
Unerklärliche Rückenschmerzen - Das könnte Dir helfen
Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen und waren deshalb auch schon bei Orthopäden, Physiotherapeuten und Chiropraktikern, oft jedoch ohne Erfolg. Es kommt nicht selten vor, dass keine klare Ursache für die Rückenschmerzen festgestellt werden kann. In solchen Fällen sind die Betroffenen meist ratlos. Falls du auch unter unerklärlichen Rückenschmerzen leidest und niemand eine Lösung weiß, werden dir die folgenden Tipps möglicherweise weiterhelfen.

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Wenn Schmerzen im Rücken auftauchen, kann das viele Ursachen haben. Eine unerkannte Schädigung der Bandscheiben, wie z.B. eine Bandscheibenverwölbung oder ein Bandscheibenvorfall, kann qualvolle Rückenschmerzen hervorrufen. Aber auch verrenkte und blockierte Wirbelkörper, chronisch verspannte Rückenmuskeln, Erkrankungen der Nieren und der Bauchorgane können zu Rückenbeschwerden führen. Falls du schon bei verschiedenen Fachärzten warst und niemand etwas gefunden hat, also Bandscheiben, Wirbelsäule, Nieren, Darm, Bauchspeicheldrüse und Magen ohne Befund sind, du aber dennoch weiterhin Schmerzen hast, könnten deine Schmerzen folgende Ursachen haben.
Möglichkeit 1: Chronische Verschlackung des Darms
Unser Darm kann durch schlechte Ernährungsgewohnheiten auf Dauer regelrecht verschlacken und dann zu Rückenschmerzen führen. Selbst wenn der Darm an sich gesund und ohne Befund ist, kann trotzdem eine Verschlackung als Folge schlechter Ernährung vorliegen. Dann bilden sich verkrustete Ablagerungen an den Darmwänden, die zu Blähungen und einer massiven Erweiterung des Darmvolumens führen. Je nachdem, wie stark das Volumen erweitert ist, kann ein verschlackter Darm sogar zur Verkrümmung der Wirbelsäule führen! Auch chronische Spannungen in der Rumpf- und Rückenmuskulatur sowie im Zwerchfell können so entstehen, was dann ebenfalls zu Bauch- und Rückenschmerzen führen kann.
Eine Verschlackung des Darms stellt sich häufig ein durch eine Ernährung, die reich an Milchprodukten, Fleisch, Zucker und Getreideprodukten aus weißen Auszugsmehlen ist. Im Laufe vieler Jahre können sich Ablagerungen und Schlacken von mehreren Kilogramm in unserem Darm bilden, die ihren Platz in der Bauchhöhle fordern und zu Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Reizdarmsyndrom, Lebensmittelunverträglichkeiten, allergischen Reaktionen und Rückenbeschwerden führen können.
Lösungsmöglichkeiten: Falls deine Rückenschmerzen von einem verschlackten Darm herrühren sollten, könnte dir eine Darmsanierung und eine Kolon-Hydrotherapie helfen. Diese werden von speziell ausgebildeten Ärzten und Heilpraktikern angeboten und helfen, die eingelagerten Darmschlacken Schicht für Schicht abzutragen, wobei dann oft einige Kilogramm an Schlacken den Körper verlassen, was zu einer wirklichen Erleichterung führt. Auch zu Hause durchgeführte Einläufe mit einem Klistier, das du für wenig Geld in der Apotheke bekommst, können eine ähnlich erleichternde Wirkung entfalten. Wenn du keinen Einlauf machen möchtest, kannst du auch auf ein natürliches Abführmittel wie z.B. Bittersalz zurückgreifen.
Eine durch überfüllten Darm verschobene oder verkrümmte Wirbelsäule wird sich meist ganz von selbst wieder neu ordnen, nachdem der Darm von seinen Ablagerungen befreit wurde. Falls das die Ursache der Rückenschmerzen war, werden diese dann sehr wahrscheinlich wieder verschwinden.
