Flecken, Dellen und Kratzer von Holzfußböden und Holzmöbeln entfernen

Mit Hausmitteln können kleine Macken, Kratzer und Flecken auf Holzmöbeln oder Holzböden beseitigt werden. Dank Natron & Co. sind Holzmöbel schnell repariert.

Flecken, Dellen und Kratzer bleiben bei Holzmöbeln nicht aus. Mancher Küchentisch erzählt Geschichten von wilden WG-Abenden oder ein Kleiderschrank von kratzwütigen Katzen. Wenn du diese Schäden im Holz lieber beseitigen möchtest, kannst du sie mit wenig Aufwand und günstigen Hausmitteln einfach ausbessern.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die folgenden Methoden vorher an unauffälliger Stelle des Möbelstückes zu testen und zu prüfen, ob sie für die jeweilige Holzart geeignet ist. Welche Behandlung die beste für dein Möbelstück ist, richtet sich nach Beschaffenheit und Farbe der Holzsorte. Generell sind helle Öle eine gute Wahl, damit die natürliche Holzfarbe erhalten bleibt.

Wasserflecken von Holzfußboden und Holzmöbeln entfernen

Flecken und weiße Ringe von Wassertropfen auf Holzmöbeln oder -böden kannst du mit üblichen Haushaltsmitteln unauffälliger machen oder im Idealfall ganz entfernen. Falls das Malheur gerade erst passiert ist und sich noch stehendes Wasser auf der Holzoberfläche befindet, sollte es schnell mit einem weichen Tuch aufgenommen werden. Lass feuchte Flecken vor der Behandlung vollständig trocknen, sonst kommen unerwünschte Flecken hinzu.

Eine Mischung aus weißer Zahnpasta und Natron entfernt Wasserflecken von unlackierten Holzmöbeln. Natron hellt die Flecken auf, und durch die Konsistenz der Paste lässt sich das Mittel gut auftragen.

So geht’s:

  1. Natron und Zahnpasta im Verhältnis 1:1 mischen.
  2. Die Paste mit einem weichen Baumwolltuch auftragen und vom äußeren Rand des Flecks zur Mitte hin einarbeiten.
  3. Mit einem trockenen, weichen Tuch nachwischen.
  4. Den Vorgang bei Bedarf wiederholen, bis der Fleck verschwunden ist.

Mit Hausmitteln können kleine Macken, Kratzer und Flecken auf Holzmöbeln oder Holzböden beseitigt werden. Dank Natron & Co. sind Holzmöbel schnell repariert.

Pflanzenöl und Salz ergeben ebenfalls ein effektives Mittel gegen Wasserflecken. Die Mischung hilft sowohl bei unbehandelten als auch bei lackierten Holzflächen. Am besten eignen sich aushärtende Öle wie Nussöl oder Leinöl für die Behandlung, da sie im Holz komplett austrocknen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, im Anschluss das ganze Möbelstück mit einem Holzpflegemittel zu behandeln. So wird es aufgefrischt, und die Holzoberfläche bleibt in einem einheitlichen Farbton.

So wird die Öl-Salz-Paste gegen Wasserflecken angewendet:

  1. Einige Tropfen Pflanzenöl mit einer Prise Salz verrühren.
  2. Den Wasserfleck damit gründlich einreiben, bis er verschwunden ist.
  3. Mit einem trockenen, weichen Tuch nachwischen.

Mit Bienenwachs, z.B. von Bienenwachskerzen, kannst du Wasserflecken auf unbehandelten, gewachsten oder geölten Holzmöbeln oder -bodenbelägen unsichtbar machen:

  1. Den Fleck mit Bienenwachs einreiben, sodass eine dünne Wachsschicht entsteht.
  2. Mit einem Föhn das Wachs erhitzen, bis der Fleck verschwunden ist.
  3. Bei Bedarf die behandelte Stelle mit einem trockenen, weichen Tuch auspolieren.

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Kratzer in Holzmöbeln und Bodenbelägen aus Holz ausbessern

Oberflächliche Kratzer in Holzflächen kannst du mit Zutaten aus der Küche behandeln. Kaffeepulver oder Kaffeesatz kaschieren Kratzer und Schrammen in dunklen Holzoberflächen.

So geht’s:

  1. Eine Tasse starken Kaffee brühen und einen Wattebausch darin tränken.
  2. Den Kratzer vorsichtig mit dem Wattebausch betupfen, bis er unscheinbar wird. Eventuell sind mehrere Behandlungen notwendig.

Alternativ kann Kaffeesatz verwendet werden, um Kratzer dem Farbton des Holzes anzupassen. Dafür den Kaffeesatz mit ein wenig Wasser oder Pflanzenöl vermengen und die Masse mit einem Wattestäbchen in den Kratzer einarbeiten. Anschließend verbleibende Kaffeekrümel mit einer weichen Bürsten entfernen.

Mit Hausmitteln können kleine Macken, Kratzer und Flecken auf Holzmöbeln oder Holzböden beseitigt werden. Dank Natron & Co. sind Holzmöbel schnell repariert.

Tipp: Schwarzer Tee kann genauso wie gebrühter Kaffee eingesetzt werden. Dafür einen Teebeutel in nur ein paar Teelöffel heißes Wasser geben. Den Tee solange ziehen lassen, bis er den Farbton des Holzes trifft.

