Nachhaltigkeits-Apps 2019: nachhaltiger leben mit diesen Apps

Nachhaltigkeits-Apps bieten dir viele Informationen für einen nachhaltigen Alltag - und Mitmachen ist in vielen Fällen nicht nur erlaubt, sondern gewünscht!

Was tun, wenn man zu wenig Zeit hat, um die Dinge des täglichen Bedarfs selber zu machen? Dann wird man eben doch so einige Kosmetikartikel oder Kleidung kaufen, oder man geht essen. Trotzdem lässt sich auch mit knapp bemessener Zeit vieles umweltfreundlich gestalten: Mit nachhaltigen Apps für dein Smartphone!

Mit den folgenden Apps kannst du ermitteln, ob bestimmte Kosmetikartikel und Lebensmittel wirklich verträglich sind. Oder du lässt dir anzeigen, wo du in deiner Umgebung Hersteller regionaler Produkte findest. Zu diesen und anderen Themen haben wir die besten Nachhaltigkeits-Apps für 2019 zusammengestellt.

Alle hier vorgestellten Apps sind sowohl für iOS als auch für Android erhältlich und zumindest in ihrer Grundausführung kostenlos.

ReplacePlastic – Plastikfreie Verpackung einfordern

Die Gewässer unseres Planeten werden immer mehr mit Plastik zugemüllt – mit unabsehbaren Folgen für Umwelt, Tier und Mensch. Auch im Handel und in der Verpackungsindustrie ist ein Umdenken nötig, denn nicht jedes Produkt muss in Plastik verpackt werden.

Der Verein Küste gegen Plastik e.V. hat deshalb die ReplacePlastic-App entwickelt, mit der man die Barcodes von Produkten einscannen und den Wunsch äußern kann, dass deren Verpackung plastikfrei werden soll. Der Verein leitet die Änderungswünsche gesammelt an die Hersteller oder Händler weiter und hat inzwischen einige Erfolge zu verzeichnen, wie die Storys auf ihrer Website zeigen.

Website zur App: https://www.replaceplastic.de

Too good to go – Lebensmittel retten

Viele Supermärkte, Bäckereien und Restaurants haben am Ende des Tages Lebensmittel und ganze Mahlzeiten übrig, die sie eigentlich wegwerfen müssten.

Die App To good to go bringt Anbieter überzähliger Lebensmittel und Mahlzeiten mit denen zusammen, die sie ihnen gerne abnehmen: In der App kannst du dir anzeigen lassen, welche Unternehmen in deinem Umkreis Essen zu einem vergünstigten Preis anbieten. Man reserviert sich eine Portion, zahlt per Kreditkarte oder PayPal und holt sie in einem vereinbarten Zeitfenster ab. Nach den User-Stimmen zu urteilen, funktioniert das mit Supermärkten und Bäckereien besonders gut.

Die Dichte des Angebots variiert je nach Landstrich, aber je mehr Menschen mitmachen, desto schneller wächst die Anzahl der Anbieter.

Website zur App: https://toogoodtogo.de/de

GrünZeit – Saisonkalender

Wer keinen eigenen Garten besitzt, hat nicht unbedingt den Saisonkalender für Obst und Gemüse im Kopf. Umso erfreulicher ist es, schnell nachschlagen zu können, welches leckere einheimische Grünzeug eigentlich wann Erntezeit hat. Mit der App GrünZeit bekommt man einen schnellen Überblick darüber, wann die mehr als 60 wichtigsten einheimischen Obst- und Gemüsesorten regulär reif ist.

Die App bleibt dabei bewusst minimalistisch, zeigt aber über ein Ampelsystem, wie klimaneutral die Produkte gerade erhältlich sind, zum Beispiel, welche Frucht- und Gemüseernte aus dem Gewächshaus kommt (gelb), aus dem Freiland geerntet wird (grün) oder aus Lagerhaltung in die Geschäfte transportiert wird (rot). So kann man viel bewusster entscheiden, welche Früchte und Gemüse man wann kaufen möchte.

Website zur App: https://www.verbraucherzentrale.sh/gruenzeit-app

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Flora Incognita – Wildpflanzen bestimmen

Du bist in der Natur unterwegs und erkennst schon viele Wildpflanzen? Wie schön wäre es, wenn man gleich unterwegs auch die noch unbekannten Arten identifizieren könnte! Die Flora Incognita-App ermöglicht genau das: Fotografiere die Blüte oder Blätter einer Pflanze mit dem Smartphone, und du erhältst umgehend ihren Steckbrief geliefert, inklusive Informationen zu Verbreitungsgebiet und Schutzstatus.

Neben der Auflistung aller Pflanzen nach Alphabet und einer Suchfunktion finden sich in einem gesonderten Bereich aktuelle Neuigkeiten und Hinweise auf Veranstaltungen.

Website zur App: https://floraincognita.com/de/apps/flora-incognita/

Nachhaltigkeits-Apps bieten dir viele Informationen für einen nachhaltigen Alltag - und Mitmachen ist in vielen Fällen nicht nur erlaubt, sondern gewünscht!

