Essigessenz in Glasflaschen – Surig testet Alternativen zur Plastikflasche

Surig Essigessenz gibt es seit 2016 nur in Plastikflaschen. Dank zahlreicher Kundenanfragen kommt die Glasflasche zurück - jeder von uns kann etwas bewirken!

Für umweltbewusste Menschen sind Essig und Essigessenz unverzichtbare Hilfsmittel im Haushalt. Einfach und schnell lassen sich damit viele Probleme lösen, ganz ohne Spezialprodukte mit fragwürdigen Inhaltsstoffen.

Vor drei Jahren entschied sich der führende Anbieter für Essigessenz Surig, von Glas- auf PET-Flaschen umzusteigen. Im Nachgang zu dieser Entscheidung erhielt Surig viele Kunden-Rückmeldungen, mit dem Resultat, dass der Vertrieb in Glasflaschen diesen Sommer wieder getestet werden soll.

Warum PET statt Glasflaschen?

Nach Angaben von Surig erfolgte der Umstieg von Glas auf PET 2016 vor allem auf Wunsch des Handels. Dabei spielten Material- und Transportkosten eine untergeordnete Rolle. Die wichtigste Motivation war laut Surig der Wunsch, Glasbruch zu vermeiden und so die Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden zu verbessern.

Warum jetzt doch wieder Glas?

Die Abschaffung der Glasflasche wurde von der Nachhaltigkeits-Community vielfach hinterfragt, und es wurde nach Alternativen gesucht. In unserem Plastikfrei-ABC verweisen wir zum Beispiel auf Essigessenz von Kühne, die weiterhin in Glasflaschen angeboten wird.

Aber auch Surig erreichten zahllose Anfragen, direkt und auf den sozialen Netzwerken. Allein der Verein Küste gegen Plastik e.V. hat über die App ReplacePlastic ungefähr 1000 Verbesserungswünsche für Surig-Produkte erhalten.

Dank dieses Feedbacks kam es intern zu Debatten zum Thema, und das Unternehmen sucht nach Alternativen zu derzeitigen PET-Verpackungen, wie uns der Geschäftsführer Oliver Sladek auf Anfrage mitteilte.

Glasflaschen im Test

Im Juni gab es eine erste Test-Aktion, bei der Surig-Essigessenz in Glasflaschen mit Retro-Labels in Netto-Filialen verkauft wurden. Auch wenn die Aktion laut Surig sehr gut ankam, war sie zeitlich beschränkt. Angedacht sind ähnliche Aktionen in den kommenden Monaten mit anderen Vertriebspartnern.

Surig Essigessenz gibt es seit 2016 nur in Plastikflaschen. Dank zahlreicher Kundenanfragen kommt die Glasflasche zurück - jeder von uns kann etwas bewirken!

Was ist für die Zukunft geplant?

Die ersten Reaktionen auf die Aktion waren sehr positiv und die permanente Wiedereinführung von Glasflaschen ist bereits beschlossen, wobei der genaue Zeitpunkt noch nicht feststeht. Oliver Sladek wünscht sich, dass Surig-Essigessenz in Zukunft sowohl in Glasflaschen als auch in PET-Flaschen mit einem hohen Anteil Recycling-Material angeboten werden kann. Dabei besteht die Überlegung, beide Versionen im Handel Seite an Seite zu präsentieren.

Für welche Verpackungsmethode würdest du dich entscheiden? Oder könntest du dir sogar andere Optionen vorstellen, wie etwa ein Mehrwegsystem oder Abfüllanlagen? Hinterlasse uns unten einen Kommentar!

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28 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Edeka hat seit kurzem eine Essigessenz in der Glasflasche zu einem sehr günstigem Preis von der Edeka-Eigenmarke. Die Surig-Glas-Flaschen habe ich immer gerne gekauft und sie dann mit selbst gemachtem Kräuteressig gefüllt als Mitbringsel verschenkt. Persönlich hoffe ich aber, dass der Handel immer mehr Wiederbefüllung ermöglicht. Das funktioniert aber nur mit der Nachfrage. Also bitte: Nachfragen!!

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  2. Aus meiner Sicht sollte man vielleicht mal überlegen, das in Mehrwegflaschen anzubieten, die man im Handel vielleicht auch auffüllen kann, wenn sie leer sind. Wenn das mit Getränken funktioniert, warum sollte das mit sowas nicht auch gehen ?