Mit Zitronensaft und Olivenöl werden Kratzer in unversiegelten Holzmöbeln blasser. Da Zitronensaft bleichend wirkt, ist eine Behandlung damit am besten für helle Holzsorten geeignet:

  1. Zitronensaft und Olivenöl im Verhältnis 1:1 mischen.
  2. Die Mischung mit einem weichen Tuch in Verlaufrichtung des Kratzers einreiben, bis er unscheinbar wird.

Walnüsse oder auch Walnussöl helfen bei leichten Kratzern in weichen, dunkleren Hölzern. Dafür die betroffene Stelle mit mit einem Walnusskern oder mit etwas Öl einreiben, bis der Kratzer ausgebessert ist. Bei hellen Möbelstücken eignet sich am besten eine geschälte Haselnuss.

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Dellen, Abdrücke und Flecken entfernen mit Hitze

Haartrockner und Bügeleisen erweisen sich als besonders hilfreich, um Dellen und Flecken verschiedenster Natur in Holz anzugehen. Kleine Dellen in unlackierten Holzoberflächen lassen sich mit Feuchtigkeit und Hitze ausbessern. Wenn die Holzfasern nicht abgerissen, sondern nur eingedrückt sind, verschwinden die Schäden oft vollständig.

So klappt’s:

  1. Die Delle mit einem feuchten Tuch bedecken, z.B. aus Leinen oder Baumwolle.
  2. Ein Bügeleisen auf die Stufe für Leinen oder Baumwolle einstellen.
  3. Das heiße Eisen vorsichtig auf das Tuch drücken. Anfangs nur kurz erhitzen und prüfen, ob die Delle schon kleiner geworden ist. Wenn sich noch kein Erfolg einstellt, kann die Behandlung auf bis zu eine Minute ausgedehnt werden. Immer wieder prüfen und keinesfalls zu lange erhitzen, um das Holz nicht zu beschädigen.

Danach ist der Makel im Holz im Idealfall nicht mehr zu sehen. Hitze und Feuchtigkeit lassen das Holz leicht aufquellen und sorgen dafür, dass die Holzfasern wieder nach oben gedrückt werden. Auf diese Weise gleicht sich die beschädigte Stelle wieder an.

Tipp: Dieselbe Anwendung bewirkt, dass Flecken von Rotwein, Kaffee oder Lebensmittelfarbe verschwinden. Hierfür kannst du zusätzlich die Holzfläche um die Flecken herum befeuchten. So wird der farbliche Übergang von der behandelten Stelle zur restlichen Fläche fließend. Bei Bedarf sind mehrere Durchgänge hilfreich.

Weiße Abdrücke auf gewachsten oder lasierten Möbeln beispielsweise von zu heißen Kochtöpfen kannst du einfach wegföhnen, wenn nur die Oberfläche betroffen und das Holz selbst unbeschädigt ist:

  1. Betroffene Stelle föhnen, bis kein Abdruck mehr zu sehen ist.
  2. Darauf achten, dem Holz dabei nicht zu nahe zu kommen (nicht näher als etwa fünf Zentimeter), um es nicht durch zu viel Hitze zu beschädigen.

Hartnäckige Reste von Kerzenwachs lassen sich ebenfalls gut mit Hitze vom Holz entfernen. So gelingt’s:

  1. Grobe Kerzenwachsreste vorsichtig entfernen, z.B. mit einem Spachtel.
  2. Einen Bogen Löschpapier auf die Wachsflecken legen.
  3. Das Löschpapier entweder mit einem Föhn oder mit dem Bügeleisen erwärmen. Es nimmt das flüssige Wachs auf.

Weitere Tipps

Nach einer Behandlung mit Hitze ist das Holz recht trocken. Du kannst die behandelten Stellen oder das ganze Möbelstück einfach mit etwas Leinöl einreiben, um das Holz dehnbar zu halten. Soll es gleich eine Möbelpflege mit langfristiger Wirkung sein, sorgt eine Politur mit Möbelwachs für gepflegtes, glänzendes Holz. Die aufgetragene Schicht der Möbelpflege macht Holzmöbel widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit und Schmutzflecken.

Bei der Behandlung von Holzflächen empfiehlt es sich, auf Mikrofasertücher zu verzichten, da sie das Holz zerkratzen können. Am besten eignen sich weiche Stoffe, wie zum Beispiel von ausgedienter Kleidung.

Hast du weitere Tipps, um Macken im Holz zu beheben? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Eva-Maria

    Ich habe versucht, dunkle Flecken (Wasser oder Babyspucke?) von einem unlackierten Holzboden mit der Leinöl-Salz-Methode wegzubekommen und habe jetzt dadurch noch größere Flecken durch das Öl! Wie bekomme ich die jetzt weg?

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Eva-Maria,
      unbehandeltes Holz besitzt eine offenporige Struktur, deshalb dringt Wasser auch so tief ein und hinterlässt sichtbare Ränder. Genauso ist es mit Öl und anderen Mitteln zur Holzbehandlung.
      Wie im Beitrag beschrieben, kann sich der Farbton von unbehandeltem Holz leicht ändern, wenn man es mit Öl behandelt. Gezielt wendet man das zum Beispiel zur Verschönerung und Versiegelung an: https://www.smarticular.net/moebelwachs-pflegewachs-holzmoebel-antikmoebel-selber-machen/
      Deshalb kann es sinnvoll sein, nicht nur eine kleine Stelle zu behandeln, sondern gleich die gesamte Oberfläche, um den einheitlichen Farbton zu erhalten.
      Liebe Grüße

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