Eine Ernährungsumstellung ist bei Darmverschlackung ebenfalls sehr hilfreich. Dazu solltest du eine Weile auf folgende Nahrungsmittel verzichten:
- Brot, Nudeln und andere Getreideprodukte aus weißem Auszugsmehl
- Milch und Molkereiprodukte wie Käse, Joghurt, Sahne und Quark
- Fleisch und Wurstwaren
- Eier
- Zucker und zuckerhaltige Produkte wie Süßigkeiten, Gebäck, Eiscreme und Limonaden
Möglichkeit 2: Chronischer Wassermangel
Selbst wenn die Nieren gesund und ohne Befund sind, kann ein chronischer Wassermangel zu Nierenschmerzen führen, die man dann oft als Rückenschmerzen interpretiert. Nierenprobleme können Schmerzen verursachen, die in den gesamten Rückenbereich ausstrahlen und nicht selten auch zu chronischen Muskelverhärtungen führen. Wer zu wenig trinkt, riskiert die Bildung von feinen Harnsäurekristallen in den Harnkanälen der Nieren, die zu extremen Rückenbeschwerden führen können.
Viele Menschen vergessen während ihres stressigen Alltags das regelmäßige Trinken und der Körper kommt schleichend in den Zustand der Dehydrierung, der neben quälenden Rückenschmerzen auch noch viele ernsthafte, gesundheitliche Probleme verursachen kann. Damit unsere Nieren und der ganze Körper gesund und leistungsfähig bleiben, sollten wir täglich 2-3 Liter reines Wasser trinken!
Getränke wie Kaffee, Tee, Limonaden und alkoholische Getränke sind weniger geeignet, um den Flüssigkeitsbedarf des Körpers zu decken, manche von ihnen rauben ihm sogar noch Flüssigkeit. Der Körper braucht reines Wasser, um seinen Bedarf an Flüssigkeit zu decken. Da er dieses nur für kurze Zeit speichern kann, sollten wir jeden Tag darauf achten, ausreichend zu trinken.
Falls deine Rückenbeschwerden von einer chronischen Dehydrierung durch Wassermangel herrühren sollten, werden diese von selbst verschwinden, wenn du deine tägliche Trinkmenge erhöhst.
Lösungsmöglichkeiten: Versuche. täglich mindestens 2-3 Liter reines Wasser ohne Geschmacks- und Zusatzstoffe über den Tag verteilt zu trinken. Da der Körper über Nacht viel Wasser verliert, solltest du direkt am Morgen nach dem Aufwachen, am besten auf nüchternen Magen, 0,5-1 Liter Wasser trinken. Ideal ist die Herstellung von reinem Trinkwasser durch eine Umkehrosmoseanlage. Damit kannst du direkt aus dem Leitungswasser reines Trinkwasser in höchster Qualität filtern.
Möglichkeit 3: Rückenschmerzen durch muskuläre Dysbalancen
Muskuläre Dysbalancen sind vermutlich die häufigste Ursache von unerklärlichen Rückenschmerzen. Als muskuläre Dysbalancen bezeichnet man Spannungsungleichgewichte in der Skelettmuskulatur. Treten diese im Bereich der Rumpf- und Rückenmuskulatur und der Hüftgelenkmuskulatur auf, kann dies zu Veränderungen der Statik und der Bewegungsabläufe der Wirbelsäule führen. Dies wiederum kann Wirbelsäulenverkrümmungen und -verdrehungen und dadurch bedingte Haltungsfehler und Fehlbelastungen zur Folge haben.
Dadurch können die Spinalnerven, die zwischen den einzelnen Wirbeln ein- und austreten, gereizt werden und Schmerzen im gesamten Rückenbereich verursachen. Zum Schutz vor ernsthaften Verletzungen dieser Nerven erhöht der Körper automatisch die Ruhespannung der örtlichen Muskelgruppen, wodurch meist zusätzliche Schmerzen im Rücken- und Rumpfbereich entstehen.
