Bücher tauschen und Wissen teilen mit der Bücherbox

Kaufen ist out und tauschen ist in. Konzepte der Sharing Economy begegnen uns immer häufiger. Kaum eins ist schöner als die Bücherbox. Gibt es sie schon in deiner Nähe?Buecherzelle Magdeburg“ von Rundfunkansager - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.

Besitzt du auch einige Bücher, die du ewig nicht angefasst hast? In meinem Bücherregal befinden sich diverse Schmöker, die mir vor vielen Jahren schöne Stunden bereitet haben und an die ich mich gern zurück erinnere. Dennoch weiß ich, dass ich sie wohl nie wieder lesen werde. Zu lang ist die Liste neuer Bücher, die ich mir noch vornehmen möchte.

Warum aber sollten die Bücher jetzt für Jahre in meinem Regal verstauben? Wie schön wäre es doch, wenn jemand Anderes sie lesen, sich an den Zeile erfreuen oder auch etwas Neues aus ihnen lernen könnte!

Selbstverständlich kann man längst verstaubte Bücher verleihen, an eine Bibliothek verschenken oder auch verkaufen. Immer häufiger fallen mir jedoch öffentliche Büchertauschplätze auf und kürzlich habe ich auf einer Messe die Initiatoren der Berliner BücherboXX getroffen. Sie arbeiten mit Berufsschulen, Gemeinden und Bezirksverwaltungen zusammen, um frühere Telefonzellen in einen Ort der Begegnung für Bücherwürmer umzugestalten.

Das Tauschen von Büchern hat viele Vorteile:

  • Menschen werden zum Lesen und Lernen animiert
  • Das Stöbern in einem wild gemischten Bücherregal führt zu Inspiration und dem Entdecken neuer Autoren
  • Das Wiederverwenden der Bücher schont wertvolle Ressourcen
  • Tauschen spart natürlich auch Geld und Lesen wird zu einer noch viel preiswerteren Unterhaltungsmöglichkeit

Gefällt dir das Konzept? Vielleicht gibt es ja schon einen öffentlichen Bücherschrank in deiner Nähe. Hier findest du Listen vieler Bücherboxen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wenn es bei dir im Ort noch keine solche Box gibt, kannst du vielleicht selbst den Anstoß geben, eine zu erschaffen. Auch wenn eine alte Telefonzelle optisch sehr schön ist, gibt es genug andere Möglichkeiten, die du allein, mit einem kleinen Team oder einem lokalen Geschäft realisieren kannst. Ein Regal in der Bibliothek, im Rathaus, in deinem Lieblingscafé oder dem Friseur sind schon ein sehr guter Anfang.

Wenn du eine Telefonzelle, eine geeignete Bushaltestelle oder einen alten Aushangkasten findest, könnt ihr sie bestimmt umfunktionieren. Oder du tust dich mit ein paar Gewerken wie Holz- oder Metallbearbeitern zusammen und ihr stellt eure eigene Schöpfung auf die Beine.

[caption id="attachment_11410" align="aligncenter" width="237"]Kaufen ist out und tauschen ist in. Konzepte der Sharing Economy begegnen uns immer häufiger. Kaum eins ist schöner als die Bücherbox. Gibt es sie schon in deiner Nähe? Von Frank gassnerEigenes Werk, CC BY-SA 3.0][/caption]

[caption id="attachment_11408" align="aligncenter" width="199"]Kaufen ist out und tauschen ist in. Konzepte der Sharing Economy begegnen uns immer häufiger. Kaum eins ist schöner als die Bücherbox. Gibt es sie schon in deiner Nähe? Von Andreas SchwarzkopfEigenes Werk, CC BY-SA 3.0][/caption]

Das Team von buecherboxx.com verfolgt ein ganzheitliches Konzept, welches auch berufspädagogische, kulturelle und zivilgesellschaftlich-partizipatorische Aspekte berücksichtigt. Projekte werden mit Berufschülern oder Lehrlingen umgesetzt. Wenn du ein ähnliches Projekt für deine Nachbarschaft ins Leben rufen möchtest, hat das Team der BücherboXX vielleicht ein paar Tipps für dich.

Was meinst du? Ist das ein lohnenswertes Unterfangen?

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