Kabel entsorgen: So befreist du dich nachhaltig vom Kabelsalat
In nahezu jedem Haushalt gibt es diese eine Kiste oder Schublade, in der sich über die Jahre unzählige Ladekabel, Netzstecker und Co. angesammelt haben. Oft wissen wir gar nicht mehr, zu welchem Gerät das jeweilige Kabel überhaupt gehört. Wenn es dann ans Ausmisten geht, stellt sich unweigerlich die Frage: Wohin mit dem ganzen Kabelsalat?
Wir zeigen dir, wie und wo du ausgediente Kabel entsorgen kannst, um wertvolle Ressourcen im Kreislauf zu halten.
Weitergeben statt Entsorgen
Bevor du den Karton für das Recycling packst, überlege kurz, ob die Kabel nicht noch weiter verwendet werden können. Es gibt verschiedene Wege, noch funktionstüchtigen Kabeln ein zweites Leben zu schenken:
- Verschenken: Biete intakte Kabel auf lokalen Online-Plattformen oder in Nachbarschaftsgruppen an. Längere Netzwerkkabel oder spezielle Ladekabel werden oft händeringend gesucht.
- Spenden: Soziale Kaufhäuser oder karitative Einrichtungen nehmen funktionstüchtige Mehrfachsteckdosen oder Verlängerungskabel sehr gerne an.
Tipp: Wenn ein Kabel defekt ist, du es aber eigentlich noch gebrauchen könntest, sind Repair Cafés eine gute Anlaufstelle.

Warum Kabel nicht in den Restmüll gehören
Lässt sich beim besten Willen keine Verwendung mehr für deine Altkabel finden, bleibt nur die Entsorgung. Bedauerlicherweise erfolgt diese viel zu häufig über die Restmülltonne.
Gut zu wissen: Kabel, Adapter und Stecker gelten in Deutschland seit dem 1. Mai 2019 gesetzlich als sogenannter passiver Elektroschrott. Das bedeutet, sie leiten den Strom zwar nur durch, verbergen im Inneren aber einen wahren Schatz an hochwertigen Metallen wie Kupfer oder Aluminium. Bei einer falschen Entsorgung drohen sogar Bußgelder.
Landen die Kabel im Restmüll, werden sie verbrannt, die darin enthaltenen Rohstoffe gehen für immer verloren und es können giftige Stoffe entstehen. Deshalb ist es so wichtig, den Elektroschrott richtig zu entsorgen und ihn so im Kreislauf zu halten. Wenn du deine Kabel richtig entsorgst, werden Kunststoffummantelungen und Metalle getrennt und können fast vollständig recycelt werden. Das schont die Umwelt und senkt den Energiebedarf für die Gewinnung neuer Rohstoffe massiv.
Kabel entsorgen – vor Ort oder per Post
In Deutschland gibt es durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) klare Regeln. Und du hast gleich mehrere Möglichkeiten, deine alten Strippen kostenlos oder sogar gegen einen kleinen Obolus loszuwerden:
Vor Ort: Sammelstellen und Händler in deiner Nähe
Wenn du deine alten Kabel persönlich abgeben möchtest, hast du gleich mehrere praktische Anlaufstellen quasi vor der Haustür. Die Abgabe ist hier meistens völlig unkompliziert und für Privatpersonen kostenlos:
- Kommunale Wertstoffhöfe: Der Klassiker und die sicherste Wahl. Auf den Recycling- und Wertstoffhöfen deiner Stadt oder Gemeinde kannst du Elektroschrott und somit auch Kabel jederzeit kostenlos abgeben.
- Elektrofach- & Supermärkte: Große Elektronik-Händler (ab 400 Quadratmetern Verkaufsfläche) sowie große Supermärkte und Discounter (ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche) müssen kleine Elektrogeräte mit einer Kantenlänge von unter 25 Zentimetern kostenlos zurücknehmen. Halte einfach nach den Sammelboxen im Kassen- oder Eingangsbereich Ausschau. Das Gleiche gilt für Online-Händler. Wichtig: Du musst dafür kein neues Produkt kaufen!
- Lokale Schrotthändler und Altmetallverwerter: Wer beim Ausmisten oder Renovieren gleich eine größere Menge an alten Kabeln zusammenbekommen hat, für den lohnt sich oft der Gang zum regionalen Schrotthändler. Da Kupfer ein wertvoller und gefragter Rohstoff ist, wird Kabelschrott dort gerne angenommen und bei größeren Mengen bekommst du nach aktuellem Tageskurs sogar noch etwas Geld dafür ausgezahlt.

Bequem per Post: Online-Recyclingdienste und Ankauf
Eine besonders smarte Alternative für alle, die keinen Wertstoffhof in der Nähe haben oder sich den Weg sparen möchten, sind private Initiativen und Altmetallhändler, bei denen du deinen Elektroschrott einsenden kannst. Das lohnt sich besonders, wenn ein paar Kilos zusammengekommen sind und der Kupferanteil besonders hoch ist:
- kabel-entsorgen.de: Hier kannst du kleine Mengen Kabelsalat einfach unsortiert in einen Karton packen und per Post einsenden. So landet der Schrott ohne großen Aufwand im professionellen Recycling. Kleiner Wermutstropfen: Die Versandkosten musst du selbst übernehmen.
- metallankauf24.de: Wenn du größere Mengen hast, kannst du die Kabel sogar noch mit etwas Gewinn loswerden. Ab einer Mindestmenge von 5 Kilogramm werden hier bis zu mehrere Euro pro Kilogramm geboten und mit den Versandkosten verrechnet.
- buntmetalle24.de: Auch hier kannst du deinen Metall- und Kabelschrott bequem online verkaufen und per DHL einsenden. Der Ankauf startet hier allerdings erst bei einer Mindestmenge von 10 Kilogramm. Für 5,90 Euro erhältst du eine DHL-Marke für Pakete bis zu 31,5 Kilogramm.
In unserem Buch findest du viele weitere Ideen, die Müll vermeiden und Geld sparen:
Entdecke in unserem Bilderbuch, was du alles selber machen statt kaufen kannst:
Welche Kabel hast du beim letzten Ausmisten in deinen Schubladen gefunden und wie hast du sie entsorgt? Teile deine Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
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