Seitan “Beef Jerky”: pikanter Barbecue-Snack ohne Fleisch

Haltbares, köstliches Seitan Jerky ist nicht nur für Veganer eine Alternative zu Dörrfleischprodukten! Mit diesem Rezept kommst du auf den Barbecue-Geschmack.

Es ist besonders würzig, eiweißhaltig und lange haltbar: Trockenfleisch ist schon seit Jahrhunderten als gehaltvolles und zugleich haltbares Lebensmittel beliebt. Vor allem unterwegs, wenn Speisen nicht gekühlt werden können, ist so eine herzhafte Wegzehrung genau das Richtige. Wenn du auf tierische Produkte und unnötige Zusatzstoffe verzichten möchtest, kannst du den köstlichen Trockensnack aus der rein pflanzlichen Fleisch-Alternative Seitan einfach selber machen!

Seitan bringt dabei sogar noch mehr Proteine mit als Fleisch. Die biologische Wertigkeit des Seitan-Eiweißes wird durch die Marinade, die unter anderem Sojasauce enthält, erhöht und sorgt ganz nebenbei mit etwas Süße und Raucharomen für den unverwechselbaren Barbecue-Geschmack. Für die Zubereitung brauchst du nichts weiter als einen Backofen und etwas Zeit.

Zutaten für veganes Seitan Jerky

Für etwa zwei Backbleche voll belegt mit Seitanstreifen:

Dörrfleisch zubereiten ohne Fleisch

Um veganes Seitan Jerky selber zu machen, gehe Schritt für Schritt wie folgt vor:

1. Knoblauchzehen, Senfkörner, Wasser und jeweils die Hälfte des Agavendicksafts, des Tomatenmarks, der Sojasauce, des Pflanzenöls und des Rauchsalzes in den Mixer geben und kurz durchmixen.

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2. Die Mischung zum Seitanmehl geben und zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Dabei lieber erst etwas weniger Flüssigkeit verwenden und nach und nach so viel dazugeben, bis ein gleichmäßiger, nicht klebriger Teig entsteht. Einige Minuten ruhen lassen.

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3. Seitanteig erst in etwa zwei Zentimeter dicke Filets und diese dann quer nochmal in dünne Streifen schneiden. In einen Topf mit kochendem Wasser geben. Zehn Minuten bei geschlossenem Deckel kochen und danach abkühlen lassen.

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4. Den Rest von Agavendicksaft, Tomatenmark, Sojasauce, Pflanzenöl und Rauchsalz zusammen mit dem Orangensaft zu einer Marinade verrühren. Kräftig pfeffern. Die gekochten Seitanstreifen darin wenden.

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5. Die marinierten Streifen auf einem Backblech auslegen, so dass sie sich nicht berühren, und bei einer Temperatur zwischen 40 und maximal 100 °C Umluft bis zum gewünschten Trocknungsgrad im Backofen trocknen. Bei mir hat es bei 85 °C etwa drei Stunden gedauert. Ab und an die Ofentür öffnen, um Luftfeuchtigkeit entweichen zu lassen.

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Die Backzeit ist stark abhängig von der Dicke der Streifen sowie von der Backtemperatur. Kontrolliere deshalb hin und wieder, ob die Seitan-Jerky-Stücke schon trocken, aber noch biegsam und nicht zu dunkel sind. Bei einer niedrigen Temperatur von etwa 40 bis 50 °C dauert der Vorgang länger, dafür wird das Ergebnis gleichmäßiger. Um diese Temperatur zu halten, braucht der Ofen auch nur sehr wenig Strom.

Selbst gemachtes Seitan Jerky ist luftdicht verpackt mehrere Monate lang haltbar. Je trockener die Würzstreifen sind, umso länger bleiben sie genießbar.

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Tipp: Um Energie zu sparen, kannst du die Seitan Jerky auch an der Luft trocknen. Hierfür eignen sich warme, trockene Plätze. Ideal sind Dachböden, ein Kamin oder ein Kachelofen. Breite die Scheiben wie bei den anderen Methoden aus und wende sie gelegentlich.

Hast du das vegane Dörrfleisch schon ausprobiert? Schreib deine Erfahrungen unten in die Kommentare!

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6 Kommentare Kommentar verfassen

  1. ich habe das ausprobiert, wir haben das in 10 Minuten gegessen:))

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  2. 2 Sachen zu dem Rezept:
    1. Was passiert, wenn man den rohen Seitenklumpen als Ganzes ins kochende Wasser bringt, außer dass wohl die Kochzeit steigt? Roh läßt sich das mit nem Messer einfach sehr schlecht schneiden…
    2. Ich hab mir ne Abwandlung a la „Kräuter der Provence“ gemacht…
    Hierzu O-Saft, Sojasoße, Agavendicksaft/Honig und Senfkörner weg lassen, dafür die 250ml Wasser mit 300ml Gemüsebrühe ersetzen und statt den anderen Komponenten nen EL „fränzösische Kräuter“ bzw „Kräuter der Provence“ ersetzen. Das „Rauchsalz“ hab ich einfach durch „Kala Namak“ ersetzt, mal schauen wie es schmeckt…

    Antworten
    • smarticular.net

      Das könnte wohl auch klappen, es wird dann vermutlich länger kochen müssen und nicht so gleichmäßig werden, weil es von außen nach innen gart. Einen Versuch ist es trotzdem wert. Liebe Grüße!

  3. Das liest sich ja total lecker! Ich habe keine Seitan- Erfahrung, aber kann man die Streifen auch anstatt sie zu trocknen braten, um sie als „Nuggetersatz“ zu essen? Lg

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