Met selber machen: Einfaches Rezept für Honigwein

Met selber machen leicht gemacht: Ein unkompliziertes Grundrezept für selbst gebrauten Honigwein - anfängerfreundlich und gelingsicher.

Honigwein, besser bekannt als Met, ist eines der ältesten alkoholischen Getränke der Menschheit. Er schmeckt nicht nur auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, sondern ist auch eine wunderbare Möglichkeit, regionalen Honig zu veredeln. Wer Met selber machen möchte, benötigt dafür kein teures Profi-Equipment. Mit etwas mehr als einer Handvoll Zutaten und ein paar Utensilien lässt sich ein naturbelassener Honigwein zu Hause herstellen.

Rezept für Met (Honigwein)

Rezept für Met (Honigwein)

Schwierigkeit: Mittel
Portionen

15

Portionen
Zubereitungszeit

30

Minuten
Kalorien

150

kcal

Met selber zu machen gehört zu den etwas komplexeren DIY-Projekten. Dafür wirst du aber mit einem köstlichen traditionsreichen Getränk belohnt. Um typische Tücken zu vermeiden, ist das folgende Rezept so komplex wie nötig und so einfach wie möglich gehalten.

Verwende zur Met-Herstellung am besten einen regionalen Honig und achte zwingend auf keimfreie Arbeitsutensilien und eine saubere Arbeitsweise.

Zutaten und Zubehör

  • Zutaten
  • 1 kg Honig (z. B. Blüten- oder Waldhonig)

  • 2 Liter Wasser

  • 10 ml flüssige Reinzuchthefeoder 1-2 g Trockenreinzuchthefe

  • 1–1,5 g Hefenährsalz (genaue Dosierungsempfehlung auf der Packung beachten)

  • 3–5 ml Milchsäure (80 %) oder Zitronensäure

  • Optional 100 ml naturtrüber Apfelsaft für den Hefeansatz mit Flüssighefe

  • Optional 0,3 g Kaliumpyrosulfit

  • Optional 0,6 g Kaliumsorbat

  • Zubehör
  • 2 Gärballons (3 Liter Fassungsvermögen) inkl. Gärröhrchen und passenden Gummistopfen

  • Feinwaage

  • Thermometer

  • Trichter

  • Oechslewaage (Senkspindel) zur Gärkontrolle

  • Schlauch / Weinheber

  • Ausgekochte Glas- oder Steingutflaschen mit Bügelverschluss

Zubereitung

  • Alle Arbeitsgeräte, besonders den Gärballon, vorab gründlich reinigen bzw. keimfrei machen, um Schimmel und Fehlgärungen sicher zu vermeiden.
  • Bei Verwendung einer flüssigen Reinzuchthefe: Die Hefe mit 100 ml lauwarmem Apfelsaft in einer sauberen Flasche mischen. Die Flasche mit einem Wattebausch verschließen und für 1 bis 2 Tage an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich leichter Schaum bildet. So kommt die Gärung später schneller in Gang.
  • Das Wasser in einem großen Topf leicht erwärmen (maximal 40 °C.) Den Honig unterrühren und vollständig im warmen Wasser auflösen.
  • Bei Verwendung einer Trockenreinzuchthefe: Etwa 50 ml Wasser abkochen und auf ca. 30–35 °C abkühlen lassen. Die Trockenhefe einrühren und für circa 15-30 Minuten quellen lassen.
  • Das Honigwasser auf unter 30 °C abkühlen lassen. Den abgekühlten Sud mithilfe eines Trichters in den Gärballon füllen. Das Hefenährsalz, die Milchsäure sowie den vorbereiteten Hefeansatz (oder die Hefe direkt) hinzugeben.
  • Den Ballon kräftig schwenken, damit sich alles gut durchmischt. Vor dem Start der Gärung einmal die saubere Oechslewaage in den Sud tauchen und den Startwert notieren. Das Gärröhrchen etwa zur Hälfte mit Wasser füllen und mit dem Stopfen luftdicht auf den Gärballon setzen.
  • Den Gärballon an einen warmen, dunklen Ort (ca. 20 bis 25 °C) stellen. Nach 1 bis 2 Tagen beginnt das Wasser im Gärröhrchen zu blubbern – die Hefe wandelt den Zucker in Alkohol um.
  • Wenn keine Bläschen mehr aufsteigen, ist das ein Anzeichen, dass der Gärprozess zu Ende geht. Um sicherzugehen, empfiehlt es sich, mit einer Oechslewaage zu überprüfen, ob der Zucker vollständig abgebaut ist. Wenn der Wert auf der Oechslewaage über mehrere Tage hinweg unverändert bleibt (oft sinkt er sogar leicht unter 0 °Oechsle, da Alkohol leichter als Wasser ist), ist die Gärung beendet.
  • Wenn die Gärung beendet ist, den Met mit einem Schlauch in einen neuen, sauberen Gärballon umfüllen (“abstechen”), wobei der dicke Hefebodensatz im alten Gefäß zurückbleibt.
  • Optional: Dem Met-Ansatz 0,3 g Kaliumpyrosulfit und 0,6 g Kaliumsorbat zufügen. Dazu etwas von dem Met (ca. 50 ml) in ein kleines, sauberes Glas abzapfen. Beide Pulver hineingeben und rühren, bis sie sich vollständig und klumpenfrei aufgelöst haben. Die Lösung zurück in den Gärballon zum restlichen Met geben. Den Ballon behutsam schwenken, damit sich die Stabilisatoren gleichmäßig in der gesamten Flüssigkeit verteilen, ohne dabei zu viel Sauerstoff einzuschlagen.
  • Den Met-Ansatz an einem kühlen Ort (10 bis 12°C) einige Wochen ruhen lassen. Eventuell wird ein weiteres Abziehen der abgesetzten Hefereste nach notwendig.
  • Optional:Nach der Ruhezeit den Met probieren. Ist er zu trocken, kannst du ihn mit Honig nachsüßen. Achtung: Dies darfst du nur tun, wenn die Gärung von selbst vollständig zum Stillstand gekommen ist und du den Met durch die Zugabe von Kaliumsorbat und -pyrosulfit (wie oben beschrieben) stabilisiert hast. Dies verhindert, dass der neue Honig in der Flasche wieder zu gären beginnt und die Flaschen durch den Druck explodieren.
  • Den stabilisierten Met mittels Weinheber vorsichtig in die vorbereiteten, sterilen Flaschen abfüllen und luftdicht verschließen.

