Essigwickel als bewährter Fiebersenker – so einfach geht es

Essigwickel sind leicht anzuwenden und wirken als natürlicher Fiebersenker. Erfahre, wie es funktioniert und was Du vermeiden solltest.

Als bewährte Naturheilmittel lindern Wickel und Auflagen zahlreiche Alltagswehwehchen auf sanfte Weise. Zu den bekanntesten zählen sogenannte Essigwickel, die du bei leichtem oder mittlerem Fieber anwenden kannst. Die mit Essigwasser getränkten Wickel wirken fiebersenkend, indem sie dem Körper Wärme entziehen und so die natürliche Kühlungsreaktion über die Haut anregen. Der Essig verstärkt die kühlende Verdunstung und entspannt die Muskulatur. Das trägt zur Linderung unangenehmer Begleitsymptome wie Kopfweh oder Unwohlsein bei.

Essigwickel richtig anwenden – Schritt für Schritt

Um Essigwickel anzuwenden, benötigst du nicht viel:

  • 4 saugfähige Naturfasertücher
  • 1 Liter handwarmes Wasser
  • 2 Esslöffel Apfelessig oder normaler Haushaltsessig (Säuregehalt ca. 5%)

Benötigte Zeit: 30 Minuten

Essigwickel lassen sich leicht selber machen und anwenden. Wenn du nur Essigessenz im Haus hast, bedenke, dass ihre Säurekonzentration in der Regel 25% beträgt. Entsprechend muss sie für die Herstellung des Essig-Wasser-Gemischs sehr viel stärker verdünnt werden.

  1. Essigwasser herstellen

    Wasser mit Essig in einer Schüssel vermischen.

  2. Tücher anfeuchten

    Zwei Tücher in das Essigwasser eintauchen und gut auswringen (nicht zu trocken, aber auch nicht tropfnass).

  3. Essigwickel auflegen

    Die feuchten Tücher um die Waden oder Füße wickeln, möglichst faltenfrei.
    Jeweils ein trockenes Tuch über die feuchten Tücher legen und um die Beine wickeln. Essigwickel sind leicht anzuwenden und wirken als natürlicher Fiebersenker. Erfahre, wie es funktioniert und was du vermeiden solltest.

  4. Essigwickel einwirken lassen

    Essigwickel etwa 10–20 Minuten (bei Kindern eher etwas kürzer) einwirken lassen. Die Anwendung nach 30–60 Minuten ggf. wiederholen, falls das Fieber noch hoch ist.

Wichtige Dos and Don’ts

Essigwickel sollten nur angewandt werden, wenn Hände und Füße warm sind, nicht bei Frösteln oder kalten Gliedmaßen. Die Temperatur darf durch die Wickel nicht zu schnell oder zu stark absinken (max. 1 °C pro Anwendung), um Kreislaufbelastungen zu vermeiden. Wenn während der Anwendung Unwohlsein oder unangenehme Hautreizungen auftreten, wird die Anwendung am besten unmittelbar abgebrochen. Bei Kindern die Wickel nur unter Aufsicht und nicht länger als 10–15 Minuten auflegen.

Wichtig: Bei anhaltend hohem Fieber oder Verschlechterung der Symptome ärztlichen Rat einholen.

Vorsicht bei Babys und Kleinkindern

Krankenhäuser und Kinderärzte berichten immer wieder von Hautverätzungen bei Babys und Kleinkindern durch die Anwendung von Essigwickeln oder Essigsöckchen1. Das liegt zum einen daran, dass die Haut in den ersten Lebensjahren noch sehr dünn und empfindlich ist. Auch eine versehentliche Überdosierung des Essiganteils zählt zu den Ursachen.

Wenn dein Kind noch klein ist, lasse dich vor der Anwendung von Essigwickeln deshalb am besten kinderärztlich beraten. Und entscheide dich gegebenenfalls für sanftere Methoden wie beispielsweise lauwarme Pulswickel.

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  1. Dr. med. Thomas Kron: Säuglinge mit Fieber: „Essigsöckchen“ offenbar keine gute Therapie-Idee (2024) ↩︎

Über mich

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Nachhaltigkeit, Minimalismus und Selbstversorgung. Als diplomierte Pädagogin hole ich Menschen gern dort ab, wo sie stehen, und liebe es, andere Menschen mit Rezepten und DIY-Alternativen zu Fertigprodukten zu inspirieren. In meinem Kleingarten erfreue ich mich nicht nur an selbst angebautem Obst und Gemüse, sondern trage auch mit Insektenhotels, Wildpflanzen und Laubhaufen (hoffentlich) zu mehr Biodiversität und Artenschutz im Kleinen bei.

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Ein Kommentar
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  1. Dieses alte Hausmittel kenne ich auch noch von meiner Oma! ❤️

    Die Wickel haben uns als Kindern immer so gutgetan, wenn das Fieber hoch war.
    Ich mache sie heute auch noch für meinen Mann und mich, wenn uns eine Erkältung erwischt hat.
    Als kleinen Kniff gebe ich manchmal noch einen Löffel Zitronensaft dazu, das duftet dann so schön frisch. 😉

    Antworten

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