Salat-Kräutermischung auf Vorrat selber machen – nie mehr Tütendressing

Fertige Salat-Kräutermischungen aus dem Supermarkt enthalten meist viele Zusatzstoffe und wenig Kräuter. Stelle deine eigene Würzmischung aus wenigen Zutaten ganz einfach selbst her!

Salat ist lecker und gesund, doch erst ein gutes Dressing macht ihn richtig schmackhaft. Doch konventionelle Fix-Tütchen und Salat-Soßen enthalten weit mehr Zusatzstoffe als Kräuter, beispielsweise haben wir eine Tüte “Knorr Salat Krönung” gefunden mit gerade mal acht Prozent Kräutern! Die Liste an beigemischten Zusätzen erscheint endlos, Hauptinhaltsstoffe der Fertig-Tütchen sind u.a. Füllstoffe, Verdickungsmittel, Salz und Zucker. Dazu kommen Dinge wie Palmöl und Hefeextrakt.

Dabei lässt sich ein Kräuterdressing mit wenigen Zutaten leicht auf Vorrat herstellen. Wir haben wieder mal fleißig getüftelt und ein weiteres Fertigprodukt durch eine hervorragende, selbst gemachte Alternative ersetzt! Mit dem folgenden Rezept gehst du sicher, dass in deinem Salatdressing ab sofort nahezu hundert Prozent Kräuter enthalten sind.

Salat-Kräutermischung auf Vorrat herstellen

Küchenkräuter lassen sich auf dem Balkon oder der Fensterbank ganz leicht selber ziehen. Vielleicht benutzt du auch hin und wieder fertige Kräuter-Töpfchen für Basilikum, Schnittlauch und andere Kräuter, die meistens nur mit ein paar Tricks lange überleben. Mit unserer Kräuter-Mischung kannst du welkende Töpfchen vor dem Mülleimer retten und vollständig in der Mischung verarbeiten.

Besonders eignet sich diese Methode außerdem, wenn der Herbst bevorsteht und du noch viele frische Kräuter hast, die ohnehin aufgebraucht werden müssen. Auch Wildkräuter wie Löwenzahn, Gundermann und Brennnessel sind gehaltvolle Zutaten für deine Salat-Mischung, weiter unten haben wir für dich sogar ein eigenes Rezept für eine Wildkräuter-Salat-Mischung zusammengestellt.

Du benötigst lediglich:

Fertige Salat-Kräutermischungen aus dem Supermarkt enthalten meist viele Zusatzstoffe und wenig Kräuter. Stelle deine eigene Würzmischung aus wenigen Zutaten ganz einfach selbst her!

So geht’s:

  1. Alle Blätter samt Stängel auf einem Küchentuch oder Backblech ausbreiten und schonend trocknen.
  2. Wenn die Kräuter völlig durchgetrocknet sind (das merkst du, wenn die sie in deiner Hand “rascheln” und sich mit den Fingern zerreiben lassen), im Mixer zu feinem Pulver zerkleinern.
  3. Alternativ kannst du – ohne Mixer – auch frische Kräuter klein schneiden und dann trocknen.
  4. Kräuter, Salz und Öl in ein Schraubglas füllen und mit einem Löffel so lange durchrühren, bis eine gleichmäßige Konsistenz entstanden ist. Durch das Öl bilden sich zuerst kleine Klumpen. Sobald es gut verteilt ist, sorgt das Öl dafür, dass sich Salz und Kräuter gut mischen und nicht stauben.
  5. Trocken und lichtgeschützt aufbewahren.

Nach Belieben kannst du auch getrockneten Knoblauch, Kurkuma, Paprika, zerstoßene Senfsaat, Pfeffer und weitere Gewürze hinzufügen.

So verwendest du die Kräutermischung:

  1. Gib ein paar Teelöffel des Kräutervorrats mit etwas Öl, Essig und einer Süße deiner Wahl in die Salatschüssel und rühre kräftig um.
  2. Lasse die Soße ein paar Minuten ziehen.
  3. Kurz vor dem Servieren den Salat unterheben.

Dressing der wilden Variante

Für dieses Rezept brauchst du noch nicht mal Geld für Küchenkräuter auszugeben, denn die folgenden, schmackhafte Kräuter wachsen fast überall kostenlos in der freien Natur. Die Herstellung der Kräutermischung erfolgt genauso wie beim vorherigen Rezept. Beim Sammeln von Wildpflanzen solltest du aber auf bestimmte Dinge achten, beispielsweise sollten Kräuter nicht direkt neben der Straße, auf überdüngten Wiesen oder Hundeauslaufgebieten geerntet werden. Ich selbst ziehe manche Wildkräuter gleich auf dem Balkon und gehe so sicher, dass sie frei von irgendwelchen Rückständen sind.

Bereits ab März zeigen sich viele der grünen Pflänzchen und das Sammeln kann losgehen. Wenn du nicht weißt, wie die essbaren Pflanzen aussehen, nimm ein Erkennungsbuch zu Hilfe oder besuche eine Kräuterwanderung in deiner Nähe.

Folgende Blätter von Wildkräutern eignen sich besonders gut:

Fertige Salat-Kräutermischungen aus dem Supermarkt enthalten meist viele Zusatzstoffe und wenig Kräuter. Stelle deine eigene Würzmischung aus wenigen Zutaten ganz einfach selbst her!