Die häufigste Ursache für muskuläre Dysbalancen im Bereich der Wirbelsäule und des Beckens ist dauerhaftes Sitzen. Durch häufiges und lang andauerndes Sitzen, z.B. am Schreibtisch oder im Auto, verändert sich das Gleichgewicht zwischen den Muskeln, die die Hüftgelenke strecken, und denen, die sie beugen. Durch eine sitzende Körperhaltung erhöht sich die Ruhespannung in der Beugemuskulatur der Hüftgelenke, was dort zu einer Verkürzung führen kann, die dann die natürliche Position des Beckens und der Lendenwirbelsäule dauerhaft verändert.
Der kräftigste Beuger der Hüftgelenke ist der Lenden-Darmbeinmuskel, der vom Oberschenkel bis zur Wirbelsäule verläuft und an den Wirbelkörpern ansetzt. Verkürzt sich der Lenden-Darmbeinmuskel, was durch dauerhaftes und regelmäßiges Sitzen zwangsläufig geschieht, führt dies zu einer Überstreckung der Lendenwirbelsäule im unteren Rücken. Das erhöht den Druck der Wirbelkörper auf die Spinalnerven, die dadurch dauerhaft gereizt werden und sich entzünden können. Ein chronisch verkürzter Lenden-Darmbeinmuskel ist übrigens auch eine der häufigsten Ursachen für Bandscheibenschäden bis hin zu Bandscheibenvorfällen.
Lösungsmöglichkeiten: Falls du eine sitzende Tätigkeit ausübst, solltest du regelmäßig Übungen machen, die den Lenden-Darmbeinmuskel strecken und verlängern und dessen Gegenspieler, die Hüftgelenkstrecker, kräftigen. Der wichtigste Hüftgelenkstrecker ist die Gesäßmuskulatur, die du kräftigen kannst, indem du den Po im aufrechten Stand für ungefähr 20-30 Sekunden so fest wir möglich anspannst.
Falls du also einen Schreibtischjob hast oder den ganzen Tag im Auto sitzt, solltest du regelmäßig Pausen einlegen, in denen du dich gerade hinstellst und die Gesäßmuskulatur bis zu 30 Sekunden maximal anspannst. Je öfter du das über den Tag verteilt machst, desto schneller kannst du das muskuläre Gleichgewicht deiner Hüftmuskeln wieder herstellen. Falls deine Rückenbeschwerden von einem muskulären Spannungsungleichgewicht in diesem Bereich herrühren, werden diese automatisch wieder verschwinden, sobald das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.
Tipp: Hier findest du weitere Tipps, um Rückenschmerzen zu lindern und vorzubeugen.
Vielen Dank an Jens Sprengel für diesen wundervollen Gastbeitrag. In seinem Selbsthilferatgeber „Rückenschmerzen selbst behandeln – Die 5 Minuten Lösung“ findest du viele leicht auszuführende Übungen, mit denen du das muskuläre Gleichgewicht im ganzen Körper wiederherstellen und aufrecht erhalten kannst. Mit nur 5 Minuten Übungszeit am Tag kannst du sehr erfolgreich spannungsbedingte Rückenbeschwerden und andere Probleme im Bewegungsapparat wieder in den Griff bekommen. Die Übungen eignen sich auch zur Vorbeugung von körperlichen Fehlhaltungen und dadurch bedingten Fehlbelastungen der Wirbelsäule und der Gelenke. Abnutzungserscheinungen und Gelenkverschleiß rühren zu einem großen Teil von körperlichen Fehlbelastungen her, die du durch ein regelmäßiges Training mit den Übungen umgehen kannst.
Mehr zum Thema Rückenschmerzen findest du auf Jens’ Webseite inspiriert-sein.de.
Hast du noch andere Tricks, mit denen du gegen Rückenschmerzen vorgehst? Hinterlasse uns einen Kommentar.
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