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Luxus zum Selbermachen – edle Badesalze für Entspannung und Wohlbefinden
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Selbstgemachte Badesalze enthalten keine synthetischen Zusätze und kommen mit wenigen, dafür natürlichen Zutaten aus. Purer Luxus für Körper, Geist und Seele!

Im Winter gibt es nichts Schöneres als ein wärmendes Bad. Auch nach dem Sport oder wenn es im Alltag hoch hergeht, kann eine halbe Stunde in der Wanne Wunder wirken. Badesalze pflegen die Haut beim Baden besonders weich. Zudem nimmt das Salz im Wasser Giftstoffe aus der Haut auf und sorgt so für eine sanfte Entgiftung des Körpers.

Wenn ich im Drogeriemarkt aber vor den bunten Badesalz-Tütchen stehe, entscheide ich mich regelmäßig gegen den Kauf. Denn zum einen stört mich die Verpackung: Portions-Tütchen sind zwar praktisch, aber wenn ich an den entstehenden Müllberg denke, vergeht mir die Lust. Noch schlimmer finde ich aber, dass mein Code Check Alarm schlägt, sobald ich die Inhaltsstoffe der Badesalze prüfe. Palmöl von ungewisser Herkunft, bedenkliche Farbstoffe oder Parfums mit zum Teil bedenklichen Inhaltsstoffen lasse ich lieber nicht an meine Haut.

Dabei ist es so einfach, natürliches Badesalz selber herzustellen. Heraus kommt purer Luxus für Körper, Geist und Seele! Ohne Verpackung und ohne Chemie.

Badesalz-Grundrezept

Da ich nicht jedes mal, wenn ich Lust auf ein Wannenbad bekomme, erst anfangen will zu mischen, bereite ich stets eine kleine Menge Badesalz auf Vorrat vor.

Dazu brauche ich:

  • 2 Tassen Meersalz, zum Beispiel Totes-Meer-Badesalz oder anderes Salz
  • 2 EL Natron
  • 1 EL Pflanzenöl (z.B. Olive, Kokos, Jojoba)
  • 15 Tropfen ätherisches Öl
  • optional: 1-2 EL Blumenblüten für die Optik und noch mehr Duft (Lavendel, Rose, Malve, usw.)
  • optional weitere Heilkräuter, z.B. Lavendel, Thymian

Welches Salz?

Im Prinzip kannst du jedes Salz verwenden. Dem Salz aus dem Toten Meer werden oft besondere Eigenschaften zugeschrieben, denn es ist außerordentlich reich an verschiedensten Mineralstoffen. So soll es bei Hautkrankheiten wie Psoriasis oder Exzem helfen und die Haut entgiften sowie schonend pflegen. Andere Meer- oder Steinsalze sind aber auch geeignet.

Da die Unterschiede zwischen den handelsüblichen Salzarten gering sind, entscheidet letztendlich dein persönlicher Geschmack.

Du kannst einen Teil des Salzes aus dem Grundrezept durch Bittersalz oder Glaubersalz ersetzen. Es zieht Giftstoffe aus dem Körper und wirkt zudem beruhigend auf das Nervensystem. Auch bei Muskelschmerzen ist das Bittersalz wirksam.

Im Handel gibt es zahlreiche Sorten von Salz mit unterschiedlichen Zusätzen und Werbeversprechen. Doch gutes Salz muss weder teuer sein, noch von ganz weit her kommen.

Pflegende Zusätze

Für noch mehr Pflegewirkung und ein samtig weiches Hautgefühl kannst du optional auch folgende Zutaten zu deinem Badesalz hinzufügen:

1. Öl für geschmeidige Haut, die nicht austrocknet

Oliven-, Mandel-, Soja-, Kokos- oder Jojobaöl werden in der Naturkosmetik wegen ihrer hautpflegenden Wirksamkeit häufig eingesetzt. Wenn du trockene Haut hast oder allgemein in den Wintermonaten empfiehlt sich der Einsatz dieser pflegenden, rückfettenden Öle.

2. Natron oder Backpulver

Natron oder Backpulver intensivieren die Reinigungswirkung des Badezusatzes und helfen dabei, Fett und Schweiß abzuwaschen. Bei Ausschlägen und Hauterkrankungen (wie zum Beispiel Psoriasis) beruhigen sie die Haut. Weil Backpulver neben Natron weitere Stoffe enthält, bevorzuge ich reines Natron für dieses Rezept.

3. Milchpulver

Ähnlich wie die Öle wirkt auch Milchpulver im Badewasser rückfettend. Milchpulver kann mit dem Badesalz im Verhältnis 1:1 oder 1:2 gemischt werden. Das Badewasser bekommt dann eine angenehm milchige Textur. Wenn du auf Milchprodukte verzichten möchtest, dann kannst du es auch mit Mandelmilch-Pulver, Sojamilch-Pulver oder Kokosmilch-Pulver probieren.

