Ginkgotee selber machen – so wirkt der Gedächtnisbooster
Du möchtest deine Konzentration und geistige Fitness auf natürliche Weise fördern? In diesem Beitrag erfährst du, wie du die Kraft des legendären ‚Goethebaums‘ direkt in die Tasse bringst. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du Ginkgo Tee selber machen kannst und worauf es beim Sammeln und Trocknen der charakteristischen Blätter ankommt. Entdecke das einfache Rezept für mehr Fokus im Alltag und erfahre alles über die belebende Wirkung des hausgemachten Aufgusses auf Körper und Geist – ganz ohne Plastikmüll oder teure Kapseln aus der Apotheke.
Rezept für Ginkgotee aus frischen Blättern
Schwierigkeit: Einfach1
Portionen2
kcal15
MinutenMit der folgenden Anleitung kannst du einen wirksamen Ginkgo Tee selber machen kann. Der Aufguss wird traditionell zur Förderung der Konzentration geschätzt.
Zutaten
4-6 frische Ginkgoblätter
250 ml Wasser
Zubereitung
- Ginkgoblätter säubern und klein hacken, damit sich die gesunden Inhaltsstoffe besser lösen.
- Blattstücke in ein Teesieb oder einen Papierfilter füllen.
- Teemischung in ein Gefäß geben und mit 250 ml heißem Wasser übergießen.
- Abgedeckt für sechs bis acht Minuten ziehen lassen, abseihen und nach Geschmack süßen.
Wirkung und potenzielle Nebenwirkungen
Ginkgo wird seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde geschätzt, vor allem für seine möglichen positiven Effekte auf Gedächtnis und Konzentration. Wissenschaftlich untersucht sind jedoch fast ausschließlich standardisierte Ginkgo‑Extrakte, nicht der Tee selbst. Ginkgo‑Tee gilt zwar als natürlich, enthält aber unkontrollierte Mengen an Wirkstoffen, weshalb Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden oder eine erhöhte Blutungsneigung möglich sind.
Wer den Tee regelmäßig trinken möchte, sollte dies mit Bedacht tun und im Zweifel ärztlichen Rat einholen. Schwangere sollten besser ganz auf Ginkgotee verzichten. Durch seine durchblutungsfördernde Wirkung ist er auch für Menschen, die blutgerinnungs-hemmende Medikamente einnehmen, nicht zu empfehlen.
Ginkgo-Blätter sammeln und verarbeiten
Der ideale Zeitpunkt für die Ernte von Ginkgo-Blättern liegt im Hoch- und Spätsommer (etwa Juli bis August), da sie zu dieser Zeit den höchsten Wirkstoffgehalt aufweisen. Sammle nur kräftig grüne, unbeschädigte Blätter von Bäumen, die fernab von viel befahrenen Straßen wachsen.
Wenn du Ginkgotee für den Vorrat herstellen möchtest, spüle die Blätter bei Bedarf kurz kalt ab, tupfe sie trocken und lasse sie anschließend an einem luftigen, schattigen Ort oder bei maximal 40 °C im Ofen trocknen, bis sie bei leichtem Druck knistern und brechen. In einem luftdicht verschlossenen, dunklen Glas gelagert, behalten die verarbeiteten Blätter ihre Heilkraft für mindestens ein Jahr.
Fazit: Ginkgo-Tee sicher genießen
Grundsätzlich gilt für GinkgoTee was für andere Heilpflanzentees aus gilt: Genieße sie wohldosiert, beoabachte die individuelle Wirkung auf deinen Geist und Körper und wechsle die Teesorte regelmäßig, um eine Überdosierung bestimmter Heilstoffe zu vermeiden.
Zur Reduzierung der enthaltenen Gerbstoffe kannst du die Ginkgobläter mit anderen anregenden Kräuter- und Teesorten wie zum Beispiel Eisenkraut, Rosmarin oder Grünem Tee mischen. Auch getrocknet aus dem Vorrat lassen sich die Blätter für einen Aufguss verwenden.
Rezepte, Zubereitung und optimale Ziehzeiten von 70 heilsamen und leckeren Teesorten findest du auch in unserem Buch:
Hast du schon Erfahrungen mit Ginkgo-Tee gemacht oder nutzt du alternative Wirkstoffe aus der Natur zur Steigerung von Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar unter diesem Beitrag!
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Hallo Sylvia,
vielen Dank für die schöne Anleitung. Ich habe mir im Herbst einen kleinen Vorrat an Blättern getrocknet und frage mich, ob man sie auch anders verwenden kann.
Da die Blätter ja die Durchblutung anregen, habe ich überlegt, ob sie sich vielleicht auch für ein belebendes Fußbad eignen würden?
Hat das schon mal jemand ausprobiert oder spricht da etwas dagegen?
Liebe Grüße
Anja
Hi,
ihr habt den erhöhten Gingkolsäuregehalt ja schon angesprochen. Andere Stimmen warnen nun generell vor Gingko Aufgüssen, weil diese Gingkolsäure Nachteile mit sich bringt ( angeblich steigert es die Anfälligkeit für Allergien und könnte Magenschleimhautreizungen bzw -entzündungen hervorrufen) z.B. hier http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2011/gefaehrliche-ginkgo-tees-100.html
bzw hier am Rande erwähnt
http://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/ginkgo
In dem Test wurde der Tee zwar mit Menthol und nicht mit Wasser aufgekocht, dennoch meinen die Tester, dass auch bei Wasser anzunehmen ist, dass ein erhöhter Säurewert in den Tee übergeht. Die kommerziellen Teehersteller sehen aufgrund dieser Ergebnisse allerdings keinen Anlass ihre Tees aus dem Program zu nehmen und die Apotheken-Umschau warnt ja nur leicht vor der Gingkolsäure. Wie seht ihr das? Ab und zu ein solcher Aufguss ist ok? Wenn man sich Sorgen macht, lieber mit anderem Tee vermischen, damit er nicht so stark ist oder wird die Säure dann sogar von den anderen Zutaten etwas neutralisiert?
Hallo Andy, beim Ginkgo ist es ein Für-und-Wieder. Grundsätzlich sollte man von allen Kräuter-Tees nicht dauerhaft über Wochen hinweg die gleiche Sorte trinken, sondern immer wieder wechseln, weil es sonst zu Überdosierung verschiedenster Stoffe kommen kann. Beim Ginkgo gilt das ganz besonders, ein paar Tassen sind unproblematisch bzw. sogar förderlich für Nerven und Gehirn (worauf sich die Tee-Hersteller sicher auch beziehen). Ginkgo ist aber auf keinen Fall für den täglichen Genuss geeignet. Liebe Grüße!