Kamillentee selber machen: So gelingt das Hausmittel perfekt
Ein langer Tag geht zu Ende, die Gedanken kreisen und der Magen fühlt sich unruhig an. In solchen Momenten tut ein wärmendes Ritual besonders gut. Eine frisch aufgebrühte Tasse Kamillentee schenkt sofort spürbare Entspannung. Das altbewährte Hausmittel beruhigt nicht nur die Nerven, sondern unterstützt den Körper auch bei vielfältigen Alltagsbeschwerden. Wer die Blüten selbst sammelt oder hochwertig einkauft, holt sich die pure Kraft der Natur direkt in die Tasse.
Warum Kamillentee so gesund ist
Die echte Kamille ist eine der ältesten und am besten erforschten Heilpflanzen Europas. Ihre Wirkung verdankt sie vor allem den enthaltenen ätherischen Ölen wie Bisabolol sowie entzündungshemmenden Flavonoiden. Eine Tasse Kamillentee wirkt krampflösend auf den Magen-Darm-Trakt und beruhigt gereizte Schleimhäute. Zudem zeigen Laborstudien, dass die Inhaltsstoffe der Kamille antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.1 Das macht den Aufguss auch zu einem idealen Begleiter bei Erkältungen oder leichten Zahnfleischentzündungen.2
Kamillentee
Schwierigkeit: Einfach2
Portionen15
MinutenEin traditionelles, einfaches Rezept für wohltuenden Kamillentee, das durch die richtige Abdeckung die wertvollen ätherischen Öle der Heilpflanze optimal bewahrt.
Zutaten
4 Esslöffel getrocknete Kamillenblüten (oder zwei Handvoll frische Blüten)
500 Milliliter Wasser
Zubereitung
- Das Wasser in einem Topf oder Wasserkocher zum Kochen bringen.
- Die Kamillenblüten in eine Teekanne oder direkt in zwei große Tassen geben.
- Das kochende Wasser etwa ein bis zwei Minuten abkühlen lassen, damit die empfindlichen ätherischen Öle nicht zerstört werden.
- Die Blüten mit dem heißen Wasser übergießen.
- Die Kanne oder die Tassen unbedingt mit einem Deckel oder einer Untertasse abdecken. So kondensieren die wertvollen ätherischen Öle am Deckel und tropfen zurück in den Tee, statt zu verfliegen.
- Den Tee für sieben bis zehn Minuten ziehen lassen.
- Den Aufguss durch ein feines Sieb gießen und warm genießen.
Tipp: Die abgekühlten, ausgedrückten Kamillenblüten eignen sich wunderbar als beruhigende Kompresse für müde, überanstrengte Augen oder bei leichten Hautunreinheiten.
Welche Fehler kann man bei der Zubereitung machen?
Der häufigste Fehler ist das Aufbrühen mit sprudelnd kochendem Wasser. Die extrem hohe Hitze zerstört einen Teil der wirksamen Bestandteile. Ebenso nachteilig ist das Ziehenlassen ohne Abdeckung. Dadurch verfliegen die wertvollen Heilstoffe ungenutzt in den Raum. Wer den Tee zudem deutlich länger als zehn Minuten ziehen lässt, riskiert einen bitteren Geschmack, ohne die Heilwirkung weiter zu steigern.
Mögliche Variationen
Kamillentee lässt sich wunderbar mit anderen Heilkräutern kombinieren. Bei Einschlafproblemen schmeckt eine Mischung aus Kamille und Lavendelblüten besonders harmonisch. Wer den Magen nach einem schweren Essen unterstützen möchte, kombiniert die Kamille am besten mit ein paar Blättern Pfefferminze oder Fenchelsamen. Für eine milde Süße kann nach dem Abkühlen auf Trinktemperatur ein Teelöffel regionaler Honig eingerührt werden.
Welche Erfahrungen hast du mit Kamillentee gemacht? Erntest du die Blüten vielleicht sogar selbst im eigenen Garten? Teile deine Tipps und Rezepte gerne mit uns in den Kommentaren!
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- Ringelblumensalbe selber machen – das Rezept für die universelle Hautpflege
- Spitzwegerich-Hustensaft: Natürliche Hilfe bei Erkältungen
- Salbeitee zubereiten: Wirkung und Anwendung des Allrounders
- Pfefferminztee frisch aufbrühen: So entfaltet sich die volle Kraft der Minze

- Valmy, J., Greenfield, S., Shindo, S., Kawai, T., Cervantes, J. & Hong, B. (2025). Anti-inflammatory effect of chamomile from randomized clinical trials: a systematic review and meta-analyses. Pharmaceutical Biology, 63(1), 490–502. ↩︎
- EMA Herbal Monograph. European Union herbal monograph on Matricaria recutita L., flos ↩︎