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  3. Es ist halt leider auch nicht ökologisch so viel Glas durch die Gegend zu fahren (viel schwerer als Plastik) und anschließend wegzuwerfen… dessen muss man sich auch bewusst sein, wenn man Glasflaschen einkauft und die Flasche ist leider auch nicht komplett plastikfrei. Es wäre gut es, so viel Wasser wie möglich zu extrahieren um es dann zu Hause wieder verdünnen zu können. Deswegen nehme ich meistens Zitronensäure.

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  4. Einspruch: Der Vertrieb von Essig-Essenz in Glasflaschen war nie eingestellt, vielleicht zurückgefahren. Bei EDEKA kaufe ich seit Jahren Surig-Produkte in Glasflaschen.

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  5. Meine Hoffnung ist, dass sich die Unverpackt-Idee inklusive Abfüllstationen auch im Bio-Supermarkt und irgendwann sogar in konventionellen Märkten wieder durchsetzt. Um das zu erreichen, müssen möglichst viele Menschen immer wieder nachfragen. Wir können etwas bewirken, das sieht man ja an der tollen ReplacePlastic – App. Ich nutze sie bei jedem Einkauf, vor allem auch im Bioladen!

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  6. Bei Netto gibt Surig in PET Flaschen und bei dm In Glasflaschen ! Irgenwie verwirrend ,für mich als Kunde ! Ich bin auch für Glas ,soll viel mehr in Glas geben .Wenn man an die ganzen Dosen denkt ….

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  7. Leissinger Roswitha

    selbst abfüllen im geschäft wäre eine super idee, hat doch früher in den milchgeschäften auch super geklappt und alle waren glücklich

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    • Wir kaufen schon etliche Produkte im Unverpackt-Laden, somit wäre für mich die beste Variante Essigessenz auch selbst abzufüllen. Eine Einweg-Glasflasche ist leider auch nicht besonders umweltfreundlich, Mehrweg-Flaschen fände ich sehr viel besser. Surig Essigessenz in der Plastikflasche habe ich nie gekauft, sondern immer ein Produkt in Glasflasche. Ich freue mich, dass sich Firmen Gedanken machen. Ich lasse immer öfter Dinge im Supermarkt stehen, wenn mir die Verpackung nicht passt. Dann habe ich das Produkt eben nicht, habe aber auch keinen Verpackungsmüll gekauft.

  8. Bisher dachte ich, dass ich zum Putzen etc. Essig aus der Gasflasche nehmen könnte und zum Essen, das aus der Glasflasche. Aus Unweltgründen werde ich auch zum Putzen die Gasflaschen nehmen.

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  9. Glas wäre gut Pfandglas besser, eine Abfüllstation, wohin man dann selber seine eigene Flasche mitbringt am besten

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  10. Greenwashing. Einwegglas ist aus einem ökologischen Standpunkt heraus nicht wirklich empfehlenswert.

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    • Marion Schopmans

      Ich würde mich definitiv für die plastikfreie Variante entscheiden. Selbst wenn der Preis höher wäre. Ideal wäre auf jeden Fall ein Pfandsystem!

  11. Ein Nachfüllsystem würde ich sofort nutzen. Nach einer kurzen Umgewöhnungszeit kann sich ein solches System sicher wieder etablieren. Wie ganz früher mit den Milchflaschen.

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  12. Ich habe meine leere Kühne-Essigessenz- Glasflasche verwahrt in der Hoffnung, dass es im Unverpackt-Laden Essigessenz zum Nachfüllen gibt. Das werde ich bei Gelegenheit nachprüfen!

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  13. Ich habe bewusst die PET Flaschen boykottiert. Bitte wieder unbedingt Glasflaschen verwenden. Nutze es als Weichspüler verdünnt und zum ökologischem putzen.

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    • So mache ich das seit ungefähr einem Jahr auch.
      Ich habe mich vorher immer gefragt, warum machen diese „Ökos“ immer so Trara wegen der Essigflaschen, wie viel brauchen die denn davon??? Meine Flasche Essig hält doch viele viele Wochen… Aber jetzt hab ich das kapiert, das Putzen und Wäschewaschen den Verbrauch drastisch erhöht.
      Dadurch ist die Verwendung von Essigessenz dringend nötig geworden, um Abfall zu vermeiden.
      Zumindest der Essig zum Verzehr kann z.B. im Feinkostladen selbst abgezapft werden.
      Ich denke, das das bestimmt auch mit schnöden 08/15-Essig irgendwo preiswert geht.