CodeCheck: Scanner für Lebensmittel und Kosmetik

Wer kann schon mit den (oft immer noch viel zu klein gedruckten) Namen der Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und Kosmetik-Artikeln etwas anfangen? Wenn man sich direkt beim Einkauf darüber informieren will, ob zum Beispiel ein Duschgel Stoffe enthält, auf die man allergisch reagiert, hilft eine App wie CodeCheck enorm weiter.

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Mit der CodeCheck-App kann man den Barcode bzw. die EAN-Nummer einscannen, die sich auf der Verpackung eines jeden Produktes befindet. Du erhältst dann eine Auflistung der Zutaten und direkt daneben die Information, ob ein Stoff unbedenklich (grün), potentiell gefährlich (orange) oder besser zu vermeiden ist (rot).

Auch wenn die Informationen in der App nach User-Stimmen in Einzelheiten nicht immer ganz genau sind: Man erhält einen generellen, verständlichen Überblick über die Inhaltsstoffe, und das ist allemal besser, als gar nichts zu wissen.

Website zur App: https://www.codecheck.info/

Foodahoo – regionale Hersteller von Lebensmitteln finden

Warum in großen Ketten kaufen, wenn die Hersteller regionaler Erzeugnisse womöglich gleich um die Ecke oder zumindest in der gleichen Stadt besucht werden können? Die App Foodahoo vereinfacht die Suche nach Bäckern, Metzgern, Winzern, Manufakturen, Hofläden und vielen anderen regionalen Erzeugern im eigenen Umkreis ungemein.

Man kann nach Postleitzahl suchen und dann das Ergebnis nach verschiedenen Kriterien wie Bio-Siegeln, Ladentypen oder Produktkategorien eingrenzen. Foodahoo lebt dabei vom lokalen Wissen seiner User: Wer eine gute Adresse kennt, die noch nicht in der App gelistet ist, gibt sie einfach an Foodahoo weiter, wo sie nach kurzer Prüfung mit aufgenommen wird.

Website zur App: https://foodahoo.com/

Kleiderkreisel: Kleidung verkaufen, tauschen und verschenken

Kleiderschrank aussortiert – und nun? Viele Dinge waren zu teuer und sind noch zu gut erhalten, um sie einfach zu verschenken oder gar wegzuwerfen. Da hilft die Kleiderkreisel-App sehr bequem weiter bei der Vermittlung an Interessierte und beim nachhaltigen Konsum!

Nach der Registrierung kannst du gleich Fotos deiner Kleidung einstellen und ein paar Infos hinzufügen. Mit ein wenig Glück bist du das gute Stück schnell los. Und wenn du selbst auf der Suche nach anderer Kleidung oder Accessoires bist, kannst du auch tauschen.

Kleiderkreisel bietet viele verschiedene Zahlungsmethoden an. Ein Käuferschutz gibt darüber hinaus die nötige Sicherheit bei Online-Transaktionen.

Damit der Versand über das Tauschsystem sicher und reibungslos funktionieren kann, müssen persönliche Daten wie Name, Adresse, Email-Adresse und Telefonnummer sowie eine Bezahlmethode angegeben werden. Das ist inzwischen bei Einkäufen über Online-Kaufhäuser gang und gäbe. Die Entscheidung, ob man solche Daten allerdings auch über eine App weitergeben möchte, kann man sich genau überlegen; der Kleiderkreisel lässt sich auch problemlos über die Internet-Plattform nutzen.

Website zur App: https://www.kleiderkreisel.de/

Viele Tipps für ein nachhaltiges Leben jenseits von Smartphone und Computer findest du in unserem Buch:

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Welche Nachhaltigkeits-Apps kannst du weiterempfehlen? Wir freuen uns auf deine Tipps in den Kommentaren!

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12 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich nutze ToxFox um Schadstoffe in Produkten zu prüfen.
    funktioniert super mit Barcodescann und dann zeigt die App gleich die Schadstoffe an.

    Antworten
  2. Es geht nicht um Sicherheit sondern um Datenschutz.
    Niemand hat nichts zu Verbergen.

    Antworten
  3. Auch der Datenschutz sollte uns wichtig sein. CodeCheck ist mit 23 Trackern dahingehend ein Verbrechen. Bitte gebt bei Empfehlungen auch immer den „Umfang“ des Ausspionieren an.
    ReplacePlastic 0 Tracker

    Antworten
    • Hallo Micha,
      danke für die Info! Wie findest du heraus, wie viele Tracker in einer App verbaut sind?
      Schönen Gruß
      Heike

    • Am einfachsten lassen sich Tracker mit Exodus Privacy ermitteln.
      https://exodus-privacy.eu.org
      Auf der Webseite den Namen der APP eingeben oder die APP installieren, nur für Android.

    • Hallo Micha,
      danke dir für den Link! Du hast sicher Recht damit, dass Sicherheit wichtig ist. So können alle selbst entscheiden, ob sie eine App nutzen wollen oder nicht.
      Schönen Gruß
      Heike

  4. Die GrünZeit App ist genau, was mir noch fehlte. Hab zwar ein Poster am Kühlschrank, mit der App gehts aber besser beim Einkaufen 😉
    Danke für den Beitrag!!

    Antworten
  5. Die Plastik- Spar-App läßt sich nicht aufrufen.

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  6. Christiane

    Ecosia-die alternative Suchmaschine fehlt noch,viele kennen sie immer noch nicht!
    Da gehts um Bäume pflanzen 😊

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