Tipps zum Kräutersammeln:

  • Möglichst junge Blätter bevorzugen.
  • Trockene Blätter mit einem Messer oder den Händen ernten.
  • Nicht an Regentagen ernten, die Kräuter verlieren sonst an Aroma und schimmeln leicht.
  • Von jedem Kraut etwa zwei Hände voll sammeln.

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Im Herbst gesammelte Samen der Brennnessel ergänzen das Wildkräuterdressing um eine nussige Note. Trockne die Samen auf einem Küchentuch, siebe die Stängel ab und gib die Samen deiner Wildkräutermischung hinzu.

Fertige Salat-Kräutermischungen aus dem Supermarkt enthalten meist viele Zusatzstoffe und wenig Kräuter. Stelle deine eigene Würzmischung aus wenigen Zutaten ganz einfach selbst her!

Hast du noch weitere Ideen für selbstgemachte Dressings auf Vorrat?
Verrate sie uns gern in einem Kommentar. Wir freuen uns darauf!

Dieses Rezept und viele andere mehr findest du auch in unserem Buch:

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Weitere Ideen für selbst gemachte Alternativen zu Fertigprodukten findest du hier:

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14 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Soviel Salz ist doch nicht gesund?

    Antworten
    • smarticular.net

      Im Gegenteil: Käufliche Würzmischungen enthalten sogar mehr Salz. Es handelt sich um eine konzentrierte Streuwürze, die das übrige Salz ersetzt. Man braucht ja jeweils nur 1-2 Teelöffel der Kräutermischung.
      Liebe Grüße

  2. Jacqueline kluge

    Klingt sehr interessant…und lecker…aber eine frage…durch das Öl werden doch die Kräuter wieder nass…trotzdem das Glas wieder zu Schrauben?

    Antworten
  3. Die Kräuter kann in der Pfanne bei niedrige Hitze auch getrocknet werden. Backofen verwendet viel Strom. Wenn der Ofen schon für etwas anders an ist, kann die Restwärme benutz werden.

    Antworten
    • Viola de Winther

      Ich vermute, daß dann durch die Hitze die Vitamine zerstört werden. Außerdem bekommen die Kräuter dann, denke ich, ein Röstaroma ab, was nicht mehr zu dem Dressing paßt. Wenn , dann nur im Backofen, würde ich sagen, bei max. 40Grad und einen Kochlöffel oben in die Klappe stecken, daß die Ofentüre nicht ganz verschließt. Ich würde es nur in der Sonne oder im Herbst auf der Heizung trocknen.

  4. tolle Idee!
    Aber um ein Gefühl für die Menge zu bekommen… wie viel Paste ergibt denn 100g getrocknete Kräuter bzw. wie viel brauche ich, um ein normales Einmachglas (also wie auf dem Bild oben) zu füllen?

    Warum müssen die Kräuter getrocknet werden? Sie werden doch durch die Zugabe von Öl wieder feucht?

    Wie lange ist die Paste denn haltbar?

    Sorry für die vielen (dummen) Fragen, aber ich bin ganz neu auf dem Koch- und Selbermach- Gebiet…

    LG,
    Jule

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Jule! Das ist keine Paste, eher eine trockene Pulver-Mischung ähnlich wie die aus den kleinen Tütchen, oder wie Gemüse-Brühpulver. Für das Gläschen sind vielleicht 50-100 g getrocknete Kräuter notwendig (bzw. .entsprechend mehr frische, weil sie durch das Trocknen erheblich an Masse verlieren. Natürlich könnte man auch eine frische Paste machen, das wäre dann eher wie ein Pesto. Die getrocknete Kräutermischung hält sich lange, sicher 6 bis 12 Monate. Liebe Grüße!

    • Tanja Adrio

      Hallo ! Wenn es sich – wie oben beschrieben – um eine TROCKENpulvermischung handeln soll, warum ist dann da Öl mit drin ? Das widerspricht sich doch ?!
      Dann benötigt man ja bei der Zubereitung kein Öl mehr …
      Oder sehe ich das falsch (siehe Punkt 4).

    • smarticular.net

      Hallo Tanja, der eine Teelöffel Öl pro 100 g Mischung dient lediglich als Bindemittel, damit die Mischung nicht staubt und sich die Komponenten besser miteinander vermischen. Das Öl macht das Pulver nicht wirklich feucht, sondern macht das sonst sehr staubige Pulver eher zu einem fein-bröseligen Pulver. Liebe Grüße!

  5. Kann man die Kräutermischung auch im Kühlschrank aufbewahren?
    Wie sieht es aus, wenn man bereits getrocknete Kräuter zur Zubereitung verwendet?
    Danke schön! :-)

    Antworten
    • Hallo, da die Kräuter bereits trocken und keine verderblichen Inhaltsstoffe enthalten sind, ist die Aufbewahrung im Kühlschrank nicht notwendig. Wenn du die passenden Kräuter bereits trocken zu Hause hast, kannst du sie natürlich verwenden. Liebe Grüße!

    • Danke :-)

    • Bei mir wurde das ganze nicht so „krümelig“ wie auf dem Bild oben, sondern eher eine Paste (habe mit dem Pürierstab gearbeitet). Schmeckt super lecker!

  6. Ich würde frische Kräuter niemals vor dem Trochnen kleinschneiden. Sie verlieren so viele wertvolle Stoffe und Aromen. Jedoch Stiele entfernen ist gut, damit sich die Kraft nicht hauptsächlich in diese zurück zieht.

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