Badesalz herstellen

Die Herstellung des Badesalzes ist denkbar einfach. Du brauchst außer den Zutaten nur ein großes Schraubglas mit Deckel.

So geht’s:

  1. Eine Hälfte des grobkörnigen Badesalzes im Mörser zerkleinern.
  2. Grobes und feines Salz im Schraubglas mischen.
  3. Optional 1 EL Pflanzenöl über das Salz streuen.
  4. Glas verschließen und kräftig schütteln.
  5. Auf dieselbe Weise deine Auswahl ätherischer Öle ins Glas geben und durch Schütteln untermischen.
  6. Über Nacht stehen lassen, damit die flüssigen Zutaten in die Salzkristalle einziehen können.
  7. Die trockenen Zutaten wie zum Beispiel Natron, Milchpulver oder Blütenblätter untermischen.

Für ein Vollbad benötigst du etwa 100 g des Badesalzes.

Variationen mit ätherischen Ölen

Um die entspannende Wirkung des Bades noch zu intensivieren oder andere Wirkungen in das Badewasser hinein zu zaubern, kannst du diese ätherischen Öle gezielt verwenden.

Beim Kauf von ätherischen Ölen, solltest du auf hochwertige, naturbelassene Produkte achten. Hier erfährst du alles Wissenswerte zum Kauf von ätherischen Ölen. Wir haben gute Erfahrungen mit den Marken Neumond, Farfalla und Primavera gemacht:




Die möglichen Kombinationen von ätherischen Ölen sind scheinbar unendlich. Probiere doch einmal eine der folgenden Mischungen:

Selbstgemachte Badesalze enthalten keine synthetischen Zusätze und kommen mit wenigen, dafür natürlichen Zutaten aus. Purer Luxus für Körper, Geist und Seele!

1. Freier Atem

Für freien Atem bei Schnupfen und Erkältungskrankheiten sorgt eine Mischung aus Eukalyptus und Minze. Zum Grundrezept gibst du 5 Tropfen ätherisches Eukalyptus-Öl und 10 Tropfen Minzöl.

2. Ruhe und Entspannung

Lavendel ist in vielen Mitteln zur Beruhigung enthalten, in dieser Mischung für Ruhe und Entspannung sorgt der Duft der Bergamotte zusätzlich für innere Ruhe und Gelassenheit. Einfach jeweils 5 bis 10 Tropfen der beiden ätherischen Öle zum Badesalz mischen.

3. Klarheit schaffen

Wenn zu viele Gedanken den Geist belasten, helfen Zitrone und Rosmarin. Jeweils 7 Tropfen der beiden ätherischen Öle in das Badesalz des Grundrezeptes mischen.

4. Gleichgewicht finden

In turbulenten Zeiten ist es bisweilen nicht einfach, das innere Gleichgewicht zu bewahren. Eine Mischung aus Salbei, Minze und Teebaumöl schafft Abhilfe. Mit 10 Tropfen ätherischem Salbeiöl und jeweils 5 Tropfen der beiden anderen Öle schaffst du Balance für Körper, Geist und Seele.

5. Luxus genießen

An manchen Tagen braucht jeder ein bisschen Luxus. Diese Mischung aus kostbaren ätherischen Ölen verspricht ein besonderes Badeerlebnis für solche Momente. 7 Tropfen wohlduftendes Rosenöl, 5 Tropfen Geranium-Öl und 3 Tropfen Lavendel unter das Badesalz gemengt ergeben puren Luxus, den du jederzeit zu Hause genießen kannst. Mit einer Handvoll getrockneten Rosenblüten und etwas Milchpulver wird es ein Bad, aus dem du gar nicht mehr rauskommen willst.

Ein warmes Bad zur Entspannung ist gut für Körper und Seele. Hier findest du Rezepte für gesunde Verwöhnbäder mit natürlichen Zutaten, die du wahrscheinlich schon im Haus hast.
von Dennis Wong [CC-BY-2.0]
6. Erfrischen und beleben

Du bist müde und antriebslos? Da kann ein erfrischend-belebendes Bad mit Zedern-, Orangen- und Nelkenöl Abhilfe schaffen. Jeweils 5 Tropfen der ätherischen Öle unter das Grundrezept mischen.

7. Muskeln und Gelenke

Nach dem Sport oder nach körperlicher Anstrengung erholen sich deine Muskeln und Gelenke in einem wärmenden Arnika- und Fichten-Bad. Jeweils 10 Tropfen der beiden Öle zum Grundrezept mischen und in der Wanne entspannen. Wenn du einen Teil des Salzes mit Bittersalz ersetzt, wird die entgiftende Wirkung des Sportlerbades noch stärker, schmerzende Muskeln kannst du so vergessen.

Hast du eine dieser Rezepturen ausprobiert? Welche Kombinationen magst du am liebsten? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

Viele weitere Ideen und Rezepte für Naturkosmetik zum Selbermachen findest du hier und in unseren Buchtipps:

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