Plastea – ein Kontinent aus Plastikmüll entsteht

Endlich ist ein sinnvoller Weg gefunden worden, um mit dem schwimmenden Plastikmüll in den Ozeanen umzugehen. Wissenschaftler sprechen vom Hoffnungsschimmer Plastea.

April, April!

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Aprilscherz. Dabei ist das Thema Umweltverschmutzung, insbesondere durch Plastikabfall sehr ernst und wir hoffen, mit diesem Beitrag auf eine überzogene Art mehr Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen! Wie du Plastik im Alltag reduzierst erfährst du hier. Weiter unten findest du auch noch weiter führende Links.

Haben wir bald eine neue Lösung für den in den Weltmeeren schwimmenden Plastikmüll? Bereits 1997 hatte der Meeresforscher Charles Moore zusammenhängende Plastikmüllfelder im Nordpazifik entdeckt, die damals die Größe Deutschlands erreichten. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass sich die Müll-Anhäufungen in den Meeresdriftströmungswirbeln immer weiter annähern und verdichten. Die Masse mit der Bezeichnung Plastiglomerat besitzt eine ähnliche Struktur wie Gestein und ist schwimmfähig. Die größte Ballung findet im Nordpazifik statt und hat bereits die Ausmaße eines Kontinents angenommen.

Besonders überrascht hat die Wissenschaftler jedoch die Dicke des Müllteppichs, die im Mittel 3,5 Meter und stellenweise über 15 Meter beträgt – im Prinzip wäre die schwimmende Plastiglomerat-Masse tragfähig genug, um Häuser zu errichten. Schwimmen im Nordpazifik tausende Quadratkilometer wertvollen Lebensraums?

Der neue Kontinent hat auch schon einen Namen: In Anlehnung an den einstigen Superkontinent Pangaea spricht die Wissenschaft hoffnungsvoll von Plastea.

Endlich ist ein sinnvoller Weg gefunden worden, um mit dem schwimmenden Plastikmüll in den Ozeanen umzugehen. Wissenschaftler sprechen vom Hoffnungsschimmer Plastea.

Lösung für Probleme der Menschheit

Weil der schwimmende Superkontinent nicht vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen ist, beanspruchen zahlreiche Küstenstaaten bereits Territorien auf dem schwimmenden Kontinent. Auch für die wachsende Weltbevölkerung, die bis Ende des Jahrhunderts auf über elf Milliarden Menschen anwachsen soll, bietet der neue Kontinent Perpektiven. Erkundungsmissionen mit schwerem Bohr- und Landvermessungsgeräten haben Plastea bereits erreicht.

Schöne, bunte Plastikwelt

Schon wird von einem sinnvollen Weg gesprochen, den unerschöpflichen Verpackungsmüll weiterzuverwenden – in Plastea ist er ein wertvoller “Rohstoff”. Selbstredend soll den zukünftigen Bewohnern die Müllverbrennung verboten werden. Als positiver Nebeneffekt belasten keine giftigen Gase, die sonst bei der Verbrennung entstehen, die Atmosphäre. Außerdem könnte viel Geld eingespart werden, wenn der ökologische Irrweg, Materialien zu recyceln, eingestellt wird.

Nachdem der schwimmende Plastikmüll jahrzehntelang ignoriert wurde, erweckt die Aussicht auf neues Land neue Begehrlichkeiten. Mehrere Regierungsorganisationen und Lobbyverbände haben großzügige Forschungsbudgets in Aussicht gestellt, um die riesigen Mengen bereits versunkenen Plastikmülls zu bergen und der Landgewinnung zur Verfügung zu stellen.

Zu den Unterstützern zählen auch viele Investoren der Immobilienbranche. Unter anderem soll sich der US-Präsident Donald Trump durch die Immobilienunternehmen seiner Kinder bereits ein geeignetes Grundstück für einen neuen Trump Tower gesichert haben.

Neuer Lebensraum wirft Fragen auf

Diese neuen Möglichkeiten werfen aber auch unerwartete Fragen auf. So warnen Ökonomen schon vor Konflikten. Auf der einen Seite stehen Immobilienspekulanten und auf der anderen Seite schwimmen die Meeresbewohner, die sich immer mehr von Plastik ernähren. Als eine mögliche Lösung wurde eine Erhöhung der Walfangquoten vorgeschlagen, damit nicht mehr so viel des wertvollen Plastiks verspeist wird.

Endlich ist ein sinnvoller Weg gefunden worden, um mit dem schwimmenden Plastikmüll in den Ozeanen umzugehen. Wissenschaftler sprechen vom Hoffnungsschimmer Plastea.

Dein Beitrag für mehr Lebensraum

Die Zukunft von Plastea gilt als gesichert, denn bereits vor seiner Entdeckung galt es allgemein anerkannt als hoffnungslos, die über acht Milliarden Tonnen in den Weltmeeren schwimmenden Plastikmülls jemals wieder entfernen zu können, nicht zuletzt wegen des Scheiterns des Projekts The Ocean Cleanup.

Dank sogenannter Plastic Beaches ist die Verfügbarkeit neuen Plastikmülls gesichert. Weil sich der Plastikmüll jedoch mit der Zeit (im Mittel 450 Jahre) zersetzt, ist es wichtig, fortwährend Verpackungsmüll zu produzieren, damit der neue Lebensraum vor Erosion und dem Zerfall zu Mikroplastik bewahrt wird. Was kannst du tun, um mit Plastikmüll mehr Lebensraum zu schaffen?

Endlich ist ein sinnvoller Weg gefunden worden, um mit dem schwimmenden Plastikmüll in den Ozeanen umzugehen. Wissenschaftler sprechen vom Hoffnungsschimmer Plastea.

Lobbyisten, die ihre Hoffnungen auf den neuen Kontinent setzen, plädieren für Sofortmaßnahmen wie ein Verbot von Unverpackt-Läden und weiteren Initiativen gegen Verpackungsmüll.

Aber auch jeder von uns kann einen Beitrag leisten! Um wertvolles Material für Plastea zu generieren, hilft es, wenn du zum Beispiel Produkte in schwer recycelbaren Verbundverpackungen kaufst. Auf Mehrwegbehälter sollte zugunsten von Einwegverpackungen verzichtet werden.

Oder du meidest wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel und packst die Früchte einzeln in Plastiktüten, bevor du sie auf das ohnehin hygienisch bedenkliche Fließband an der Kasse legst. Greife bei jeder Take-away-Gelegenheit zum Plastikbesteck und trinke Kaffee immer aus To-go-Bechern, auch zu Hause. Vor allem solltest du Plastiktüten sofort entsorgen, ohne sie nochmals zu verwenden. Somit zahlt sich Wegwerfkultur richtig aus. Ein Grund zum Feiern – natürlich mit Plastiksektgläsern!

Welchen Beitrag wirst du leisten, um Plastea zu unterstützen? Wir freuen uns über deinen Kommentar zum 1. April!

In unserem neuen Buch findest du zahlreiche Anregungen und Tipps für einen wirklich sinnvollen Umgang mit kurzlebigen Plastikprodukten und wie du sie vermeiden kannst:

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  1. Es gibt eine App „ReplacePlastic“ ,
    wenn man ein Produkt kauft scannt ,man es und teilt dann dem Hersteller mit das man die Verpackung ohne Plastik wünscht.
    Um so mehr mit machen ,um so besser !
    Es gibt auch die App „Ecosia „Diese Suchmaschine Pflanzt Bäume… eine sehr gute Alternative statt Google !

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