Ein kleiner Trick mit dem du bewusster (und weniger) Geld ausgibst

Früher habe ich mich nach vielen Käufen geärgert. Oft konnte oder wollte mir es einfach nicht leisten. Dieser Trick hat alles geändert!von Tasma3197 [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Hast du auch manchmal das Gefühl, viel zu oft Dinge zu kaufen, die dein Leben nicht wirklich bereichern?

Am häufigsten sind das Spontankäufe, die sich später als überflüssig entpuppen. Aber auch teure Malzeiten im Restaurant, Kurzurlaube oder ein zusätzliches Gadget können schnell ein Loch in die Haushaltskasse reißen.

Mit einem kleinen Trick kannst du Kaufentscheidungen sehr viel bewusster steuern. Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als ob du dich selbst austrickst. Die Wahrheit aber ist, dass du mit diesem Trick erst wirklich begreifst, was dich der Konsum kostet!

Schritt 1 – Errechne wie viel du pro Stunde verdienst

Nimm dir einmal pro Jahr etwas Zeit und berechne deinen wahren Stundenlohn. Das klingt zunächst einfacher als es ist. So gehst du vor:

Nimm dein Netto-Monatsgehalt und teile es durch die Stunden, die du mit deiner Arbeit verbracht hast. Hier meine ich aber nicht nur die Stunden die du an deinem Arbeitsplatz verbringst. Füge deine Pendelzeit, Geschäftsreisen und andere Verpflichtungen hinzu. Wenn dich die Arbeit auch nach Feierabend mental beschäftigt, solltest du dies auch berücksichtigen.

Von diesem Stundenlohn ziehst du jetzt noch sämtliche arbeitsbezogenen Ausgaben ab. Je nach Job und Situation gehören dazu Ausgaben für das Pendeln, Kleidung, Make-Up und vieles mehr.

Nun hast du einen guten Anhaltspunkt, was eine Stunde deiner Arbeitszeit zur Zeit wert ist. Und dieses Wissen ist sehr wertvoll!

Schritt 2 – Beurteile jede Kaufentscheidung nach Arbeitszeit

Denn nun kannst du jegliche Versuchung, etwas zu kaufen oder zu konsumieren, mit dem Wert deiner Zeit abwägen.

Nehmen wir einmal an, unter Berücksichtigung sämtlicher arbeitsbezogener Zeiten und Kosten verdiene ich 10 Euro pro Stunde. Das bedeutet, dass ich für einen großen Eisbecher zwischen 30 und 45 Minuten arbeiten muss! Ein Buch für 15 Euro mag mir 8 bis 12 Stunden Lesevergnügen bereiten, dafür musste ich aber zuerst anderthalb Stunden arbeiten. So gesehen überlege ich zweimal, ob ich es nicht lieber doch aus der Bibliothek leihe.

Geld ist wichtig, aber wie man so schön sagt, ist es nicht Alles! Wenn wir uns darüber bewusst sind, was unser Geld gemessen an Lebenszeit bedeutet, ist die Wertschätzung auf einmal eine ganz andere.

Dieser Trick hat mich schon vor einigen Fehlentscheidungen bewahrt. So spare ich mein Geld für Dinge, die mir wirklich wichtig sind und für die ich sehr gern meine Zeit investiere.

Viele weitere Spartipps findest du in diesem Beitrag.

Was meinst du? Findest du diese Herangehensweise sinnvoll oder nutzt du andere Tricks, um dein Geld bewusster auszugeben?

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11 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Kerstin Garbe

    ich lese sehr gern und bevorzuge dabei die E-Books bis 99 cent, spart nicht nur Geld, sondern auch Platz, den ich nicht habe.
    Auch sammel ich ausrangierte Wäsche und verarbeite sie je nach Bedarf neu, Jeans z.B. gehen bevorzugt zwischen den Beinen kaputt, geflickt würden sie von meinen Tenagern nicht mehr genutzt, aber als Taschen, Röcke, Decken … sind sie wieder brauchbar.

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    • Maximilian Knap

      Danke für die wunderbaren Tipps! Nach E-Books werde ich gleich mal schmökern gehen.

  2. Joachim Hessler

    man kann sich auch totsparen und sich nicht mal ein Eis gönnen, was gerade bei Kindern schlecht ist. Ab und zu muss man sich auch mal was gönnen , ins Kino gehen , Eis schlecken, Kaffee trinken ,Schwimmbad sonst leidet einfach alles und man isoliert sich zu sehr von seinem mitmenschen ist meine persönliche erfahrung. Dafür spare ich an der Kleidung (second Hand) ich kaufe mir alles gebraucht/ gut erhalten an Elektronik, verzichte auf Spielereinen, kein Ratenkauf, keine 0% Finanzierung nix. Mein Handy ist 5 Jahre alt und lang mir völlig. Auch ein Auto nur Gebraucht.

    Die Gesamten Möbel,Kinderwagen, Kleidung für unseren Kleinen alles vom Flohmarkt der Kinderwagen war fast neu von Hartan kostet neu locker 600 Euro wir haben 100 Euro Bezahlt, optisch kein Unterschied, ausser ein paar Kratzern.

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    • Mark Leder

      Ja, da muss jeder seine eigene Balance zu finden. Jeder hat ja andere Prioritäten wenn es ums „sich was gönnen“ geht. Bei diesem Trick geht es auch gar nicht darum, auf Teufel komm raus zu sparen, sondern einfach bewusster mit dem Geld und seiner persönlichen Lebenszeit umzugehen.

  3. Man kann es noch einfacher machen. Von der Summe, die man monatlich erhält die Kosten abziehen und dann durch 30 oder 31 teilen, dann weiß man, wieviel Geld pro Tag zur Verfügung steht.

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    • Maximilian Knap

      Auch eine schöne Idee :-) dann heißt es nur noch diszipliniert sein, und wirklich nicht mehr ausgeben.

    • Mark Leder

      Das ist auch ein guter Weg Ilka. Mit Kosten meinst du Miete, Versicherungen und Co?

  4. Konsumfeind

    Ja, so mache ich es auch. Zusätzlich berücksichtige ich auch die Nutzungszeit. D.h. beim Eisbecher wäre es z.B. 1/4 Stunde Vergnügen. Das Verhältnis der Arbeitszeit zur Genusszeit ist hier für mich ungünstig. Darüber hinaus hat es keinen bleibenden Wert, es ist nichts, woran ich mich nach einem Jahr zurück erinnern würde.

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    • Maximilian Knap

      Das ist clever, Konsumfeind! So habe ich das auch noch nicht betrachtet, werde ich mal berücksichtigen. Dem dürfte so manches kurze Vergnügen ohne nachhaltigen Effekt zum Opfer fallen!

  5. Das mache ich schon seit Jahren so und das gesparte Geld investiere ich in schöne Reisen, die mental unvergänglich sind!

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    • smarticular.net

      Wunderbar :-) es gehört schon einiges an mentaler Stärke dazu, so bewusst mit Geld umzugehen. Toll, dass es für dich so gut funktioniert!

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