Tipp

  • Wenn du Flüssighefe nutzt, ist es oft am sichersten, einfach das komplette kleine Fläschchen hineinzugeben. Geöffnete Flüssighefe lässt sich schwer keimfrei aufbewahren und verdirbt schnell. Bei Trockenhefe empfiehlt es sich, das Tütchen luftdicht zu verschließen und im Kühlschrank zu lagern. Verbrauche sie für optimale Triebkraft innerhalb weniger Wochen.

Tipps für den perfekten Met

Ein junger Met schmeckt oft noch etwas unrund und hefelastig. Es lohnt sich deshalb, den selbst gemachten Honigwein vor dem ersten Genuss noch einige Monate im kühlen Keller reifen zu lassen. Je länger er ruht, desto runder und harmonischer wird sein Geschmack.

Wer gerne experimentiert, kann dieses Grundrezept abwandeln und zum Beispiel ein paar feine Gewürze wie Zimt, Nelken oder Kardamom während der Reifung zugeben.

Tipp: Halte die Zutatenmengen und Zubereitungsschritte in einem Metprotokoll fest. So wirst du immer sicherer und kannst dein Rezept nach Geschmack optimieren.

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Met optimal genießen

Met entfaltet sein volles Potenzial am besten bei Zimmertemperatur (etwa 16 bis 18 °C) in einem bauchigen Weinglas, da die vielschichtigen Honigaromen so optimal zur Geltung kommen. Im Sommer lässt er sich aber auch hervorragend leicht gekühlt oder auf Eis als erfrischender Aperitif servieren, während er im Winter – vorsichtig erhitzt und mit Gewürzen wie Zimt und Nelken verfeinert – eine wärmende, vollmundige Alternative zum Glühwein bietet.

Wozu passt selbst gebrautes Met?

Kulinarisch ist Met ein äußerst vielseitiger Begleiter. Trockene und halbtrockene Varianten harmonieren fantastisch mit deftigen Speisen wie herzhaftem Schmorbraten, Wildgerichten oder kräftigen Eintöpfen. Auch zu einer gut sortierten Käseplatte bildet die sanfte Honignote einen großartigen geschmacklichen Kontrast.

Die süßer Met runden den Abend perfekt ab, wenn man sie entspannt zu gerösteten Nüssen, herber Zartbitterschokolade oder würzigem Gebäck reicht.

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Hast du schon einmal probiert, deinen eigenen Met herzustellen? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!

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Über mich

Björn liebt es, sein Wissen über die Natur und das Gärtnern mit anderen zu teilen. Er kann sich aber auch für Kulinarisches und nachhaltiges Putzen begeistern. Lebensmotto: Probieren geht über Studieren!

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