  14. Eine Abfüllung im Laden wäre die beste Wahl.

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  15. U. Berger

    Ich hatte mich mehrmals per E-Mail an Surig gewendet und mitgeteilt, wie unpassend es ist, von Glas auf Plastik zu wechseln. Der Surig „Kundenservice“ war so arrogant, sich sicherheitshalber überhaupt nicht mit einer Antwort an mich zu wenden. So ein Verhalten finde ich indiskutabel. Insofern werde ich, selbst wenn Surig wieder auf Glasflaschen wechseln würde, nicht mehr zu dieser Firma zurückgehen. Es gibt doch Alternativen in Glasflaschen. Z.b. von Kühne. Dabei werde ich bleiben. Überhaupt erst auf die Idee zu kommen, von Glas auf Plastik zu wechseln, zeigt doch schon, wes Geistes Kind diese Firma ist. Da würde ich schon aus Prinzip nicht mehr zu diesem Produkt greifen.

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  16. Ich nehme grundsätzlich nur die Glasflaschen. Wenn Surig jetzt wieder Glasflaschen anbietet, finde ich das sehr gut.

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  17. Die Idee mit der Abfüllstation finde ich super. Entweder ein Automat oder so ein großer Wassertank wie man sie als Wasserspender kennt wäre vielleicht eine Option. Man könnte vielleicht auch waschbare reißfeste Stoffbeutel als Überzieher verkaufen. Falls es doch mal zum Bruch kommen sollte, sind die Scherben im Beutel und der Kunde wäre geschützt. Wie man die Mitarbeiter vor Glasbruch schützen kann, dafür müsste man den Ablauf der Produktion kennen und wo genau die häuigsten Glasschäden verursacht werden. Aber ich sehe es auch so. Leider sind noch viel zu viele Produkte in Plastik verpackt. An manchen Stellen mag es vielleicht sinnvoll sein, aber dann sind es Produkte, die man für längere Zeit nutzen sollte. Produkte, die aus hygienischen Gründen oder zwecks Transportweg etc in Plastik eingepackt werden, dafür sollte man Alternativen finden.

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  18. Essigessenz gehört meiner Meinung nach nicht in Kunststoffbehälter. Ich war geschockt, als mir die Umstellung auffiel und habe die PET-Flaschen nicht gekauft. Gut, dass Surig es sich anders überlegt. Die Glasflaschen müssen ja auch nicht im Container landen; ich verwende sie wieder.

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  19. Deliah B.

    Bei Aldi Süd gibt es Essigessenz in Glasflaschen.

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  20. Bitte unbedingt nur noch Glas! Ich will kein Plastik mehr! Verstehe nicht, warum man Plastik überhaupt noch macht. Egal ob recycelt oder nicht. Plastik soll am besten komplett verschwinden!

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  21. Ich habe wegen des Wechsels von Surig zur Plastikflasche die Sorte gewechselt.
    Und ich teste gerade auch Alternativen zu meinen bisherigen Weleda-Produkten. Die wechseln gerade auch viele Verpackungen zu Plastik und ich möchte das nicht mitmachen. Denn selbst wenn, wie behauptet, möglichst viel recyceltes Plastik verwendet wird, ändert das nichts daran, dass in unserem Abfallsystem der größte Teil der anfallenden Kunststoffe nicht recycelt wird und dass der Recyclingzykkus von Kunststoff im Gegensatz zu Metallen und Glas sehr kurz ist. Sicherlich gibt es Bereiche, wo Kunststoffe sinnvoll und unvermeidbar sind, Essigessenz und Kosmetikverpackungen gehören definitiv nicht dazu.

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  22. Verstehe ich nicht ganz. Bei uns im Ort gab es das Essig immer nur im Glas. Nie in Plastik. 🤷🏻‍♀️

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  23. Ich war damals richtig traurig, dass sie auf Plastik umgestellt hatten. Das Service Center hatte mir geantwortet, dass der Kunde es so wolle. Ich dachte mir schon damals, dass damit nicht ich gemeint war… Eine Zeit lang hatte ich dann auch Kühne, obwohl teurer, in Glas gekauft.
    Jetzt hat zum Glück ein Unverpacktläden 10%Essenz.
    Ein Pfandsystem (praktikabler) und/oder Abfüllstationen in den größeren Supermärkten, ohne verdeckten Müll, wären schon super.

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    • Elisabeth

      Ich war such erschrocken, Al’s ich plötzlich Plastik in der Hand hielt und habe dann auch Kühne in der Glasflasche genommen. Pfandsystem mit Glasflaschen wäre klasse.

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