikel zu den Menstruationstassen! Nun gibt es ja inzwischen ein breites Angebot davon und meine Frage wäre, ob es dazu Testberichte oder Artikel gibt, die verschiedene Tassen miteinander vergleichen etc.?

    Antworten
    • Hallo Ruth, da kann ich dir auf Anhieb leider nichts empfehlen. Da Frauenkörper und Bedürfnisse sehr unterschiedlich sind, dürfte es aber auch schwer sein, verschiedene Tassen einem objektiven Vergleich zu unterziehen. Liebe Grüße Sylvia

  8. Leider gibt es dieses Klischee, dass bei Menstruationstassen überhaupt kein Risiko für Toxic-Shock-Syndrom bestünde. Das stimmt nicht! Das Risiko ist genauso gegeben wie bei Tampons.

    Hier ein wissenschaftlicher Artikel dazu (leider ziemlich trocken, dafür informativ): https://new.hindawi.com/journals/cjidmm/2015/560959/

    Allerdings ist das Risiko für TSS immer sehr klein, egal ob Tampon oder Tasse. Man sollte sich also nicht verrückt machen.

    Antworten
    • Bin froh, dass ihr das Thema TSS und Menstruationstasse überhaupt ansprecht – das macht sonst leider niemand!

  9. Hallo

    Noch ein kleiner Tipp von mir. Ich fahre beim Einführen immer mit dem Finger um die Tasse herum um sicherzugehen dass die Tasse aufgeploppt ist.

    Antworten
  10. Ich hatte vor kurzem eine heftige bakterielle Infektion, die wohl durch die Tasse entstanden ist (abgeschlossenes Klima). Habe ich jetzt auch schon häufiger gehört. Seitdem leere und reinige ich sie etwa alle 4 bis 6 Stunden und verzichte nachts völlig. Klappt so auch.

    Antworten
  11. Außerdem minimiert sie das Gepäck auf Reisen weiter.
    Schattenseite ist, dass man nicht in jeder relevanten (Hand-) Tasche eine hat – frau braucht ja nur eine. Da habe ich noch ein paar Rest-Tampons verteilt. Und in nun drei Jahren einmal einen gebraucht.

    Antworten
  12. Ich habe meine Tasse seit fast vier Jahren. Ich hatte zu Beginn eine Kupferspirale. Die habe ich mir innerhalb kürzester mit der Tasse gezogen! (Obwohl das Vakuum immer ordnungsgemäß gelöst wurde!) Meine Frauenärztin rät mittlerweile von der Kombination aus Tasse und Spirale ab weil sie mehrere Patientinnen hat denen es wie mir ging! Das würde ich mir als Spiralenträgerin also echt gut überlegen!

    Die Tasse durfte übrigens bleiben; die Spirale hakte ich für mich ab. Die Tasse ist großartig! Ich hatte mich ursprünglich dafür entschieden weil ich zu Pilzinfektionen neige – das ist seit dem Umstieg von Tampons auf Tasse für mich Geschichte! Und seit ich so sehr Müll vermeide passt das natürlich noch besser zu mir.

    Antworten
    • Vielen Dank für deine Ergänzung zum Thema Spirale und Menstruationstasse! Liebe Grüße Sylvia

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